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Merkel spricht vor Chinas Premier Menschenrechte an

28.06.2011 | 13:50 |   (DiePresse.com)

"Wir sind nicht immer der gleichen Auffassung", sagt die deutsche Kanzlerin während des Staatsbesuchs von Pekings Ministerpräsident Wen und fordert rechtsstaatliche Verfahren im Reich der Mitte.

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Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat am Dienstag in Berlin die Frage der Menschenrechte im Beisein des chinesischen Ministerpräsident Wen Jiabao angesprochen. Sie forderte rechtsstaatliche Gerichtsverfahren. Bei den deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen sagte Merkel bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Wen, im Dialog zwischen Deutschland und China über Fragen des Rechtsstaates gebe es Fortschritte etwa beim Patentrecht. Mit Blick beispielsweise auf rechtsstaatliche Verfahren müsse aber noch viel zusammen gearbeitet werden. Es sei "noch eine weite Wegstrecke" zurückzulegen.

Merkel begrüßte die Freilassung des Künstlers Ai Weiwei und des Menschenrechtlers Hu Jia. Für Ai müsse es "jetzt ein transparentes Verfahren" geben. Die Kanzlerin mahnte auch angemessene Arbeitsbedingungen für Journalisten ein, damit eine faire Berichterstattung möglich sei.

Der chinesische Ministerpräsident Wen räumte ein: "In manchen Fragen sind wir nicht immer der gleichen Auffassung." Es gebe Unterschiede in der Geschichte, der Kultur und des politischen Systems. Allerdings sei es wichtig, dass sich beide Länder in gegenseitigem Respekt begegneten und nach Gemeinsamkeiten suchten.

Wen sagte, die ersten deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen hätten "neue Impulse" für die Beziehungen zwischen beiden Ländern gebracht. Die guten Beziehungen "kommen auch der ganzen Welt zu Gute".

"Ein neues Kapitel wird aufgeschlagen"

Merkel würdigte ebenfalls die Beziehungen zwischen Deutschland und China als ausgesprochen eng und intensiv. Sie sagte: "Mit diesem Besuch wird ein neues Kapitel aufgeschlagen in den deutsch-chinesischen Beziehungen". Sie fügte hinzu: "Man kann sagen, dass wir ein vielfaches Band an Beziehungen zwischen China und Deutschland aufgebaut haben."

Auch die im Rahmen des Besuches unterzeichneten zahlreichen staatlichen Abkommen und Wirtschaftsverträge zeigten, dass es einen engen und wiederholbaren Informationsaustausch gebe. Zahlreiche Vereinbarungen zwischen beiden Regierungen und Verträge zwischen Unternehmen aus Deutschland und China waren unmittelbar zuvor unterzeichnet worden.

(Ag.)

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32 Kommentare
 
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Gast: der kommentator
29.06.2011 18:03
0 0

und ALLE unsere scheinheiligen politiker liegen vor ihm auf den knien !

und während sein chef zu hause einen kriegsverbrecher hofiert, macht man mit diesem staat bei uns "gesunde geschäfte" !

Dmitri W.
29.06.2011 14:11
0 0

Richtig oder Falsch?

Stimmt, in China hat man richtig gemacht, was die Europäer heute noch falsch machen. Ich ziehe genau wie Ungarn meinen Hut vor ihnen. Die Chinesen werden mit russischer Hilfe Europa übernehmen.

Antworten Gast: Chinareisender
29.06.2011 16:59
1 0

Re: Richtig oder Falsch?

Ja, ja - schon wieder so einer, der die "Gelben Gefahr" beschwört, wie es Ewiggestrige gerne tun und sich obendrein überhaupt noch nicht über die Zustände in China informiert hat, weder die politischen, sozialen noch die wirtschaftlichen und deren derzeit schon erkennbaren negativen Folgen auf den Zusammenhalt der Bevölkerung.
Wenn die so weitermachen wie bisher, wird es eines Tages diesen Vielvölkerstaat zerreißen.
Schnelle Änderungen sind aber auch gefährlich. Ein einziges Dilemma also das Ganze. So sind die Chinesen derzeit mehr Gefahr für sich selbst als für andere. Für Deutschland zum Beispiel sind sie jetzt schon der drittgrößte Exportkunde und mir wäre ja ganz neu, dass Deutschland bis jetzt von irgendeinem seiner großen Exportkunden "übernommen" worden ist. Das haben in den Sechzigerjahren des vorigen Jahrhunderts auch immer wieder Ewiggestrige behauptet, dass genau das eines Tages passieren würde, was aber nie eingetreten ist. E contrario: Deutschland hat sich bei vielen Exportstaaten eingekauft.
Und nun fangen schon wieder so Schwarzmaler und Angsthasen an davon zu schwafeln, dass große Staaten, mit denen man beidseitig gute Geschäfte macht, einen "aufkaufen" würden.
Das zeigt, dass sehr viele Menschen noch nicht angekommen sind im Zeitalter der Globalsierung sowie der Freien Marktwirtschaft und anscheinend "alte Zeiten" zurücksehnen. Das spielt es aber - Gott sei Dank - nicht mehr. Die Welt dreht sich weiter, es geht nach vorne und nicht zurück!
Und das ist sehr gut so.

Antworten Antworten Dmitri W.
29.06.2011 17:29
0 0

Re: Re: Richtig oder Falsch?

Ok, da haben sie sich aber in meiner Aussage ein wenig geirrt.
Ich bin selbst schon oft im Osten gewesen und kenne die dortigen Verhältnisse, so gut wie man sie als Europäer kennen kann. Die Chinesen benötigen unser Knowhow und wir ihre Investitionen. Ich selbst hätte kein Problem ein paar mehr russische und chinesische Anteile am Markt zu finden. Über ihre Worte von der "Gelben Gefahr" mache ich mir da mehr Sorgen, da sie anscheinend ein "Miteinander" mit diesen Kulturen aus rassistischen Gründen ablehnen, oder?

Timeo Sereos et dona ferentes

>Und in Richtung Griechenland fielen Wen noch >schönere Worte ein: „Gute Freunde sind dazu da,
>um zu helfen.“ So viel Selbstlosigkeit schürt >Misstrauen.

Ja es heißt ja seit Virgil bekanntlich:
Hüte dich vor den Chinesen, selbst wenn Sie Geschenke bringen.

Timeo Sereos et dona ferentes. oder so vielleicht :-)
(http://en.wikipedia.org/wiki/Seres)

Gast: zm
29.06.2011 12:32
0 0

Ausschließlich Handelspartner

Meiner Meinung nach sollte Europa einen anderen Weg gehen, nämlich den des Handels, nicht den des Ausverkaufs / Verkaufs. Auch in China steigen die Löhne stetig an, in einzelnen Sparten liegt das Einkommen bereits über dem europäischen Durchschnittseinkommen.

Wenn Europa / europäische Firmen ihre Technik jetzt verkaufen sind wir Europäer gezwungen, letzten Endes unsere Technologie eines Tages sehr teuer zurückzukaufen. weshalb nicht weiterhin Produkte auf den chinesischen Markt bringen? Die billigen Kopien sind so viel schlechter, daß auch qualitätsbewußte Chinesen keinen wert darauf legen.

Ich für meinen Teil bin strikt dagegen, europäische Firmen an chinesische "Bestbieter" zu verkaufen - es muß andere, bessere Wege für Europa geben!

Erst recht finde ich es bedenklich, Staatsanleihen europäischer Länder an China zu verkaufen; EU-Mitgliedsländer sollten dies tunlichst vermeiden!

Re: Ausschließlich Handelspartner

Ohne praktische Erfahrung im Anleihenhandel zu haben - ich glaube nicht, dass es möglich ist, den Käuferkreis wirksam einzuschränken. Auch weil diese während der Laufzeit ja handelbar sind.

Ich habe bei alldem auch massive Bedenken, der einzige Ausweg ist aber (und genau das wollen wir ja alle nicht wirklich) der der Konsolidierung.
Wer andauernd mehr braucht als er erwirtschaftet, macht sich vom Geldgeber abhängig. Alle anderen Überlegungen sind da leider sekundär.

Antworten Antworten Gast: zm
29.06.2011 13:24
0 0

Re: Re: Ausschließlich Handelspartner

Stimmt. Trotzdem gibt es anscheinend sehr genaue Vorstellungen des Kaufs und des Verkaufs, direkte Gespräche und Zusagen / Angebote unter Politikern.

Gast: Biersauer
29.06.2011 11:49
0 0

Merkel muss sich mit "Menschenrechten" nicht hervortun...

diese gibt es auch in Europs, außer für Zuwanderer, für die eigene Bevölkerung garnicht.
Versprochen wird von der EMRK Kritikfreiheit,
aber wird dann gerichtlich geahndet.
Also, auf hören mit dem Geschwafel.

Kurinsk
29.06.2011 10:33
0 0

Mao

Wer hätte das jemals gedacht, dass ein kommunistisches Land den Westen aufkaufen wird.

Antworten Gast: Ksniruk
29.06.2011 17:01
0 0

Re: Mao

Nu je - so stellt sich der kleine Maxi "Kurinsk" die Welt halt vor.
Traäume weiter und schönen Tag noch.

Imperator
29.06.2011 09:58
0 0

Bleibt uns noch die Möglichkeit,

das Geld zu kassieren und Zinszahlungen zu verweigern.

Gast: lanwien
29.06.2011 09:54
1 0

Noch vor einigen Jahren ging es ganz ohne China und heute

scheint geht gar nichts mehr ohne China, so als ob wir kopieren und nicht umgekehrt.

Es sind schon unsere Politiker, die so zügellos die Grenzen geöffnet haben und mit geeigneten Verordnungen dazu beigetragen haben, dass z.B. die Produktherkunft nicht immer nachzuvollziehen ist und mit solchen und ähnlichen Maßnahmen der immensen Gier mancher Unternehmer Tür und Tor geöffnet haben und diesen, als auch den Chinesen mit so manch dubiosen, teils riskanten Produkten Gewinne ermöglicht hat, die man für so minderwertige Produkte nie erzielen hätte dürfen, weil sie bald einen Defekt aufwiesen bzw. rechtzeitig nach der Garantiezeit ihren Geist aufgaben.

Wer aber bei der Menschenrechtslage und der Art Politik, sich um jeden Preis verkauft und es egal sein lässt, dass man kurz vor der Europareise einige Politgefangene freisetzt, um Schönwetter zu machen, aber nebenbei einen vom Internat.Gerichtshof angeklagten Staatschef mit Ehren in China empfängt, der darf sich nicht wundern, eines Tages sich selbst im Spinnennetz vorzufinden und durch selbstverschuldete Maßnahmen völlig abhängig zu sein von einer Soldateska, die nach ganz anderen Vorstellungen agiert und mit alle Werten des Westens kollidiert.

Gast: Biersauer
29.06.2011 05:18
1 0

Dass der $ verfällt und China damit einkaufen geht,

ist nicht Schuld Chinas, sondern unseres Freudes
USA.
Der Reiche Onkel aus Amerika ist eigentlich eine Chimäre, währendem Chin als wohlhabend bezeichnet werden kann.
Wer sein Image auf Arbeitsfleiß begründet, hat jedenfalls Achtung verdient.

Gast: gastwolf
29.06.2011 02:06
0 0

haltet ihre fest heiß geliebte EU..

http://www.wirtschaftsblatt.at/home/international/wirtschaftspolitik/griechen-werden-wieder-gastarbeiter-in-der-tuerkei-478010/index.do
in 5 Jahren fangen wir zu kaufen.. wenn die chinesen uns was über lasse.:)))

Gast: gast_
29.06.2011 00:35
0 0

money makes the world go round, world go round...


Antworten Gast: H.V.T.
29.06.2011 17:03
0 0

Re: money makes the world go round, world go round...

Wow! Ja bist denn du deppert, was dir so alles einfällt zu dem Thema. Der absolute Wahnsinn. Hochintelligent.

Gast: FReiheit
29.06.2011 00:17
3 0

unsere Politiker checken es einfach nicht

statt endlich den staat finanziell zu sanieren um zukuenftige abhaengigkeiten zu vermeiden wir einfach brav munter neuen schulden gemacht. nichts gespart - man hat ja die kinder die einem dann die pension abzahlen und zum anderen die man den chinesen als pfand geben kann. viel spass - danke kohl blecha und die ganze bande zusammen. - aber auch danke an die ganzen netten waehler die staendig nur fuers zuckerl ihr kreuz bei der wahl bei den parteien abgeben.

CyHit
28.06.2011 22:09
0 0

Die Kaufen uns

mit $. Muss man mehr sagen.

Antworten Gast: gerechtiker
29.06.2011 00:45
0 0

Re: Die Kaufen uns

genau.
dumm sind sie ja nicht.
haben unendlich devisen und kaufen, solange das papier noch was wert ist.
bald wird der $ eh absacken, dann haben die Chinesen noch was dafür bekommen.

hw007
28.06.2011 21:43
0 0

Geld

wer das Geld hat schafft an.

gofy
28.06.2011 21:37
2 0

so sieht es also aus.

Den jüngsten Zahlen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zufolge betrug 2008 Deutschlands offizielle Entwicklungshilfe (ODA) für China netto 321 Millionen Euro. Höchstens 52 Millionen davon fallen in jene Kategorien, die die Bundesregierung beenden will. Die OECD führt Deutschland als größten Geber für China hinter Japan. Für Berlin ist nur der Irak ein noch wichtigeres Empfängerland.

http://www.faz.net/artikel/C30770/ende-der-entwicklungshilfe-noch-immer-fliesst-geld-nach-china-30309897.html

darf man das nicht posten?

Antworten Gast: HJB
29.06.2011 07:23
1 0

Re: so sieht es also aus - Entwicklungshilfen

. . . der grösste Unfug, denn die Autokraten /whoever schaffen keine Betriebe mit sozialen Arbeitsplätzen, sondern nutzen es ihre Macht zu polstern.
Die Industriestaaten müssten die Landwirtschaft in den Unterentwickelten Ländern modernisieren, wo die Landflucht zu Monsterstädten mit unlösbaren sozialen Problemen führt.

Antworten Gast: HJB
29.06.2011 01:13
1 0

Re: so sieht es also aus - Entwicklungshilfen

. . . der grösste Unfug, denn die Autokraten or whoever schaffen keine Betriebe mit sozialen Arbeitsplätzen, sondern nutzen es ihre Macht zu polstern.
Die Industriestaaten müssten allererst die Landwirtschaft in den Unterentwickelten Ländern modernisieren, wo die Landflucht zu Monsterstädten mit unlösbaren sozialen Problemen führt.

aventure
28.06.2011 20:40
0 1

Was hat Ungarn was wir nicht haben?

Andersherum: Warum kauft China nicht in Österreich? Oder ist der Forinth einfach unwiderstehlich?

Antworten Imperator
29.06.2011 09:56
2 0

Weil Österreich noch nicht

in der verzweifelten Lage ist, mit dem Teufel einen Vertrag unterzeichnen zu müssen.

 
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