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USA: Gericht blockiert Obamas Stammzellen-Politik

24.08.2010 | 06:29 |   (DiePresse.com)

Ein US-Gericht hat die staatliche Förderung für die Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen vorerst gestoppt. Damit hat es dem Antrag einer christlichen Organisation stattgegeben.

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Ein Gericht in den USA hat am Montag per Eilentscheid die staatliche Förderung für die Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen vorerst gestoppt. Durch die Forschung würden menschliche Embryonen zerstört, begründete Richter Royce Lamberth seine Entscheidung.

Der Richter setzte damit auf Antrag einer christlichen Organisation eine Entscheidung von US-Präsident Barack Obama aus dem März 2009 außer Kraft. Obama hatte den restriktiven Kurs seines Vorgängers George W. Bush in der Stammzellenforschung revidiert. Durch den Eilentscheid des Richters wird der christlichen Organisation nun die Chance gegeben, gegen die Forschungsförderung zu klagen.

Unter Bush gab es staatliche Gelder nur für die wissenschaftliche Arbeit an solchen menschlichen embryonalen Stammzell-Linien, die vor August 2001 gewonnen worden waren. Obama erlaubte dann nach seinem Amtsantritt die staatliche Förderung der Arbeit auch an neu gewonnenen Stammzell-Linien.

Bei der embryonalen Stammzellenforschung wird dem durch künstliche Befruchtung erzeugten Embryo im Blastozystenstadium der sogenannte Embryoblast entnommen, was den Tod des Embryos herbeiführt. Anschließend werden die Zellen aus dem Embryoblast vermehrt und damit Experimente durchgeführt. Zu einer Stammzell-Linie zählen alle in vitro gezüchteten Zellen, die sich auf denselben Embryo zurückführen lassen.

(Ag.)

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11 Kommentare
Gast: Zwiespalt
24.08.2010 14:18
0 0

Forschung: ja -> Missbrauch dieser Forschung: nein

Kontrolle? -> nicht möglich!

weil? -> Dilemma "Mensch"!

Gemacht wirds trotzdem...

Verbieten -> nicht möglich!

Ob gut oder schlecht?

-> Objektiv, je nachdem wieviel es einem selber nützt...

Und kein weg führt zurück!

Gast: (R)ed
24.08.2010 08:11
4 2

Ein Hoch auf die Fanatiker

Stammzellenforschung ist eines der vielversprechendsten Anwendungsgebiete in der medizin die es heutzutage gibt. So viele Krankheiten und Leiden kann man damit heilen aber nein nur weil ein paar christliche Fanatiker glauben sie währen etwas besseres dürfen sie anderen ihren Willen aufzwingen.
An der Stammzellenforschung ist nichts wirklich ethisch Verwerfliches dran, die Embryonalzellen sterben durch denn Menstruationszyklus so und so und neue bilden sich auch andauernd.

Wieso sollte man sie nicht wie bei einer Plasmaspende oder Blutspende medizinisch nutzen

Antworten Gast: mens sana
24.08.2010 12:54
0 3

Re: Ein Hoch auf die Fanatiker

Die "vielversprechende" Stammzellforschung verspricht vor allem eines: dass bei jeder "Therapie", die auf diese Weise entwickelt wird, Menschen getötet werden, damit das Leben anderer Menschen verlängert werden kann - eine Art von Kannibalismus also.

Ist das wirklich ein Fortschritt???

Antworten Antworten Gast: Gast
25.08.2010 09:44
2 0

Re: Re: Ein Hoch auf die Fanatiker

Jemand, der eine Sphäre aus 32 Zellen als Mensch bezeichnet, würde ich als nicht zu zurechnungsfähig ansehen

Antworten Gallagher
24.08.2010 10:21
0 1

Re: Ein Hoch auf die Fanatiker

christliche Fanatiker???? ..sie könnten disen Kommentar nicht schreiben, wenn sie in einem früheren Entwicklungsstadium der Stammzellenforschung zum Opfer gefallen wären.
P.S. Beim Menstuationszyklus bilden sich keine Embryonalzellen, nur wenn das Ei befruchtet wird, und dann neigt es dazu sich einzunisten, schon davon gehört???

Antworten Antworten Antwelm
24.08.2010 16:41
0 0

Re: Re: Ein Hoch auf die Fanatiker

Doch kann er, oder haben sie einen Beweis, dass er eine künstliche Befruchtung ist?

Antworten Antworten Gast: DieSenferin
24.08.2010 10:26
0 0

Re: Re: Ein Hoch auf die Fanatiker

Gibts nicht auch Stammzellen im Nabelschnurblut?
Bin jetzt keine Expertin bei diesem Thema, aber könnte man nicht damit arbeiten? Das täte nämlich niemandem weh und es müssten auch keine Embryos dafür verwendet werden.

Antworten grinch
24.08.2010 10:11
0 0

Re: Ein Hoch auf die Fanatiker

Lassen sie sie doch.

Das ganze ist sowieso lächerlich.
Die Stammzellenforschung wird in den USA sowieso von Privaten getragen,
da sie nicht generell verboten ist,
wie in manchen Teilen Europas.

Nur staatliche Unterstützung wird verweigert,
scheinheilig eben,
wie immer.

Antworten Antworten Rainer M.
24.08.2010 10:34
1 0

Re: Re: Ein Hoch auf die Fanatiker

Sie wissen schon woher diese Embryonen stammen oder? Von Frauen die ansonsten die übrigen Eier sowieso wegeschmissen hätten, da nur 1-3 erwünscht sind bei einer künstlichen Befruchtung...

Ich finde es traurig... es sind nur Zellen, es ist soviel Leben wie ein Bakterienhaufen und von denen töten wir zu Hauf.

Antworten Antworten Antworten Gast: Danke!
24.08.2010 11:36
0 0

Re: Re: Re: Ein Hoch auf die Fanatiker

"Ich finde es traurig... es sind nur Zellen, es ist soviel Leben wie ein Bakterienhaufen und von denen töten wir zu Hauf. "

Sie haben es treffend zusammen gefasst! jetzt dürfte es ein jeder endlich verstehen.

Antworten Antworten Antworten grinch
24.08.2010 10:42
0 0

Re: Re: Re: Ein Hoch auf die Fanatiker

Wenn sie aus den Zeilen herausgelesen haben,
dass ich gegen Stammzellenforschung bin,
dann irren sie sich.

Es ging um die scheinheilige US-Stammzellenpolitik.
Nach außen hin "dagegen",
aber unter der Hand wird geforscht
und vermarktet.