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Kim Jong-il: Kondolierte Fischer zu Tod von Diktator?

30.12.2011 | 09:31 |   (DiePresse.com)

Bundespräsident, Außenministerium und die SPÖ St. Pölten sollen ihr Beileid ausgedrückt haben. Alle drei dementieren das aber in dieser Form.

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Im Zusammenhang mit dem Diktatoren-Tod im kommunistischen Nordkorea sorgt jetzt Österreichs Bundespräsident Heinz Fischer für Aufsehen: Fischer habe sein „aufrichtiges Beileid“ über den Tod des „Führers Kim Jong-il“ ausgedrückt, verlautbarte die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Donnerstag.

Die Präsidentschaftskanzlei dementierte aber umgehend, dass Fischer kondolierte. Vielmehr habe eine "Mitarbeiterin" anlässlich eines Besuches in der nordkoreanischen Botschaft in Wien "persönlich kondoliert", sagte Sprecher Bruno Aigner. In der Präsidentschaftskanzlei legt man Wert auf die Feststellung, dass das Vorgehen mit anderen EU-Staaten abgestimmt wurde.

Der BZÖ-Abgeordnete Stefan Petzner sagte in einer Stellungnahme, er könne das Dementi Fischers "nicht glauben", unter anderem "aufgrund seiner langjährigen Beziehung zu Nordkorea".

Und noch an anderer Stelle scheint Österreich auf: Laut KCNA sollen auch „ausländische Institutionen“, unter anderem die SPÖ St. Pölten und das österreichische Außenministerium, ihr „aufrichtiges Mitgefühl“ über den Tod von Kim Jong-il erklärt haben.

"Habe mich in das Kondolenzbuch eingetragen"

Das Außenamt versichert, man habe kein normales Kondolenzschreiben, sondern nur ein formloses Schreiben an das nordkoreanische Volk verschickt. Der aus St. Pölten stammende Nationalratsabgeordnete Anton Heinzl bestreitet hingegen im Namen der SPÖ St. Pölten, den Tod von Kim Jong-il betrauert zu haben: „Ich war als Privatperson in der nordkoreanischen Botschaft in Wien und habe mich in das Kondolenzbuch eingetragen“, erklärt Heinzl.

Doch nicht nur angebliche Beileidsbekundungen seitens Österreich lösten in den vergangenen Tagen einen Wirbel aus. Auch die Vereinten Nationen geraten in die Schlagzeilen - genauer gesagt ihre Flagge, berichtete "Discovery News". Diese hing am Mittwoch vor deren Hauptquartieren auf Halbmast - offiziell, um das Begräbnis des nordkoreanischen Führers Kim Jong-Il zu markieren. Eine übliche Praxis bei dem Tod von Staats- und Regierungschefs, wie Choi Soung-ah, eine Sprecherin der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon mitteilte.

Weniger offen begegnete die Nichtregierungsorganisation UN Watch diesem Verhalten: Dadurch "verschwimme" die zentrale Aufgabe der Organisation, nämlich die Menschenrechte zu wahren und zu verteidigen, verkündete die UN Watch via einer Aussendung. 

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.12.2011)

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66 Kommentare
 
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Gast: Kim-Il-Faut
31.12.2011 18:21
0 0

Hat jemand wirklich was anderes erwartet von UHBP Fischer?

Fischer hat also zum Ableben eines der blutigsten Diktatoren der Gegenwart kondoliert. Das heisst, er hat nicht kondoliert. Das heisst er hat kondolieren lassen. Nein, er hat nicht kondolieren lassen, er hat irgendwen geschickt, der . . . irgendwas getan hat, aber nicht sollte. Oder doch, wenn die Nordkoreaner anrufen. Wenn die anderen am Rohr sind - vorsorglich dementieren wir, es war alles ganz anders. Und es soll endlich Schluss sein mit dem dauernden Gerede von der nordkoreanisch-österreichischen Freunderlgesellschaft. Das ist Privatsache. Oder doch nicht. Sehr aufschlussreich. Alles nämlich.

Gast: Pensador
31.12.2011 14:47
0 0

Rote Restbiotope

Seit der glorreiche Realsozialismus im eigenen
Dre... erstickt ist, weiss man nicht, welche Lebensdauer diese noch verbliebenen Vaterländer der Werktätigen als rote Restbiotope haben werden.
Da muss man sich beeilen mit Sympathiebeweisen.

Gast: gast r. s.
31.12.2011 00:21
0 0

Ist es jetzt wahr oder nicht?


Heinz Fischer soll bitte 1. sofort und 2. restlos Rede und Antwort stehen zu diesen ungeheuerlichen Vorwürfen! Öffentlich!

Gast: xxxx
30.12.2011 22:08
1 2

ich bin auf der seite der spö

wenn ein so herausragender mensch stirbt, ist es nur richtig sein beileid auszudrücken.

Antworten Gast: werbistdu
31.12.2011 13:12
0 0

Re: ich bin auf der seite der spö

Ja, gebe dir vollkommen recht, Kim Jong war ein " Herausragender Massenmörder und Wahnsinniger "

4 0

Das kommt doch nicht unerwartet!

Wir wollen es uns doch mit solchen Länder nicht verscherzen! Wir haben ja auch den Carlos per Handschlag verabschiedet, iranische Terrorgangster von der Botschaft aus mit freundlichen Geleit nach einem Mord zum Flughafen begleitet usw. Aber die moralische Keule gegen Amis, Israelis, Briten, Franzosen - verdammt - habe ich ein Land vergessen - die schwingen wir in userem rotgrünen politisch korrekten Überparadies besonders gern. Blöd nur, dass die Mehrheit rot wählt und diese Herren immer wieder in die Regierung bzw. andere wichtige Ämter bugsiert! Traurig aber wahr!

Gast: joppenrat
30.12.2011 20:51
0 1

beim bumsti san die nazln in der partei willkommen, die sozis schicken beileid nach nordkorea...

Oh du mein Österreich!

2 0

Eine unglaubliche engleisung


Antworten Gast: Denkerin der Nation
30.12.2011 21:03
1 3

Re: Eine unglaubliche engleisung

..und HAIDER war bei Saddam der dann zum Tod verurteilt wurde..
..und Strache schickte Leute um bei Gadaffi zu vermitteln...

Irgendwie entgleisen die Jungs alle!

0 0

Die Liste jener Staatsoberhäupter die NICHT bei Saddam & Gadaffi waren


ist sehr, sehr kurz.

0 0

Die Liste jener die die genannten Potentaten besucht haben


und die wegen eigennütziger (öl)Interessen antichambriert haben, liest sich wie das who-is-who der internationalen Weltpolitik. Da sind Haider und Strache klitzekleine Würstel dagegen.

Gast: Pensador
30.12.2011 19:58
12 0

Hat die SPÖ noch demokratischen Anstand?

Wenn man in der SPÖ noch einen Rest von demokratischem Anstand hat, dann gehört dieser Heini aus St. Pölten der sich nicht entblödete "als Privatperson"
zum Tode des roten Politverbrechers zu kondolieren, sofort aus der Partei ausgeschlossen.
Und eine solche Partei wagt es, dauernd untadelig demokratischen Mitte-rechts Politikern Nähe zu NS vorzuwerfen?

Gast: unzensurierter
30.12.2011 17:40
12 1

Feig!

Fischer riecht direkt vor Feigheit!
Hier die Stellungsnahme der Botschaft:
Pyongyang, December 29 (KCNA) -- Austrian Federal President Heinz Fischer expressed deep condolences on the passing away of leader Kim Jong Il.
***Upon his authorization***, the assistant to the president for external policy paid a condolatory visit to the DPRK embassy in Vienna on December 27 and observed a moment's silence before the portrait of Kim Jong Il.
He made an entry in the condolence book. -0-
http://www.kcna.kp/goHome.do?lang=eng

Ich schäme mich für den Präsidenten, und alle, die nicht lesen können oder wollen!

Antworten Gast: werbistdu
31.12.2011 01:32
2 0

Re: Feig!

Nachdem unser Heinzi ja aus der Kirche ausgetreten ist, braucht er ja irgendwo wieder einen Halt, und etwas, woran er glauben kann.
Das ist halt bei ihm der knallharte menschernverachtende Kommunismus.
Mal sehen, ober beim kommenden Opernball mit koreanischen Orden herumläuft.

Antworten Antworten Gast: Pensador
31.12.2011 14:40
0 0

Re: Re: Feig!

Vielleicht trägt er diese Orden nur, wenn er auf der Hohen Wand herumläuft.
Dort kennt er sich ja gut aus.

0 8

Re: Feig!

Nordkoreanische Quellen strotzen bekanntlich nur so vor Glaubwürdigkeit.

8 0

Re: Re: Feig!

so glaubwürdig wie Fischer forsch und mutig ist NK jeden Tag

10 0

nordkorea ist nun mal

ein idealstaat aus sp sicht. bürger die nichts haben, von der welt nichts wissen und für so gut wie alle belange des privaten lebens die erlaubnis bzw. genehmigung eines roten funktionärs benötigen. so wollen es die sozen, nur zugeben trauen sie's in Ö aktuell nicht.
man braucht ja nur die roten gestalten auf ihrem podium bei der mai- parade betrachten.
traurig ist nur, dass sie nach wie vor von einer nicht unbeträchtlichen menge von leute gewählt werden. sollten sie aber wirklich stark werden, wird das einer ihrer ersten maßnahmen sein: demokratische wahlen und pressefreiheit abzuschaffen. ein hoch der zensur, schon immer ein nicht mal verhohlenes credo der roten.

Antworten Gast: Gast 2011
30.12.2011 18:08
8 0

Re: nordkorea ist nun mal

sehr gut kommentiert! Vielleicht sollte man noch hinzufügen, daß die ständige Forderung der SPÖ nach Ganztagesschulen, nach Kinderhorten schon für 3 Jährige und schließlich die "gebührenfreien" Universitäten am Gängelband der Politik demselben Zweck dienen: Verdeckte ideologische Gehirnwäsche im Sinne der Roten. Nordkorea macht es vor!

Gast: schüsselfekter
30.12.2011 17:11
7 1

kein rückgrat

einem mann, der bedenkenlos einen vertrag unterschrieben hat, der im anlaßfall die todesstrafe in österreich wieder zuläßt, ist es ohne weiteres zuzutrauen, das er auch zum tod eines massenmörders kondoliert.

Gast: stone2
30.12.2011 14:59
7 2

und

daun is a ins heisl einmaschiert


Gast: Pips
30.12.2011 14:37
6 1

Liebe Leute!

Freut euch doch mit unseren roten Heinzi. Die dortigen heulen Tag und Nacht. Wir sollten lachen Tag und Nacht. Der Heinzi tut das auch.
Es kommt sogar ein Schneider aus Pjöngjang der ihm extra eine neue Uniform anmisst. Bisher hat er die Uniform nur in seiner Wohnung getragen. (Die First-Lady trägt sie allerdings öffters bei Staatsbesuchen.) Jetzt aber, jetzt will der Heinzi sich nicht mehr verstecken. In der Hofburg werden alle bis zum Heizer im Keller, gemeinsam die Uniform tragen. Dunkelblau mit roten Nelken im Revers.
( Bruno Aigner rennt schon lange so herum. Er ist ja auch der "Vordenker")
Zum ausgehen tragen sie dann Tellerkappen mit rotem pfeildurchbortem Herz, links IL - rechts H ( I love Heinzi). Des is fesch.

9 0

seid net so grauslich!

nachdem unser bp über 81 angestellte in seinem büro verfügt, kann man doch wirklich nicht wissen, was der einzelne da so tut....

Antworten Gast: gasteiny
31.12.2011 10:02
0 0

Re: seid net so grauslich!

81 Angestellte? WAS?

Ein klarer Fall für Einsparungen. Er soll gefälligst mit einem Angestellten auskommen, schliesslich ist der Adel abgeschafft!

3 1

Wo ist das Problem?

Ich verstehe nicht, worin da ein Problem liegen soll. Es wäre normal unter zivilisierten Staaten sich gegenseitig zu kondolieren wenn ein Staatsoberhaupt stirbt.

Höflichkeit hat doch mit Freundlichkeit nichts zu tun. Das ist lediglich ein Akt der Höflichkeit und kein Beitrittsansuchen als Mitglied zur Kommunistischen Partei Nordkoreas.

Höchst peinlich, wenn er das nicht getan haben soll. Noch schlimmer, wenn er es getan hat und jetzt öffentlich leugnet.

Was für ein Lulu ist ein Bundespräsident, der mit der EU abstimmt, wem er kondolieren darf?

 
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