Bei Auseinandersetzungen im arabischen Ostteil Jerusalems ist am Mittwoch ein Palästinenser von einem Wachmann getötet worden. Die Berichte über den Tathergang gehen weit auseinander. Nach israelischen Polizeiangaben hatten Palästinenser den Wachmann mit Steinen beworfen. Dieser habe daraufhin das Feuer eröffnet. Der Schütze sei zur Befragung auf eine Polizeistation mitgenommen worden.
Nach Angaben des palästinensischen Informationszentrums in Silwan war eine Gruppe von Männern auf dem Weg zum Morgengebet in einer Moschee, als der Wachmann sie mit "abfälligen Worten" provozierte. Daraufhin sei ein Streit ausgebrochen. Der israelische Wachmann habe dann sofort mit scharfer Munition in die Gruppe geschossen.
Weitere Krawalle nach Todesschüssen
Nach den Todesschüssen kam es im Stadtteil Silwan südlich der historischen Altstadt Jerusalems zu weiteren gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und israelischen Polizisten. Die Polizei setzte nach palästinensischen Angaben auch Tränengas ein. Drei weitere Palästinenser seien verletzt worden.
Die Lage im Ostjerusalemer Stadtteil Silwan ist seit Jahren angespannt. Dort leben nach palästinensischen Angaben 300 israelische Siedler unter 55.000 Palästinensern.
(Ag.)
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