Korea-Konflikt: Christbaum sorgt für neue Spannungen

21.12.2010 | 10:30 |   (DiePresse.com)

Nordkorea wirft Seoul vor, mit der Lichtinstallation an der Grenze zur Verbreitung der Religion beitragen zu wollen.

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An der koreanischen Grenze brodelt es weiter: Nach einer Militärübung am Montag sorgt am Dienstag eine südkoreanische Lichtinstallation in Form eines Christbaumes für neue Spannungen. Eine südkoreanische Kirche plante, die Installation auf einem Hügel nahe der Grenze zum Norden noch am Dienstag einzuschalten.

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Der Norden wirft Seoul vor, mit dem Christbaum unter seinen Soldaten und der nordkoreanischen Bevölkerung zur Verbreitung der Religion beitragen zu wollen. Seit einem Abkommen aus dem Jahr 2004 zum Verzicht auf jegliche offizielle Propaganda an der Grenze schaltete der Süden die Lichtinstallation nicht ein.

Nach dem Angriff auf ein südkoreanisches Kriegsschiff im März und nach dem Artillerieangriff im November kam es jedoch wieder vermehrt zu Aktionen an der Grenze. So warfen südkoreanische Aktivisten etwa kürzlich Zehntausende Flugblätter über dem Norden ab.

Höchste Alarmbereitschaft

Aus Sorge vor einer militärischen Reaktion auf die Weihnachtsbeleuchtung versetzte der Süden nach Angaben eines Sprechers des Verteidigungsministeriums seine Streitkräfte rund um den Standort des Baums in höchste Alarmbereitschaft. Der rund 150 Meter hohe Hügel liegt etwa drei Kilometer von der Grenze entfernt und damit in Reichweite der nordkoreanischen Artillerie.

(Ag./Red.)

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15 Kommentare
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Die Lösung dieses problems ist doch einfacher

so wie es die Chinesen vor 1000 Jahren gemacht haben: eine 10 Meter hohe Mauer rund ums Land, und die Nordkoreaner werden nicht mit so einem Blödsinn wie Religion vom wahren Weg abgelenkt.

Da sieht man wieder,

wie nahe sich Nordkorea und Saudiarabien sind.

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Also:

"Aus Sorge vor einer militärischen Reaktion auf die Weihnachtsbeleuchtung versetzte der Süden nach Angaben eines Sprechers des Verteidigungsministeriums seine Streitkräfte rund um den Standort des Baums in höchste Alarmbereitschaft"

Wenns nicht so eine ernste Situation wär könnte man darüber lachen.

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zur Verbreitung der Religion beitragen zu wollen...

in Nordkorea gibts nur einen Gott
und nur der eine darf angebetet werden
und das ist eben der
grausliche Machthaber !

Nordkorea gilt als das Land mit der stärksten Christenverfolgung.
Neben Hungersnot und Staatsterror haben Christen dort laut dem
Hilfswerk Open Doors spezielle Qualen zu leiden. Sie würden gefoltert,
>wenn sie ihren Glauben bezeugten. Diktator Kim Jong-Il (Pjöngjang) lasse sich als Götzen verehren. Wer hingegen Gott anbete, müsse mit
schweren Konsequenzen rechnen wie Inhaftierung oder Hinrichtung."

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Ha, seit wann...

hat Weihnachten etwas mit Religion zu tun?

Re:

Sie gehören wohl zu den 96% der Österreicher, die bei einer Umfrage nicht wussten was zu Weihnachten gefeiert wird?

Hier lässt eine andere Pisa-Studie grüßen.
Das gehört eigentlich zu Allgemeinwissen, unabhängig von der eigenen Weltanschauung.

Ich helfe gerne: Zu Weihachten feiern wird die Geburt unseres Heilands Jesu Christi (Jeschua von Nazareth).


Re: Re:

im grunde genommen ist das "weihnachtsfest" nichts weiter als eine assimilation der christen es ist die feier der wiederkehr des frühlings und der sonne

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Re: Ha, seit wann...

Bist Du es, meine Sohn Franz? Du solltest doch hier nicht schreiben, bis Du Deine Hausaufgabe endlich fertig gemacht hast,
Papi

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Re: Re: Ha, seit wann...

Jesus wär sicher fröhlich, wenn er wüsste das wir uns mit Geschenken überhäufen während Menschen an Hunger und Armur sterben. Nicht vergessen Jesus war Kapitalist mit Leidenschaft.

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Re: Re: Re: Ha, seit wann...

Na ja, wär ich Jesus, würd es mich überhaupt nicht interessieren, was die Leut so machen. Es gibt wichtigere Probleme. Die Armut würd mich überhaupt nicht interessieren, als Jesus. Die Menschen sind schon selbst verantwortlich für Ihr Leben. Und den Wohlstand können sie machen wie es ihnen beliebt. Andere, die in der Natur glücklich sind, und kein Handy haben oder keine Waschmaschine sind glücklicher als die, die all das Zeugs haben. Ob sie nun Neger, Mongolen, Eskimos oder gläubige Christen überall benötigen zum Glück den Schmarren nicht. Sie sind einfach zufrieden. Natürlich war Jesus Kapitalist: er war Herrscher über Google, Facebook, IBM und die Bundesbahn.

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Re: Re: Re: Re: Ha, seit wann...

Unser Wohlstand baut auf der Armut Anderer. Nur weil die weiter weg sind heißt das nicht, dass wir unseren Luxus nur uns selbst zu verdanken haben. Die Menschen in China zB arbeiten weit härter und unter schlechtesten Bedingungen, damit wir unsere Waren bekommen mit denen wir uns verwöhnen.

Also die Aussage das jeder sich seinen Wohlstand selbst herzaubern kann ist nicht nur falsch sondern auch naiv.

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Re: Re: Re: Re: Re: Ha, seit wann...

Können schon, nur wollen oder können nicht. Sie sollten umfassender denken. Sie klingen wie eine Usurbator. Zwangsbeglücker von Menschen ind er 3. Welt. Alle müssen, wie wir, alles sofort haben. Bei den Kunsumverweigerern dauert es halt länger, bis die globalen Konsumentenbeglücker auch dort voll erfolgreich den Konsumzwang eingerichtet haben. Haben Sie doch etwas Geduld.

Antworten Gast: gast
21.12.2010 11:45
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Re: Ha, seit wann...

.. seit dem alle an den Materialismus glauben.

Also passt ja eh alles.

Antworten Gast: Center Klaus
21.12.2010 11:45
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Re: Ha, seit wann...

Weihnachten hat mehr mit Wirtschaft zu tun als mit Religion.

Re: Re: Ha, seit wann...

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