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Großbritannien: Notbudget soll binnen 50 Tagen stehen

13.05.2010 | 14:46 |   (DiePresse.com)

Die neue britische Regierung nahm die Arbeit auf. In der ersten Kabinettssitzung ging es um die Wirtschaftslage und die Situation in Afghanistan. Man einigte sich auf einen symbolischen Sparbeitrag.

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Unter dem Druck maroder Staatsfinanzen hat die erste britische Koalitionsregierung seit dem Zweiten Weltkrieg ihre Arbeit aufgenommen. In der ersten Kabinettssitzung am Donnerstag ging es um die Wirtschaftslage und die Situation in Afghanistan, wie der neue Finanzminister, George Osborne, von den Tories mitteilte. Binnen 50 Tagen soll nach dem Willen der Regierung aus Konservativen und Liberaldemokraten ein Notbudget stehen.

Angesichts der alarmierenden Budgetlage einigte sich das Kabinett in einem seiner ersten Beschlüsse auf einen symbolischen Sparbeitrag: Die Runde stimmte für eine Kürzung der Ministergehälter um fünf Prozent, wie eine Regierungssprecherin sagte. Der konservative Premierminister David Cameron und der Chef der Liberaldemokraten, Vize-Premier Nick Clegg, hätten sich zu einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit auf der Grundlage einer "starken Agenda" bekannt. Osborne bezeichnete die Kabinettssitzung als "wirklich konstruktiv".

Neue Politik angekündigt

Cameron und Clegg hatten diese Woche in der Downing Street per Händedruck das Ende von 13 Jahren Labour-Regierung in Großbritannien besiegelt. "Wir kündigen eine neue Politik an, in der das nationale Interesse wichtiger ist als das Parteiinteresse", sagte Cameron bei einer gemeinsamen Pressekonferenz.

Notbudget mit ersten Kürzungen

Im Koalitionsvertrag hoben Tories und Liberaldemokraten die Sanierung der Staatsfinanzen als "dringendste" Aufgabe hervor. Sie erklärten darin den Abbau des Budgetdefizits und die wirtschaftliche Erholung zu den zentralen Zielen ihrer Regierungsarbeit. Binnen 50 Tagen soll ein Notbudget mit ersten Kürzungen von umgerechnet rund sieben Milliarden Euro in die Wege geleitet werden. Das Defizit beläuft sich derzeit auf 163,4 Milliarden Pfund (192 Mrd. Euro), das entspricht 11,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP).

Zeitungskommentatoren warnten vor der Brüchigkeit des Bündnisses zwischen Cameron und Clegg, die in zentralen politischen Fragen grundverschiedene Positionen haben. Besonders deutlich sind die Differenzen in EU-Fragen und beim Einwanderungsrecht. So lehnen die Tories den EU-Reformvertrag ab und wollen künftig per Volksabstimmung über jeden weiteren Machttransfer an Brüssel entscheiden lassen; dagegen würden die "Lib Dems" unter Umständen sogar das Pfund dem Euro opfern.

Hague zum Außenminister ernannt

Zum Außenminister ernannte Cameron den früheren Tory-Parteichef William Hague. Der 49-Jährige ist ein entschiedener EU-Skeptiker, vertritt jedoch seit einiger Zeit gemäßigtere Positionen. Neben Clegg sind vier liberaldemokratische Minister im Kabinett vertreten, darunter Vince Cable als neuer Wirtschaftsminister. Neuer Finanzminister ist George Osborne. Er wird in diesem Monat 39 Jahre alt und ist damit der jüngste britische Finanzminister seit über einem Jahrhundert. Einige Experten in der Finanzbranche bezweifeln daher, ob er die schwierige Finanzlage in den Griff bekommen wird.

(Ag.)

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13 Kommentare
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...tut mir leid für das eigene rumblöcken


Antworten Weitweg
13.05.2010 22:38
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Re: ...tut mir leid für das eigene rumblöcken

Jetzt rauchen aber die Finger, oder? :o)

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Teil 4/4 (Gelddrucken und Inflation)


- Die US-Lösung: - Gelddrucken, es schadet „scheinbar“ nicht - durch Milliardenhilfen an die Wirtschaft kommt auch ein kleiner Teil bei der Masse an - außerdem vermeidet man „vorerst“ Währungsflucht und soziale Unruhen - unangenehm - die Staatsschulden explodieren - das Mißtrauen der Märkte hält sich aber „noch“ in Grenzen.

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Re: Teil 4/4 (Gelddrucken und Inflation)


- Die uralte Inflations-Erwartung: Inflation steigt, wenn immer mehr von Sozialtransfers leben und nicht mehr an der Güterproduktion teilnehmen.

Transferempfänger erhalten keine Kredite und kaufen daher auch keine langlebigen Konsumgüter (Autos, TVs,…), sie kaufen auch keine Häuser, sie buchen keine Urlaubsreisen, sie kaufen weniger und billigere Lebensmittel, sie wohnen billiger oder gleich bei den Eltern - sie leben nur noch von der Hand in den Mund.

All die davon betroffenen Branchen müßten aufgrund massiver Absatzeinbrüche Mitarbeiter abbauen und würden so das Heer der Transferempfänger noch weiter vergrößern.

Am Ende dieser Entwicklung werden weniger Güter nachgefragt als jetzt - die Preise würden daher nicht steigen - vielmehr setzt sich eine deflationäre Spirale in Gang, welche in eine Depression mündet.

Die ganze Inflationshysterie dient einzig allein dazu, dass die Leute ihre Sparguthaben auf den Kopf hauen und so für Wachstum sorgen.

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Teil 3/4 (Spekulation)


…wohin mit dem ganzen Papier ? - Investitionen in die Realwirtschaft erzeugen nur Überkapazitäten und damit sicher nicht die Renditen, die der Finanzmarkt verlangt.

Also bleibt nur der Finanzmarkt und da die Königsdisziplin, die Spekulation, das Spiel mit dem Risiko - Risiko bedeutet laut Duden Verlustmöglichkeit bei unsicherer Unternehmung.

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Re: Teil 3/4 (Spekulation)


Hingegen wenn man weiß wo die Verlustmöglichkeiten drinnenstecken, weil man ja selbst beim Verstecken geholfen hat und andere wiederum dumm oder korrupt sind oder beides - ja dann kann man sogar spekulieren „mit Netz“, also "FoolProof".

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Re: Re: Teil 3/4 (Spekulation)


Amerika's Kompetenz und Expertise liegt eindeutig in der Finanzwirtschaft - Structured Investments - das bedeutet - Risiko an die einen verkaufen und die Rendite an die anderen.

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Other Peoples Money - die Wurzel des Übels


Teil 2/4 (Kapitalkonzentration)

Renditen kann nur die Realwirtschaft verdienen - die Renditen der Realwirtschaft sinken aber kontinuierlich - warum ?

Der Grund ist die Kapitalkonzentration -

Konzerne drücken die Löhne durch Produktionsverlagerungen -
Konzerne senken für "sich" durch Lobbying die Steuerbelastung -
Konzerne erhalten bei Schieflage durch Winken mit der Arbeitsplatzkeule Steuermilliarden.

Geringverdiener verlangen nach immer billigeren Waren und drehen die Spirale weiter.

Banken vergeben einen Milliardenkredit lieber an Hedgefonds, als an tausende Häuslbauer und Kleinunternehmer - die Fonds versprechen 8% Rendite, die Häuslbauer viel Mühe.

TaxHaven sammeln kriminelle Gelder und helfen auch Steuersparern.

Geld-Pools (Pensionen, Rücklagen,..) versprechen den Leuten arbeitsloses Einkommen.

China quetscht seine Arbeiter aus und sammelt gleichzeitig einen Geldberg von über 2.000 Mrd. USD an.

Ölproduziernde Staaten spült es in Phasen explodierender Erdölpreise gigantische Geldsummen in die Kassen und….

…wohin mit dem ganzen Papier ?

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Teil 3/4 (Spekulation)


…wohin mit dem ganzen Papier ? - Investitionen in die Realwirtschaft erzeugen nur Überkapazitäten und damit sicher nicht die Renditen, die der Finanzmarkt verlangt.

Also bleibt nur der Finanzmarkt und da die Königsdisziplin, die Spekulation, das Spiel mit dem Risiko - Risiko bedeutet laut Duden Verlustmöglichkeit bei unsicherer Unternehmung.

Hingegen wenn man weiß wo die Verlustmöglichkeiten drinnenstecken, weil man ja selbst beim Verstecken geholfen hat und andere wiederum dumm oder korrupt sind oder beides - ja dann kann man sogar spekulieren „mit Netz“, also "FoolProof".

Amerika's Kompetenz und Expertise liegt eindeutig in der Finanzwirtschaft - Structured Investments - das bedeutet - Risiko an die einen verkaufen und die Rendite an die anderen.

„Smart Money“ (Private Equity, Hedgefonds,..) ist dem „Dumb Money“ Pensions- und Investmentfonds immer überlegen, denn diese Massenfonds treiben selbst die Preise, sobald sie die Richtung ändern.

Die profitabelsten Trades gibt es daher, wenn die Herde losstürmt, egal, ob berechtigt oder provoziert. (CDS-Spreads, Shortselling,…)

- Fazit: Es gibt weltweit weder den politischen Willen dieses vagabundierende Kapital wieder einzufangen noch etwas am Status Quo zu ändern. (Taxhaven, Steuerbegünstigungen, Stiftungen,…) - daher gibt es auch keine Vorstellung darüber, wie der finale Kollaps diesesmal ablaufen wird.

Also weiter Gelddrucken ?

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Other Peoples Money - die Wurzel des Übels


Teil 1/4 (Das Monopoly-Spiel)

Wallstreet ist keine Charity-Veranstaltung - hier geht es um Geld, nämlich um das Geld der anderen (OPM).

Die "Anything-goes-Era" ist tot und die davon abgeleitete "Kappazunder-Logik" auch, denn dazu braucht es eine Menge Verlierer auf der anderen Seite des Spiels.

Kapitalismus ist ein Nullsummenspiel - Profit entsteht durch die Verschuldung der anderen - kann sich niemand mehr verschulden, steht die Mühle.

Aus diesem Grund hat das kapitalistische System ein Ablaufdatum (Monopoly), dieses kann durch Ausweitung der Verschuldung (Subprime) oder durch neue Player (China,..) aufgeschoben werden.

Wallstreet und Charity - ein Gegensatz ? - nein, denn ein großer Teil des Spielgeldes kommt von steuergeschonten Charity-Trusts (Stiftungen) und sucht dringend nach Höchstrenditen.

Renditen kann nur die Realwirtschaft verdienen - die Renditen der Realwirtschaft sinken aber kontinuierlich - warum ?

Antworten Gast: Freiheit
13.05.2010 15:33
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Re: Other Peoples Money - die Wurzel des Übels

Wieder so einer. Populist und keine Ahnung. Langsam wundert es mich nicht warum in wir kein Wachstum zusammen bringen. Der Kapitalismus existiert seit es die Menschen gibt. Klar hat er erst mit Smith seinen Namen, wissenschaftliche Arbeiten erhalten aber mein lieber Freund, die Menschheit existiert zum Teil gerade weil unsere Vorfahren Spekulanten und Kapitalisten waren - Sammler/Jaeger und der Warenaustausch dadurch wie das Horten von Waren - siehe Bibel Altes Testament - Josef. Jeden Tag bin ich zu 100% sicher treffen sie mehrere spekulative Entscheidungen. Mache ich das oder das. Ausserdem zu ihrem Kommentar die Renditen der REalwirtschaft sinken kontinuierlich - ich nehme mal an sie arbeiten fuer den Staat aber nicht fuer eine Firma sonst wenn das wirklich der Fall waere wuerden schon laengst keinen Job mehr haben!!

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…offensichtlich ist es einfacher ein wenig rumzublöcken, anstatt nachvollziehbare Argumente oder Schlußfolgerungen zu bringen.


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…können Sie in einem Satz schreiben, was Sie überhaupt meinen ?


…das kapitalistische System hat keiner für tot erklärt, es muss nur von Zeit zu Zeit neu gestartet werden - jeder der glaubt es könne endlos aufwärtsgehen ist ein Träumer.