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Transnistrien: Schewtschuk gewinnt Präsidentenwahl

26.12.2011 | 09:55 |   (DiePresse.com)

Nach vorläufigen Ergebnissen setzt sich der Ex-Parlamentspräsident mit etwa 73 Prozent der Stimmen durch.

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Der ehemalige Parlamentspräsident der von der Republik Moldau (Moldawien) abgespaltenen Region Transnistrien, Jewgeni Schewtschuk, hat nach vorläufigen Ergebnissen die Präsidentenstichwahl in dem international nicht anerkannten Land gewonnen, wie die Wahlbehörde am Montag bekanntgab. Der 43-Jährige setzte sich mit 73,88 Prozent der Stimmen gegen den derzeitigen Parlamentsvorsitzenden Anatoli Kaminski durch, der von Russland unterstützt wurde.

Zuvor war in der ersten Wahlrunde am 11. Dezember überraschend der Amtsinhaber Igor Smirnow aus dem Rennen ausgeschieden - er hatte es nicht in die Stichwahl am Sonntag geschafft. Der 70-jährige Smirnow stand seit fast 20 Jahren an der Spitze der mehrheitlich von Russen und Ukrainern bewohnten "Dnjestr-Republik". Moskau hatte Smirnow jahrelang gestützt, ihn aber zuletzt öffentlich kritisiert.

Die separatistische Republik Transnistrien wurde im Zuge der Auflösung der UdSSR ausgerufen. Die Sezession des offiziell innerhalb der moldawischen Grenzen befindlichen Territoriums löste 1992 einen mehrmonatigen bewaffneten Konflikt mit Chisinau aus, dem durch den Einzug russischer Truppen Einhalt geboten wurde. Während sich Tiraspol weiterhin um eine internationale Anerkennung bemüht, bietet die Republik Moldau der separatistischen Republik nun einen Autonomiestatus innerhalb einer Unionsrepublik. Derzeit sind in Transnistrien Friedenskräfte aus russischen, transnistrischen und moldawischen Soldaten sowie Militärbeobachtern aus der Ukraine stationiert.

(APA)

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1 Kommentare
Gast: hmm
26.12.2011 12:07
0 0

Folgen der Umvolkungen

Was vielfach bei nichtbeendeten Umvolkungen herauskommt ist am Beispiel von Tansnistrien gut zu erkennen. Wobei sich doch für unbefangene Beobachter die Frage stellt ob es wirklich Umvolkung war. Die Ausrufung der transnistrischen Moldausowjetrepublik war an sich nur ein Propagandatrick der Sowjetunion um ihre Ansprüche auf Bessarabien "legitimieren" zu helfen. Mehr dürfte in diesem Fall nicht dran sein. An und für sich kann dieses transnistrische Gebiet von Moldawien ethnisch eher der Ukraine zugerechnet werden von der es auch einst für sowjetische Propagandazwecke abgeschnipselt worden ist. Dafür bekam dann die Ukraine "großzügig" den Bucak angeschlossen, wo viele Rumänischsprachige lebten und leben. Reni hat nach härtesten Umvolksmaßnahmen zur Sowjetzeit unverändert eine rumänischsprachige Bevölkerungsmehrheit.