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Griechenland wartet auf neue Regierung

07.11.2011 | 14:46 |   (DiePresse.com)

Angeblich soll der der ehemalige Vizepräsident der Europäischen Zentralbank, Lucas Papademos, Chef der Übergangsregierung werden. Neuwahlen sind für Februar geplant.

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Griechenland wartet gespannt auf den Namen des neuen Ministerpräsidenten, der das Land an der Spitze einer von den beiden großen politischen Lagern getragenen Übergangsregierung retten soll. Wie der staatliche Rundfunk NET berichtete, sollten am Montag der scheidende sozialistische Premier Giorgos Papandreou und der konservative Oppositionschef Antonis Samaras mit ihren Mitarbeitern über die Zusammensetzung der neuen Regierung entscheiden.

Nach Informationen griechischer Medien soll der ehemalige Vizepräsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Lucas Papademos, Chef der Übergangsregierung werden. Offiziell bestätigt wurde dies nicht. Der 64-jährige parteilose Wirtschaftswissenschafter war früher Gouverneur der griechischen Staatsbank und gilt als Architekt des Beitritts Griechenlands zum Euroraum. Dafür genießt er im eigenen Land großen Respekt. Nach seiner achtjährigen Amtszeit schied Papademos 2010 aus der EZB aus.

Neuwahlen für 19. Februar geplant

Am Sonntagabend hatten Sozialisten und Konservative vereinbart, dass die neue Regierung mit möglichst breiter Unterstützung das Land bis Februar führen soll. Für vorgezogene Parlamentswahlen wurde der 19. Februar als "bester Zeitpunkt" ins Auge gefasst.

Die nationalreligiöse "Völkische Orthodoxe Gesamtbewegung" (LAOS) erklärte am Montag ihre Bereitschaft, die Übergangsregierung zu unterstützen. Insgesamt gibt es im griechischen Parlament fünf Fraktionen: Neben der sozialistischen PASOK (152 Abgeordnete) und der konservativen Nea Dimokratia die Kommunistische Partei (KKE) mit 21, LAOS mit 16 und das Bündnis der Radikalen Linken (SYZIZA) (Ex-Eurokommunisten-Partei Synaspismos mit Verbündeten) mit neun Abgeordneten.

Die EU-Kommission forderte am Montag "Klarheit" über die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Athen. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel appellierte an die künftige Übergangsregierung, unverzüglich die Sparbeschlüsse des EU-Gipfels umzusetzen. Erst danach sollte es Parlamentswahlen geben, sagte Merkel in einem Telefongespräch mit Papandreou. Wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin mitteilte, nannte merkel die Sparmaßnahmen für die griechische Bevölkerung mühevoll, aber unumgänglich. Papandreou habe aus der Sicht Merkels mit Mut und Durchsetzungskraft sein Land auf den richtigen Weg gebracht.

(Ag.)

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35 Kommentare
 
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Gast: Xenos
07.11.2011 21:00
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O X I heißt N E I N und N O

O X I !
wenn wir Griechen das NEIN und das JA, wie unsere Vorfahren, ausdrücken könnten, dann könnten wir frei sein. Aber...
OXI ; Nein, wir wünschen kein solches Europa, ohne Grenzen, ohne Humanität, ohne soziale Sicherheit. Alle von uns in Europa, sehen, dass das europäische trademark nach China und Indien gesendet wurde, weil die europäischen Konzerne das Geld lieben.
Das Spiel findet auf unseren Köpfen statt und Europa spielt keine Rolle.
Gibt es keinen Politiker mit politischem DNA?

Gast: Plach2
07.11.2011 20:50
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Wie bei uns!

Auch in Österreich sagt die kosnevative ÖVP zu allem NEIN wenn es von der SPÖ kommt!

Antworten Gast: Luzifer
07.11.2011 21:23
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Re: Wie bei uns ? Gespart haben meist die Konservativen,

Nein gesagt haben die Gewerkschaften und die Linken. Das war schon in der Zwischenkriegszeit bei Völkerbundanleihe an Österreich, die an harte Bedingungen geknüpft wurden, so. Auch im Jahre 2000 hat die ÖVP (in kluger Voraussicht, was auf uns zukommen würde) einen Koalitionspakt mit der SPÖ herausverhandelt, denn aber dann SPÖ-Gewerkschafter Nürnberger nicht unterschreiben wollte.

Daß die Konservativen, die überwiegend die wohlhabenden Steuerzahler vertreten, beim Budget sparen wollen, während die sozialistischen Parteien mehr Ausgaben für ihr meist weniger begütertes Klientel herausschlagen wollen, ist doch klar. Daher die klare Rollenverteilung: Schwarz spart, Rot (u. Grün) gibt das Geld wieder aus.

Ausnahmen von diesem Grundsatz machten US-Präs. Bush jun., Berlusconi, Karamanlis (GR.), die die sozialistische Geldausgabepolitik übernahmen, um die Wirtschaft "anzukurbeln". Dabei vergaßen sie, daß Keynes, auf den sie sich beriefen, die Rückführung der Defizite in guten Zeiten verlangt, um die Staatspleite zu vermeiden.

Nur SPD-Schröder war intelligent genug, den "Umbau" des "sozial nicht mehr leistbaren" Sozialstaat voranzutreiben. Vorbild waren die schwedischen Sozialdemokraten, die den Sozialstaat zusammenstutzten (und dafür prompt die Wahlen verloren)!

Antworten Gast: b754
07.11.2011 21:02
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Re: Wie bei uns!

weiter reicht deren horizont auch nicht

Antworten Antworten Gast: Plach2
07.11.2011 21:27
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Re: Re: Wie bei uns!

Darum fordern Busek (ÖVP) und Hahn (ÖVP) den Außenminister Spindelegger (ÖVP) auf, endlich sich mehr in die EU einzubringen!

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Lösungsvorschlag

http://wp.me/p1hQuQ-fB

Dazu sagt man auch 2 Fliegen mit einer Klappe ...

Antworten Gast: Plach2
07.11.2011 20:57
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Re: Lösungsvorschlag

Ein toller Vorschlag: Eine "Mittelmeerunion" mit allen südlichen Pleitestatten und der Türkei!

Gast: b754
07.11.2011 19:26
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ich war für die rettung

aber schmeißt sie raus es hat sich nichts geändert verantwortungslose machtspiele auf unsere kosten

Ohne Rückhalt der Bevölkerung ist nichts zu gewinnen.

Erst das Festhalten an nicht haltbaren Dogmen von den Staatenlenkern sowie den EU-Verantwortlichen führte zur wahren Krise. Vor 3 oder 4 Jahren hätte der 50 %ige Schnitt für Griechenland vielleicht gerade noch ausgereicht um den Haushalt der Hellenen wieder in eine vernünftige Relation zum BIP zu bringen. Doch diese Chance wurde vertan und mit der Konkursverschleppung wird letzten Endes für die Steuerzahler alles nur noch teurer unabhängig wer jetzt die Griechen führt.

Ohne notwendiger Strukturverbesserungen ist keine Genesung des Patienten Griechenland möglich und die bisherigen Rettungspakete haben der Bevölkerung nichts gebracht und werden auch nichts bringen, womit damit zu rechnen ist, daß sich die Lage weiter aufschaukeln wird.

"Griechenland wartet auf neue Regierung"

na ich würd sagen, da steht ihr nicht allein da liebe Griechen
viele Europäer wünschen sich neue Regierungen

Das muss man sich auf der Zuge zergehen lassen!

"Der 64-jährige parteilose Wirtschaftswissenschafter war früher Gouverneur der griechischen Staatsbank und gilt als Architekt des Beitritts Griechenlands zum Euroraum"

WO bleibt der KRITISCHE Journalismus????

Dieser Satz heißt nichts anderes als dass dieser Herr bei den BETRÜGEREIEN rund um den Beitritt GR zum EURO AN VORDERSTER FRONT TÄTIG WAR!!!!

I packs ned!

Antworten Gast: b754
07.11.2011 20:22
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Re: Das muss man sich auf der Zuge zergehen lassen!

du als gestandener presseleser müsstest wissen dass kritischer journalismus bei der presse ein fremdwort ist die müssen schließlich auf ihren job schauen

Re: Das muss man sich auf der Zuge zergehen lassen!

Früher nannte man das "den Bock zum Gärtner machen". Heute freut man sich, wenn der Bock den Garten (weiter) leer fressen wird. Spielt ja aber auch keine Rolle, noch gibt's ja ein paar Mio. Idioten, welche immer nachliefern.

Re: Das muss man sich auf der Zuge zergehen lassen!

ist ja mit Draghi nichts anderes!

Ich auch!


Gast: Reflector
07.11.2011 14:10
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Ohne Relevanz


Mit der Verhinderung der Volksabstimmung wurden die bestehenden Probleme lediglich nur noch in Richtung noch grösserer verschoben.

So wechselt man lediglich die Marionetten, weil sich eine überraschend selbst zu bewegen anfing.

Augenauswischerei

Ein Abzocker ersetzt den nächsten ... und nächsten ... und nächsten ...

Gast: MiroL
07.11.2011 13:22
5 0

Ein altes Baurensprichwort sagt:

Der Futtertrog ist der Gleiche - nur die Schweine sind Andere (es gilt natürlich die Unschuldsvermutung, dass es nicht so sein wird)

Weiterwursteln wie bisher...

in ein paar Monaten gibt es Neuwahlen, dann vergeht sicher noch ein weiteres halbes Jahr bis eine neue Regierung gebildet werden kann (ein "stabiles" Fünfparteien-Minderheiten-Koalitionskabinett etwa), die sich beim ersten Misstrauensvotum wieder verabschiedet.

Bis dahin werden noch viele weitere Hundert Milliarden Euro den Bach runterfließen, und dann werden sich - Hokuspokus - die Schulden der Staaten (nicht nur diejenigen Griechenlands) in Luft aufgelöst haben.

Hurra, wir werden wieder alle Milliardäre! - so wie in den frühen 1920er Jahren.

Antworten Gast: Na und?
07.11.2011 13:52
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Das sehe ich genauso!

Denn wie man am Beispiel Österreich sieht: Parteien und Politiker aller Richtungen verbindet die Liebe zum Geld!

Gast: super
07.11.2011 12:32
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vollkommen egal ...

was ansteht - ein gstandener politiker grinst immer.

oder nehmen die einfach gar nichts ernst ?

Gast: Mader A.
07.11.2011 11:57
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Die EU ein Crashprojekt

Einst lebten wir in einer Welt von Frieden, Sicherheit und Wohlstand. Dann kahm die EU und jetzt erleben wir Bürgerkrieg, maximale Unsicherheit und Verarmung. Ich ziehe fogenden Schluss: Globalisierung ist ein Fest für die "Eliten" und ein fataler Verlust fürs Volk. Das mag wohl der Grund sein das heute die Stimme der Menschen nicht gehört werden darf. Es freut mich das Papandreou aufgezeigt hat das es in diesem Wahn keine wahre Demokratie geben kann.

Die Griechen sind keine Opfer der Globalisierung,

sondern ihrer eigenen kurzfristigen Wahlentscheidungen.

Wenn das Volk stets denjenigen wählt, der am meisten verspricht, ist es kein Wunder, daß die Stimmen letztendlich über die Staatsverschuldung gekauft werden.

Griechenland ist nur ein Stück weiter auf diesem Weg als zB Österreich.

Antworten Gast: krawutzi
07.11.2011 12:30
1 0

Sie haben 100% recht !!!


Es darf auich nicht weiter auf dem Rücker der Griechen, oder sonst eines Volkes eine solch finanzielle Blödheit ausgetragen werden.


Gast: Mader
07.11.2011 10:45
5 0

Die EU ein Crashprojekt


Die temporäre Lösung.

Eine nur wenige Monate(!) agierende Übergangsregierung kann man eigentlich nicht als "stabilen Partner" für die langjährige(!) Umsetzung der EUR-Land-Vorgaben für Griechenland ansehen.

D.h., in der Praxis ist die "griechische Volksabstimmung" damit ja nur bis zum Neuwahltermin, auf Mitte Feb. des kommenden Jahres, verschoben worden. Und bis dorthin werden noch härtere Sparmaßnahmen für die normale Bevölkerung spürbar werden, was die vereits heuten nicht mehr vorhandene "pro Sparmaßnahmenzustimmung" noch weiter dämpfen wird.

Das diese Situation von den EURO-Granden als "Lösung" bejubelt wird, zeigt leider wieder nur den mangelnden Weitblick derselben.

 
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