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Chinesischer Botschafter: „Dulden keinen äußeren Druck“

29.12.2010 | 16:05 |  THOMAS SEIFERT (Die Presse)

Pekings Botschafter in Wien, Shi Mingde, über ausländische Kritik an China und den sanfteren Wachstumsweg, den das Reich der Mitte künftig einschlagen will. Eine Großmacht sei China jedenfalls noch nicht.

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Die Presse: Bei der Verleihung des Friedens-Nobelpreises an Liu Xiaobo hat China unverständlich reagiert.

Shi Mingde: Wir betrachten das als eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten. Wir werden den chinesischen Weg weiter fortsetzen, weil er sich in 30 Jahren bewährt hat. Wir sind natürlich bereit, Kritik und Ratschläge einzuholen und zuzuhören, aber wir dulden keinen äußeren Druck und Einmischung. Wenn ein fünfköpfiges Komitee glaubt, dass es China etwas diktieren kann, dann ist das völlig absurd.

Welche Erwartungen haben Sie an den nächsten Fünfjahresplan, der 2011 in Kraft tritt?

Wir hatten in den vergangenen 30 Jahren schnelles Wachstum, jährlich mehr als neun Prozent, aber für dieses Wachstum haben wir einen hohen Preis gezahlt. Wir müssen die Entwicklung neu überdenken, statt Quantität setzen wir mehr auf Qualität. Statt Export-Orientierung wollen wir, dass sich Konsum und Export gleichmäßig entwickeln. Ökologie wird ganz großgeschrieben, allein im Umweltschutzbereich werden etwa 500 Milliarden Dollar, 1,5Prozent des Bruttosozialproduktes, investiert. Wir werden auch auf soziale Gerechtigkeit und auf sozialen Ausgleich mehr Wert legen.

China hat Japan als zweitgrößte Volkswirtschaft überholt und wird 2025 die USA überholen.

Es gibt viele Prognosen über die Zukunft Chinas. Wenn man die absolute Größe nimmt, wird China in diesem Jahr die zweitgrößte Wirtschaft der Welt sein. Rechnen wir durch 1,3 Milliarden Einwohner, so steht China wieder auf den hinteren Plätzen in der Weltrangliste. Jedes Problem in China multipliziert mit 1,3 Milliarden ist ein riesiges Problem. Ich würde sagen, China ist ein Entwicklungsland mit schnell wachsender Wirtschaft, aber bei Weitem keine Großmacht.

China ist Umweltsünder Nummer eins. Kein Land bläst mehr Treibhausgase in die Atmosphäre. Gleichzeitig ist China führend in der Solartechnik oder bei Elektroautos.

Die Industrieländer sind den Weg gegangen, Wachstum, Verschmutzung, Sanierung. Wir wollen Wachstum mit Ökologie versöhnen und versuchen das mit allen Mitteln. Wir hatten in den vergangenen 30 Jahren rasantes Wachstum, aber auch große Umweltprobleme. Wir haben uns verpflichtet, bis 2020 die Emission pro Einheit des Bruttosozialprodukts um 40 bis 45Prozent zu reduzieren. Mehr als die Hälfte der Wind- und Solarenergieanlagen werden jetzt schon in China produziert.

Braucht China nicht mehr politische Öffnung?

Das Ziel einer politischen Reform ist nicht, Probleme zu schaffen, sondern Probleme zu lösen. Wir sind der Auffassung: ohne wirtschaftliche Reform keine politische Reform. Die Reformschritte werden leider oft übersehen: Früher waren die Funktionen von leitenden Kadern lebenslang, heute können die führenden Persönlichkeiten nicht länger als zwei Wahlperioden im Amt bleiben. In über 600.000 Gemeinden werden die Dorfvorsteher direkt gewählt. Für die politische Reform ist entscheidend, dass Chinas Gesellschaft stabil bleibt. Nur wenn wir politische und gesellschaftliche Stabilität haben, können wir uns auf die Wirtschaft konzentrieren. Wenn das Land in Chaos stürzt, bedeutet das eine Katastrophe nicht nur für China, sondern für die ganze Welt.

Kann das Reich der Mitte es sich leisten, dass man Internet-Sites blockiert und offene Diskussionen oft nicht möglich sind?

Zur Zeit gibt es mehr als 400 Millionen Internetbenutzer in China, mehr als 200 Millionen Blogs, jeden Tag kommen viele hinzu. Wenn Sie Chinesisch verstehen können und ins Internet schauen, sehen Sie eine große Vielfalt der Meinungen.

China wird schon bald einen Flugzeugträger in Dienst stellen. Warum diese Aufrüstung?

Wir sind gegen jede Art von Aufrüstung oder Wettrüsten. Wir haben weder die Absicht, noch sind wir in der Lage, mit anderen auf militärischem Gebiet zu konkurrieren. Schauen Sie, wie viele Flugzeugträger die USA und andere Länder haben! Wir werden nur das haben, was für unsere eigene Verteidigung notwendig ist.

Zuletzt hat China Anleihen von EU-Ländern in großem Stil gezeichnet. Will China uns kaufen?

Gerade in der Krise hat unser Ministerpräsident im September dieses Jahres in Griechenland klar und deutlich gesagt: Wir stehen zu einem stabilen Euro. Wir haben griechische, spanische und portugiesische Staatsanleihen gekauft, um zu zeigen, dass wir uns mit Europa solidarisieren. Das liegt im Interesse der EU, aber auch in unserem eigenen. Daher kann ich gar nicht verstehen, wenn jemand sagt: Wenn China Europa hilft, hat China die Absicht, Europa in Abhängigkeit zu bringen. Das ist absurd! In den Augen mancher Leute ist alles falsch, was auch immer China macht.

Was kann man von China lernen?

Die Erfolge in den letzten Jahren haben wir unserem Lernen zu verdanken. Ich habe immer wieder Europäer, die nach China gegangen sind, gefragt, was sie am meisten an China beeindruckt hat. Ihre Antwort: Dynamik und Bereitschaft zu mehr Reformen, die Lebensfreude der Chinesen und der Fleiß.

Während China hunderttausende Studenten in die USA und nach Europa schickt, sind es umgekehrt nur ein paar tausend. Offenbar sind die Europäer weniger lernwillig.

Es kennen in der Tat mehr Chinesen Europa als Europäer China. Einmal China sehen ist sicher besser, als nur davon zu lesen oder darüber zu hören. Daher möchte ich an die jungen Leute in Europa appellieren, China zu besuchen, in China zu studieren, um unser Land besser zu verstehen.

2011 ist ein denkwürdiges Jahr für die chinesisch-österreichischen Beziehungen.

2011 ist für China ein wichtiges Jahr. Wir begehen den 40. Jahrestag der Aufnahme der Beziehungen zwischen China und Österreich. Das ist eine gute Gelegenheit, auf diese Zeit zurückzublicken aber auch einen Blick in die Zukunft zu werfen. 1971, vor bald 40 Jahren, hat die Republik Österreich China diplomatisch anerkannt, übrigens ein Jahr früher als Deutschland.

Wenn wir auf die damalige geopolitische Großwetterlage zurückblicken, war das eine sehr mutige Tat. Damals hat Außenminister Rudolf Kirchschläger - der später ein sehr beliebter Bundespräsident war - im Parlament einen Antrag auf die diplomatische Anerkennung der Volksrepublik China gestellt und ist dabei sowohl auf innere wie auch äußere Widerstände gestoßen. Die USA haben sich gegen einen solchen Schritt ausgesprochen und wollten auch nicht, dass Österreich die Wiederherstellung des UNO-Sitzes Chinas unterstützt.

Aber Österreich verfolgte damals eine Politik der Neutralität. Der damalige Außenminister Kirchschläger sagte: "Österreich verfolgt eine unabhängige Außenpolitik, unabhängig von sowjetischen als auch amerikanischen Vorstellungen." Das würdigen wir sehr.

Im kommenden Jahr sind eine Reihe von hohen Besuchen geplant. Schon im Februar wird der Vizekanzler und Finanzminister mit dem Außenminister nach China reisen. Am 25. Jänner wird es ein chinesisches Neujahrskonzert geben, zu dem der Bundespräsident und Staatspräsident Hu Jintao Grußworte senden werden. An dem Konzert wird von chinesischer Seite die Vizepraesidentin des chinesischen Nationalen Volkskongresses Uyunqimg teilnehmen, auch führende Persönlichkeiten Österreichs werden erwartet. Zudem sind Besuche auf höchster Ebene geplant. Wir werden auf diplomatischen Wege darüber sprechen, wann und wie diese Besuche abgehalten werden.

Es sind auch eine Reihe von Besuchen auf Ministerebene geplant, zwischen den Parlamenten, vielleicht Dinge wie eine gemeinsame Briefmarke sowie kulturelle Veranstaltungen. 2011 - das Jahr des Hasen - wird für die chinesisch-österreichischen Beziehungen sehr wichtig.

 

Zur Person

Shi Mingde, der chinesische Botschafter in Wien, ist ein diplomatisches Schwergewicht. Er war lange Jahre in Deutschland als Diplomat tätig, dann an zentralen Stellen in Peking, zuletzt als Generaldirektor des Büros für Auswärtige Angelegenheiten beim Zentralkomitee der chinesischen KP.
2011 feiern China und Österreich das 40. Jubiläum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen, hochrangige Gäste aus China werden in Wien erwartet.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.12.2010)

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25 Kommentare
 
1 2
Gast: mehmed cavid bey
29.12.2010 17:23
0 0

Der Druck - Pascalscher Satz

Der Druck lässt sich nicht ableiten.

Gast: Eurrora
29.12.2010 16:51
0 0

Die Kehrseite der Liberalisierung:

Chines dulden keinen äußeren Druck ?
Da kann man nur noch FEST stellen: die dümmsten Kälber,wählten ihre Schlächter selber.in den Po ist man den Chines gekrochen und jetzt fletschen sie ihre Zähne. Es gibt nur noch eine Lösung ,einen Schuß vor den Bug" den Zoll für chinesische Produkte einzuführen.

Antworten grinch
30.12.2010 18:47
0 0

Re: Die Kehrseite der Liberalisierung:

Schwachsinnige Idee.

Abgesehen davon haben die Chinesen sowieso beschlossen mehr für ihren Binnenmarkt zu tun.

Wir sollten uns langsam nach einem anderen Lieferanten umschauen,
denn die Chinesen werden uns vielleicht bald was husten.

Gast: Gast
29.12.2010 12:09
0 0

Unverstaendlich????

Bei der Verleihung des Friedens-Nobelpreises an Liu Xiaobo hat China unverständlich reagiert.

ganz logisch.
oder was sind die Menschenrechte? Wenn ich mir den Tiersucheetzerprozess in Wiener Neustadt anschaue, dann wo sind die Menschenrechte?
Polizeiteror, Justizteror und das sogar mit Polizeiprovokateurin-Polizenutte.

Also habe scho etwas gegen die "Tierschutzer", aber noch mehr gegen die s.g. "Demokratie" und die s.g. "Menschenrechte".

toranaga
29.12.2010 10:25
1 2

"Während China hunderttausende Studenten in die USA und nach Europa schickt, sind es umgekehrt nur ein paar tausend..."


ein augenzeuge hat mir kürzlich folgendes berichtet: im voest werk bei kapfenberg laufen chinesische studenten ("ferialpraktikanten") mit fotohandys herum und fotografieren völlig ungeniert und ungehindert alles was sie vor die linse bekommen.

das ist DAS plakative beispiel für etwas, was ohnehin noch nie ein geheimnis war.
vereinfacht: "die chinesen" stehlen unsere hart und mit viel aufwand erarbeiteten patente, um sie dann in china -nona- relativ viel billiger, also meist unter menschenunwürdigen bedingungen, nachzubauen und so auf den weltmärkten anteile zu erobern.

fragen nach exzssiven und systematischen menschenrechtsverletzungen werden nach beton-kommunisten-manier mit dem beleidigten hinweis auf "einmischung in innere angelegenheiten" abgewehrt. schließlich gäbe es ja auch wo anders menschenrechtsverletzungen.

auf die frage nach zb. der massiven unterdrückung der meinungsfreiheit kommt der zynische hinweis auf die "vielen blogs" und die angebliche "vielfalt der meinungen".

natürlich alles mit einem süffisanten grinsen.

ich mache das was ich als konsument machen kann: ich meide "made in china" und suche nach möglichkeit österr. produkte, bzw. "made in the eu."!


Antworten jgpJim
29.12.2010 12:36
1 1

Re: sie haben etwas übersehen

zum Stehlen unseres Know How`s.

Der Transfer unseres Wissens und unserer Technologie, wird auch, so traurig es ist, von unseren Firmen selbst betrieben. Bei der Gier nach Gewinnmaximierung, verlagern viele westliche Firmen, seit Jahren, die Produktion in Billigländer, u. A. auch massiv nach China.

Es braucht sich daher niemand wundern, wenn dann dort die westliche Technologie einfach übernommen wird.

Antworten Gast: Gaqst
29.12.2010 12:11
1 0

wir haben den Chinesen

zum Beispiel Schiesspulver gestohlen.
Wir haben den Chinesen das Papier gestohlen

Antworten grinch
29.12.2010 11:09
1 1

Re:

Mein Opa hat immer gesagt:
"Stehlen darfst du,
aber nur mit den Augen".

Das nennt man "lernen".
Wenn sie in der Schule etwas lernen,
haben sie das Wissen das sie bei sich behalten auch nicht gestohlen,
sondern selbst im Lernprozess "erarbeitet",
obwohl es nicht auf ihrem "Mist" gewachsen ist.

"Geistiges Eigentum",
der verbrecherischste Schwachsinn,
seit der Erfindung von Banken.
Ein weiterer Beweis für unseren Monopolkapitalismus,
zum Schaden der Kunden.

Antworten Antworten Herman
30.12.2010 02:57
0 0

re: Geistiges Eigentum - Patente besiegeln die Armut der Dritten Welt

. . . Erfindungen müsste jeder nutzen können, nur der Erfinder sollte Anspruch aus dem Umsätzen von Handel und Gewerbe haben.

jgpJim
29.12.2010 09:25
3 0

An alle fanatischen Chinakritiker!

Bitte zuerst den Dreck vor der eigenen Haustüre ordentlich aufkehren, besonders den, von der westlichen Wertegesellschaft, produzierten Dreck mit den, so genannten, „westlichen Werten“.

Gast: Aha
29.12.2010 09:16
2 0

Recht hat er ...

... die Wirtschaft liebt zwar die billigen chinesischen Produkte um macht damit Riesengewinne, will ihnen aber vorschreiben was sie zu tun haben. Eine scheinheillige Moral, typisch von oben herab.

3 0

Eine kluge und tiefsinnige Aussage:

"Das Ziel einer politischen Reform ist nicht, Probleme zu schaffen, sondern Probleme zu lösen".

Darüber sollten alle unsere Politiker nachdenken.
Ich fürchte aber, dass sie diesen Satz gründlich missverstehen.

Gast: Johan C.
28.12.2010 22:48
2 1

Achja...

mein seeliger Urgroßvater hat schon vor Jahrzehnten immer von der "gelben Gefahr" gesprochen - ich hab damals nicht verstanden, was er meint.

Und heute liest man einen Bericht über "seltene Erden" - geht da einem ein Licht auf?

Gast: Johan C.
28.12.2010 22:42
4 0

Es gibt genug Menschen...

in Österreich, die kein Problem damit hätten, wenn unsere Märkte nicht mit China-Chunk und Klumpert aus China überschwemmt wären. Dann kostet halt ein Hemd das 10fache, ebenso wie ein Teppich, ein Handy, ein Computer etc.etc.

Aber es würde von Österreichern für Österreicher, oder zumindest von Europäern für Europäer gebaut werden. Es gäbe Arbeit genug - wir haben auch einmalige Nahrungsmittel genug.

Wir würden China nicht brauchen - aber die Menschheit ist dumm genug, um sich Hals über Kopf selbst zu verkaufen bzw. für dumm verkauft zu werden.

Antworten grinch
29.12.2010 00:12
0 1

Re: Es gibt genug Menschen...

Und woher würden wir unsere Rohstoffe nehmen?!

Öl vermutlich aus dem Marchfeld.

Antworten Antworten Gast: Johan C.
29.12.2010 00:47
4 0

Wir...

müßten halt dann alle in den sauren Apfel beissen und zusammenhalten. Dann würden halt Öffis wieder ausgebaut werden - Öl kommt übrigens nicht aus China.

Es läuft auf dasselbe hinaus wie eine Erörterung der Frage, was die Welt ohne Öl machen würde -> die Menschheit würde sich anpassen.

Fakt ist allerdings sicher, daß so wieder jeder Arbeit hat. Aber dann hamma halt kein iPad, iPhone, iPod woswasi. Keine Xbox, keine mistigen Plasma-Bildschirme in 3D - etc.etc.

Aber jetzt mal ehrlich:
Würd es uns abgehen? Was davon ist wirklich lebenswichtig?

Alles, was Hr. und Fr. Österreicher zum Leben brauchen, können wir in Österreich oder zumindest innerhalb der EU herstellen - klar, luxuriös wäre das Leben nicht, aber die Vorteile liegen auf der Hand.

Aber der Luxus ist genau das, um was es geht.

Antworten Antworten Antworten grinch
29.12.2010 10:56
1 0

Re: Wir...

Sie werden bei ihren subsistenzwirtschaftlichen Überlegungen vermutlich nicht bei China aufhören,
darum die Frage nach dem Bezug unserer Rohstoffe.

Selbst wenn sie Europa als Ganzes fassen werden sie feststellen,
dass wir auch als vereintes Europa nur geringe Rohstoffreserven haben.

Ihre Vorstellungen erinnern ein wenig an die SU und Nordkorea oder Kuba,
was alles nicht wünschenswert ist.

Wegen unserem übertriebenen Luxus mache ich mir keine Sorgen,
den werden wir uns schon bald nicht mehr leisten können.

Gast: Fidel Gastro
28.12.2010 20:56
3 3

"Was kann man von China lernen?"

Eine ganze Menge: Die Verbindung traditioneller Vernunft mit Klugheit und modernen Innovationen. Außerdem: Die chinesische Führung vertritt die Interessen des chinesischen Volkes.

Bei uns gibt es von all dem genau das Gegenteil ...

Antworten Gast: Johan C.
28.12.2010 22:45
4 0

Falsch:

Die Chinesische Führung vertritt genau die Interessen von SICH SELBST und einer eventuellen Minorität im Volk.

Wenn die Führung so sicher im Sattel sitzt - warum gibt es keine freien Wahlen? Warum werden Kritiker eingesperrt? Warum wird Nordkorea noch immer gedeckt?

Nichts ist anders - nur: in Österreich dürfen für unseren Politikern per Forum ans Bein p.ssen - in China landet man dafür möglicherweise an der Hinrichtungsmauer.

Michael H.
28.12.2010 19:55
2 3

Ausweichende und verzerrende Antworten

Z.B.: "Mehr als die Hälfte der Wind- und Solarenergieanlagen werden jetzt schon in China produziert."
Na und? Werden sie dort auch aufgestellt?

"Zur Zeit gibt es mehr als 400 Millionen Internetbenutzer in China, mehr als 200 Millionen Blogs, (...)"
Na und? Trotzdem werden diese Internetnutzer und diese Blogs zensiert.

1 0

Re: Ausweichende und verzerrende Antworten

Sie können Sich selbst ein Bild davon machen.
Reisen Sie durch China und Sie werden staunen.

Antworten Gast: Fidel Gastro
28.12.2010 21:00
2 0

Re: Ausweichende und verzerrende Antworten

Unsinn - was gefiltert wird, ist Pornographie und ähnliche Fäkalien. Sollte auch bei uns so sein ...

Antworten Antworten Gast: AustroChinese
29.12.2010 04:42
3 0

Re: Re: Ausweichende und verzerrende Antworten

Lieber Fidel,

Ihr Post ist Unsinn!

Ich lebe schon die letzten drei Jahre in China und kann versichern, dass hier so einiges mehr gefiltert wird. Anfang 2008 waren die folgenden Sites noch abrufbar bis sie in den letzten Jahren sukzessive gesperrt wurden:

Facebook
Youtube
Twitter
Myspace
Yahoo Groups
Wikileaks

Google Docs funktioniert nur sporadisch. Die Google Bildersuche ist extrem eingeschraenkt und liefert nur sehr wenige Resultate. Eine Sperre von Wikipedia ist wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit.
Neben diesen populaeren Sites sind etliche Blogs und andere informative Seiten gezielt gesperrt worden.

Den Durchschnittschinesen stoert das recht wenig. Der benutzt die folgenden Sites:

Baidu statt Google
QQ statt Facebook/twitter/myspace
Youku statt Youtube

Schoene Gruesse aus dem sonnigen Dongguan!

Antworten Antworten Antworten Gast: Fidel Gastro
29.12.2010 15:15
1 0

Re: Re: Re: ...

"Facebook
Youtube
Twitter
Myspace
Yahoo Groups
Wikileaks"

Für all das gibt es chinesische Alternativen. Und mal ehrlich: Wer braucht diesen Müll?

...

Antworten Antworten Antworten Gast: Gast
29.12.2010 12:17
2 0

Die genanten Sieten

sind fuer mich kein Verlust.
habe seit 5 Jahren keine der Seiten abgerufen.
Wozu Facebook? Koennen Sie mir den Sinn von diesm Dienst erklaeren?
Im Buero habe ich Arbeit und keine Zeit fuer Facebook.
Zu Hause unterhalte ich mich mit meinen zwei Maedchen (10 und 11 Jahre) vom Angesicht zu Angesicht und nicht ueber twitter oder Facebook.
Und Bekannte treffe ich einfach. Und die Familie besucht mich und sie.
Ich brauche den SChrott nicht. Das ist gut (vielleicht) fuer teenagers, es kann sein.

 
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