21.05.2013 22:18 Merkliste 0

Kein Kurswechsel: Auch der neue "Führer" zündelt

30.12.2011 | 09:45 |   (DiePresse.com)

Alles bleibt beim Alten. Das richtet Nordkorea den "törichten Politikern in aller Welt aus". Südkoreas Präsident wird als "Verräter" beschimpft.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Nach dem Tod von Nordkoreas Diktator Kim Jong-il hoffte US-Präsident Barack Obama auf "einen friedlichen und stabilen Übergang" in Nordkorea. Auch weil der neue Führer, Kim Jong-un, ein unbeschriebenes Blatt war. Wirklich erwartet hat einen Kurswechsel aber niemand - und das zu Recht. Das Regime unter dem frisch gebackenen "obersten Führer" Kim Jong-un hat nun die Fortsetzung seines bisherigen Kurses angekündigt.

Südkorea und seine Verbündeten sollten auf keine Veränderungen hoffen, hieß es in der ersten Botschaft des Landes an die Außenwelt seit der Machtübernahme durch Kim Jong-un. Die Erklärung wurde am Freitag vom Nationalen Verteidigungsrat abgegeben und von der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA verbreitet.

"Wir erklären in aller Form und mit Nachdruck, dass die törichten Politiker auf der ganzen Welt, einschließlich der Marionetten in Südkorea, keinerlei Veränderungen von unserer Seite erwarten sollten", heißt es in der Botschaft des Rats, der unter Kim Jong-il die entscheidende politische Institution im Land war. Kim Jong-un hat sich seit dem Tod seines Vaters noch nicht öffentlich geäußert.

Keine Beziehungen zu Verräter "Lee Myung-bak"

Nordkorea nimmt im Konflikt um sein Atomprogramm seit Jahren eine harte Haltung ein. Experten gehen davon aus, dass das weitgehend von der Außenwelt abgeschottete und völlig verarmte Land bis in zwei Jahren eine Atomrakete entwickeln kann. Zudem verschlechterte sich das Verhältnis zu Südkorea, seit dort die konservative Regierung von Präsident Lee Myung-bak im Amt ist. Es werde keinerlei Beziehungen zu dem "Verräter Lee Myung-bak und seiner Gruppe" geben, erklärte die Nationale Verteidigungskommission mit Bezug auf den südkoreanischen Präsidenten.

Nordkorea kündigte zudem ohne weitere Erklärung Vergeltung für die "unverzeihlichen Sünden" der südkoreanischen Regierung während der Beisetzung des verstorbenen Machthabers an. Kim Jong-il war am Mittwoch feierlich in Pjöngjang an der Seite seines 1994 verstorbenen Vaters Kim Il-sung beigesetzt worden. Am Donnerstag dann war sein Sohn Kim Jong-un bei einer riesigen Kundgebung offiziell zum neuen "obersten Führer der Partei, der Armee und des Volkes" ausgerufen worden.

Die USA berieten am Donnerstag mit ihren südkoreanischen Verbündeten über die Entwicklung der Lage. US-Verteidigungsminister Leon Panetta habe etwa 20 Minuten lang mit seinem Kollegen Kim Kwan-jin gesprochen, teilte ein Ministeriumssprecher in Washington mit. Oberste Priorität der beiden Staaten blieben Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr zum Thema:

Mehr aus dem Web

68 Kommentare
 
12

ein echter Hoffnungsträger


Wann kommt er

in die Hofburg auf Einladung unseres roten Heinzi?

Mit VIEL fettem Wiener Schnitzel als Gast-Geschenk?

wenn man nordkorea komplett in ruhe liese, wuerde sich das problem von selbst loesen

0 provokation aber auch 0 geschenke (in form von geld, versprechungen, nahrungsmittel, etc.)

die nordkoreaner stehen hinter ihrem fuehrer wegen einem gemeinsamen aussenfeind - sobald man ihnen diesen nimmt, wird der hunger im eigenen bauch wieder bemerktbar, der einen mehr quaelt als ein "feind" in washington d.c.

Re: wenn man nordkorea komplett in ruhe liese, wuerde sich das problem von selbst loesen

Bis der "geliebte Führer" und seine engsten Getreuen den Hunger im eigenen Bauch spüren, dürfte ein Großteil des Volkes schon verhungert sein.

Antworten Gast: nasowas
30.12.2011 23:25
0 0

Re: wenn man nordkorea komplett in ruhe liese, wuerde sich das problem von selbst loesen

aber auch der WESTEN braucht seine Feinde - und das mehr als Nordkorea

oder wie würde man den Dummdeppen sonst die Präsenz von Flugzeugträger USS xyz im sonstwo Golf erklären

... reine Notwehr eben :-D :-D :-D

Gast: Waldläufer 05
30.12.2011 19:41
2 0

Es gab gute Gründe für den Heinzi zu kondolieren.

Er schaut nicht nur auf diesem Bild so aus.
Seit seiner Jugend kann er tun und lassen, was er will. Verwöhntes Diktatorenfrüchtchen mit absoluter Macht. Wird unangenehm sein, in seiner Umgebung zu sein.
Wird den Caligula raushängen lassen und etliche nur zum Spaß töten lassen. Wahrscheinlich die verschämte Idealvorstellung eines Politikerlebens für manche Genossen.

Gast: Freundschaft Genossen
30.12.2011 19:00
5 3

Der Herr Heinz

wird als einer der ersten bald seinen Antrittsbesuch machen. Es gibt sicher viel zu erzählen auf gleichen Niveau und Augenhöhe.

0 0

Re: Der Herr Heinz

Da Fischer ja öffentlich geleugnet hatte kondoliert zu haben will ihn dort vermutlich niemand mehr sehen wollen. Dieser Verlust ist sicherlich leicht verschmerzbar für Österreich. Aber solche Freunde brauchen vermutlich nicht einmal die Nordkoreaner.

3 0

Foto

Zum Foto kann ich nur sagen: Intelligenter Blick...

1 0

Re: Foto

Man soll den unsympatischen Fettsack nicht unterschätzen. Immerhin hat er eine Schweizer Privatuni mit gutem Zeugnis absolviert und spricht mehrere Sprachen perfekt - unter anderem schwizerdeutsch-
Faymann könnte also mit ihm sprechen, denn der spricht außer wiener Dialekt keine Fremdsprache.

Re: Re: Foto

...keine Uni, sondern eine Schule...und Schwyzerdütsch und Wiener Dialekt sind nicht kompatibel. Sollten sie wissen.

0 0

Re: Re: Re: Foto

dann können sie sich ja auf englisch, spanisch oder französisch unterhalten - so lange für den singellingualen Faymann ein Dolmetsch der die Sprachen in Wiener Bazidialekt übersetzen kann da ist :-)

Re: Foto

Im allgemeinen tun wir Europäer uns sehr schwehr asiatische Gesichter zu beurteilen.

Re: Re: Foto

Trotzdem ist er einfach nur SCHIACHHHHH!

0 0

Re: Re: Re: Foto

Das ist wohl richtig, aber darum geht es wohl nicht. Relevant ist, wie er letztlich handelt. Vorläufig sichert er sich einmal seine Macht ab und dabei wäre es nicht hilfreich, wenn er wie ein liebes Bubi dreinschaut. Das sollte man also schon auch ein bisschen realisisch sehen.

Gast: Zivilokkupant
30.12.2011 18:28
2 1

TJa, in gew. anderen Ländern

wird ja ein riesiger Zirkus um "Wahlen" veranstaltet - und nachher läufts genauso weiter wie vorher - kein Kurswechsel, weder in der AUssenpolitik, oder der Innenpolitik...

Und - ein aufgeblähter Militärapparat der ein Eigenleben entwickelt und nach Blut schreit, tja, dieses Fänomen zeichnet nicht nur Nordkoreau aus...

Also, bitte Zurückhaltung mit abwertenden Beschreibungen Nordkoreas.

Aufgeweckte Hirne könnten da schnell auf gewisse Parallelitäten oder Ähnlichkeiten mit anderen Länder stossen...

In Nordkorea sieht man die Machthaber weil sie sich offen zur Schau stellen (altmodisch). IN "gewissen" anderen Ländern verstecken sich die Machthaber hinter Schauspielern, die ihre Seele verkaufen (Politiker).
erkennbar an der INszenierung der Wahlen, Konferenzen, etc. mit grossem Getöse, auf die dann die genau gleiche Politik folgt wie beim Vorgänger, nur besser verkauft...

Tja, die heutigen "modernen" Machthaber rulen eben hinterhältiger, über Medien, Finanz, Filmwelt und gekaufte Poliitker.
Da haben die Nordkoreaner noch viel zu lernen.

Sie könnten ja in einem Land Nachhilfe nehmen, das eine "Traumfabrik" beherbergt.
oder gutmütig und naiv sind.
Und böse Zungen behaupten dass Kim auch nur eine Puppe des nk. Militärs war...

Gast: uburoi
30.12.2011 18:08
1 0

das angebot war zu klein

sie können jemandem in hirschland nicht die fette currywurst anbieten.
der isst pansen, ... aus angst!

Dabei schaut der so herzig aus :-/


4 0

Re: Dabei schaut der so herzig aus :-/

So herzig wie der Qualitinger in der Rolle als Klofrau.

Antworten Antworten Gast: Trollblume
30.12.2011 18:44
1 0

Re: Re: Dabei schaut der so herzig aus :-/

eher klobesen

Gast: Charlie Rivel
30.12.2011 17:48
2 2

ich glaub der schaut nur so böse, das ist rein äusserlich.......

....wenn man ihn zum Mc Donald mitnimmt, dann verwandelt sich sein Gesicht in einen lustigen BÜrger und seine Nase in ein Shrimpes, währenddessen seine Pommerlgefütterten Gedanken schon auf die Kuchen der Meckie-Puddel starren!

Antworten Gast: Trollblume
30.12.2011 19:04
1 2

Re: ich glaub der schaut nur so böse, das ist rein äusserlich.......

Aber nur, wenn der Onkel nicht mit ist.

0 1

Und der Onkel mit der Riesenkappe


befehligt die viertgrößte Armee der Welt.
Das sind keine Entachers und Daraboschs...

Ich hoffe, dass das nordkoreansiche Volk den Mut hat, um aufzubegehren

Aber wenn ich mir das selbst überlege... wie will man sich organisieren, wenn der Staat ALLES kontrolliert? Wer setzt sein Leben aufs Ziel, um etwas zu verbessern?

Ich glaube es kann nur dann passieren, wenn die Leute WIRKLICH die Schnauze voll haben. Die Devise wäre dann: SO will ich nicht mehr leben, ob ich beim Putschversuch draufgeh oder nicht, ist mir mehr oder weniger egal.

Re: Ich hoffe, dass das nordkoreansiche Volk den Mut hat, um aufzubegehren

Solche Systeme sind nur durch Ungehorsam adabsurdum zu führen, dauert zwar lange, aber im allgemeinen ist das Regim ziemlich machtlos dagegen.

0 0

Re: Re: Ich hoffe, dass das nordkoreansiche Volk den Mut hat, um aufzubegehren

Ich verstehe nicht, wie Sie sich das vorstellen. Gerade in solchen Systemen ist man bei Ungehorsam sofort aus dem Verkehr gezogen.

Das einzige, was in einem solchen System möglich ist, ist eine echte Revolte.

 
12