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Lieberman: Hamas soll Gazastreifen kontrollieren

16.07.2010 | 14:35 |   (DiePresse.com)

Dramatische Wende in der bisherigen Gaza-Politk Israels. Der israelische Außenminister Avigdor Lieberman will die Verantwortung für den Gazastreifen an die Hamas abtreten. Die Blockade wäre damit aufgehoben.

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Der israelische Außenminister Avigdor Lieberman überrascht mit Gedankenspielen zur Zukunft des Gazastreifens. Der ultra-rechte Politiker will nach einem Zeitungsbericht die Verantwortung Israels für den Gazastreifen an die dort herrschende radikal-islamische Hamas-Organisation abtreten. Im Gegenzug werde Israel die Grenzen zu dem kleinen Palästinensergebiet hermetisch abriegeln, schreibt die Tageszeitung "Yediot Ahronot" am Freitag.

Eine internationale Schutztruppe soll nach Vorstellung Liebermans dann die Grenzübergänge überwachen und den Waffenschmuggel durch Tunnel unter der Grenze von Ägypten zum Gazastreifen unterbinden. Die bisherige Blockade wäre damit aufgehoben. Waren könnten direkt von Europa aus in den Gazastreifen transportiert werden.

Lieberman will Ashton Vorschlag unterbreiten

Lieberman will nach Informationen des Blattes seinen Vorschlag während des Besuches der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton am kommenden Sonntag unterbreiten. Die EU hat sich immer wieder für eine Aufhebung der Blockade des Gaza-Streifens ausgesprochen. "Wir sind bereit, die Öffnung des Gaza-Streifens zu unterstützen", sagte Ashton. Nach Angaben aus dem Außenministerium handelt es sich um eine private Initiative Liebermans und nicht um die offizielle Politik Israels oder des Außenministeriums.

Der Vorschlag Liebermans sei eine dramatische Änderung in der bisherigen Gaza-Politik Israels, schreibt das Blatt. Israel hatte bisher seine Blockade unter anderem damit begründet, dass die Hamas vom Westen als Terrororganisation eingestuft worden sei. Israel boykottiert die Hamas, die Hunderttausende von Mitgliedern und Sympathisanten hat. Das Nahost-Quartett aus Vereinten Nationen, EU, USA und Russland verlangt von der Hamas als Voraussetzung für eine Normalisierung der Beziehungen, dass sie das Existenzrecht Israel anerkennt sowie Terror und Gewalt abschwört.

Lieberman wolle Europa jetzt davon überzeugen, sich bei der Übertragung der Verantwortung an jene Kraft zu beteiligen, die de facto den Gazastreifen kontrolliert, schreibt das Blatt.

(Ag.)

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30 Kommentare
 
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Re: In GAZA gibt es keine nicht-islamischen-

Habe, nona nicht, Israel gemeint; die Ultras siedeln und siedeln um ja die Wiederherstellung der Grenzen 1967 (eine von unzähligen Resolutionen, welche Israel nicht umsetzt!) zu verhindern.

Re: Re: In GAZA gibt es keine nicht-islamischen-

im GS gibt's schon lange keine jüd. Siedlungen mehr.

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Re: Re: Re: In GAZA gibt es keine nicht-islamischen-

Drücke ich mich wirklich so mißverständlich aus? Es gibt eine UNO-Resolution, wonach Israel die Grenzen von 1967 wieder herzustellen hat. Bedeutet; dass Palästinensern in Israel viel mehr Raum, Platz geboten werden müßte - was wiederum den Ultra-Jüdischen Siedlern in Israel nicht passt! Die vielen Palästinenser weiterhin auf kleinem Raum im Gaza offiziell - nicht als "Ausnahmezustand" zuzusprechen, würde den Ultras - so wie Lieberman einer ist - passen!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Serro
17.07.2010 17:37
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FALSCH

Selbst deine Phantasie von den Grenzen vor dem arabischen Vernichtungsversuch 1967 bedeutet nicht,
dass das gesamte Westjordanland -das meinst du vielleicht?- zum "palästinensischen" Hamas-Kalifat wird.

War es ja auch davor nicht.

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Re: Re: Re: In GAZA gibt es keine nicht-islamischen-

Drücke ich mich wirklich so mißverständlich aus? Es gibt eine UNO-Resolution, wonach Israel die Grenzen von 1967 wieder herzustellen hat. Bedeutet; dass Palästinensern in Israel viel mehr Raum, Platz geboten werden müßte - was wiederum den Ultra-Jüdischen Siedlern in Israel nicht passt! Die vielen Palästinenser weiterhin auf kleinem Raum im Gaza offiziell - nicht als "Ausnahmezustand" zuzusprechen, würde den Ultras - so wie Lieberman einer ist - passen!

 
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