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Libyen: Britische Piloten wegen Trunkenheit abberufen

26.05.2011 | 07:20 |   (DiePresse.com)

Zwei Kampfpiloten waren nicht mehr fähig, ihre Flugzeuge zu steuern. Indes wurde bei neuen Nato-Angriffen womöglich eine Schule getroffen.

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Zwei an den Nato-Luftangriffen gegen Libyen beteiligte britische Kampfpiloten sind wegen Trunkenheit in ihre Heimat zurückbeordert worden. Die beiden Soldaten, deren Verhalten nicht den "hohen Kriterien" der Royal Air Force entspreche, könnten "intern belangt" werden, teilte das Verteidigungsministerium in London am Mittwoch mit. Die Piloten waren auf dem italienischen Luftwaffenstützpunkt Gioia del Colle stationiert. Von dort aus beteiligt sich Großbritannien mit mehreren Kampfflugzeugen an den Luftangriffen auf Libyen.

Medienberichten zufolge tranken die beiden Briten in einem italienischen Hotel Ende März dermaßen viel Alkohol, dass sie nicht mehr imstande waren, ihre Maschinen zu steuern.

Hat Nato Schule bombardiert?

Die Royal Air Force habe bis auf weiteres den Konsum von Alkohol für Mitglieder der Luftwaffe im Mittelmeergebiet untersagt. Der britische Premierminister David Cameron hatte den Luftwaffenstützpunkt Anfang April besucht und dabei die "eindrucksvolle Arbeit" der Soldaten gewürdigt. Die Nato hatte am Dienstag die schwersten Luftangriffe auf die libysche Hauptstadt Tripolis seit Beginn des Militäreinsatzes Mitte März geflogen. Der libyschen Regierung zufolge wurden drei Menschen getötet und etwa 150 weitere verletzt.

Indes hat es in der Hauptstadt Tripolis in der Nacht auf Donnerstag nach Regierungsangaben erneut mehrere Explosionen gegeben, berichtete der US-Nachrichtensender CNN. Ein libyscher Regierungssprecher sagte, Nato-Flugzeuge hätten eine Schule getroffen. Ein Nato-Sprecher sagte nach CNN-Angaben, er könne dies nicht bestätigen.

US-Munition für die Nato-Verbündeten

Stunden zuvor hatten die USA erstmals öffentlich erklärt, dass sie die am Nato-Einsatz gegen Libyen beteiligten Länder mit Munition versorgen. Pentagon-Sprecher David Lapan teilte am Mittwoch mit, dass die US-Armee den Verbündeten "Material, darunter Munition" für den Einsatz gegen die Truppen des libyschen Diktators Muammer al-Gaddafi zur Verfügung gestellt habe. Einigen der am Nato-Einsatz beteiligten Länder gingen zuletzt Munitionsvorräte und Ersatzteile aus. Laut Lapan stellten die USA seit der Kommandoübernahme durch die Nato am 1. April Material und technische Hilfe im Wert von 24,3 Millionen Dollar (17,3 Millionen Euro) zur Verfügung.

Die libysche Hauptstadt Tripolis wurde am Mittwochabend erneut von Explosionen erschüttert. Ein Reporter hörte vier Detonationen in der Nähe des Stadtzentrums. Kampfflugzeuge überflogen Tripolis. Die amtliche libysche Nachrichtenagentur JANA berichtete zuvor, dass Nato-Jets "zivile und militärische Anlagen" in Naljut in der Bergregion Jebel Nafussa attackiert hätten. In der Region rund 230 Kilometer westlich von Tripolis lieferten sich Rebellen und Gaddafi-Truppen in den vergangenen Wochen heftige Kämpfe.

(Ag.)

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18 Kommentare
Gast: africano
27.05.2011 17:37
0 1

Cameron hat die Piloten gewürdigt,

weil sie eine Schule getroffen(gebombt ) haben ???

Antworten Gast: xx
28.05.2011 13:25
0 1

Re: Cameron hat die Piloten gewürdigt,

das ist eben gute englische Tradition.
Man denke nur an die - "militärisch so wichtige" - Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg.
Ich denke, die Briten waren auch darauf mächtig stolz!

Es geht ja hier schließlich um den "Schutz der Zivilisten vor dem grausamen Tyrannen" - da können schon gern auch mal ein paar Zivilisten draufgehen - ist ja für den guten Zweck....

Gast: schonwiedereingast
26.05.2011 11:51
1 0

Seit heute haben die britischen Jets alle ein neues Pickerl

auf der Windschutzscheibe:
'Don't drink and bomb!'


die Eurofighter lassen sich fernsteuern

und der Pilot lässt sich sozusagen ausschalten!

Ich weiß nicht, ob man das den österreichischen Kunden verraten hat!

Gast: löser
26.05.2011 09:52
1 1

Vielleicht nennt sich dieser Krieg einmal Dritter Weltkrieg

Aber ist natürlich alles, der Humanität wegen.

Antworten Gast: Lutz Berger
28.05.2011 05:19
0 0

Re: Vielleicht nennt sich dieser Krieg einmal Dritter Weltkrieg

Richtig. Libyen ist Polen.
China hat schon Garantien für Pakistan übernommen.
Die Zinsen sind zu niedrig. Das Anlagekapital sucht sichere Investitionsmöglichkeiten. Gaddafi hat die ausländischen Banken aus dem Land gehalten.
Der Wiederaufbau in Libyen wird sehr
viel Geld Kosten. Das Kapital werden ausländische Banken mit hohen Zinsen stellen.
Die Welt wird sehr gefährlich !

Gast: Fighting
26.05.2011 09:43
1 2

for peace

is like f*cking for virginity! ist ein ganz alter Spruch.
Ich traue mich alles drauf zu verwetten, gäb´s in Lybien kein Öl, würde niemand die Trunkenbolde dazu befehligen, Bomben auf Städte zu schmeissen .... Allerdings, gäb´s kein Öl, hätte der Gaddafis sich vermutlich eh nie so lang gehalten.

2 0

Wie in Österreich

Wenn man säuft darf man heim und andere müssen deinen Job machen.

Gast: Tomy
26.05.2011 09:23
0 1

Sie könnten Nice bombardieren


Gast: Pips
26.05.2011 09:21
0 1

Bei

der Hitze dort braucht der Körper Flüssigkeit. Verbunden mit dem ganzen Schwachsinn der Intervention ( was will man eigentlich erreichen ?) schütten sich manche zu. Jetzt fliegen sie wieder heim und haben ihre Ruh´.

Gast: gasto
26.05.2011 07:36
4 3

Halten sie diese Verbrechen psychisch nicht mehr aus?


Jetzt kommen die "posttraumatischen Syndrome" schon unmittelbar nach jeder "Mission".

Gut so!
Vielleicht wacht ihr ja noch auf! - Welchen Wahnsinn ihr hier betreibt! Ihr seit keine Elite sondern schlichte Verbrecher!

0 0

Re: Halten sie diese Verbrechen psychisch nicht mehr aus?

ARME SAU!!

Antworten Gast: Verweigert den Gehorsam
26.05.2011 09:43
1 1

Re: deren Verhalten nicht den "hohen Kriterien" der Royal Air Force entspreche

Diese Männer die nur versuchen ihren Job zu machen kann man keinen Vorwurf machen, sie zerbrechen an den Befehlen der wahren Täter, nämlichen jenen die am Schreibtisch der Politik sitzen und ihre eigenen Landsleuten den Befehl zum sinnlosen töten geben.
Und ist es eine Schande sich zu besaufen, wenn man sich dadurch verweigert Zivilisten Frauen Kinder und alte Männer am Boden zu töten?

Antworten Antworten Gast: gasto
26.05.2011 12:20
0 0

Re: Re: So sehe ich das auch!


Antworten Gast: luke
26.05.2011 08:06
4 4

Re: Halten sie diese Verbrechen psychisch nicht mehr aus?

jeder, der so einen mist schreibt und das regime gaddafis verteidigt, ist ein verbrecher!

4 1

Re: Re: Halten sie diese Verbrechen psychisch nicht mehr aus?

Und was bringt ein Krieg FÜR den Frieden und die Demokratie ?

IRAK - Unregierbar, tagtäglich zahlreiche Tote
AFGHANISTAN - detto
ÄGYPTEN - Militärregierung
etc., etc.

Wir bringen euch Frieden und Demokratie ? Lächerlich und zum Kotzen !

Antworten Antworten Gast: M. van der Lubbe
26.05.2011 09:26
2 1

Re: Re: Halten sie diese Verbrechen psychisch nicht mehr aus?

Regime?
Jeder kehre bitte zunächst mal vor der eigenen Tür!
Fast vierzig Jahre war dieses "Regime" gut genug, Öl zu liefern und Waffen zu kaufen und nun ist es plötzlich "böse böse", obwohl es den Menschen über die Zeit und zuletzt dort ziemlich gut ging. Es gibt jedenfalls Völker, die diesbezgl. zuerst "befreit" werden sollten.
Ich fürchte, ich bin einach nicht naiv genug, um mich auf solche Anschauung einstellen zu lassen.

Antworten Antworten Gast: gasto
26.05.2011 08:41
4 2

Re: Re: Kleiner Mann -

- Ich verteidige nicht das Regime Gaddafis, sondern - wenn ich schon etwas Verteidige - dann die Würde des Menschen!
Eines der primitivsten Mittel - und schizophrensten überhaupt, ist: Durch Krieg Frieden oder ein Menschenwürdiges System zu etablieren!

Die amerikanische Politik ist - wenn schon ein Vergleich mit dem "bösen" Gaddafi um Eonen korrupter, verlogener, primitiver. Man nennt ja das auch: die christliche Welt kämpft gegen das Böse - nun kleiner Mann - aber was solls wenn Kinder sterben für die NWO - - - .