Unter dem Druck der EU will Serbien laut Medienberichten seinen Entwurf einer Kosovo-Resolution für die Vereinten Nationen (UNO) nun doch abschwächen. Anstelle einer Verurteilung der Abspaltung des Kosovos und der Forderung nach Neuverhandlungen über den staatsrechtlichen Status seiner ehemaligen Provinz will Belgrad jetzt nur noch einen Dialog über "alle offenen Fragen" fordern.
Zudem sollten diese Gespräche unter Vermittlung der EU geführt werden, anstatt wie bisher gefordert unter UN-Leitung, berichteten die Zeitungen "Blic", "Politika" und "Danas" am Dienstag unter Berufung auf diplomatische Quellen.
Serbien lange mit EU auf Konfrontationskurs
Dabei hatte sich die serbische Führung in den vergangenen Wochen noch hartnäckig geweigert, die Resolution zurückzunehmen oder zu verwässern. Bis zuletzt schien Belgrad fest entschlossen, den Entwurf in der ursprünglichen Fassung am Donnerstag von der UN-Vollversammlung verabschieden zu lassen. Auch die Unterstützung zahlreicher Länder wurde bereits eingeholt.
Damit lag Belgrad allerdings auf Konfrontationskurs zur EU, deren Mitglieder die Unabhängigkeit des Kosovos 2008 mehrheitlich - darunter auch Österreich - anerkannt haben. Nun erfolgte aber doch noch der Meinungsumschwung.
(APA)
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