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Schäuble: Kein Geld mehr für Euro-Rettungsschirm

01.10.2011 | 15:51 |   (DiePresse.com)

"Das war es. Schluss", sagt der deutsche Finanzminister zum Ausmaß des Rettungsschirms. Deutschland zahlt 211 von 440 Milliarden Euro. Es werden weitere Belastungen für die Bevölkerung befürchtet.

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Nach der Zustimmung des deutschen Bundestags und des Bundesrats zur Ausweitung des Euro-Rettungsschirms EFSF hat der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) darüber hinausgehende Finanzhilfen seines Landes ausgeschlossen. Mehr als die jetzt beschlossenen 211 Milliarden Euro werde Deutschland - abgesehen von den fälligen Zinsen - nicht zahlen, sagte er der Zeitschrift "Super-Illu". Gleichwohl ging die Debatte über möglicherweise drohende Mehrbelastungen weiter.

"Das war es. Schluss."

"Der europäische Rettungsschirm hat eine Obergrenze von 440 Milliarden Euro - auf Deutschland entfallen 211 Milliarden. Und das war es. Schluss. Bis auf die Zinsen, die kämen noch obendrauf", sagt Schäuble der Zeitschrift. In der Zeitung "Welt am Sonntag" warb der deutsche Finanzminister zudem für weitere Schritte hin zu einer stärkeren europäischen Integration. Solche Forderungen wies Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) jedoch zurück. "Wer aus der Schuldenkrise den Schluss zieht, dass der europäische Zentralismus jetzt noch verstärkt werden muss, macht sich auf den völlig falschen Weg", sagte er dem Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Außenminister Guido Westerwelle (FDP) warb in der "Süddeutschen Zeitung" für den Ausbau der EU zu einer "echten Stabilitätsunion".

Weitere Belastungen durch Euro-Rettung

DGB-Chef Michael Sommer schloss nicht aus, dass auf Deutschland im Rahmen der Euro-Rettung doch weitere Milliardenbelastungen zukommen. Wenn die Regierungen dies vermeiden wollten, müssten sie "heute gegen die Finanzmärkte vorgehen", sagte Sommer dem Sender SWR2. Hier tue die deutsche Regierung bisher zu wenig. SPD-Chef Sigmar Gabriel warf der Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor, sie habe bei der Euro-Rettung "Deutschland und Europa in eine Falle gelockt", weil sie die Steuerzahler zur Kasse bitte, die Besteuerung der Finanzmärkte aber nicht vorantreibe. Dies sei "ein ziemlicher Skandal", sagte Gabriel den Dortmunder "Ruhr Nachrichten".

Deutsche vertrauen Rettungsfonds nicht

In einer Emnid-Umfrage für die Zeitung "Bild am Sonntag" bezeichneten 58 Prozent die von Bundestag und Bundesrat beschlossene Erweiterung des Euro-Rettungsfonds EFSF als falsch, nur 34 Prozent als richtig. Zudem glauben 78 Prozent der Deutschen der Umfrage zufolge, dass künftig doch noch mehr Mittel als jetzt beschlossen für den erweiterten Euro-Rettungsschirm bereitgestellt werden müssen. Mit der Reform des Rettungsschirms wird unter anderem dessen tatsächliche Ausleihkapazität insgesamt von bisher 250 auf 440 Milliarden Euro erhöht. Die deutschen Garantien steigen von 123 Milliarden Euro auf 211 Milliarden Euro.

SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier plädierte im Hinblick auf Griechenland für die Einrichtung einer europäischen Treuhandanstalt. Diese könnte griechisches Staatsvermögen privatisieren, sagte er der "Rheinischen Post". Ein Problem sei beispielsweise, "dass die Griechen zwar Staatsvermögen haben, es aber momentan nur zu Ramschpreisen verkaufen könnten".

In der Diskussion über die Entscheidung von Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU), vor der Abstimmung über den Euro-Rettungsschirm am vergangenen Donnerstag im Bundestag auch Abweichlern aus den Koalitionsfraktionen Redezeit einzuräumen, meldete sich Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) zu Wort. Er rief in der "Frankfurter Rundschau" die Fraktionen dazu auf, von sich aus "auch die Minderheitsmeinungen zu Wort kommen" zu lassen. Der Grünen-Abgeordnete Hans-Christian Ströbele lobte Lammert für seine Entscheidung.

(Ag.)

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57 Kommentare
 
12

I have a dream....

Machen wir endlich dem Murks ein Ende:

D, A, NL und SF (Finnland ) treten aus der Eurozone aus und werten sofort auf. Die Übrigen werten dadurch automatisch ab.
Die Junta in Brüssel +Merkel, Schäuble etc. sitzt in Stammheim...

Gast: mysterium
03.10.2011 10:45
0 0

Schäuble scheint ein Irrer zu sein, aber Gabriel und Steinmeier von der SPD

sind dazu noch schizophren. Lobsagen Sie weiteren Milliarden, tun sie nun so, alles wären sie unschuldig. Allesamt haben sie mitgestimmt, diese Stümper.

Gast: Willi B.
03.10.2011 08:35
2 0

Kein Geld mehr für Grichenlands Rettungsschirm

Sehr geehrte Damen und Herren,
es war für jeden vorhersehbar, dass die 211 Milliarden für G. nicht reichen. Es ist ein Fass ohne Boden. Die Regierung muss zuerst Ihre Verwaltung mit Kontrollen von außen in den Griff bekommen. Ansonsten kann man die Milliarden gerade verbrennnen. Dann sieht man wenigstens etwas davon wieder. Dort wo es ankommen sollte, kommt es eh nicht hin. Die Verantwortlichen müssten mit Ihrem Privatvermögen dafür haften, wenn sie unsere Steuergelder so aus dem Fenster werfen. Erst dann würden solche Geldvernichtungsobjekte ein Ende haben.
Es ist für jeden normalen Menschen absehbar, das die Reichen, Regierenden und Banken sich dieser Gelder bedienen und hinterher keiner mehr weis, wo die Milliarden geblieben sind. Ich könnte noch einiges hinzufügen, doch denke ich das zumindest jeder der für sein Geld Hart arbeiten muss, mich versteht.
Mit freundlichen Grüßen
Willi

Europa auf dem

auf dem zum Rubel

Gast: Soldat
02.10.2011 21:33
1 0

Ich freue mich schon richtig auf die Europäischen Bürgerkriege gegen Die Ausbeuter


3 0

so falsch liegen die meisten Kommentatoren nicht!

CSU-Chef Horst Seehofer wandte sich strikt gegen weitere Kompetenzverlagerungen nach Brüssel. Und Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) warnte: „Wer aus der Schuldenkrise den Schluss zieht, dass der europäische Zentralismus jetzt noch verstärkt werden muss, macht sich auf den völlig falschen Weg.“
Quelle:
http://www.welt.de/politik/deutschland/article13638460/CSU-widerspricht-Schaeubles-Mehr-Europa-Plan.html

Ich widme diesen Eintrag speziell für Frau Fekter und der österreichische Bundesregierung


Gast: Unbeteiligter
02.10.2011 14:14
3 2

Lügen .....

Haben schwache Beine.
Schäuble sollte man rasch zur anklagebank rollen -Thema: verfassungsbruch!

Gast: Sömbergers Schnauz
02.10.2011 12:38
2 0

Rettungsschirm a la Schäuble


Wer Lust und Nerv hat, kann sich zum Thema mal ein paar Infos reinhauen. Gebt mal in die Suchmaschine " Monitor Schäuble Ackermann " ein.
Oder gleich auf www.wdr.de/tv/monitor.....

(Jaja, ich kann keine Links setzen.Ihr seid die besseren Techniker)

5 0

schäubles wahnvorstellung

europa und euro scheinen zu bröckeln, ja richtig einzurstürzen... immer mehr geld das nicht da ist wird für irgendeine rettung mißbraucht..
bereichern tun sich politiker

Gast: porto5
02.10.2011 10:59
10 1

Slowakei

Ich hoffe ja immer noch, dass die Slowakei nein sagt und das ganze Lügengebäude platzt.

Re: Slowakei

dann findens eine andere Lösung

Antworten Gast: Halbwissen
02.10.2011 11:21
2 0

Re: Slowakei

Dann werden Sie feststellen, das Sie sich selbst in den Sack gelogen haben !

Lächerlich

Wenn er Schäuble eine konkrete Aussage trifft, kann man davon ausgehen, dass genau das Gegenteil eintreten wird.

Man muß dazu nur seine Aussagen in den letzten 18 Monaten heranziehen.


Re: Lächerlich

Ich bin nur ein einfacher Bürger dieses Landes. Beim regelmäßigen Lesen der diversen Berichte über die schwebende Pleite Griechenlands stellt sich mir eine einfache Frage:

Die Millionäre Griechenlands haben ihren Reichtum an der Steuer vorbei vorwiegend in die Schweiz verfrachtet. Wie viel dort gebunkert wurde ließe sich leicht ermitteln, wenn man wollte. Von Gaddafi wusste man es doch auch.
Also bräuchte der griechische Finanzminister nur 10% dieser horrenden Summen einziehen und Griechenland wäre gerettet.
Die Milliardäre und Millionäre Griechenlands könnten es verschmerzen.

Also! Worauf noch warten? Wir brauchen keinen "Rettungsschirm" der die Reichen rettet, den Mittelstand verarmt und die Pensionisten in ein schwarzes Loch stürzt.

2 0

Re: Re: Lächerlich


Volle Zustimmung!

Man muss nur wollen!

Wo ein Wille, da auch ein Weg!

Antworten Antworten Gast: Halbwissen
02.10.2011 11:19
0 1

Re: Re: Lächerlich

Dann müsste jeder der direkt oder indirekt nur einen Euro Staatsgeld empfangen hat, das Geld zurückgeben !

Auch jene die das Geld verfressen haben müssten das Geld zurückgeben !

Sie schreiben bullshit !!!

Risikoträger müssen entlich Verantwortung übernehmen !

Re: Re: Lächerlich

schon mal was von Bankgeheimnis gehört und diejenigen die die Gesetze beschliessen haben ja das Geld in der Schweiz

Gast: Stadtwolf
02.10.2011 08:54
5 0

Europa vor dem Crash!

Europa bewegt sich in einer Abwärts-Spirale, aus der es kein Entkommen gibt.

http://medien-luegen.blogspot.com/2011/09/europa-vor-dem-crash.html

7 0

Wer ständig lügt, dem glaubt man nicht...

Natürlich spricht Hr. Schäuble die Wahrheit, der Rettungsschirm wird nicht erhöht.
Er wird halt ein bißl "gehebelt", weil das macht man so in der Finanzwirtschaft. Oder es wird, wenn den PIIGS das Wasser bis zum Hals steht, ein "Rettungsboot" ins Leben gerufen. Vielleicht wird aus dem Rettungsschirm auch eine "Rettungsfolie", dann hat man endlich beide Hände frei.
Aber ganz sicher wird der Rettungsschirm nicht erhöht. Ehrenwort.

1 0

Wer ständig lügt, dem glaubt man nicht...

Natürlich spricht Hr. Schäuble die Wahrheit, der Rettungsschirm wird nicht erhöht.
Er wird halt ein bißl "gehebelt", weil das macht man so in der Finanzwirtschaft. Oder es wird, wenn den PIIIGS das Wasser bis zum Hals steht, ein "Rettungsboot" ins Leben gerufen. Vielleicht wird aus dem Rettungsschirm auch eine "Rettungsfolie", dann hat man endlich beide Hände frei.
Aber ganz sicher wird der Rettungsschirm nicht erhöht. Ehrenwort.

Gast: hcogxchch
02.10.2011 06:28
4 0

Ist ja micht so, dasd wir nicht schon mehrmals gehört hätten, dass nach dieser und jener Hilfe Schluss sei.


Gast: Johan C.
02.10.2011 01:19
2 1

Einfaches Rezept:

Den Banken das Handeln auf der Börse verbieten! Und Ruhe ist!

Re: Einfaches Rezept:

Glauben Sie?
Ob die Banken handeln oder nicht, die Staaten (alle) bleiben hoch verschuldet, können ihre ''Schulden" wahrscheinlich nie zurückzahlen und sie denken auch nicht daran. Sie sind hauptsächlich bei Banken verschuldet. Diese zeichnen wieder die Staatspapiere mit ihren Einlagegeldern (Spareinlagen), denn Eigenmittel haben die Banken nur in bescheidenem Ausmaß. Dieses Banken-Bashing ist vor allem die Ausrede politischer Funktionäre, um mit Schuldzuweisungen eigenes Versagen zu decken. Und es fallen ja genügend Betrachter auf diese Propaganda rein, dass eben die "pösen" Banken mit "Spekulation" und eigener Profitgier die Krisen verursachen und keinesfalls die "braven" Staaten mit ihrer gigantischen zunehmenden Verschuldung und politischer Reform-Unfähigkeit. Aber wenn es sie beruhigt, dann sollen die Banken nicht mehr handeln. Sie ändern damit aber schon gar nichts an der Krise, denn das verschleuderte Geld liegt leider nicht in geheimen Kammern der Banken, sondern wird durch politische Entscheidungen verbrannt. Weil ja ein Staat nach der bisher politischen Bibel nie pleite gehen kann. Und ständig weitere Schulden aufbaut. Das führt zum Kollaps, der Krug geht so lange zum Brunnen bis er speibt - ähh - bricht. ;-)

Gast: UZ
02.10.2011 01:06
7 0

Stolz auf das Volk

Ich frage mich immer wieder ist das eine Diktatur oder eine demokratische Diktatur? Wo waren bis jetzt die Wähler,das Volk,die Interlektuellen,die Studierten,die sich ja sonst auch immer wichtig machen. Dieses Volksverhalten gleicht den Bauern im Mittelalter,entrechtet und gedemütigt. Stolz können wir auf dieses Volk sein - eure Kinder werden es euch danken!

Gast: kleiner Knirps
02.10.2011 00:46
12 0

EFSF

Europa
Füttert
Seine
Versager

Gast: Typisch EVP
01.10.2011 23:47
1 0

"Das war es. Schluss", sagt der deutsche Finanzminister zum Ausmaß des Rettungsschirms.

Schäuble wies auch auf die grosse Bedeutung des Bankgeheimnisses in der Schweiz hin. Dies müsse respektiert werden, um das Schwarzgeld der deutschen Leistungsträger zu schützen betonte er.

.-)

 
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