"Angst vor dem Krieg hat noch nie geholfen"

27.12.2010 | 09:00 |   (DiePresse.com)

Die Entspannungspolitik ist "gescheitert": Südkoreas Präsident droht Nordkorea mit unerbittlicher Vergeltung, das Regime in Pjöngjang erneut mit einem "heiligen Atomkrieg".

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Mehr zum Thema:

Südkoreas Präsident Lee Myung-bak hat für den Fall einer erneuten Provokation durch Nordkorea mit „unerbittlicher Vergeltung" gedroht. In einer Radioansprache sagte der Staatschef am Montag, dass er einen Krieg mit dem kommunistischen Nachbarn nicht fürchte: "Angst vor dem Krieg hat noch nie dabei geholfen, einen Krieg zu vermeiden".

Mehr zum Thema:

"Unsere Geduld hat Grenzen"

Die Führung in Pjöngjang drohte ihrerseits zum wiederholten Male mit einem "heiligen" Atomkrieg gegen den Süden. In einem von der amtlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA verbreiteten Kommentar wurden die südkoreanischen Militärmanöver am Montag als "rücksichtslose Provokation" verurteilt, die in der Selbstzerstörung des Südens enden könnten. "Unsere Geduld hat Grenzen", hieß es.

Den größten Teil seiner Ansprache verwendete Lee darauf, seine härtere Linie gegenüber dem Norden zu bekräftigen. "Wir sind zu der Erkenntnis gelangt, dass der Krieg nur vermieden und der Frieden nur gesichert werden kann, wenn wir solchen Provokationen mit einer starken Antwort begegnen", sagte er. Die Südkoreaner rief der Staatschef zur Einheit in Fragen der nationalen Sicherheit auf und warnte, der Norden würde jede Uneinigkeit zu seinem Vorteil ausnutzen.

Südkorea hat seit dem Angriff der nordkoreanischen Streitkräfte auf die Insel Yeonpyeong eine Reihe von Manövern durchgeführt, um Einsatzbereitschaft zu demonstrieren. Für Montag kündigte das Verteidigungsministerium in Seoul den Beginn maritimer Schießübungen an.

Entspannungspolitik "gescheitert"

Lee betrachtet nach eigenem Bekunden die Entspannungspolitik seiner Vorgänger Kim Dae-jung und Roh Moo-hyun gegenüber Nordkorea als „gescheitert". Der verstorbene Präsident Kim Dae-jung hatte 2000 für seine "Sonnenschein-Politik" zur Aussöhnung und wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Ziel der Wiedervereinigung der geteilten Halbinsel den Friedensnobelpreis erhalten.

(Ag.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Lesen Sie hier weiter zum Thema:

Mehr aus dem Web

16 Kommentare
Gast: DieFrage
28.12.2010 12:04
0 0

"Angst vor dem Krieg hat noch nie geholfen"


Da werden aber einige Wirtschaftsbosse anders denken, welche mehr zu sagen haben als ein "Präsident"...

... sonst würde es auf diesem Planeten wohl anders zugehen...

stottern

ist cool, heist rappen

danke

dafür das ich mit 21 jahren aussehe wie mit 35 und schneller älter weil mein ganzes leben schon sowas passiert, alleine als kind mit florida angesprochen werde, wie aus dem nichts, ich wünschte zwar das ich endlich einmal in ruhe schlafen kann oder sicher bin das ich rausgehen kann und nicht alleine damit dastehen muss. Seit kind bis heute, kurz noch, einfach von starken denken schwitzen ist irgendwie nicht lustig und sowas erleben wie gangstar sein, wird mir schlecht

warum

bin ich auch der einzige weiße der farbe grün und violett auf einmal tragen darf, soll, befohlen wurde, ich kenne jamicaner, ja aber die tanzen nicht am gehsteig

Die menschen Hassen sich und mögen sich nicht

Seit dem ich lebe das fahrrad aus florida, wenn ein armer schwarzer mir sagt das er will das ich nun reich sein sollte, sowas wie der jamaica boss der es nur im traum gibt, keine fragen stellen, ich will frei sein, andere hassen das, darum alle sind bereit, schluss.

Gast: I Ging 1/21
27.12.2010 16:05
0 1

Südkorea verhält sich falsch

Südkorea macht einen großen Fehler. Aber wen wundert das?! Auch die US-Amerikaner betreiben ja dauernd eine aggressive Politik. Die sogenannten "demokratischen" Staaten sind gar nicht so demokratisch.
Richtig wäre es, wenn Südkorea einfach ein paar Jahre abwartet. Denn Nordkorea wird sehr bald einen ähnlichen Zusammenbruch erleben, wie die ehemalige UdSSR.

Wenn ein Konflikt ausgetragen werden muss dann bald!


Bis jetzt hat der Norden nur rudimäntäre atomare Fähigkeiten und Kapazitäten. Das kann sich bald ändern.

"Toleranz nützt nur den Rücksichtslosen"
Henryk M. Broder

Re: Wenn ein Konflikt ausgetragen werden muss dann bald!

Präsident Lee Myung-bak hält es wie die Römer.
SI VIS PACEM PARA BELLUM.
Das ist die einzige Antwort und Strategie, die das Regime Nordkoreas versteht.

Gast: Ludwig Ammer
27.12.2010 11:17
0 1

Das Wetter wird schlecht.

Ab dem Frühjahr führt der Jetstreak "Mongolensturm" als Fusion von polarem und subtropischem Jetstream wieder die arktische Luft direkt an die chinesische Küste. In den nächsten vier Jahren wird diese alljährlich grausige Hochwässer bringende Erscheinung mit deutlich steigender Sonnenfleckenzahl viel schlimmer als gewohnt, weil Sibirien sehr früh und viel stärker verschneit wird und denn auch im Frühjahr länger die Sonnenenergie reflektiert. Gleichzeitig strömen gigantische Mengen an Methan aus dem chinesischen Sumpfreisanbau nicht nur in alle Höhen der Wetterschicht, um unter Sonneneinstrahlung eben auch in Sturm bringendes zu hoch geführtes Wasser zerlegt zu werden (das Abbauprodukt C02 bläht im Gegensatz zum tiefer schleichenden C02 aus menschlicher Verbrennung hier schon unser aller Treibhaus auf; die Verbrennungsprodukte des Flugverkehrs spielen da im Vergleich keine Rolle) und den Ozonschild anzuknabbern - auch Sibirien dampft jetzt mehr Methan aus, und so wird um die große Anomalie im tesseralen Anteil des Erdmagnetfeldes über der südlichen Mongolei und Nordchina der Jetstreak westlich davon das größte Monster der Welt in N-S-Richtung. Das trifft jetzt Nordkorea mehr als hangukmal und hangugeo sprechende Menschen, da wir in der Orioneiszeit steckend auch noch mehr Dampf außerhalt der langen chinesischen Küste haben und die Chinesen so deppert waren, die größten Wasserspeicher mit unendlich viel Methanvergasung zu bauen. Dann düngen die auch noch mit Harnstoff den Reis!

Gast: Gast
27.12.2010 11:17
3 0

so viel zu Qualitätsjournalismus...

...der Mann auf dem Bild ist nämlich der chines. Präsident Hu Jintao, und nicht Lee Myung-bak

-.-

Gast: Markus Trullus
27.12.2010 10:51
1 3

zu hoher Preis

Die Leute dort vergessen was: erst wenn es mal "bumm" gemacht hat, gibt es kein Zurück mehr. Dann liegen Millionen Leichen und Schwerstverletzte rum und alles, was sie mühsam und unter Entbehrungen aufgebaut haben, geht in den Gully. Keine gute Aussicht; selbst wenn das verrückte Spiel mit "Sieg" beeindet wird; der Preis ist einfach zu hoch, nüchtern betrachtet...

Sticheleien

Gibt es eigentlich keinen Anti-Fridensnobelpreis den man "Lee Myung-bak" verleihen könnte? Mit seinen Sticheleien gibt er dem Regime einen Vorwand sich "geeint" hinter den Diktator zu stellen.
Kim hat nicht mehr lange zu leben und wenn die Bevölkerung unzufrieden, aber eine Perspektive hat, wird der Umbruch ganz von alleine kommen (sofern China sich nicht zum Einschreiten gezwungen fühlt).
Es genügte ein Wort von Obomber, das bei Fortsetzung der Provokationen Südkoreas, der Beistand der USA nicht ganz so umfassend sein werde und der Spuk wäre in 10 Minuten vorbei.

"Drohende Kriegsgefahr"

Und was bringt dieser evtl. militärische Konflikt, zwischen den beiden Staaten im Endeffekt?

Die totale Zerstörung der Infrastruktur beider Länder. Ganz zu schweigen von den unzähligen unschuldigen Menschen, welche dadurch ihr Leben verlieren, wie auch ein eventuell sich ausbreitender Flächenbrand, in dieser Region.

Ha, ha die machen mir Spaß die Nordkoreaner...

...freihe Religionsausübung ist doch verboten, aber für's Drohen gebraucht man dann schon einmal einen sakrosankten Begriff.

Antworten Gast: nisemodkod
27.12.2010 11:36
5 0

Re: Ha, ha die machen mir Spaß die Nordkoreaner...

"Heiliger" Krieg gegen den Kapitalismus, was haben Sie denn gedacht. Da Bundesheinzi is schon gonz feicht :-)

Antworten Gast: Tharom
27.12.2010 11:31
0 0

Re: Ha, ha die machen mir Spaß die Nordkoreaner...

..nicht ganz, in Nordkorea gibt es Religionsfreiheit, auch wenn nur für Buddhisten..

AnmeldenAnmelden