23.05.2013 15:00 Merkliste 0

Südkorea: Insel wird Sperrgebiet

29.11.2010 | 08:52 |   (DiePresse.com)

Rund eine Woche nach dem nordkoreansichen Angriff auf die Insel Yeonpyeong hat Südkorea die Insel zum Sperrgebiet für Zivilisten erklärt. Indes bemüht sich China als Vermittler im koreanischen Konflikt.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Mehr zum Thema:

Knapp eine Woche nach dem nordkoreanischen Artillerieangriff auf Yeonpyeong hat Südkorea die Insel zum Sperrgebiet für Zivilisten erklärt. Staatschef Lee Myung-bak drohte dem Norden zugleich mit Konsequenzen bei weiteren Attacken. Die Entscheidung, die Insel zum Sperrgebiet zu erklären, sei auf Anforderung der Streitkräfte getroffen worden, teilten die Behörden mit. Das Verteidigungsministerium erklärte, nun werde über eine Evakuierung der noch verbliebenen rund 300 Einwohner, Journalisten und Behördenvertreter nachgedacht. Yeonpyeong liegt nur etwa elf Kilometer von Nordkorea entfernt. Beim Angriff Nordkoreas auf die Insel am vergangenen Dienstag waren zwei Zivilisten und zwei Soldaten ums Leben gekommen.

Pjöngjang: "Gnadenlosen Gegenschläge"

Marineeinheiten des Südens und der Vereinigten Staaten hatten am Sonntag eine gemeinsame Militärübung im Gelben Meer begonnen. Pjöngjang drohte mit "gnadenlosen Gegenschlägen", sollten die nordkoreanischen Seegrenzen verletzt werden. Das Manöver sei ein Vorwand, um "einen Krieg um jeden Preis zu entfachen", zitierte die amtliche Nachrichtenagentur KCNA aus Kreisen des nordkoreanischen Friedenskomitees. Wenige Stunden nach Beginn der Übung wurde Artilleriefeuer aus Nordkorea vernommen. Es war bereits das zweite innerhalb von drei Tagen.

China bemüht sich unterdessen darum, die Spannungen zwischen den koreanischen Staaten mit einer diplomatischen Initiative zu entschärfen. Der Atombeauftragte Pekings rief zu einer neuen Runde der sogenannten Sechs-Parteien-Gespräche über das nordkoreanische Atomprogramm auf. Vertreter der sechs Staaten sollen demnach Anfang Dezember zu einer Krisensitzung nach Peking zu kommen.

(Ag.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr zum Thema:

Mehr aus dem Web

4 Kommentare
Gast: questioning-the-task
29.11.2010 11:33
0 5

Warum..

.. halten die USA/SK eine Übung ab? Entweder man greift an oder versucht zu deeskalieren. Damit will ich weder USA/SK beschuldigen noch NK in Schutz nehmen! Aber das Verhalten von den USA und S-Korea entbehrt jeder Logik..

0 0

Weil

man nun mal üben muss (von nix kommt nix).


Im Ton liegt die Musik

man könnte ja auch ein paar km weiter südlich üben....?
Ich würds auch nicht lustig finden wenn mein ungeliebter Nachbar mit seinem Terrier vor meinem Gartenzaun auf und abläuft, obwohl der ganze Wienerwald hinter ihm frei ist.....

Antworten Gast: gastistda
29.11.2010 13:17
7 0

Re: Warum..

jeder 10-jährige Kind erkennt in diesen gemeinsamen Manövern eine Logik.
Nordkorea provoziert,und sein geistig kranker Machthaber ist unberechenbar,gefährlich.
Um auf alle Szenarien vorbereitet zu sein,wird natürlich militärisch geübt.
Übrigens hält jede Armee der Welt Übungen ab,so wie S-Korea