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Schweiz: Anti-PowerPoint-Partei tritt zur Wahl an

16.08.2011 | 15:19 |   (DiePresse.com)

Die APPP sieht sich als "Vertreter von monatlich 250 Millionen Bürgern weltweit, die zwangsweise bei langweiligen Präsentationen anwesend sein müssen".

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In der Schweiz tritt eine kuriose Bewegung zur Parlamentswahl im Oktober an: Die Anti-PowerPoint-Partei (APPP) hat nach eigenen Angaben mit 805 Unterschriften die Bedingung zur Wahlzulassung erfüllt. Das teilte sie am Dienstag mit.

Die Partei sieht sich als "Vertreter von monatlich 250 Millionen Bürgern weltweit, die zwangsweise bei langweiligen Präsentationen anwesend sein müssen". "Das gravierende Problem bei PowerPoint ist, dass die Rede in eine Struktur gezwängt wird, die dem natürlichen Redefluss entgegen wirkt", heißt es auf der Seite der Partei.

Ziel der APPP sei es, bessere Präsentationen in der Masse zu erreichen - Flipchart statt PowerPoint lautet die Devise. Das würde, so die APPP, "einen Innovations- und Motivationsschub auslösen" und damit die Schweizer Volkswirtschaft ankurbeln.

Spitzenkandidat der Partei ist Rhetoriktrainer Matthias Pöhm. Er will mit seiner Wahlteilnahme "Aufmerksamkeit auf das Problem lenken". Und wohl auch auf sein Buch: "Der Irrtum PowerPoint" fungiert auch als Parteiprogramm.

(Red.)

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10 Kommentare
bbss22
17.08.2011 12:39
1 0

Nicht PowerPoint ist schlecht

sondern die Präsentationen, die viele damit erstellen.
Eine gute Präsentation benötigt allerdings ca 1 Stunde pro Folie Erstellungszeit. Und natürlich einen guten Inhalt, den man sich vorher auch noch zeitaufwendig erarbeiten muss.

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meine stimme hätten sie

wenn ein entscheidungsträger fakten nur versteht wenn sie bunt in powerpoint dargestellt sind, dann soll er die entscheidung ganz delegieren...

Gast: _hw_
16.08.2011 17:50
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werbkanal

wahlen als werbekanal? interessanter ansatz.

Tecumseh
16.08.2011 17:28
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Da ist schon was dran..

Aus meiner beruflichen Tätigkeit aks Projektleiter habe ich auch die Erfahrung gemacht, daß Power-Point-Präsentationen häufigst nur aus Leerformeln, oberflächlichen Überschriften und Schönrederei bestehen. Tiefgreifende Analysen, Aufzeigen von detaillierten Alternativen sind i.d.R. nicht vorhanden. Die Präsentationen haben meist nur den Zweck, Entscheidungsträger, die sich früher fachkundig mit der Materie beschäftigen mußten, einzulullen oder bestimmte Entscheidungen herbeizuführen. Die Power-Point-Unkultur ist symptomatisch für die heutige miese Managementqualifikation.

Antworten Gast: _hw_
16.08.2011 17:52
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Re: Da ist schon was dran..

ich gebe ihnen recht.
bunte bilder verstehen viele entscheidungsträger gerade noch, wenns da jetzt mit zeichnungen/tabellen kommen, gibts eher mehr als weniger fehlentscheidungen.

Antworten Gast: jfk
16.08.2011 17:50
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Re: Da ist schon was dran..

wie es mir zuwider ist, wenn mein chef zu mir sagt, dass ich ein paar folien zusammenstellen soll.

Gast: Semjon
16.08.2011 17:02
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Die würde ich wählen

Das Programm ist toll. Sogar in Schulen werden die Kinder mit Power-Point-Unterricht gequält, dabei ist ein freier Vortrag mit vollgekritzelter Tafel (weiß auf grün, keine Filzstifte) viel lebendiger und persönlicher.

Bin ich froh, dass ich nimmer auf der Uni bin.

Re: "freier Vortrag mit vollgekritzelter Tafel (weiß auf grün, keine Filzstifte) viel lebendiger und persönlicher"

Klingt gut, stimmt aber überhaupt nicht. Jemand, der die Tafel voll kritzelt, dreht dabei seinen Zuhörern den Rücken zu. Und erreicht damit das Gegenteil eines lebendigen und persönlichen Vortages. Wenn schon kritzeln, dann in den Overhead-Projektor - oder doch gleich eine gute(!) PowerPoint-Präsentation vorbereiten (mir ist schon klar, dass bei österr. Lehrern das Wort 'Vorbeiten' das Unwort des Jahrhunderts ist).

Antworten Antworten megadoc
16.08.2011 22:35
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GÄHN

als Nicht-Lehrer schläft mir gleich ds Gesicht ein, wenn immer wieder pauschlierte Vorurteile wiedergekäut werden. Wie in jedem Beruf gibt es solche und solche, sicherlich auch in Ihrem AadW! Nur bei Pensionisten fällt die Arbeitsleistung nicht ins Gewicht.

Gast: Hornigg
16.08.2011 16:12
1 0

Recht hat er

Murksosoftprodukte sind ein Produktivitaetskiller ersten Ranges. In den Gesichtsbuechern wird der Einzug des Windoof-PCs in die Bueros einst als Beginn des wirtschaftlichen Abstiegs der vormalig Ersten Welt genannt werden.