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Regierung wackelt: Berlusconi verliert absolute Mehrheit

04.11.2011 | 12:02 |   (DiePresse.com)

In Italien bröckelt die Partei von Regierungschef Silvio Berlusconi immer mehr. Bisher verließen fünf Parlamentarier das Regierungslager. Damit hat der Premier die absolute Mehrheit in der Abgeordnetenkammer verloren.

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Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi verliert die Mehrheit in der Abgeordnetenkammer. Fünf Parlamentarier sind aus dem Regierungslager ausgetreten. Zwei Abgeordnete von Berlusconis Partei, Alessio Bonciani und Ida D'Ippolito, verließen am Donnerstag die Mitte-Rechts-Koalition und schlossen sich der oppositionellen christdemokratischen UDC an. Drei Mitglieder der regierungstreuen Partei "I Responsabili" traten der gemischten Fraktion im Parlament bei. Zwei weitere Berlusconi-Parlamentarier hatten diese Woche das Regierungslager verlassen. Damit kann Berlusconi nur noch mit 314 in der aus 630 Mitgliedern bestehenden Abgeordnetenkammer rechnen. Berlusconis Regierung wackelt immer mehr.

Budgetabstimmung als Stolperstein

Eine entscheidende Hürde muss der Premier am kommenden Dienstag bewältigen. Geplant ist in der Abgeordnetenkammer eine heikle Abstimmung über das Budget. Bei einer ähnlichen Abstimmung im Oktober hatte die Regierung eine schwere Niederlage erlitten. Nächste Woche unterzieht sich der Medienzar außerdem im Senat einer Vertrauensabstimmung über das Stabilitätsgesetz zur Eindämmung der Verschuldung. Zwar verfügt der Premier im Senat über eine solidere Mehrheit als in der Abgeordnetenkammer. Dem gebeutelten Berlusconi droht jedoch das Aus, sollten ihm weitere Parlamentarier aus seiner Partei den Rücken kehren.

Außerdem will die italienische Opposition gegen Berlusconi einen Misstrauensantrag im Parlament einbringen. Unterschriften werden im Parlament gesammelt, um das Dokument mit dem Antrag einzureichen. Die Opposition rechnet auch mit der Unterstützung der fünf Parlamentarier, die sich von Berlusconis Partei abgewendet haben. Indes unterzeichneten sechs Berlusconi-Abgeordnete einen Brief, in dem sie den Premier zum Rücktritt aufrufen, um einer Allparteienregierung den Weg zu ebnen. Ziel der "Rebellen" ist, eine von Berlusconis Partei "Volk der Freiheit" (PdL/Popolo della Liberta) unabhängige Fraktion im Parlament zu gründen. Daher suchen sie nach weiteren Verbündeten.

Furcht vor Massenabwanderung

PdL-Vorsitzender Angelino Alfano befürchtet eine Massenabwanderung aus der Gruppierung, die vielen Parlamentariern des Berlusconi-Blocks immer mehr wie ein sinkendes Schiff erscheint. Die UDC versuche, Parlamentarier des Premiers zum Ausstieg aus der Regierungskoalition zu bewegen, um eine neue Zentrumspartei zu gründen. "Damit könnte die Regierung stürzen", warnte Alfano.

Innenminister Roberto Maroni, Nummer Zwei der mit Berlusconi verbündeten Regierungspartei Lega Nord, warnte, dass es zu vorgezogenen Parlamentswahlen kommen würde, sollte Berlusconi stürzen. Eine Allparteienregierung, wie sie die Opposition verlangt, schloss Maroni aus.

(APA/Red.)

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19 Kommentare
Gast: O la la
22.11.2011 15:26
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Was? Der Silvio Berlusconi ist schon wieder Regierungschef? Wie geht denn das?

O la la

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Wie stehet es nun wirklich um Italien?

oder anders rum: Wie "abgesichert" sind denn diese 120%. Könnte uns da nicht noch viel viel größes erwarten.

ich mein, wenn die Griechen es geschafft haben, und keiner geschaut hat ob´s nun wirklich so ist wie sie es sagen, dann werden es wohl die Italiener wohl auch ähnlich "angelegt" haben....oder irre ich?

Re: Wie stehet es nun wirklich um Italien?

gebe dir recht! das was die grichen können kann der größte MAFIOSI der italienischen geschichte sicher besser! er ist nicht ohne grund noch auf freiem fuß

Re: Wie stehet es nun wirklich um Italien?

gebe dir recht! das was die grichen können kann der größte MAFIOSI der italienischen geschichte sicher besser! er ist nicht ohne grund noch auf freiem fuß

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Re: Wie stehet es nun wirklich um Italien?

Italien war jahrelang stabil, hat sich was geändert? das Rating, ja schlimm.

Bürgermitbestimmung statt Diktat von oben

Anstatt daß die Politik mit nachhaltigen Maßnahmen die Krise bekämpft, erscheint es immer mehr daß nur kurz die Flammen zurückgehen um dann umso höher zu brennen. Allerdings ist es leider Steuergeld, welches nahezu wirkungslos verbrannt wird, da statt Strukturmaßnahmen in erster Linie Umschuldungen finanziert werden.

Schon der Hausverstand sagt, daß man mit reinen Umschuldungen das Ursprungsproblem nicht bekämpfen kann, womit man sich nach kurzer Zeit wieder in Finanznöten befindet.

Nachdem die Konzepte der politischen Entscheidungsträger bis dato keinen nachhaltigen Erfolg verzeichnen konnten und am Ende sowieso die Bevölkerung für Fehlentscheidungen gerade stehen muß, sollte gleich der Souverän, das Volk mitentscheiden.

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wer glaubt diesem allerchristlichsten lustgreis?

er hat mit seiner medienmacht und seiner mafia die demokratie zerstört. dort gibt es nichts mehr, auf was man sich verlassen könnte. mit privaten medien ist demokratie unmöglich. bevor wir italienische verhältnisse haben, raus aus der eu

Protektorat

Sieht so aus als würden Griechenland und Italien EU-Protektorat. Das ist eine äusserst besorgniserregende Entwicklung.

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Re: Protektorat

Besorgnis, wegen was?

Re: Re: Protektorat

Warum wohl - diese Politik ist die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln.

Antworten Gast: einspammer
04.11.2011 20:01
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Re: Protektorat

Darauf ein Haufen kostenloser Oliven für Alle!

der letzte Herbst

des bunga bunga
die unsinnigen politischen Köpfe fallen wie das Laub

Gast: gast111
04.11.2011 14:38
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entsorgt...

endlich diese plastik puppe von der weltbühne, der is eh schon ur alt, und will aussehen wie 50 der alte sack... die vielen OP´s lassen grüßen...

Re: entsorgt...

ganz recht geschrieben

se voi goder la vita.....

va a casa signore....wenn schon der karli Schwarzenberg über sie die Wahrheit sagt.....

Gast: ItalianoNZ
04.11.2011 11:12
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Und was dann?

Was bitte soll denn nach Berlusconi kommen? Die Opposition ist zerstritten und hat keine einzige Führerpersönlichkeit. Die Sozialisten sind in der (tödlichen) Umarmung der Gewerkschaften gefangen (und das jetzt!). Es beginnt wahrscheinlich wieder was vor Berlusconi gang und gäbe in Italien war: Ununterbrochen wechselnde Regierungen. Ciao, bella!

Antworten Gast: surge
04.11.2011 12:34
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Re: Und was dann?

hauptsache berlusconi kann keinen schaden mehr anstellen...wie es sich danach weiterentwickelt ist sicher spannend

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Re: Re: Und was dann?

keinen schaden anrichten? ich hoff doch, dass hier keiner glaubt, dass das die werke berlusconis sind. so wie viele politiker ist auch er nur eine marionette der mafia und anderen organisationen und marionetten sind austauschbar. ganz davon abgesehen hat berlusconi die finger überall drinnen, daher wird er, ähnlich wie putin, immer ein teil der führungspositionen bleiben.

Antworten Antworten Gast: ItalionoNZ
04.11.2011 13:15
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Re: Re: Und was dann?

Und vorher war es kein Schaden? Was Sie als "spannende Weiterentwicklung" bezeichnen, durften die Italiener und ich über Jahrzehnte vorort genießen. Grazie.