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Norwegen: Polizei hatte Schießbefehl

28.07.2011 | 11:34 |   (DiePresse.com)

Die Eliteeinheit "Delta" hatte Breivik bereits im Fadenkreuz, doch der Schießbefehl wurde in letzter Sekunde zurückgezogen. Eine unabhängige Kommission soll die Reaktion der Polizei auf die Anschläge klären.

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Sekunden vor der Festnahme des Attentäters beim Massaker auf der norwegischen Insel Utöya sollte der Täter durch Schüsse unschädlich gemacht oder getötet werden. Wie die norwegische Nachrichtenagentur NTB am Donnerstag berichtete, hatten Angehörige der Eliteeinheit "Delta" bereits auf Anders Behring Breivik angelegt.

Der Schießbefehl wurde aber in letzter Sekunde zurückgenommen. "Ausschlaggebend war, dass Breivik keinen Sprengstoff am Körper trug", hieß es. Der Attentäter kam mit erhobenen Armen auf die Beamten zu. Seine Waffen lagen 15 Meter hinter ihm.

Breivik erschoss am vergangenen Freitag in einem Sommerlager der sozialdemokratischen Jugendorganisation AUF mindestens 68 Menschen.  In dem NTB-Bericht hieß es weiter, dass Breivik schon kurz nach seiner Festnahme versuchte, mit der Polizei zu "verhandeln". Die Spezialeinheit hielt ihn mehrere Stunden in einem Haus auf der kleinen Fjordinsel fest. Danach wurde der 32-Jährige in die Osloer Polizeizentrale gebracht.

Täter schon vor Massaker identifiziert?

Die Zeitung "Aftenposten" berichtete, dass die Polizei Breivik auf Überwachungskameras im Osloer Regierungsviertel schon vor Beginn des des Massakers auf Utöya als Täter identifizieren konnte. Der Attentäter hatte in Oslo einen gemieteten Kleintransporter mit 500 Kilogramm Sprengstoff geparkt, ehe er in einem anderen Mietwagen zur 40 Kilometer entfernten Insel Utöya weiterfuhr.

Bis zu Breiviks Festnahme dauerte es allerdings noch fast eineinhalb Stunden. Wie berichtet, hatte die in Oslo stationierte Spezialeinheit "Delta" keinen Hubschrauber zur Verfügung und anfangs auch kein geeignetes Boot für die Überfuhr auf die Insel Utöya gefunden. Eine unabhängige Kommission soll jetzt die Reaktion der Polizei überprüfen. Die Untersuchung soll klären, "was funktionierte und was nicht funktionierte", erklärte Premier Jens Stoltenberg. In Brüssel findet zudem eine Sondersitzung der EU-Ratsarbeitsgruppe Terrorismus statt.

(APA/Red.)

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26 Kommentare
 
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Polizei hatte Schießbefehl

der breivik nicht

Gast: snaiper
01.08.2011 22:14
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Naja....einen Schuss in die Kniescheibe hätte ich ihm schon vergönnt!

a bissl was von der eigenen Medizin halt....

Gast: gastogast
29.07.2011 12:36
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Besser lebendig als tot

Ich verstehe den Wunsch, diesen Attentäter zu töten nicht. Ich glaube, dass lebenslang in einem Gefängnis schmoren müssen eine ungleich schlimmere Strafe ist als im Bruchteil von Sekunden das Leben zu verlieren. Tja, wäre da nicht das Problem, dass die Fortschrittlichen aller europäischen Länder üblicherweise mehr Verständnis für die Täter als Opfer haben und daher nirgendwo mehr lebenslang auch wirklich lebenslang ist.

Gast: Joachim FUCHS
28.07.2011 20:14
1 0

Norwegen-Terror

Norwegens Justiz würde gerne gegen Breivik eine lebenslange Haftstrafe aussprechen, kann es aber nicht. Die Gesetzgebung scheint hier als zu liberal, aber es ist nicht gesichert ob strengere Strafen ein Verbrechen dieser Größenordnung verhindern hätten können. Ob die norwegische Polizei gegen die Ausführung einer Tat wie dieser Größenordnung gerüstet war ist zu hinterfragen und man wird darüber zumindest nachdenken dürfen.

Gast: Joachim FUCHS
28.07.2011 20:04
0 0

Norwegen-Terror

Norwegens Justiz würde gerne gegen Breivik eine lebenslange Haftstrafe aussprechen, kann es aber nicht. Die Gesetzgebung scheint hier als zu liberal, aber es ist nicht gesichert ob strengere Strafen ein Verbrechen dieser Größenordnung verhindern hätten können. Ob die norwegische Polizei gegen die Ausführung einer Tat wie dieser Größenordnung gerüstet war ist zu hinterfragen und man wird darüber zumindest nachdenken dürfen.

Allah
28.07.2011 18:52
1 0

klingt mehr nach staatl. Beschäftigungstherapie,

als nach effektiver Justiz... 2012... tz.

Antworten Gast: josip
31.07.2011 11:53
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Re: klingt mehr nach staatl. Beschäftigungstherapie,

ja da können viele berühmt werden mit so einem fall...und mit dem geld für ihr buch dem tristen alltag entfliehen...ist ja nur allzu verständlich!

Antworten Luzius
29.07.2011 12:42
0 0

Re: klingt mehr nach staatl. Beschäftigungstherapie,

na klar, freuen sich unzählige Experten der sogenannten Geisteswissenschaft bereits darauf, auf einfache weise damit Geld zu verdienen.
Bei Unterweger bspw war das auch der Fall und man weiss wohin das geführt hat !

1 0

leider

In manchen ländern wäre der attentäter in wenigen Augenblicken erledigt. Das Waffenverbot nützt wohl niemandem was. Die Kriminellen kommen sowieso heran und die Nichtkriminellen bräuchten sie nicht.

eskalation des täters geht voll auf

"Der Europa-Abgeordnete der rechtspopulistischen Partei Lega Nord in Italien, Mario Borghezio, ist indes arg unter Beschuss geraten, nachdem er sich anerkennend über die politischen Ideen Breiviks geäußert, gleichzeitig aber dessen Taten ausdrücklich verurteilt hat. Die Mailänder Staatsanwalt ermittelt."

ich finde einen teil seiner ideen auch interessant.

konnt mich ja einsperren für mein gedankenverbrechen.

Gast: Panarcus1
28.07.2011 14:44
0 0

Polizei hatte SchIEßbefehl???

1,5 Stunden Wartezeit deutet auf "Übertragungsfehler": -ie- statt -ei-

Luzius
28.07.2011 14:38
0 2

Die Eliteeinheit "Delta" hatte Breivik bereits im Fadenkreuz, doch der Schießbefehl wurde in letzter Sekunde zurückgezogen.

das ist ein Hammer !
Scheinbar traute sich die Executive wegen der vielen Gutmenschlein nicht auf den zu schiessen um ihn aus dem Verkehr zu ziehen ?
Wie würde der bei uns eigentlich behandelt werden ?!

Antworten Gast: Freund der Polizei
29.07.2011 00:06
0 0

Re: Die Eliteeinheit

Bei uns werden Leute ja schon beim Einbruch im Supermarkt erschossen - schon vergessen? Unter diesen Bedingungen würde ich der hiesigen Polizei eher nicht mehr Befugnisse geben wollen.

Antworten pracesi
28.07.2011 20:57
0 0

Re: Die Eliteeinheit

Die Wahrheit ist er wollte sich ergeben weil er einen politischen Prozess will, sonst wären vermutlich fast alle dieser Polizisten auf der Insel nämlich tot!

Aus der gestrigen Pressekonferenz des Einsatzleiters der Polizei auf Utoya:

"All runs immediately to the South end. When we are getting closer, it's an approximately 350 metres to run, we begin to use the voice. We cry out that we are armed police to get attention. We will take us through the dense undergrowth, it is difficult to keep track. Eventually there will be more Woods and abruptly in front of us are the perpetrators of the man with his hands over my head. The man was arrested the perpetrators without drama.
Weapon was 15 feet behind the perpetrators, "said Gåsbakk".


Antworten Ophicus
28.07.2011 15:30
1 2

Re: Die Eliteeinheit

So sind halt die Gesetze. Wenn man ihn anders aus dem Verkehr ziehen kann darf man ihn nicht töten, was auch immer er getan hat.
Und wenn er die Waffen weggeworfen hat und mit erhobenen Armen den Polizisten entgegen geht, dann dürfte es wohl kaum notwendig sein ihn zu töten.

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Re: Die Eliteeinheit "Delta" hatte Breivik bereits im Fadenkreuz, doch der Schießbefehl wurde in letzter Sekunde zurückgezogen.

ein wütender Mob wurde ihn lynchen.

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Oh Mann!

"Schießbefehl" - wer dichtet sich bloß immer solchen Unsinn zusammen. In so einer Situation (Irrer ist gerade dabei, duzende Menschen zu erschießen) hat jeder Polizist der Weld die verdammte Pflicht, das in geigneter Weise zu unterbinden. Und geeignet wird da wohl allermeistens nur die Schusswaffe sein können. Dazu braucht ein Polizist Herz, Mut und vor allem eine gute Ausbildung - aber sicher keinen Befehl... ;-)

Antworten Ophicus
28.07.2011 15:33
1 0

Re: Oh Mann!

Die Situation "Irrer ist gerade dabei, duzende Menschen zu erschießen" war laut Artikel zu dem Zeitpunkt ja schon vorbei.
Beim Schießbefehl bedand man sich in der Situation "Der Attentäter kommt mit erhobenen Armen auf die Beamten zu, während seine Waffen 15 Meter hinter ihm liegen."
Da sieht das mit der geeigneten Weise durchaus anders aus.

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Re: Re: Oh Mann!

Ich bezog mich lediglich auf den Schießbefehl. Der Polizist, der bei so einer Lage direkt vor Ort handelt (unerheblich, ob noch während oder unmittelbar nach dem Geschehen) MUSS selber wissen, was er zu tun hat. Hier noch Befehle von außen zu geben bzw auf solche zu warten muss förmlich in die Hose gehen. Deshalb glaube ich einfach nicht, dass es einen dezidierten Schießbefehl gegeben hat. Wie sollte der denn auch lauten - "erschießt ihn"? Und wer sollte - gerade in Norwegen - sowas anordnen?

Nebenbei bemerkt, dürfte so ein "Schießbefehl" bei uns gar nicht befolgt werden, weil die Befolgung so einer Weisung gegen das StGB verstoßen würde. Den Gebrauch der Waffe kann nur die Situation (Notwehr, Nothilfe, Erzwingung der Festnahme etc) begründen - niemals ein Befehl. Den finalen Todesschuss gibt es ja imho noch nicht.

Für mich haben also die Polizisten (zumindest bei der Festnahme) vollkommen richtig gehandelt.

1 1

hoffentlich

Kommen nicht irgendwelche Moslems auf die Idee, diesen Anschlag für ihre Propaganda zu missbrauchen. Beim Karrikaturenstreit haben sie das ja getan, ebenso beim Hausbrand in Ludwigshafen. Sowas lächerliches wie ein paar Karrikaturen kosteten etwa 150 Menschen das Leben. Und die Behauptung, dass die Feuerwehr absichtlich zu Spät zum Brandort kam, blieb auch nicht folgenlos. Mit solchen Gerüchten muss man vorsichtig sein, um unnötiges Leid zu verhindern.
Als ich die türkischen Nachrichten gehört hatte, musste ich daran denken.

Gast: _hw_
28.07.2011 13:00
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"..Polizei hatte Schießbefehl.."

was hätte der noch gebracht?

Antworten Gast: Kanitverstan
28.07.2011 14:20
0 0

Re: was hätte der noch gebracht?

Offenbar bestand die Befürchtung, dass sich der Mann zum Schluss zB. in die Luft sprengt und dabei noch weitere Menschen tötet oder verletzt.

Antworten Murray
28.07.2011 13:21
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Re:

Ein billigeres Verfahren?

Antworten Antworten Gast: Grummelbart2
28.07.2011 13:37
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Re: Re:

Ein Schießbefehl wäre keine gute Idee gewesen. Zu diesem Zeitpunkt stand noch nicht fest, dass der Typ ein Einzeltäter war - ein Verhör hätte dann viel über Komplizen etc. gebracht, und hätte auch weitere Anschläge verhindern können.

Antworten Gast: Gast4711
28.07.2011 13:19
3 1

Re:

Viel. Denn so lebt dieser "Mensch", ich sage Kreatur dazu, noch jahrzehntelang auf Steuerzahlers Kosten.

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Re: Re:

dass, so dencke ich, wird auf keinem fall passieren. auch die norwegischen gefängnisse habe ihre regeln.

 
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