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Erfolg für Erdogan: Türkei stimmt für neue Verfassung

12.09.2010 | 20:13 |  Von Jan Keetman und Helmar Dumbs (Die Presse)

Die türkischen Wähler sagten mehrheitlich Ja zur Verfassungsreform-Vorlage der gemäßigt-islamistischen Regierung. Regierungschef Erdogan jubelt über einen "Wendepunkt für die türkische Demokratie".

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Istanbul. Recep Tayyip Erdogan bleibt auf der Siegerstraße: Die Umfragen vor dem Verfassungsreferendum am Sonntag hatten noch ein knappes Ergebnis erwarten lassen, doch mit 58 Prozent Zustimmung für die Vorlage der Regierung kann Erdogan einen großen Triumph einfahren und gelassen auf die Wahlen 2011 warten. „Dies ist ein Wendepunkt für die türkische Demokratie“, sagte der Premier bei der Stimmabgabe.

In diesem Punkt dürfte ihm selbst die Opposition Recht geben, die gewarnt hatte, mit einer Annahme des Referendums bekomme die Regierung auf dem Umweg der Erhöhung der Zahl der Verfassungsrichter zu großen Einfluss auf die Justiz.

Die Kemalisten hatten das Referendum zu einer Abstimmung über Erdogan und seine islamisch-konservative AKP stilisiert – und bei den Bewohnern von Ankaras wohlhabendem Cankaya-Viertel fiel dieser Ansatz offenbar auf fruchtbaren Boden: „Das ist kein Verfassungsreferendum, sondern eines über Erdogan und den Lebensstil, den er will. Ich möchte aber in keinem religiös geprägten Land leben, deshalb habe ich mit Nein gestimmt“, sagte ein etwa 50-jähriger Mann.

Angst vor Islamisierung


Immer wieder ist es die Angst vor einer Islamisierung, die als Begründung für „Nein“-Stimmen genannt wird: „Ich möchte nicht leben wie in Saudarabien, sondern in einer Demokratie“, sagt etwa Herr Özdemir. Doch nicht nur das „Nein-Lager“ sieht sich als Verteidiger der Demokratie, das nehmen auch die Befürworter für sich in Anspruch, allen voran der Premier selbst. Die Gegner hat er pauschal der Sympathie für die Putsch-Generäle und ihre Verfassung von 1982 verdächtigt, die in vielen Artikeln aber fortbestehen wird.

Der Student Semih glaubt, dass die Reform tatsächlich eine weitere Demokratisierung der Türkei bedeutet. Dass ein islamischer Staat drohe, diese seit Erdogans Regierungsübernahme 2002 von den Kemalisten genährte Furcht, kostet ihn nur ein müdes Lächeln: „Diese Gefahr sehe ich nicht. Das würde nicht zu uns passen, und die Leute würden das auch gar nicht zulassen“, meint er.

In Mittelanatolien, Ankara, der Schwarzmeerregion und zum größeren Teil auch Istanbul stimmten die Bürger für die Vorlage. Diese Verteilung ist auffallend, denn damit haben fast nur die Gegenden mit Nein gestimmt, in denen die CHP, die Hauptbannerträgerin des türkischen Laizismus, stark ist.

Hohe Wahlbeteiligung


Die Wahlbeteiligung war insgesamt hoch. Dies gilt jedoch nicht für den kurdischen Osten, wo die prokurdische Partei für Frieden und Demokratie zum Boykott aufgerufen hatte. In Diyarbakir ging nur jeder dritte Wähler zur Urne, in der Gebirgsprovinz Hakkari gab es einen völligen Boykott der Wahl. In den letzten Tagen hatte es in Hakkari schwere Zusammenstöße zwischen kurdischen Demonstranten und der Polizei gegeben. Der beeindruckende Boykott zeigt einmal mehr, dass die Kurdenproblematik noch lange nicht gelöst ist.

Kein großer Wurf


Die Wahl verlief insgesamt weitgehend ruhig. Nur im Osten wurden ein Soldat durch eine von der kurdischen PKK gelegte Mine getötet und zwei Milizionäre durch eine weitere Mine verletzt. Außerdem explodierte am frühen Morgen eine Bombe unter dem geparkten Auto eines Bürgermeisters ohne viel Schaden anzurichten. Ein direkter Zusammenhang mit der Wahl war nicht zu erkennen.

Eine Reihe der neuen Regelungen, wie die Einschränkung der Militärgerichtsbarkeit, liegen auf dem Weg zu einer demokratischeren Türkei. Einen großen Wurf in Richtung Demokratisierung kann man die Änderungen allerdings kaum nennen. Erdogan selbst hatte versprochen, die Änderungen würden eine spätere umfassende Reform der vom Militär eingeführten Verfassung erleichtern. Damit steht er nun im Wort.

("Die Presse" Printausgabe vom 13. September 2010)

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532 Kommentare
 
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Gast: Erdo Khan
17.09.2010 06:20
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Was denkt - was will Präsident Erdogan wirklich?


Erdogans Griff nach der Weltmacht – das Ende aller Integrationsträume
Zitat:
„Wir sind die Weltmacht Türkei!“
http://info.kopp-verlag.de/video.html?videoid=156

Gast: Fact Finder
14.09.2010 21:31
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Atatürk und seine Generäle

In der Türkei zieht ein vom Militär geführter Staat im Staat viele Strippen – und finanziert unter anderem dunkle Machenschaften mit Schmuggelgeschäften.

Ein Gendarmerie-Major namens Zeki Bingöl sagte aus, dass eine von Kücük geführte private Wachdienstfirma früher den Hafen "sicherte“. Kücük gilt auch als Gründer eines Nachrichtendienstes der Gendarmerie mit dem Kürzel Jitem, eine der berüchtigtsten Organisationen in der Türkei, die es aber offiziell gar nicht gibt. Jitem soll unter anderem zuständig gewesen sein für "schmutzige“ Aktionen gegen die kurdische PKK.

Jitem, behauptet Bingöl, habe über Ambarli in großem Stil Schmuggel betrieben. Damit sollen die Verschwörer von Ergenekon ihre Aktionen – Mordpläne, Attentate, Desinformationskampagnen – finanziert haben. Und so schließt sich der Kreis: Denn wenn die Gendarmerie den Hafen nicht aufgeben will, dann läuft die Ergenekon-Masche vielleicht immer noch weiter.

Schmuggel, also organisiertes Verbrechen, Militär und Politik – das ist im Kern, worum es im Ergenekon-Verfahren geht. Die Türken kennen diesen Sumpf seit jeher unter dem Begriff "Tiefer Staat“. Es ist der Staat, der jenseits der Regierung steht, ihr aber Grenzen auferlegt; ein Macht-Geflecht aus Militär, Bürokratie und Justiz...


und noch eine kleinigkeit über die friedensabsichten erdogan und seines AKP regimes

http://www.welt.de/die-welt/kultur/literatur/article8009525/Der-Islam-und-die-nuetzlichen-Idioten.html

Antworten Gast: Gast
15.09.2010 09:22
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Re: und noch eine kleinigkeit über die friedensabsichten erdogan und seines AKP regimes

Danke für den hochinteressanten Link!

Re: Re: und noch eine kleinigkeit über die friedensabsichten erdogan und seines AKP regimes

heute hat das iranische mullahregime der AKP 25 millionen dollar "gespendet".

noch als ergänzung.

ein wirklich ansprechendes und interessantes interview mit Hamed Abdel-Samad.

http://www.welt.de/die-welt/vermischtes/article9519527/Das-islamische-Haus-stinkt.html

vielen menschen besuchen dieses forum.

vielleicht sind einige dabei die auch interesse an der möglichkeit eines neuanfanges haben.

http://www.droemer-knaur.de/veranstaltungen/Hamed+Abdel-Samad+spricht+%C3%BCber+sein+neues+Buch%3A+Der+Untergang+der+islamischen+Welt.7761356.html

Gast: Xinthia
14.09.2010 18:57
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Unbeliebt

Die Türken haben sich weltweit sehr sehr unbeliebt gemacht.
Selber schuld1

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Re: Unbeliebt

Woher wollen Sie das wissen?

Antworten Antworten Gast: Ösi
14.09.2010 22:59
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Sie sind so ziemlich der Einzige der die Türken leiden kann, oder sind Sie selbst einer ist sonst nicht normal der ganze Schwachsinn den Si esonst immer schreiben.


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Re: Sie sind so ziemlich der Einzige der die Türken leiden kann, oder sind Sie selbst einer ist sonst nicht normal der ganze Schwachsinn den Si esonst immer schreiben.

Sehen Sie, das ist der Unterschied von uns beiden. Ob ich wen leiden kann, oder nicht, ist keine Frage der Nationalität oder der Religion, sondern liegt einzig und allein an derjenigen Person!
Pauschalurteile, wie Italiener, Türken, Russen, oder Eskimos kann ich nicht leiden, sind mir völlig fremd.
Wenn Sie glauben sich solche Feindbilder schaffen zu müssen, dann kann man nur noch Mitleid mit Ihnen haben!

Antworten Antworten Antworten Gast: gastturk
15.09.2010 13:28
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Re: Sie sind so ziemlich der Einzige der die Türken leiden kann, oder sind Sie selbst einer ist sonst nicht normal der ganze Schwachsinn den Si esonst immer schreiben.

Er hat nun mal nicht so eine Hohle Birne, wie viele andere Österreicher die immer nur gegen ein Land hetzen.

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Re: Sie sind so ziemlich der Einzige der die Türken leiden kann, oder sind Sie selbst einer ist sonst nicht normal der ganze Schwachsinn den Si esonst immer schreiben.

Mit dem "Schwachsinn" beschreiben Sie Ihre Meldungen recht gut. Wenn Sie die Zahlen der Statistik Austria nicht als Fakten anerkennen, dann ist Ihnen nicht zu helfen!
Wenn Sie glauben, dass EIN Mensch 2 bis 3 Kinder bekommen können, dann ist Ihnen nicht zu helfen!
Wenn Sie glauben, dass bei einem Anteil der Moslems selbst mit 17 % in einigen Jahren Ihrer Tochter ein Kopftuch aufzwingen kann, dann ist Ihnen nicht zu helfen!

Wenn Sie behaupten, dass Türken in aller Welt unbeliebt sein sollen, dann ist Ihnen bei Ihrem beschränkten Horizont nicht zu helfen!

Antworten Gast: ROTER OKTOBER
14.09.2010 20:13
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Re: Unbeliebt

Das wird dem Wilders auch nachgesagt.
Ist der jetzt auch selber schuld, wenn er jetzt eindeutig Selbstmord auf Verlangen macht?

Gast: Wer wenn nicht wir, wann wenn nicht jetzt
14.09.2010 18:36
0 1

Die Türken mögen in der Türkei bleiben und uns nicht weiter belästigen.

Der Rest kümmert uns nicht.

Gast: Türkeikenner
14.09.2010 17:52
0 1

Breaking news

Die Entwicklungsrate der Türken in dem zweiten
Quartal ist , sage und schreibe, 10,3 %! Und wir
schlafen weiter!

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Re: Breaking news

Was verstehen Sie unter "Entwicklungsrate der Türken"?

Antworten Antworten Gast: Türkeikenner
15.09.2010 09:15
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Re: Re: Breaking news

Wenn Sie in der Lage waeren, da und
dort die Wirtschaftsnachrichten zu folgen, wüssten Sie schon, was das bedeutet. Ist zu viel verlangt?

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Re: Re: Re: Breaking news

"Entwicklungsrate der Türken" kann ich echt nicht nachvollziehen. Wenn Sie so ein "Wirtschaftsfachmann" sind, dann erklären Sie mir dieses Rätsel.
Sollten Sie das Wirtschaftswachstum der Türkei" als "Entwicklungsrate der Türken" bezeichnen, ist das schon sehr armselig!

Antworten Antworten Gast: gast
14.09.2010 21:26
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Re: Re: Breaking news

Unterhalte dich nicht mit 12 jährige busche !! dabei kommt nicht gutes raus... er kann grade 1- plus 1 rechnen!! für ihm macht das 3 aus..

Antworten Gast: Türkeikenner
14.09.2010 18:37
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Breaking news II

Die Ziegenherden haben sich um sage und schreibe 12% vermehrt!
Und wir schlafen weiter!

Antworten Antworten Gast: Türkeikenner
15.09.2010 09:23
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Re: Breaking news II

Es dauert nicht mehr lange, bis solche
wie Sie aufwachen. Neid und kronische
Hoffnungslosigkeit wird dann Ihnen und
Ihren Genossen auch nicht viel helfen.
Also schlafen Sie weiter.

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Re: Breaking news II

"Und wir schlafen weiter!"

Besonders Sie!

Antworten Antworten Gast: gastturk
14.09.2010 19:58
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Re: Breaking news II

Ich bitte sie solche rassistischen Äußerungen zu unterlassen.

DANKE

Antworten Antworten Antworten Gast: Ösi
14.09.2010 23:03
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Entschuldigung, Schafzüchter dann eben!


Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: gastturk
15.09.2010 13:34
1 0

Re: Entschuldigung, Schafzüchter dann eben!

tja, euch ist nicht weiter zu helfen. Mann versucht höfflich zu reden, und trotzdem wird man dumm angemacht. Das zeigt wie hängen geblieben doch einige Menschen sind. Ich könnte sie auch beleidigen. Wie wäre es mit Bergmenschen.

 
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