26.05.2012 10:33 | Meine Presse Merkliste 0

Nordkorea: Amnesty kritisiert "grauenhafte" Straflager

04.05.2011 | 11:15 |   (DiePresse.com)

200.000 politische Gefangene verrichten laut einem Bericht von Amnesty International in Nordkorea Sklavenarbeit. In einem Gefängnis müssten die Insassen Ratten essen, um zu überleben.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

In Nordkorea sind nach rund 200.000 politische Gefangene unter "grauenhaften" Bedingungen inhaftiert. Das berichtete die Menschenrechtsorganisation Amnesty International am Mittwoch. Satellitenbilder würden außerdem zeigen, dass die Straflager im Vergleich zu Aufnahmen von 2001 deutlich vergrößert worden seien.

In einem Gefängnis müssten die Insassen Hinrichtungen mit ansehen und Ratten essen, um zu überleben, heißt es in dem Bericht der Organisation. Ehemalige Häftlinge gaben demnach an, sie hätten unter sklavenähnlichen Bedingungen arbeiten müssen und seien regelmäßig gefoltert worden.

Besonders schlimm sei die Situation im Gefängnis Yodok in der Provinz Süd-Hamkyong, hieß es. Alle ehemaligen Gefangenen hätten Hinrichtungen mit ansehen müssen. Tausende sollen dort nur deshalb gefangen gehalten werden, weil beschuldigte Verwandte inhaftiert worden seien.

Kind in Folterzelle gesperrt

Laut einem ehemaligen Gefangenen begann ein Arbeitstag um 4 Uhr morgens und endete um 20, anschließend habe es zwei Stunden ideologische Umerziehung gegeben. Habe sich ein Häftling nicht an das Gelernte erinnern können, seien ihm Schlaf und Nahrung entzogen worden. Insassen würden täglich sterben. Einem Ex-Häftling zufolge verhungerten zwischen 1999 und 2001 insgesamt 40 Prozent der Gefangenen. Laut Amnesty International wurde zudem ein Kind acht Monate lang in eine Folterzelle gesperrt.

"Hunderttausende Menschen existieren praktisch ohne Rechte und werden im Grunde als Sklaven behandelt", wird der Leiter von Amnesty für die Region Asien-Pazifik, Sam Zarifi, zitiert. Die kommunistische Diktatur könne die Existenz der Lager nicht mehr bestreiten. Amnesty rief Nordkoreas Machthaber Kim Jong-il auf, die Lager zu schließen.

(Ag.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

14 Kommentare
Gast: Sezession
04.05.2011 14:23
0 0

In Nordkorea Sklavenarbeit

warum ruft niemand Abraham Lincoln ?

Gast: ROTER OKTOBER
04.05.2011 13:09
0 1

Zustände wie in einem amerikanischen Lager für Politische

Wo ist da jetzt das "unamerikanische"?

Und Ratten, meine lieben Freunde, da in AQsien werden auch Heuschrecken, Skorpione, angebrütete Eier etc. gegessen. Die Hunderl [sic!!!!!] landen da auch auf dem Teller.

Antworten Rorschach
04.05.2011 15:49
1 0

Re: Zustände wie in einem amerikanischen Lager für Politische

schauen Sie sich bitte an was [sic] zu bedeuten hat - Sie benutzen es falsch.

Ein Stichwort - Zitierregeln

Antworten Antworten Gast: ROTER OKTOBER
04.05.2011 16:27
0 0

Re: Re: Zustände wie in einem amerikanischen Lager für Politische

Danke für den Hinweis!
Das nächste Mal dreh ich es um! [cis???]

5 0

na fischer

als präsident der österreichisch-nordkoreanischen gesellschaft würde mir schon was einfallen, was beim partner anzumerken wäre ! - bin schon neugierig ob wir was hören aus der kanzlei !

Gast: gast_
04.05.2011 12:30
0 1

Alle ehemaligen Gefangenen hätten Hinrichtungen mit ansehen müssen.

ich will nk in keinster weise verteidigen, das ist ein abartiges diktatoren regime das sicherlich gestürzt werden sollte

die zuverlässigkeit der infos wage ich jedoch zu bezweifeln

in das land kommt keiner rein oder raus, ohne genehmigung, an den grenzen wird scharf geschossen, um dissidenten ab zu schrecken

und bei vielen, die es doch geschafft haben, stellte man fest, dass sie einige ihrer horrogeschichten erfunden haben, um sie an die südkoreanische und internationale presse gegen bares verkaufen zu können, was ich diesen menschen auch total vergönne

also frage ich mit welchen ehemaligen gefangegen hat da amnesty genau gesprochen???

Antworten Gast: auchgast
04.05.2011 13:23
0 0

Re: Alle ehemaligen Gefangenen hätten Hinrichtungen mit ansehen müssen.

natürlich muss man immer etwas kritisch sein, vor allem wenn - wie sie sagen - kein Mensch einfach rein oder raus kommt in diesem Land.

Vergessen darf man dabei nicht, dass es Geheimdienste auf dieser Welt gibt, die solch ungeheures Wissen und Technologie besitzen, dass es uns Standardbürgern vermutlich schwer fällt, das Ausmaß dessen zu begreifen.
Dann gibt es noch Organisationen für Flüchtlinge etc. etc., da filtern sich meistens Aussagen durch die von verschiedenen Seiten bestätigt werden.

Und seien wir uns ehrlich ... in praktisch jeder Diktatur geht es doch so zu. Von Nahost bis Fernost, von Afrika bis Südamerika. Gefangenenlager sind so, traurig es auch ist, etwas ganz normales in totalitären Regimen.

Gast: hmm
04.05.2011 12:18
0 1

wie immer ist auch hier zu relativieren

In Relation zur Gesamtbevölkerung werden in den USA in etwa ähnlich große Bevölkerungsanteile permanent (in Zahlen und nicht die individuelle Person betreffend) inhaftiert sein. Die Haftbedingungen in den oft von Privatfirmen betriebenen Gefängnissen soll teilweise miserabel sein! All zuviel Unterschied zwischen USA und Nordkorea wird da nicht sein. NOCH haben die USA ein wenig mehr an Geld um ihre nur allzu hässlichen Seiten ein bisserl zu kaschieren. Betrachtet man so amerikanische Bezirksstrassen und sonstige öffentliche Einrichtungen in der amerikanischen Provinz, dann merkt man, dass es bereits hinten und vorne an Geld mangelt. Es ist daher nur noch eine Frage der Zeit bis es auch in Amihäfn ganz genauso aussieht wie in nordkoreanischen ... Da schimpft ein menschenverachtendes und -mordendes Verbrecherregime über das andere!

Antworten Paper_man
04.05.2011 12:59
4 0

Re: wie immer ist auch hier zu relativieren

All zuviel Unterschied zwischen USA und Nordkorea wird da nicht sein?

In den US-Gefängnissen muss man nicht Ratten essen, man wird nicht gefoltert, man arbeitet nicht von 4 bis 20 uhr und man kann auch keine Hinrichtungen mit ansehen (selbst wenn es einige wollten).

Blitzky
04.05.2011 12:13
5 0

Ich bin mir sicher:

Würde Kim Jong-il mit österreichischen Betrieben in größerem Ausmaß Geschäfte machen: UHBP würde ihn bei einem Staatsbesuch entsprechend loben und umschwänzeln.....So geschehen gerade mit Herrn Gül, der den türkischen Minderheiten weiterhin elementare Bürgerrechte nicht zugestehen will, versuche Missionierung von Moslems als Verbrechen betrachtet etc.

Antworten Gast: ZARA
04.05.2011 13:10
0 0

Na, schaun wir halt mal wieder was AI zu Blitkzys Heimatland zu sagen hat!

Und ob er dann auch in den AI-Chior einstimmt, wenn Österreich wieder am Pranger steht!

Gast: WienerGast
04.05.2011 11:56
4 0

In Österreich ist es ja viel schlimmer !!!

Ich weis nicht was Amnesty International jetzt gegen die Zustände in Nordkorea hat denn in Österreich muss es ja viel schlimmer sein. Warum sonst wird Österreich immer gerügt. Da werden doch tatsächlich Kinder bei einer bevorstehenden Abschiebung mit ihren Eltern für kurze Zeit in ein Zimmer eingeschlossen, selbstverständlich mit ausreichend Verpflegung, ärztlicher Betreuung, usw.
Natürlich viel schlimmer als Kinder in der Folterzelle eingesperrt werden, Ratten essen zu müssen usw.

Es wäre wirklich angebracht unseren lieben Kerzerltänzern solche Dinge näherzubringen, vielleicht verstehen sie dann einmal das sie sich lächerlich machen !!!

Ludwig1958
04.05.2011 11:38
9 0

Freundschaft....

Das wäre doch ein tolles Thema für UHBP, da könnte er mit seinem Verein doch tätig werden.

Gast: mysterium
04.05.2011 11:32
8 0

Fischer, Schmid und Co aufwachen!

Wurde da nicht erst kürzlich eine Nordkorea-Ausstellung in Wien gezeigt? Kein Straflager auf irgendeinem Kunstwerk, nur Verheerlichung des kommunistischen Bruderstaats.

Wer ist/war Präsident der Österr.-Nordkoreanischen Freundschaftsgesellschaft? Auf, auf, ein Lösung ist dringend vonnöten.