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Kampf um Libyens Osten: Gaddafi schlägt brutal zurück

02.03.2011 | 16:27 |   (DiePresse.com)

Truppen des Machthabers greifen "befreite" Städte an. Der Internationale Strafgerichtshof nimmt gegen den Gaddafi-Clan Ermittlungen wegen des Verdachts auf Verbrechen gegen die Menschlichkeit auf.

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Muammar al-Gaddafi holt zum Gegenschlag aus: Am Mittwoch haben seine Truppen mehrere Städte im von Aufständischen besetzten Osten des Landes angegriffen. Der Machthaber ließ sich gleichzeitig in Tripolis feiern. "Wir werden bis zum letzten Mann kämpfen", erklärte Gaddafi vor Anhängern.

Während sich kein Ende des Blutvergießens in Libyen abzeichnet, kündigt der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag am Mittwoch-Nachmittag die Aufnahme von offiziellen Ermittlungen gegen den Gaddafi-Clan wegen des Verdachts auf Verbrechen gegen die Menschlichkeit an. Die Prüfung bisher vorliegender Informationen habe ergeben, dass die Aufnahme von Ermittlungen gerechtfertigt sei, erklärte Chefankläger Luis Moreno-Ocampo.

Im Osten Libyens ging unterdessen weiter die Angst um. Welche gefallenen Städte werden Gaddafis "Rache" am stärksten zu spüren bekommen?

Am Mittwoch stießen die Truppen des Machthabers nach Brega im Osten des Landes vor. Es kam zu blutigen Kämpfen mit den Aufständischen. Mindestens 14 Menschen wurden dabei getötet, berichtet Al-Jazeera. Mittlerweile sollen Gaddafis-Truppen die Öl-Stadt "umzingelt" haben und Kampfflugzeuge über Brega kreisen. Es habe auch schon die ersten Luftschläge gegeben, berichtet al-Jazeera.

 

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Auch aus Ajdabiyah wurden am Mittwoch Luftangriffe gemeldet. Gaddafi-treue Truppen sollen zuvor in die im Osten gelegene Stadt vorgedrungen sein und sich Gefechte mit den Aufständischen geliefert haben.

Zudem soll es den Regierungstruppen gelungen sein, die Stadt Gharyan im Nordwesten des Landes zurückzuerobern. Aufständische hatten die Stadt erst am Freitag eingenommen.

"Es herrscht Panik"

In Bengasi, der zweitgrößten Stadt des Landes und Hochburg der Aufständischen, haben die Menschen von  den Truppenbewegungen im ganzen Land gehört und versuchten deshalb, das in der Stadt vorhandene militärische Gerät in einen einsatzbereiten Zustand zu bringen. Oppositionelle baten außerdem die internationale Gemeinschaft um Unterstützung. Sie fürchten sich vor einem Luftangriff der Gaddafi-Truppen. Auch In Az-Zintan im Nordwesten Libyens dürfte sich die Lage dramatisch zuspitzen: "Es herrscht Panik, die Stadt ist von unzähligen Armeefahrzeugen umstellt", sagte ein Bewohner der Stadt gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Gaddafi ließ sich am Mittwoch bei einem Auftritt in der Hauptstadt feiern. Das staatliche Fernsehen übertrug Bilder von einer Feier zum "34. Jahrestag der Herrschaft des Volkes", die in einem Festsaal stattfand. Gaddafi wirkte gelöst und zufrieden, während seine Anhänger "Gott, Muammar, Libyen und sonst nichts!" riefen. Gaddafi hatte 1977 die "Volksherrschaft" und die Gründung der "Sozialistischen Libysch-Arabischen Volks-Jamahiriya" proklamiert.

In seiner Rede an das Volk wiederholte Gaddafi alte Standpunkte: Hinter dem Aufstand würden das Terror-Netzwerk "al-Qaida" und "bewaffnete Gangs" stecken.

Flüchtlingswelle: "Lage chaotisch"

Das Flüchtlings-Hochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) hat unterdessen an die Weltgemeinschaft appelliert, Hunderte Flugzeuge zur Rettung von Flüchtlingen an die libysch-tunesischen Grenze zu entsenden. Dort warteten derzeit Menschenmassen auf einer Fläche von der Größe mehrerer Fußballfelder "in eisiger Kälte" auf eine Weiterreise, sagte UNHCR-Sprecherin Sybella Wilkes.

In Bildern: Der Kampf um Libyen

Alle 9 Bilder der Galerie »

"Die Lage ist ausgesprochen chaotisch", fügte sie hinzu. Viele der Flüchtlinge hätten bereits "drei oder vier Nächte draußen im Regen" verbracht. Nach Angaben der Sprecherin flohen bisher knapp 80.000 Menschen aus Libyen nach Ägypten und etwa noch einmal so viele nach Tunesien. Damit seien mehr als 150.000 Flüchtlinge zu versorgen.

Barroso: "Es ist Zeit für ihn zu gehen"

EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso forderte Gaddafi am Mittwoch zum Rücktritt auf. "Oberst Gaddafi ist Teil des Problems, nicht Teil der Lösung. Es ist Zeit für ihn zu gehen", sagte Barroso nach einer Aussprache der EU-Kommission in Brüssel am Mittwoch zur Lage in Nordafrika. Die EU werde ihre humanitäre Soforthilfe für Flüchtlinge aus Libyen umgehende von 3 Millionen auf 10 Millionen Euro aufstocken kündigte Barroso an.

Hintergrund
Seit zwei Wochen rebellieren in Libyen Menschen gegen das Regime von Muammar al-Gaddafi. Die Demonstranten sind Beobachtern zufolge überwiegend nicht religiös motiviert, sondern lehnen sich gegen Unterdrückung und Armut auf.

Nach offiziellen Angaben sind seit Beginn der Proteste mindestens 300 Menschen getötet worden. Hilfsorganisationen schätzen die Zahl der Toten auf mehrere tausend. Das brutale Vorgehen gegen die Demonstranten sorgt weltweit für Kritik.

Gaddafi hat die Kontrolle über weite Teile des Landes verloren. Im östlichen Bengasi wurde eine Gegenregierung gebildet. Zuletzt gelang es Gaddafis Truppen aber, mehrere Städte zurückzuerobern. Einen Rücktritt lehnt er aber strikt ab.

(Ag./Red.)

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466 Kommentare
 
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Gast: gast
11.03.2011 01:51
0 0

zahlen

"80 Millionen Dollar in seine Privatschatulle. Sein persönliches Spielgeld, das er nach Gutdünken verteilen oder anlegen konnte, betrug pro Jahr also fast 30 Mrd. Dollar "

also diese zahlen kommen mir doch weit überzogen vor!

dann wäre er innerhalb 2 jahren reicher als bill gates.

und 30 mrd. muss man mal parken können.

Gast: hermann
04.03.2011 11:40
0 0

geld gebunkert in duba

The following names represent about 31 billion US dollars, much of which is in Dubai banks:

1- Mustafa Zarti, Austrian passport

2- Mohamed Ismael

3- Waleed al-Jahmi (Italian and Libyan passports)

4- Ali Ibrahim Dubaiba

5- Ibrahim Ali Dubaiba

6- Ussama Ali Dubaiba

7- Abdul Hamid Ali Dubaiba

8- Ahmed Qaddaf ad-Dam

9- Abdullah Mansour

10- Farhat bin Qadara (Governor of Central Bank of Libya)

11- Ihmeed Abdul Salam Abdul Hadi, cousin of Muammar Qaddafi: his fortune of aroud 1,2 billion dollars in in Dubai banks.

12- Muhamed Abdullah Sanoussi (son of Abdullah Sanoussi, took part in firing at Benghazi protestors, thought to have be in London)

13- Ammar Ltayyef

14- Amran Abu Kraa

15- Abdul Rahman Karfakh

16- Khaled al Khouwailidi al Humaidi (son of Khouwailidi al Humaidi)

17- Al- Baghdadi al-Mahmoudi

18- Abdul Majeed al-Mabrook al-Quud

19- Maatouk Mohamed Maatouk

20- Yassin al-Turaiki

21- Masaab Mustafa al-Kharoubi

22- Mohamed Shukri Ghanem (son of ex prime minister Shukri Ghanem)

23- Al-Saddiq Bakeer

24- Massoud Abdul Hafeez

25- Omar Massoud Abdul Hafeez

26- Ihmida Mohamed Sanussi


Antworten Gast: Hella
04.03.2011 11:54
0 0

Re: geld gebunkert in duba

Vielleicht ist das eine Idee weiter zu forschen was noch in Österreich auf welche Namen liegt!!!

Gast: mustafa zarti
04.03.2011 11:33
0 0

reisepass

hoffentlich hat seine frau die er ja mit pomp geheirtatet hat in libyen, auch einen österr pass erhalten!!!

Gast: himmeltau
04.03.2011 11:32
0 0

geld in österreich

es sind 26 personen die liby geld in dubai deponiert haben davon auch hr zarti und andere, die anderen sollte man auch unter die lumpe nehmen, die werden auch was in österreich für libyen deponiert haben warum nur in dubai???

Gast: hampelmann
04.03.2011 09:20
0 0

konten

da gibt es noch andere libyer in österreich die geld von diesem clan haben
das sollte man auch prüfen anz einfach steht auf einer web site

Gast: vogel
04.03.2011 09:17
0 0

reisepaß gegen geld

Bitte prüfen wieso er den Paß bekommen hat er hat nie in österreich gelebt

Antworten Gast: gast
11.03.2011 01:54
1 0

Re: reisepaß gegen geld

da sollte man ev. den uwe scheuch fragen ;)

Antworten roland_ke
04.03.2011 17:45
0 0

Re: reisepaß gegen geld

weil er wahrscheinlich österreich mehr geld eingebracht hat, als du in deinem leben verdienst. ganz einfach.
der staat sollte da nicht handlanger spielen, sondern sich über die guten kunden freuen, und auf seine neutralität und das bankgeheimnis pochen, und weiter geld verdienen.
solange nichts bewiesen ist hat der staat da die finger rauszunehmen!

Gast: pour le merite
03.03.2011 23:02
0 0

Jetzt FPÖ - Konten öffnen !


Auch das von Uwe Part-of-the-Game Scheuch !


Gast: schweinshaxe
03.03.2011 22:26
0 0

reisepass

"warum er den pass erhielt ist unklar"

wieso, ist doch NA NO NA NED PART OF THE GAME
(c) Uwe Scheuch

Antworten Gast: sonnenkind
04.03.2011 09:18
0 0

Re: reisepass

der hat den pass bekommen und nie in österreich gelebt

Gast: 30.000.000.000,00
03.03.2011 18:17
0 0

Gaddafi parkte 30 Milliarden Dollar in Österreich

3 0 . 0 0 0 . 0 0 0 . 0 0 0 , 0 0 Dollar hat der in Österreich!

Können wir jetzt endlich diese blödsinnige Ausweispflicht bei den Banken abschaffen?

Zur Terrorismusbekämpfung taugt sie ja wirklich nicht.

Oder geht es doch nur darum, dass die EU alle Finanztransaktionen speichern kann, um bei der Währungsreform das Vermögen der Bürger bequem abgreifen zu können?

Antworten Gast: Markus Trullus
03.03.2011 19:45
0 0

Re: Gaddafi parkte 30 Milliarden Dollar in Österreich

Ehrlich, mir kommt das ein bisschen zu viel vor: 30 Milliarden überall i Europa, mit einem Anteil von den 1,5 Mrd in Österreich, OK, das könnte sein. 30 Mrd lassen sich auch nicht in Immobilien Österreichs unentdeckt mal so auf die Schnelle anlegen, 1,5 fein verteilt schon...

Antworten Gast: bankerin
03.03.2011 19:03
1 0

Re: Gaddafi parkte 30 Milliarden Dollar in Österreich

da sind doch auch immobilien usw. enthalten, du dummerl.
und jetzt nimm wieder dein bierli und reg di net so auf

Antworten Gast: gast
03.03.2011 18:49
0 0

Re: Gaddafi parkte 30 Milliarden Dollar in Österreich

was glauben sie woher man weiß?

Solfeggio
03.03.2011 14:52
1 1

geparkte $

der Herr Grandt wird das sicher recherchieren ....

Gast: AlterKämpfer
03.03.2011 14:06
9 7

All the news that's fit to print

Nachdem der unsägliche Herr El-Gawhary uns schon im ORF wochenlang auf die Nerven geht, jetzt auch noch in der Presse! Bravo!
Herr El-Gawhary ist nicht objektiv, sondern sieht sich als Teil der arabischen Revolution. So jemand ist als neutraler Berichterstatter völlig ungeeignet!

Das Geld reicht fuer 300000 Fluechtlinge

Fuer 10 Jahre in Oesterreich.

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Re: Das Geld reicht fuer 300000 Fluechtlinge

Das Geld gehört aber nicht Österreich, sondern Libyen.

Als strammer Gutmensch kann man das anscheinend nicht unterscheiden.
Da wird immer sehr locker mit fremdem Geld umgegangen.

Re: Re: Das Geld reicht fuer 300000 Fluechtlinge

Wen subsumieren Sie unter 'Lybien'?
Den Gaddafi-Klan oder doch auch die anderen Lybier. Vielleicht auch die Fluechtlinge vor Gaddafis Gewalttaten?

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Re: Re: Re: Das Geld reicht fuer 300000 Fluechtlinge

Ja, auch die geflüchteten Libyer.
Über die Verwendung des Geldes hat aber trotzdem der Staat Libyen und nicht Österreich zu entscheiden.
Und schon gar nicht österreichische Gutmenschen!

Re: Re: Re: Re: Das Geld reicht fuer 300000 Fluechtlinge

Achso , oesterreichische Schlechtmenschen. Na dann...

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Re: Re: Re: Re: Re: Das Geld reicht fuer 300000 Fluechtlinge

Bist du tatsächlich so doof?
gar keine Österreicher!

Gast: kull
03.03.2011 12:43
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österr. paß!!??

wie kommt der zum österr. paß?
ach ja, hab vergessen, dass wien am balkan ist

Antworten Gast: hermann
04.03.2011 11:30
0 0

Re: österr. paß!!??

hat frau ghadaffi in der zwischenzeit auch einen österr pass erkauft, sie war in wien im hotel am ring und unter ihrem namen ist sie nicht mehr aber frau minister sagte vielleicht unter anderem pass? also keinen libyschen -österr pass??

 
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