"Es gibt einen massiven militärischen Aufmarsch in Homs", berichtete die Menschenrechtsgruppe Syrian Observatory for Human Rights am Donnerstag. "In der ganzen Stadt gibt es Militär-Stützpunkte. Die Bedingungen für die Menschen sind furchtbar."
Die syrischen Soldaten haben ihr Vorgehen gegen regierungskritische Demonstranten in der Stadt Homs verschärft. Augenzeugen berichten, dass am Donnerstag in der Altstadt Bab Sba Schüsse und Explosionen zu hören gewesen seien. Es habe zahlreiche Opfer gegeben. Aufgrund der hohen Zahl an Verletzten hätten die lokalen Krankenhäuser bereits zu Blutspenden aufgerufen.
Bis zu 50 Tote seit dem Wochenende
Aktivisten zufolge sind in Homs, einem Zentrum der Proteste gegen Präsident Bashar al-Assad, seit dem Wochenende bis zu 50 Menschen getötet worden. Unklar war jedoch, ob sie von Sicherheitskräften oder in Kämpfen rivalisierender Religionsgruppen getötet wurden.
Zuletzt war es in Homs auch zu Konflikten zwischen Angehörigen der sunnitischen Bevölkerungsmehrheit und der alawitische Minderheit gekommen. Auch Assad gehört der Glaubensrichtung der Alawiten an.
Korrespondenten mussten Land verlassen
Seit Beginn der Proteste gegen Assad sind Menschenrechtsorganisationen zufolge 1300 bis 1400 Zivilisten getötet worden. Über 12.000 Regierungskritiker sind nach Oppositionsangaben festgenommen worden. Da die meisten ausländischen Korrespondenten das Land verlassen mussten, sind die Berichte aus Syrien nur schwer zu überprüfen.
(Ag./Red.)
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