In der Schweiz tritt eine kuriose Bewegung zur Parlamentswahl im Oktober an: Die Anti-PowerPoint-Partei (APPP) hat nach eigenen Angaben mit 805 Unterschriften die Bedingung zur Wahlzulassung erfüllt. Das teilte sie am Dienstag mit.
Die Partei sieht sich als "Vertreter von monatlich 250 Millionen Bürgern weltweit, die zwangsweise bei langweiligen Präsentationen anwesend sein müssen". "Das gravierende Problem bei PowerPoint ist, dass die Rede in eine Struktur gezwängt wird, die dem natürlichen Redefluss entgegen wirkt", heißt es auf der Seite der Partei.
Ziel der APPP sei es, bessere Präsentationen in der Masse zu erreichen - Flipchart statt PowerPoint lautet die Devise. Das würde, so die APPP, "einen Innovations- und Motivationsschub auslösen" und damit die Schweizer Volkswirtschaft ankurbeln.
Spitzenkandidat der Partei ist Rhetoriktrainer Matthias Pöhm. Er will mit seiner Wahlteilnahme "Aufmerksamkeit auf das Problem lenken". Und wohl auch auf sein Buch: "Der Irrtum PowerPoint" fungiert auch als Parteiprogramm.
(Red.)
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