Drastische Worte fand das geistliche Oberhaupt des Iran am Donnerstag. Ayatollah Ali Khamenei warnte die USA und Israel vor einem Militärschlag gegen die Atomanlagen seines Landes. Jede Art von Drohung und Angriff werde entschlossen erwidert, betonte er im Staatsfernsehen. Die Revolutionären Garden, die Streitkräfte und die ganze Nation würden Angriffe "mit harten Schlägen und eisernen Fäusten beantworten".
Seit der Veröffentlichung des Berichtes der Internationalen Atomenergie-Behörde IAEA gerät der Iran immer mehr unter Druck. Dieser belegt, dass die Islamische Republik an der Entwicklung einer Nuklearwaffe gearbeitet und dazu bereits Tests einzelner Komponenten vorgenommen hat. Der israelische Präsident Shimon Peres hatte am Wochenende erklärt, ein Angriff Israels und anderer Länder auf iranische Atomanlagen werde "immer wahrscheinlicher". Auch seitens den USA, Frankreich, Deutschland und China werden die Forderungen nach Sanktionen gegen den Iran lauter - allerdings eher auf diplomatischer Ebene.
So erklärte ein Sprecher des Außenministeriums in Peking am Donnerstag: "Wir denken weiterhin, dass Dialog und Kooperation der richtige Weg ist, um die iranische Nuklearfrage zu lösen".
Indes zeigt sich der Iran unnachgiebig. Er werde von seinem umstrittenen Atomprogramm "nicht ein Jota abrücken", betonte der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad am Mittwoch im Staatsfernsehen. Der stellvertretende iranische Generalstabschef, Massud Jasajeri, schickte eine Drohung nach und sprach von "Zerstörung", sollten die iranischen Atomanlagen angegriffen werden.
(APA/Red.)
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