Der bei einem Granatenangriff verletzte jemenitische Präsident Ali Abdallah Saleh hat staatlichen Medienberichten zufolge die Intensivstation der Klinik in Riad verlassen. Wie die jemenitische Nachrichtenagentur Saba am Donnerstag berichtete, wurde der Staatschef "nach einer erfolgreichen Operation" in eine Suite in dem Militärkrankenhaus der saudiarabischen Hauptstadt verlegt. Er war am Freitag vergangener Woche bei dem Angriff auf seinen Palast unter anderem im Gesicht und an der Brust verletzt worden und zur Behandlung nach Saudi-Arabien gereist.
Saba zufolge feierten Einwohner der Hauptstadt Sanaa und Menschen in anderen Provinzen des Landes Salehs Entlassung aus der Intensivbehandlung mit Feuerwerkskörpern und Freudenschüssen. Durch die Schüsse wurden nach Angaben von Ärzten dutzende Menschen verletzt, die meisten leicht.
Im Jemen sieht sich Saleh aber auch heftigen Protesten gegenüber. Die Opposition und mittlerweile auch zahlreiche Stämme hatten die Ausreise Salehs nach Saudi-Arabien bereits als Sieg über die Regierung gefeiert. Der Staatschef selbst ließ aber verlauten, er werde nach seiner erfolgreichen Behandlung im Nachbarland in den Jemen zurückkehren.
US-Luftschläge gegen Extremisten
Die USA haben unterdessen einem Zeitungsbericht zufolge ihre Luftangriffe auf mutmaßliche Extremisten im Jemen ausgeweitet. Damit werde das Ziel verfolgt, den Einfluss von al-Qaida auf der arabischen Halbinsel besonders angesichts der jüngsten Wirren einzudämmen, berichtete die "New York Times" am Mittwoch unter Berufung auf US-Regierungskreise. Zum Einsatz kämen Kampfjets sowie mit Waffen bestückte Drohnen. Ein US-Regierungsvertreter bestätigte der Nachrichtenagentur Reuters, am vergangenen Freitag sei das führende Al-Kaida-Mitglied Abu Ali al-Harithi bei einem US-Angriff getötet worden. Im vergangenen Monat hatten die USA versucht, den al-Qaida Chef auf der arabischen Halbinsel, Anwar al-Aulaki, zu töten.
(Ag.)
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