Staat profitiert von Griechen-Krise

14.07.2011 | 17:13 |  Von Christian Höller (Die Presse)

Wegen der Schuldenkrise sind die Kurse österreichischer Staatsanleihen gestiegen. Dadurch erspart sich der Fiskus jährlich Zinszahlungen in dreistelliger Millionenhöhe.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Mehr zum Thema:

[Wien] Anleihen südeuropäischer Schuldnerländer wie Griechenland und Portugal gelten als Ladenhüter. Davon profitieren Deutschland und Österreich, deren Staatspapiere als besonders sicher gelten. Daher braucht die Österreichische Bundesfinanzierungsagentur (ÖBfA), die für das Schuldenmanagement des Staates zuständig ist, bei der Geldaufnahme deutlich weniger Zinsen zahlen als vor Ausbruch der Schuldenkrise.

So sind die Renditen für zehnjährige Staatsanleihen seit April 2011 von 3,8 Prozent auf 3,3 Prozent gesunken. ÖBfA-Geschäftsführerin Martha Oberndorfer begründet dies mit der „Flucht in die Qualität“. Denn Österreich gehört zu jenen Ländern im Euroraum, die über ein erstklassiges Rating verfügen.

Für heuer hat die Staatsagentur bereits drei Viertel ihres Finanzierungsvolumens abgearbeitet. In Summe sollen 2011 Anleihen im Umfang von 16 bis 19 Milliarden Euro emittiert werden. Inklusive anderer Finanzierungselemente kommt man auf 22 bis 25 Milliarden Euro. Laut Oberndorfer profitiert Österreich derzeit „von einer extrem starken Nachfrage nach kurz laufenden Papieren wie Schatzscheinen“.

Der Hintergrund: Der Staat benötigt neben den langfristigen Anleihen auch immer wieder kurzfristige Mittel vom Geldmarkt. Pro Tag nimmt die Agentur zwischen 100 bis 500 Millionen Euro auf. Damit werden kurzfristige Lücken, die durch den Steuerzyklus entstehen, überbrückt.

Mehr zum Thema:

Griechen-Krise seit Herbst 2009

Laut Berechnungen von Bank-Austria-Chefvolkswirt Stefan Bruckbauer, die er für die „Presse“ angestellt hat, erspart sich die Republik im Vergleich zu früheren Jahren einen dreistelligen Millionenbetrag. Eskaliert ist die Griechenland-Krise im Herbst 2009. In den zwei Jahren davor lagen die Renditen für österreichische Staatsanleihen bei 4,1 Prozent. Seitdem ist dieser Wert auf 3,3 Prozent gesunken. Dies entspricht einer Zinsdifferenz von rund 80 Basispunkten. „Rechnet man diesen Vorteil auf die seither begebenen österreichischen Anleihen um, ergab sich 2010 ein Zinsvorteil von rund 200 Millionen Euro“, erklärt Bruckbauer. Diesen Vorteil habe man natürlich jedes Jahr, solange die Anleihen laufen – also auch heuer.

Gesamtersparnis: 3,4 Milliarden Euro

Da die Republik seit Anfang 2011 wieder neue Anleihen emittiert hat, kommt Bruckbauer zusätzlich auf eine Ersparnis von bislang 100 Millionen Euro. Damit summiert sich seit Ausbruch der Griechenland-Krise der Vorteil auf 300 Millionen Euro.

Viele Staatspapiere haben eine lange Laufzeit, besonders beliebt sind die zehnjährigen. „Hochgerechnet auf die gesamte Laufzeit aller Anleihen, die seit Herbst 2009 begeben wurden, erspart sich Österreich rund 3,4 Milliarden Euro“, sagt Bruckbauer. Das ist deutlich mehr, als Österreich bislang an Geld nach Athen überwiesen hat.

Nachgefragt werden aktuell auch Staatspapiere aus Finnland und den Niederlanden. Doch der größte Profiteur ist Deutschland: Die Renditen für zehnjährige deutsche Bundesanleihen liegen bei 2,7 Prozent. Vergleichbare Papiere aus Österreich sind um 0,6 Prozentpunkte teurer.

Italien: Senat bewilligt Sparpaket

Verschlimmert hat sich dagegen die Situation für Italien. Bei einer Auktion am Donnerstag musste das Land den Investoren für Papiere mit einer Laufzeit von 15 Jahren eine Rendite von 5,9 Prozent bieten; bei fünfjährigen Anleihen waren es 4,9 Prozent. Zum Vergleich: Bei einer vergleichbaren Auktion im Juni lag die Rendite für fünfjährige Anleihen bei 3,9 Prozent.

Seitdem ist das Land in Kritik geraten. Anleger zweifeln an der Zahlungsfähigkeit des südeuropäischen Landes. Um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen, stockte nun Italiens Wirtschaftsminister Giulio Tremonti die Sparpläne bis 2014 von 47 auf 70 Milliarden Euro auf. Am Donnerstag gewann die Berlusconi-Regierung im Senat die Vertrauensabstimmung über das Sparpaket.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15. Juli 2011)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Lesen Sie hier weiter zum Thema:

Mehr aus dem Web

80 Kommentare

wir sind alle reich

daher kommt 2012 eine Steuerentlastung!

Antworten Gast: GAst GAston
14.07.2011 20:46
1

Re: wir sind alle reich

Wenn der Süden so weiter wirtschaftet dann sicher nicht!!!!

Ich hätte noch alte Farbe und etwas Blech für die Taferln...

Gast: tigerenter
14.07.2011 20:35
0

schwächt das nicht die österreichische wirtschaftsleistung wenn die anleger so viele milliarden weniger für ihr geld bekommen?

gar nicht zu reden von den verlusten aus der kest und mwst die der staat durch diese anlage- und kaufkraftminderung seiner regulären geldgeber (steuerzahler) erleiden muß.

andererseits sollte diese unerwartete zusätzliche einnahme von vielen milliarden euro doch anlaß sein, daß der staat die wegen der vorgeblich alternativlosen bankenhilfspakete durchgepreßten steuererhöhungen sofort zurücknimmt, um die kaufkraft im land wenigstens halbwegs am leben zu erhalten.
konkret wären die mineralölsteuer- und die tabaksteuererhöhungen mit minimalstem aufwand zurückzunehmen und würden der breiten masse schlagartig das leben leichter machen.

bitte asap.

Die Logik ist verblüffend...

...nach dieser Methode kann man sicher auch dem Krebs gute Seiten abgewinnen, wie zB Gewichtsabnahme!


Antworten Gast: haha.zum.grafen.blabla
14.07.2011 22:15
0

Re: Die Logik ist verblüffend...

So dumm sind also Grafen.
Typisch für den verkommenen Adel.

Gast: Österreicher in Frankfurt/Main
14.07.2011 19:55
2

Keinen Euro für Österr. Bundesanleihen!

sobald Österreich von den Ratinagenturen seriös bewertet wird und das Risiko der Realität entsprechend quantifiziert wird, werden wir sehen, wie überschuldet das Land ist.

Ich tippe auf einen Kurseinbruch bei österr. Bundesanleihen von mindestens 10% binnen 3 Monate. Sollte es einen Spekulationsverstärker geben, dann haben wir die Chance auf -20%.

gehen Sie short!

Antworten Gast: EInfacherZwerg
14.07.2011 23:10
2

Re: Keinen Euro für Österr. Bundesanleihen!

Ja, ja.. DIe ganz Schlauen holen sich Börse-Tipps im Presse-Forum?!

Lächerlich

Manipulation pur dank der Presseförderung

für wie dumm hält die PRESSE ihre Leser?

Antworten Gast: Charon's Hund
14.07.2011 20:44
2

Re: Manipulation pur dank der Presseförderung

Ich nehme an, die Annahmen beruhen auf einem repräsentativen Sample der Postings hier im Forum. So gesehen ist die Komplexität des Satzbaus im Artikel überraschend..

Gast: uburoi
14.07.2011 19:35
0

die großen verlierer sind nicht die sparer!

obwohl die scheinbar am meisten verlieren.
tatsächlich ist das drucken von geld sehr modern.
- und der schmäh kostet natürlich eine kleinigkeit.
hihihi.

Gast: Aber warum haben sich die Politiker NICHT MEHR um die öst. Bevölkerung gekümmert?
14.07.2011 19:35
7

in einigen Jahren wird man sich erzählen......

.... 2011 hatten die zweisprachigen Ortstafeln und ein Liedertext Priorität bei den öst. Politikern.......dass man vor einem finanziellen EU-Desaster stand, war den verantwortlichen Politikern NICHT SO WICHTIG, weil sie hatten sich ja ihre Säcke in den letzten Jahren schon gefüllt!

Gast: uibumm
14.07.2011 19:15
9

rechenkünstler

Durch die bevorstehende griechenland-umschuldung und die dadurch bedingte abschreibung österreichischer positionen im VIERSTELLIGEN millionenbereich, wird der durch den zinsgewinn bei österr. papieren "erwirtschaftete" DREISTELLIGE millionenbetrag marginalisiert.

für wie verblödet hält man uns, wenn man uns diesen läppischen zinsgewinn als erfolg verkaufen will ???


Antworten Gast: uburoi
14.07.2011 19:37
0

Re: rechenkünstler

zuerst rechnen lernen, dann darüber referieren.
hihihi.

Da glaubt ernsthaft noch

jemand einem Politiker...LOL!

Antworten Gast: Töchter, schöne
15.07.2011 08:16
0

Re: Da glaubt ernsthaft noch

"einem Politiker...LOL"? - nein.

Und ich glaube auch keinen Politikerinnen!

Gast: radius
14.07.2011 18:56
5

Unseriös, die gesamte Laufzeit der Anleihen mit den Einmalzahlungen aufzurechnen,

und vor allem wo es mehr als fragwürdig ist, ob er diese überhaupt zur Gänze zurückbekommen.

Sagen Sie mal, für wie blöd wird die Bevölkerung verkauft von Politik und Bankern.

Und wieviel hätten wir "gespart",

wenn wir weniger oder gar keine neuen Kredite benötigt hätten?

Oder, wenn wir schon bei dieser seltsamen Form des "Sparens" (weniger von doch mehr bezahlen) bleiben, wie viel wäre das gewesen, wenn Griechenland auch offziell bereits zahlungsunfähig geworden wäre? Also deren Bonität noch schlechter geworden wäre?

Aber ich fürchte, sogar diese kleine Freude wird nur von kurzer Dauer sein. Denn bis dato gab es noch keine großen Zahlungen von den, und natürlich dann auch zwangsweise in die, diversen Schirme. Wobei man sicher davon ausgehen kann, dass das solche Einzahlungen nicht losgelöst den "normalen" Staatsschulden, sondern kumulativ bewertet werden.

Also so etwas ähnliches, wie die Freude eines aus dem 20. Stock Fallenden, welcher auf Höhe des 5.ten Stocks etwas Aufwind spürt.

Antworten Gast: kasperl2
14.07.2011 20:18
0

Re: Und wieviel hätten wir

Sie haben wohl die letzten Jahre geschlafen? Sparen kann man nur wenn man was ausgibt und dafür weniger zahlt. D.h. Unnötigen DVD-Player kaufen und weniger zahlen als im Fachhandel ==> Belohungszentrum Hirn ==> gespart, ... obwohl ichs vielleicht nicht gebraucht hätte, SO GEHT DAS HEUTE, auch in Österreich.

Gast: beobachter1
14.07.2011 18:50
4

Presse + Höller


Viele Leser - sicherlich auch viele im Parlament glauben diesen Schwachsinn.....nicht wundern die Presse ist schon sehr weit links und rotgrün durchzogen...und wie deren wirtschaftliche Erfolge aussehen ist ja bekannt...BAWAG, Konsum, Bank Burgenland usw daneben größtmögliche Korruption wie Skylink usw sie sind nicht nur dumm sondern auch unfähig .....und wie alle österr. Medien besonders der ORF verfügt man über viele SchreiberInnen aber nur wenige, die mit Ihrem Wissen und Können -über die Fahrschule hinausgekommen sind...

Antworten Gast: grau
14.07.2011 19:33
0

Re: Presse + Höller



beobachter, ich hoffe SEHR, herr höller hat KEINEN führerschein, und nimmt auch sonst NICHT am verkehr teil !

ich muß noch länger leben, um dieses , und andere bombengschäfte, abzuzahlen.

Gast: Goldengirly
14.07.2011 18:43
2

..und die Schottermizzi hatte doch recht....

Sie ist schon sehr gut!
Aber auch unsere Bundesregierung!

Wieder ein Erfolg ohne Strache und Bucher!

Bundeshymne und Lobeshymnen

Wenigstens wird die Bundeshymne modernisiert. Na gut, dann tun Pleite und Sparpakete nicht so weh, wenn dafür die Töchter in der Hymne vorkommen.
"Land der Sparer, Lang der Geber,
unterstützt die unverschämten Nehmer,
unsre Töchter, unser Sohn
muss bucklen und erntet der Griechen Hohn."

Gast: Money for nothing
14.07.2011 18:28
2

Der Staat sind wir alle

Also bei mir ist zwar noch nichts angekommen. Werde morgen auf den Briefträger warten und einen Kontoauzug machen. Aber macht nix, bin ja in den letzten Jahren eh schon so bereichert worden. Weiß schon gar nicht mehr wohin mit dem eklehaften Reichtum.

Juhu, wir sind die Gewinner

Dann kann unser lieber Staat mit seinem Gewinn ja den notleidenden EU-Staaten unter die Arme greifen.

Ein Artikel,

derPresse wirklich nicht würdig, was ist hier los?

Nicht zu erbringende Zinsszahlungen auf Schulden wegen geringer "Kreditzinsen" als Ersparnis zu bezeichnen ist schon pervers.


Gast: Halbwissen
14.07.2011 18:02
0

wenn unsere Finanzverwaltungsbeamten so gut wirtschaften

haben sie einen dicken Millionenbonus wie die Bankster verdient

Davon profitieren Deutschland und Österreich, ...!



Diese Aussage ist vollkommen falsch. Die Zinsen die Österreich und Deutschland bezahlen müssen sind vollkommen unabhängig von jenen der anderen Staaten, und hängen lediglich vom Rating des Landes und vom Basiszinsfuß ab.

Re: Davon profitieren Deutschland und Österreich, ...!

Unsinn, die Zinsen (Rendite bei Neuaufnahme zu 100) Sind wie alles in Märkten letztlich nur von genau 2 Dingen abhängig: ANGEBOT und NACHFRAGE.

alles klar?

Was soll das denn?

Jeder, der noch irgendein Papier besitzt (vielleicht mit Ausnahme von Goldminen, aber dem trau ich auch nicht so recht), wird der Gelackmeierte sein.
Lügen bis zum Untergang-die Presse möge sich schämen!

Antworten Gast: Halbwissen
14.07.2011 18:09
1

Re: Was soll das denn?

Wenn ich so etwas lese werde ich für meine schei.. Papierln fast euphorisch.

Wegen der Schuldenkrise sind die Kurse österreichischer Staatsanleihen gestiegen. Dadurch erspart sich der Fiskus jährlich Zinszahlungen in dreistelliger Millionenhöhe.



Die Aussage im Titel ist schlichtweg falsch, weil der Zins fix, und vom Kurs unabhängig, ist.

Antworten Gast: UKW
14.07.2011 20:29
0

Re: Wegen der Schuldenkrise sind die Kurse österreichischer Staatsanleihen gestiegen. Dadurch erspart sich der Fiskus jährlich Zinszahlungen in dreistelliger Millionenhöhe.

Indirekt ist die Aussage schon richtig, denn steigenden Kurse von Staatsanleihen gehen einher mit steigender Nachfrage. Staatsanleihen müssen ständig durch neu emitierte abgelöst werden. Wenn "alte" Staatsanleihen eine Rendite von z.B. 3,4 Prozent abwerfen und der Kupon bei 3,8 Prozent liegt, muss der Staat für neue auch nur in etwa 3,4 Prozent Kupon bieten, damit die Institutionellen auf den Zug aufspringen.

Re: Wegen der Schuldenkrise sind die Kurse österreichischer Staatsanleihen gestiegen. Dadurch erspart sich der Fiskus jährlich Zinszahlungen in dreistelliger Millionenhöhe.

korrekt, danke

Hr. Höller kann nicht einmal zwischen Zinsen und Rendite unterscheiden

schreibt aber mutig einen Artikel über Profite.

PS: Ich habe heute übrigens auch 5.900 Euro gespart, wegen der Griechenlandkrise habe ich den Urlaub dort nicht gebucht.
Und weil ich nun so viel gespart habe und sooo stolz auf mich bin, werde ich gleich morgen eine Flugreise auf die Malediven buchen :-))).

Re: Hr. Höller kann nicht einmal zwischen Zinsen und Rendite unterscheiden

doch, kann er: zinsen = Rendite bei Neuaufnahme zu 100. nur darauf bezieht er die ersparungen. nachrechnen, die zahlen stimmen.
natürlich steht dem das ausfallsrisiko der Griechen entgegen, das hat er elegant unter den Tisch fallen lassen.

Gast: die Wahrheit altert NIE - die einzige Flucht, wird die Flucht der Politiker sein!
14.07.2011 17:48
5

......mit der Flucht in die Qualität???

.....ich glaube in Österreich werden in den nächsten Jahren VIELE Politiker(auch welche die jetzt noch im Amt sind) sich auf der FLUCHT befinden - DAS SIND DIE POLITIKER, DIE UNS BIS ZUM HEUTIGEN TAG FÜR DEPPERT VERKAUFEN - ab 2013 werden durch die FPÖ die ganzen LÜGEN aufgedeckt und die VERANTWORTLICHEN zur Rechenschaft gezogen, mitsamt ihrer willfährigen Geschäftsführer und innen!!
http://derstandard.at/1288160240287/Staatsfinanzierer-will-Giftpapiere-2011-los-sein

Re: ......mit der Flucht in die Qualität???

Dem stimme ich aber nur fast zu, denn die Betrugspolitricker von FPBZÖ werden ebenfalls auf der Flucht sein.

Gottseidank kennt man die Politikerfratzen zur Genüge.

Re: ......mit der Flucht in die Qualität???

Sie schreiben genauso viel Blödsinn, wie die Presse in obigem Artikel
ja die FPÖ wird gewinnen
aufdecken werden´s gar nix, weil´s die gleichen Wappler sind, wie die jetzigen Herrscher
zur Verantwortung wird außer dem Volk niemand gezogen, weil eine Krähe usw...und außerdem wären´s dann selber haftbar
und wie die FPÖ mit Finanzen umgeht, haben wir schon kennen gelernt
Sie werden also nach 2013 ganz schön enttäuscht sein - the same procedure as every year, james
können´s Ihnen zu Sylvester anschaun, das ist zumindest lustig

Ich bin nicht blöd

Eine unabhängige Zeitung sollte solchen Müll weder abdrucken noch in anderer Weise verbreiten. Davon auszugehen daß die Menschen dies alles glauben (gut, viele werden es dennoch glauben) zeugt von der Wertschätzung bzw. davon wie dumb die "Eliten" ihre "Untertanen" halten.
"Die Presse - unfrei seit ????"

Antworten Gast: grau
14.07.2011 18:05
1

Re: Ich bin nicht blöd



völlig richtig !

aber die meisten user lesen die POSTINGS aufmerksamer, als das propaganda, oder linksgrüngeschwurbel der bezahlten praktikanten oder apa-kopierer.

also- wird nicht so wild gelesen, wie gelogen !

3,4 Mrd. Ersparnis vs. 5Mrd. Risiko

„Hochgerechnet auf die gesamte Laufzeit aller Anleihen, die seit Herbst 2009 begeben wurden, erspart sich Österreich rund 3,4 Milliarden Euro“, sagt Bruckbauer. Das ist deutlich mehr, als Österreich bislang an Geld nach Athen überwiesen hat.

1. Es ist noch nicht aller Tage Abend!
2. Wieviel der Anleien Griechenlands hält die ÖNB selber (Novotny hält sich ja gekonnt bedeckt)
3. Wieviel der Anleihen Greichenlands hält die EZB an der die ÖNB (=öst.Steuerzahler) immerhin 1,94% beteiligt ist.

Milchmädchenrechnung Griechenland:
Offizielle Überweisung Bundesregierung: 2,3 Mrd.
ÖNB: 1,5-2 Mrd.
EZB: kolportierte mind. 50 Mrd - davon ÖNB eben rund 1Mrd. über die Beteiligung die eine Nachschußpflicht beinhaltet.

Ergo: Der öst. Steuerzahler hat demnach zwischen 4,8 und 5,3 Mrd. im Feuer! Und das ist ein bisschen mehr als die 3,2 Mrd. Ersparnis

(Oder rechne ich hier Birnen und Pflaumen zusammen?)

Re: 3,4 Mrd. Ersparnis vs. 5Mrd. Risiko

das haben Sie nicht verstanden, oder?
ich auch nicht
als nächstes wird uns beigebracht werden, dass aus den Griechischen Anleihen jetzt Österreichische geworden sind, weil wir sie ja gekauft haben - also haben wir ja zigmillionenfach profitiert

Hier von ERsparnis zu sprechen ist ja pervers, und zeigt nur dass weder unsere Beamten noch Politiker mehr Wissen was Sparen/Ersparen wirklichb bedeutet.



Warum bezahlt der Staat alte Anleihen die oft noch mit 5% verzinst sind nicht einfach aus, und begibt statt dessen neue billiger verzinste Anleihen ?

Diese Möglichkeit bestünde ja.

Da würde man dann eher berechtigt von Ersparnis sprechen dürfen.

Dies umso mehr als man ja davon ausgehen darf, dass die Zinsen in den nächsten Monaten noch etwas steigen werden !

Antworten Antworten Gast: info bitte
14.07.2011 19:02
0

Re: Hier von ERsparnis zu sprechen ist ja pervers, und zeigt nur dass weder unsere Beamten noch Politiker mehr Wissen was Sparen/Ersparen wirklichb bedeutet.

Bei Krediten muss man haeufig selbst bei vorzeitiger rueckzahlung die Zinsen der vollen Laufzeit bezahlen, zumindest aber einen Teil davon !!!

das ist quasi ein geschaeftsentgang fuer den Kreditgeber - in etwa so wie wenn sie einen Auftrag stornieren !

daher je nach Vertrag 100% der Zinsen od. Teil !

wie das bei Anleihen ueblicherweise geregelt ist koennte diepresse ja schreiben - waere eine interessante info !

ps.: als Investor von Anleihen moechte man ja langfristig garantierte Zinsen - waere wohl unpraktisch wenn Schuldner nach einer wiche kommt und alles zurueckzahlt !

drum kurz- bzw. langfristige Anleihen!

Re: Re: Hier von ERsparnis zu sprechen ist ja pervers, und zeigt nur dass weder unsere Beamten noch Politiker mehr Wissen was Sparen/Ersparen wirklichb bedeutet.

Anleihen sind sog. fungible Instrumente, d.h. es gibt keinen (kredit)Vertrag zwischen Schuldner und Gläubiger. wenn der Schuldner seine Anleihen zu (hoffentlich) niedrigeren Kursen zurückkauft tut er das von Gläubigern, die kein Interesse mehr am Halten dieser Anleihen haben. Darlehen als Kreditverträge müssen eine entsprechende Option beinhalten wenn sie vom Schuldner getilgt werden können sollen.

Sommerschlussverkauf

Es ist wie mit dem Sommerschlussverkauf: Noch mehr Schulden machen damit sich die Ersparnis erst so richtig auszahlt.


Gast: 1. Parteiloser
14.07.2011 17:27
2

Aus der Sicht eines Österreichischen Steuerzahlers!

Alleine für die offiziellen Staatsschulden, also ohne Ausgliederungen und Leasingfinanzierungen, presst der Staat den Österreicher pro Jahr schon 10.000 Mio. Euro ab. Das ist wegen der irren Selbstbedienung der Parteibonzen und deren geschützten Bereiche an den kommenden Zwangsabgaben. Bei diesen 10.000 Mio. Euro für diesen Irrsinn, dann einige 100 Mio. einsparen zu können ist zwar erfreulich, bleibt aber ein Tropfen auf dem heißen Stein. Tatsächlich wird diese, wahrscheinlich kurzfristige Einsparung, ja durch den laufenden Schuldenanstieg mehr als überkompensiert. Diese Staat hat ja alleine in den ersten 5 Monaten, nur aus der Sicht des Bundes, ein Defizit von 5.000 Mio. Euro hingelegt, obwohl die Abgabenquote höher ist als jemals zuvor.

So intensiv wie diese Regierung mit dem Verwirtschaften beschäftigt ist, so wird es wohl nur 2-4 Jahre dauern bis die Zinsen massiv hochgehen. Dann wird Österreich einen sehr hohen Schuldenstand haben und auch noch hohe Zinsen bezahlen müssen. Ich würde meinen, dass unter Berücksichtigung der ausgelagerten Schulden dann schon 20.000 Mio. Euro pro Jahr den Bürger, nur für die Zinsen, abgepresst werden müssen.

Diese Jubelmeldung ändert nichts an der Großwetterlage!

Staat profitiert von Griechen-Krise

Bezahlte Anzeige des Finanzmisteriums.

Antworten Gast: 1. Parteiloser
14.07.2011 17:30
0

Re: Staat profitiert von Griechen-Krise

Vielleicht schaust Du Dir mal diesen Link an und überlegst Dir die Konsequenzen für Österreich.

http://www.wiwo.de/finanzen/galerien/staatsverschuldung-in-europa-908/1/blankoschecks-der-regierungen.html

Es geht nur noch ums Hinauszögern, mehr geht nicht mehr, weil der Schaden schon so groß ist.

Re: Re: Staat profitiert von Griechen-Krise

Verkaufts mei Gwand, i fohr in Himmel.

AnmeldenAnmelden