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Italien: Monti will bei der Politik den "Rotstift" ansetzen

17.11.2011 | 16:10 |   (DiePresse.com)

Italiens neuer Premier, Mario Monti, setzt in seinem Regierungsprogramm auf Wirtschaftswachstum und soziale Gerechtigkeit. Auch eine Korrektur der bereits beschlossenen Sparpakete schließt er nicht aus.

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Der neue italienische Premier Mario Monti hat am Donnerstag dem Senat sein Regierungsprogramm vorgestellt. "Die Zukunft der gemeinsamen Währung hängt auch von Italien ab", warnte der neue Premier, dessen größtes Anliegen die Eindämmung der Verschuldung Italiens ist. Um dies zu erreichen kündigte er erneute Sparmaßnahmen an, betonte aber zugleich, dass er dabei sozial gerecht vorgehen werde.

Dennoch kam es am Donnerstag in mehreren Städten zu Demonstrationen gegen die Macht der Finanz und gegen Montis Programm. "Die Krise sollen diejenigen zahlen, die sie verursacht haben" war auf einem Spruchband zu lesen.

Mögliche Korrektur der Sparpakete

Europa erlebe die schwierigste Phase seit der Nachkriegszeit, rechtfertigte sich Monti vor dem Senat. Sollte der Euro scheitern, würde sich auch der europäische Markt auflösen. Die Finanzkrise sei international, belaste jedoch Italien ganz besonders, so der Premier. Das Land müsse sich erholen und eine Spitzenrolle an der Umsetzung des europäischen Projekts arbeiten. Monti zeigte sich zuversichtlich, dass die hohen Zinssätze sinken werden, sobald Italien die notwendigen Reformen durchsetze.

Der 68-jährige Monti will auf eine Mischung aus Sparmaßnahmen, Wirtschaftswachstum und sozialer Gerechtigkeit setzen, um die akute Schuldenkrise in Italien einzudämmen. Eine Korrektur der bereits beschlossenen Sparpakete sei nicht auszuschließen. Auch bei den Kosten der Politik - allen voran bei den Ministerien - soll der Rotstift angesetzt werden.

Abstimmung über Technokraten-Kabinett

Am Abend unterzieht sich das Technokraten-Kabinett der Vertrauensabstimmung im Senat. Am Freitag soll dann das Abgeordnetenhaus über die neue Experten-Regierung abstimmen. Eine breite Zustimmung gilt als sicher. Alle größten im Parlament vertretenen Parteien mit Ausnahme der Lega Nord unterstützen das Technokraten-Kabinett, das nur vier Tage nach dem Rücktritt von Premier Silvio Berlusconi am Samstag aus der Taufe gehoben wurde.

Berlusconi selbst zeigte sich indes kampfeslustig. Trotz des blamablen Endes seiner Amtszeit als Regierungschef will der Medienzar die politische Szene nicht verlassen. Er werde zwar die neue Regierung unterstützen, will aber parallel dazu eine Art "Schattenkabinett" gründen. Dieses werde dem amtierenden Premier Vorschläge für Maßnahmen und Reformen unterbreiten, verkündete Berlusconi am Mittwochabend.

Staatspräsident Giorgio Napolitano hatte am Mittwoch die neue Regierung vereidigt. Dem neuen Kabinett gehören 16 Minister an, darunter drei Frauen. Das Kabinett besteht aus zwölf ordentlichen Ministerien, dazu fünf ohne Geschäftsbereich.

(APA/Red.)

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17 Kommentare
Gast: africano
17.11.2011 17:32
0 0

Da hat man wieder einmal ,den BOCK zum Gärtner gemacht.

Es soll Mitglied der Bilderberger sein!

Gast: Banksterbeobachter
17.11.2011 13:55
1 1

Goldman Sachs

Wahrlich wahrlich, ich sage Euch:
G.S. hat ja schon Griecherland sehr erfolgreich bei der Euro-Einfuehrung beraten, wie man die TEUROSTAT so richtig austrickst. Nu sind also in Griecherland und in Garibaldistan G.S. Leute am Ruder. Sowas nennt man einen Putsch, wenn es die Obristen machen. Es ist aber anscheinend voellig in Ordnung, wenn es die Bankster machen. Denn die haben die MSM auch in der Hand. ADIEU, Europa....

Gast: Macho Prostata
17.11.2011 12:55
1 0

Berlusconi will "Schattenregierung" bilden

Als ''Schatten seiner Selbst'' dürfte es ihm auch nicht allzu schwer fallen.

Gast: Italobeobachter
17.11.2011 11:01
0 0

Schattenregierung nach Bilderberg-Coup

Richtig. Die gewaehlte Regierung ist nur noch ein Schatten, in Griechenland, Italien und bald ueberall haben die Bankster nun auch oeffentlich die Macht an sich gerissen. Weimar geht zu Ende. Doch was kommt danach?

Re: Schattenregierung nach Bilderberg-Coup/Italobeobachter

Im Frühjahr war ich in Weimar - also DA geht nichts zu Ende! ;o)) Sie haben aber sicher etwas anderes gemeint. Sorry: aber nicht alles, was hinkt, ist auch ein Vergleich.

Antworten Antworten Gast: Lachziege StRache
17.11.2011 11:46
0 0

Re: Re: Schattenregierung nach Bilderberg-Coup/Italobeobachter

Sorry: aber nicht alles, was hinkt, ist auch ein Vergleich.

Re: Re: Re: Schattenregierung nach Bilderberg-Coup/Italobeobachter/Lachziege StRache

Sie haben sich nicht an die Zitierregel gehalten, daher plagiiert! Treten Sie sofort zurück!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Lachziege StRache
17.11.2011 13:20
0 0

Re: Re: Re: Re: Schattenregierung nach Bilderberg-Coup/Italobeobachter/Lachziege StRache

Ich habe nicht zitiert ,
das war das Echo

Wie man in den Wald ruft ...

Gast: hmv
17.11.2011 10:38
0 1

kann den bitte jemand zum schweigen bringen?


Antworten Gast: netter gast
17.11.2011 11:10
0 2

GS rollt Europa vom Süden her auf

Was soll man über den Berlusconi sagen ?

Die nun eingesetzte Kapitaldiktatur
in Italien unter Monti
läßt den Berlusconi noch als Segen für Italien erscheinen .

Gast: Hans im Glück
17.11.2011 10:31
2 0

Berlusconi sollte lieber entspannt Bunga Bunga machen...


Re: Berlusconi sollte lieber entspannt Bunga Bunga machen.../Hans im Glück

So, wie Berlusconi "Bunga Bunga" erklärt, ist man erst NACHER entspannt.

2 0

Berlusconi ist nichts zu peinlich.

Vielleicht ist es auch nur eine gewisse Altersblödheit.

Antworten Gast: kerlchen
17.11.2011 12:54
0 0

Re: Berlusconi ist nichts zu peinlich.

ne, dummheit und verdummung (TV) ist immanenter teil seiner ideologie.

Gast: ROTFRONT
17.11.2011 09:36
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Da hat wohl die Welt schon vergessen, wie lange ein übliches Nicht-Berlusconi-Kabinett im Schnitt am Ruder ist

Ich glaube mich zu erinnern an so ca. 5 bis 6 Monate. Und bereits nach dem ersten Monat wird sowieso nur mehr gestritten.
Silvio hin oder her, er hatte die mit Abstand stabilsten Regierungen Italiens.

Antworten Gast: kame
17.11.2011 10:50
0 0

Re: Da hat wohl die Welt schon vergessen, wie lange ein übliches Nicht-Berlusconi-Kabinett im Schnitt am Ruder ist

Mussolini hatte auch eine recht stabile Regierung - ist das also was gutes oder was schlechtes?

Was ich damit sagen will - stabil ist nicht gleichbedeutend mit gut. Berlusconis Rücktritt war wichtig, alles weitere wird sich zeigen.

Antworten Antworten Gast: ROTFRONT
17.11.2011 11:15
0 0

Re: Re: Da hat wohl die Welt schon vergessen, wie lange ein übliches Nicht-Berlusconi-Kabinett im Schnitt am Ruder ist

Tja, Sie meinen also, dass mit dem Abgang von Berlusconi die Italiener freiwillig ihren Lebensstandard zurückfahren, weil sie sich ihn durch Pump nicht mehr leisten können?
Oder glauben Sie, dass der Silvio das ganze Geld aus den Krediten eingesackt hat?
Die Händchenaufhalter sind alle noch da, meine ich.