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"Sieht so aus, als würde Österreich Ausreden suchen"

20.07.2011 | 19:14 |  von Paul Flückinger (Sopot) (Die Presse)

Litauens Justizminister Remigijus Šimašius wirft Österreich vor, die Rechte des freigelassenen mutmaßlichen Kriegsverbrechers höher bewertet zu haben als dessen Verbrechen. Die Qualität der juristischen Abklärung sei zweifelhaft.

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Die Presse: Litauen und Österreich beschlossen in Sopot (Polen) für den Fall Golowatow eine gemeinsame Arbeitsgruppe. Doch der mutmaßliche russische Kriegsverbrecher ist schon lange auf freiem Fuß. Hat das noch Sinn?

Remigijus Šimašius: Leider wird dies eine Ex-post-Diskussion. Aber es ist sehr wichtig, diesen Fall nach all diesen Diskussionen in Litauen und Österreich aufzurollen. Denn der Fall Golowatow wird von einer dritten Partei als Propagandainstrument eingesetzt.

Sie sprechen von Russland?

Genau! Russische Quellen haben behauptet, Golowatow sei nach Moskauer Interventionen hin freigelassen worden. Beatrix Karl hat dies zwar dementiert. Russland stellt das österreichische Vorgehen aber als Beweis dafür dar, dass der von Vilnius gegen Golowatow angestrengte internationale Haftbefehl politisch motiviert sei. Gerade deswegen müssen wir abklären, wie es zu den Missverständnissen kam.

 

Das Justizministerium in Wien sagt, es habe ungenügende Informationen aus Litauen zur Untermauerung des Tatverdachtes gegen Golowatow bekommen.

Ich habe die Unterlagen, die die litauische Staatsanwaltschaft übermittelt hat, selbst gesehen. Golowatows Rolle ist darin klar beschrieben. Er hat eine Operation angeführt, bei der 14 Menschen getötet und hunderte verletzt wurden. Dies ist ein Kriegsverbrechen!

 

Es heißt, Litauen habe die gesetzte Frist zweimal verstreichen lassen.

Unsere Staatsanwaltschaft hat vielmehr nachgefragt, was denn noch unklar sei. Eine Antwort darauf bekamen wir allerdings nicht. Doch selbst wenn es noch Unklarheiten gegeben hat, verstehe ich nicht, weshalb unsere österreichischen Kollegen sich nicht die Zeit genommen haben, diese zu klären. Statt weitere Fragen einzureichen, wurde der Tatverdächtige in weniger als 24 Stunden entlassen, obwohl man 48 Stunden lang hätte zuwarten können. Immerhin kommt es nicht jeden Monat vor, dass ein Kriegsverbrecher auf dem Wiener Flughafen festgenommen wird.

 

Was ist, denken Sie, schiefgelaufen?

Dies muss alles die bilaterale Arbeitsgruppe aufklären. Im Moment sieht es leider so aus, als würde Österreich Ausreden suchen. Österreich war mehr interessiert an den Rechten Golowatows als an seinen Verbrechen.

EU-Justizkommissarin Viviane Reding hat jedoch in Sopot am Dienstag unterstrichen, dass Österreich politisch zwar ungeschickt, aber doch rechtskonform gehandelt habe.

Ich verstehe Redings Aussage nicht. Die Frage an die EU ist jedoch folgende: Sind wir stolz darauf, einen Kriegsverbrecher freigelassen zu haben oder nicht? Darauf habe ich von meiner österreichischen Amtskollegin keine Antwort bekommen.

 

Sie haben also juristische Bedenken?

Die Qualität der juristischen Abklärung war zweifelhaft. Golowatows Rechte wurden sehr hoch bewertet, die Wahrheitssuche und die litauischen Chancen, ein Kriegsverbrechen aufzuklären, wurden dagegen minimalisiert.

In der litauischen Öffentlichkeit hat Golowatows Freilassung einen Sturm der Entrüstung provoziert. Weshalb kochte die Stimmung so hoch?

Wir haben erst des 20. Jahrestags der sowjetischen Intervention vom 13. Jänner 1991 gegen die litauische Unabhängigkeitsbewegung gedacht. Die Verhaftung und spätere Freilassung des wegen Kriegsverbrechen gesuchten KGB-Offiziers Golowatow erscheint vor diesem Hintergrund als Hohn. Golowatow kommandierte an jenem Tag die Spezialeinheit „Alpha“, die Moskau helfen sollte, die alte sowjetische Ordnung wieder herzustellen und unsere Unabhängigkeitsbewegung niederzuschlagen. Jeder Litauer hat Bilder von mit Panzern überrollten Bürgern im Kopf. Die Sicherheitskräfte schossen damals in die friedliche Menschenmenge. Viele aus meiner Generation waren unter ihnen.

 

Sie auch?

Ich stand mit meinem Vater damals in der Menschenkette, die das Parlament beschützen sollte. Ich war gerade 17 geworden.

Weshalb haben Sie das gemacht?

Das war unsere patriotische Pflicht. Wenn man jung ist, denkt man nicht über die möglichen Konsequenzen nach. Das ist wie heute in Weißrussland, da demonstrieren auch fast nur die Jungen gegen den Totalitarismus.

 

Sie aber waren mit Ihrem Vater dort?

Ich wäre auch ohne ihn nach Vilnius gefahren. Wir lebten 250 Kilometer von der Hauptstadt entfernt, waren zuvor über vier Stunden im Bus unterwegs. Das Gedränge war so groß, dass wir die ganze Fahrt stehen mussten. Auch viele meiner Freunde waren dabei. Viele wurden verletzt. Jede Familie in Litauen trägt diese Erinnerung weiter.

 

Und was ist Ihre prägende Erinnerung?

Nie werde ich die Unterstützung aus dem Ausland vergessen. Parlamentarier aus ganz Europa standen mit uns vor dem Parlament. Das war eine richtige europäische Solidarität! Auf so etwas hoffen wir nun auch im Fall Golowatow.

Zur Person

Remigijus Šimašius (*1974) ist der zweitjüngste Justizminister in der Geschichte Litauens. Der Jurist trat das Amt im Dezember 2008 an, er ist Mitglied der 2006 gegründeten Partei „Bewegung der Liberalen“, die auch den Premier stellt. Bevor Šimašius in die Politik einstieg, unterrichtete er Rechtstheorie und Rechtsgeschichte an der Mykolas-Romer-Universität in Vilnius.

Michail Golowatow war Kommandant der russischen Einheit Alfa, die am 13. Jänner 1991 den Fernsehturm in Vilnius stürmte und dabei 14 Menschen tötete. Litauen klagte den Russen deshalb in Abwesenheit an und richtete einen europäischen Haftbefehl ein. Österreich hielt ihn vergangenen Donnerstag fest, ließ ihn aber nach 24 Stunden wieder frei.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21. Juli 2011)

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275 Kommentare
 
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Schon gehört?

Der niederländische Rechtspolitiker und Islamkritiker Geert W. ist vom Vorwurf der Diskriminierung und Anstiftung zu Hass gegen M*s*ime freigesprochen worden. Auch alle anderen der insgesamt fünf Anklagepunkte gegen den Chef der Partei für die Freiheit (PVV) wurden vom Gericht in Amsterdam als nicht zutreffend verworfen. Seine Aussagen seien zwar „grob und abfällig, aber nicht aufhetzend“, erklärte der vorsitzführende Richter Marcel van Oosten.


Gast: Luzifer
22.07.2011 10:58
0 0

Leider wird die Geschichte des Baltikums nicht vollständig erzählt!

Wesentlich brutaler als gegen die Litauer war das Vorgehen Stalins gegen die Ostdeutschen. Die sind - im Gegensatz zu den Balten - zur Gänze vertrieben worden ....

Für jene, die sich beim German-Bashing so gerne hervortun: Deutschland war nicht nur Täter, sondern auch Opfer. Das humanitäre Kriegsrecht wurde auf Seiten beider Kriegsparteien (Dtl. u. Verbündete einerseits - Allierte mit Stalin-SU) brutal verletzt!

Wie absurd das ist, zeigt sich zB. bei der Niederschlagung des Aufstandes in Ungarn! Hätte man etwa die Niederschlagung durch die Sowjets mit der Teilnahme des Horthy-Regimes am 2.WK rechtfertigen dürfen?

Kein Staat, schon gar nicht dessen Organe haben das Recht, das auf ihrem Territorium begangene Unrecht durch Unrecht an Zivilisten (Alte, Kranke, Kinder, überhaupt Unbewaffnete) "kollektiv" zu bestrafen!

Eigentlich ist es eine Schande, daß die EU die Menschenrechtsverletzungen von Stalin (soweit sie sich gegen Nichtdeutsche richteten) zwar verbal verurteilt, zur Wiedergutmachungen aber nichts beiträgt!

Antworten Gast: Hehehe
22.07.2011 11:21
0 0

Balten, sie sind auch was weiß Ich


die fpö-vaterlandsverräter sollten sich schämen!


wir müssen uns von niemanden, und schon gar nicht von baltischen apartheid-staaten unflätigst beschimpfen lassen! WIR sollen uns entschuldigen? für was? dafür dass wir den litauern nicht ein menschenopfer dargebracht ahben, denn das der russe dort ein faires verfahren bekommen würde ist ja eher ausgeschlossen, nach allem wa wir aus diesem demokratisch-rechtsstaatlchen entwicklungsland die letzten tage gehört haben.

die sollen sich erst mal bei uns entschuldigen!

avbd
21.07.2011 20:24
0 3

Haltet den Dieb

Irgendwie amüsant, wie die Hysterie immer weiter angeheizt wird und natürlich ausgerechnet die Österreicher, die den Herrn G. zumindest mal für einige Zeit festgesetzt haben, nun die Bösen sind…..
Angefangen von den Oberschlaumeiern in Finnland, die diesem angeblichen „Kriegsverbrecher“ mit vorzüglicher Hochachtung das Schengen-Visum ausgestellt und überreicht haben ( was natürlich gar nichts mit gutnachbarlichen Beziehungen mit dem russischen Nachbarn zu tun haben dürfte) über die Tschechen bis zu den Zyprioten, die den Herrn G. mehrere Male ein- und wieder ausreisen ließen, ohne auch nur ein Ohrwaschel zu rühren…..sie alle werden von den grenzwertig empörten Litauern natürlich nicht gerügt, es sind wieder mal die Ösis, die als Watschenmänner fungieren dürfen.
Gehört eben dazu, wenn man Nettozahler ist….

Gast: kuenze
21.07.2011 18:40
1 0

modallogik der presse

was soll denn das "14 menschen getötet haben soll" der zusammenfassung? glaubt die presse dem in zahlreichen quellen dargestellten hergang nicht? verfügt die presse über unterlagen, die die russische spezialeinheit in vilnius entlastet? wenn nicht, schreiben sie bitte nicht so tendenziös! im unterschied zu österreich sind die litauer zu recht stolz auf ihren freiheitskampf und sind sich des wertes ihrer unabhängigkeit sehr bewußt. wir sollten ihnen nacheifern, anstelle faule ausreden zu erfinden, warum wir den russen in vorauseilendem gehorsam gefällig waren.

Gast: Kirill
21.07.2011 16:54
0 0

Litauen, Estland, Latvien, Polen

Die Geschichte erzählt alles. Früher Zar, dann Sovjeten, jetzt Österreich, EU.

Gast: Schlossherr Hugo
21.07.2011 16:33
6 0

Schlussfolgerungen bitte selbst ziehen

so ein blitzartiges Handeln habe ich bei unserer Justiz noch nie erlebt. Die ist eher für ihre unglaubliche Langsamkeit bekannt. Selbst, wenn die Beweise für Delikte schon in diversen Zeitungen abgedruckt sind, kommen unsere Staatsanwaltschaften meist nur langsam in Gang. Und dann dieser Fall ...

Gast: salz
21.07.2011 15:48
0 5

zwar nicht die feine Art

wie Österreich da vorging; aber dennoch: realpolitisch die richtige Entscheidung. Warum? Na, welchen Stellenwert hat Litauen für Österreich, sowohl wirtschaftlich wie politisch? Nahe Null. Im Gegenzug: welche Bedeutung hat Russland für Österreich? Angefangen bei den Öl- und Gaslieferungen bis hin zu den vielfältigen wirtschaftlichen Interessen?

Es ist vielleicht brutal, aber dennoch wahr: Russland ist für Österreich wichtig, Litauen nicht. Österreich musste sich entscheiden wenn es verärgert: das für das Land relativ bedeutungslose Litauen oder das für Österreich doch ziemlich gewichtige Russland. Wenn also schon jemand verärgern, dann doch lieber jemanden dessen Ärger hierzulande niemanden ernsthaft kratzt. Wie gesagt: brutal und nicht die feine Art, aber dennoch klug und richtig.

Re: zwar nicht die feine Art

"brutal und nicht die feine Art, aber dennoch klug und richtig" und sehr sehr peinlich...

Gast: Rsussenrechte in Litauen
21.07.2011 14:33
0 0

AS

Es ist nicht vorstellbar, wie ein Russe seinen Namen in russicher Sparche in den litauischen Dokumenten schreibt, weil Das LITAUISCHE hat nur LATAINISCHE Buchstaben.

Antworten parla
21.07.2011 16:44
0 0

auch die Polen sind im Litauen unzufrieden

Na ja, auch die polnische Sprache hat nur lateinische Alphabet, trotzdem sind auch Polen im Litauen mit litauischen Sprachpolitik unzufrieden. Litauens Polen und Russen haben doch Recht auf ihre Namen, so viel sollte Litauen akzeptieren.

Antworten Antworten Gast: Kirilliza
21.07.2011 17:59
0 0

Re: auch die Polen sind im Litauen unzufrieden

Eigentlich das Problem gibt auch mit englishcen oder deutschen Namen. Aber nur Polen sind unzufriede, aber da sind schon andere Hintergrunde (Polen nmeinen, dass die nicht zu Litauen gehoren, sollten zu Polen gehoren, obwohl die litauische Polen sind die selben Litauern, die im 16 Jh. ihre Nationalitat gendert habe, weil so es deren gunstiger war). Aber was ist mit den Russichen Namen in Litauen nicht richtig, da verstehe ich nicht. Es kannn doch nicht im Ausweis in Kirilliza oder in Arabischen Buhstaben stehen.

Antworten Antworten Antworten parla
21.07.2011 18:24
0 0

was fur ein Nationalist Sie sind!

Und Ihre geschichtliche Begründung mit dem 16em Jhdt., das ist doch so absurd. Ich zitiere Sie: "litauische Polen sind die selben Litauern, die im 16 Jh. ihre Nationalitat gendert habe".

So eine nationalistische Retorik! Sie sollten nicht mehr im 16em Jhdt. leben!

Antworten Antworten Antworten parla
21.07.2011 18:20
0 0

Re: Re: auch die Polen sind im Litauen unzufrieden

Natürlich wollen Litauern alle fremde Namen litauisieren, nur die Polen bilden eine nennenswetrte Minderheit, die Deutschen oder Engländer nicht. Desswegen geht sie das ganze mehr an.

Sie sollten wissen, dass es dasselbe Problem auch in den anderen Länder gab: die Slowaken wollten in den 90ern ungarische Namen slowakisieren (angeblich wegen Gramatik), aber dann haben sie darauf verzichtet.

Gast: Zusammenarbeit
21.07.2011 14:30
3 0

As

Eines was mir ist verstandlich: wenn ein EU Staat einen Verdachtigen sucht und der in einem anderem EU Staat festgehalten wird, so wird dieser dem EU Staat , der ihn sucht, ubergegenen. Das wurde Zussammenarbeit heissen. Niemand hat gebeten bei Osterreich den Mann bestrafen

Gast: Schmierenkomödie
21.07.2011 14:04
0 1

Immer dasselbe in Kakanien, nur dank EU haben wir jetzt das Schlamassel

Wie man wieder einmal sieht, kommt die nur in Österreich in den Kreisen der superschlauen Bierbauchjuristen als clever geltende Schmierenkomödie mit immer den gleichen fiesen Tricks jenseits der Grenzen unseres engbegrenzten Landes in Brüssel und in den anderen EU-Mitgliedstaaten überhaupt nicht gut an. Österreich mit seiner beamtisch-servilen 3-Äffchen-Taktik (nichts HörenSehenReden) und tölpelhaften Vogel-Strauß-Politik ruiniert so zielsicher auf dem glatten internationalen Parkett seine Reputation. Leider sind die parteipolitisch handverlesenen Verantwortlichen bisher nicht lernfähig bzw. klug genug, dies rechtzeitig zu erkennen und dementsprechend zu handeln. Zu den krausen Gedankengängen österr. Vollblutjuristen mit ziemlich beschränktem Älplerhorizont, vorauseilendem Gehorsam und versiert in obrigkeitsstaatlichem despotischen Machtverhalten gesellt sich die delikate Tatsache (sehr) mangelhafter Fremdsprachenkenntnisse der werten Herren, was es zu vertuschen gilt, indem das Ausland einfach nicht kontaktiert wird. Diese ziemlich einfältige Wiener Melange hat den berechtigten Entrüstungssturm rapide anschwellen lassen und Österreichs Ruf als fairer Makler in der EU ebenso rasch ziemlich ramponiert. Jetzt haben wir das Maleur, an dem wieder einmal niemand schuld war.

Wichtig wäre endlich einmal ehrliche selbstkritische Manöverkritik zur Schadensbegrenzung. Intelligent wäre obendrein die Erkenntnis, daß das Schlawienertum andernorts nur für Entrüstung sorgt. Also umdenken!

Gast: kopfschüttlerin
21.07.2011 12:50
3 2

Ich dachte...

..es geht um das europäische Friedensprojekt, das bei jeder Gelegenheit strapaziert wird. Wenn ich mir die Wortwahl und Begründung aus Litauen anhöre, dann gehts um Nationalstolz, herrisches Auftreten, Rückwärtsgewandtheit und eine Gemeinschaft, in der sich alle was holen wollen, geben (zahlen) dürfen gerne die anderen.

Die Eurpäer sind nicht so weit, sich als selbstbestimmte Stimmbürger mit Verantwortung aus freien Stücken für eine Union zu entscheiden, denn die Partikularinteressen sind es, auf die gepocht wird, wenn es ernst wird.

Wieso bekam ein Kriegsverbrecher eigentlich ein Schengenvisum in Finnland???

Leute wacht auf aus eurem Traum, Ihr seid vereinigte Hinterwäldler!!

Gast: ÖsterreichermitEhr
21.07.2011 11:44
2 0

Es ist interessant, dass de rLeiter der Sektion für Strafsachen im Justizministerium

nicht weiß, dass man einen Verdächtigen auch ohne EU-Haftbefehl verhaften kann - ein begründeter Verdacht reicht. Bei Mord - ist die Verhaftung sogar verpflichtend.

Antworten abc
21.07.2011 15:23
0 1

Mord? Waren Sie dabei?

Woher weiß man, daß der Betroffene selber "gemordet" hat oder ob das eben nur "seine Leute" evtl. ohne sein Wissen taten? Oder war das nur "überschießender Waffengebrauch" der Soldaten in Form von zB "Notwehrüberschreitung"? Waren Sie dabei? Und: Wie läßt sich das nach 20 Jahren noch feststellen?

Re: Mord? Waren Sie dabei?

es gibt sehr viele Zeugen und Bildematerialien. Es waren friedliche Demonstrationen: sie standen und haben gesungen. Die Meiste Menschen wurden mit der Panzern zerquetscht. Darunter auch Frauen. Das ist so eindeutig wie ein NAZI- Konzentrationslager: sollte man auch sagen "Wie läßt sich das nach 60 Jahren noch feststellen?"...
Immerhin, es ist die Sache des Gerichtes. Aber zuerst muss der Angeklagter vor dem Gericht stehen...

Antworten Antworten Antworten parla
21.07.2011 17:56
0 1

KZ mit 14 Toten - was für eine Analogie?

Ihre Analogie mit KZ, die zeigt wie realitätsfern man im Litauen denkt. KZ mit nur 14 Toten, das ist die Beleidigung aller KZ Opfern!
Mit den friedlichen Demonstranten war es auch anders. Getötet wurden nur die, die Widerstand geleistet haben. Es ist war, dass die "friedlichen Demonstranten" hoffnungslos unterlegen waren, aber wenn man Spezialeinheit hindern versucht, muss man eine gewaltige Antwort erwarten.
Ohne Gewat könnte damals Golowatow die TV nicht erobern, aber wenn er wirklich wollte, könnte er halb Vilnius umbringen.


Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Sehr kleiner Litauer
21.07.2011 19:30
1 0

Re: KZ mit 14 Toten - was für eine Analogie?

"Erobern..." Sie verwenden schon richtige Woerter.

"Getötet wurden nur die, die Widerstand geleistet haben".

Unbewaffnete Frauen und Maenner durch Panzer zequetscht oder erschossen.

Ihr Zynismus ist ohne Grenzen. Gleicht dem von der Spezialeinheit.


Antworten Gast: fefe
21.07.2011 13:25
1 2

Re: Es ist interessant, dass de rLeiter der Sektion für Strafsachen im Justizministerium

Aha. Wollen Sie jetzt jeden Soldaten in Österreich verhaften lassen, der schon einmal in einem Krieg war? Sicherheitshalber. Er könnte ja einen unbeteiligten getroffen haben, das wird dann in Österreich geklärt.

Wir können doch nicht auf politischen Zuruf beliebig Leute verhaften, die bei uns nichts verbrochen haben und denen offenbar nichts ernsthaft vorgeworfen werden kann. Nur weil irgendein Würstchen in einem bedeutungslosen Land sich als der starke Führer aufspielen will. Wo leben wir denn?

Gast: Insider 0815
21.07.2011 11:39
1 3

Pilnacek.

Seit der im Amt ist (von Böhmdorfer hereingehoben)(und als Schlagender bekannt) geht bei der Verfolgung von kriminellen Politikern (v.a. aus dem F-Eck) nichts mehr weiter. Dafür gibts seltsame Tierschützerprozesse.

Antworten Gast: fefe
21.07.2011 13:08
3 1

Re: Pilnacek.

Ständig diese so genannten "Tierschützer". Den Bericht über den Terror dieser Leute gegen den Besitzer des Kleider Bauer konnte man im diesbezüglich wohl unverdächtigen "Falter" lesen. Ich finde es nicht toll, dass solche Leute nicht bestraft werden. Das hat mit Tierschutz nichts zu tun.

 
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