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Finanzsteuer: FDP warnt vor Koalitionszwist

10.01.2012 | 18:16 |   (Die Presse)

Für die Liberalen ist die Tobin-Tax allenfalls auf Ebene aller 27 EU-Mitgliedstaaten denkbar. Merkel hatte bei einem Treffen mit Sarkozy ihre Unterstützung für eine Einführung der Steuer erkennen lassen.

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Berlin/Wien/Ag./Red. Der deutschen Kanzlerin, Angela Merkel (CDU), droht neues Ungemach vonseiten der mitregierenden FDP: Ihre Zusage an Frankreichs Präsident, Nicolas Sarkozy, eine Finanztransaktionssteuer notfalls auch nur auf Ebene der Euroländer einzuführen, bringt den Koalitionspartner auf die Barrikaden. Absprachen könnten nur gemeinsam verändert und „nicht einseitig aufgekündigt werden“, sagte etwa FDP-Finanzexperte Herrmann Otto Solms dem „Handelsblatt“. Sollte sich die CDU im Fall der Finanzmarktsteuer nicht daran halten, wäre die Funktionsfähigkeit der Koalition in ihrem Kern berührt, warnte Solms.

Am Montag hatte Merkel bei einem Treffen mit Sarkozy in Berlin ihre Unterstützung für eine Einführung der Steuer in den 17 Euroländern erkennen lassen, wenn sie sich im Kreis der 27 nicht durchsetzen ließe. FDP-Chef Philipp Rösler hatte jedoch gleich nach dem Treffen betont, dass die Einführung einer Finanztransaktionssteuer für seine Partei allenfalls im Kreise aller Mitgliedstaaten denkbar sei. Dies gilt aber als unwahrscheinlich, weil Großbritannien einen solchen Schritt vehement ablehnt.

 

Finanzplatz Frankfurt in Gefahr?

Ein Grund für die ablehnende Haltung der FDP ist die Befürchtung, dass mit Einführung der Steuer im Euroraum der Finanzplatz Frankfurt gefährdet wäre. „Eines ist klar: Die Geschäfte würden schlicht und ergreifend aus Frankfurt abwandern“, warnt Europaparlamentarier Alexander Graf Lambsdorff. Profitieren würden hingegen die Standorte London, New York, Hongkong und Singapur. So wäre die Steuer letztendlich nutzlos: Denn solange es Ausweichmöglichkeiten gebe, würde sie den gewünschten Disziplinierungseffekt für die Finanzindustrie verfehlen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.01.2012)

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5 Kommentare
Gast: ronom
10.01.2012 19:11
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Deutschland hat wenigstens die FPD.

In Ö hingegen sind für uns Kleinanleger alle Parteien unwählbar, aufgrund ihrer Zustimmung zur Finanztransaktionssteuer.

Re: Deutschland hat wenigstens die FPD.

eh, WIR kleinanleger werden allesamt riesige verluste einfahren, wenn bei unseren gelegentlichen transaktionen 0,01% steuer berechnet werden.
da kostet ja der strom fürs onlinebanking mehr. oder, bei persönlicher weg auf die bank: das doppeln der schuhe!

sie sollten ihre wertvolle kleinanlegerzeit nicht mit lächerlichem sudern verschwenden!

Antworten Antworten Gast: ronom
11.01.2012 15:32
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Wenn sie (Klein)Anleger wären

wüssten sie dass die FTS ist bei Aktien nicht 0,01%, sondern mindestens 0,1% ist. Das ist aber noch nicht das Hauptproblem, sondern dass aufgrund der FTS das Handelsvolumen stark einbricht, und in Folge dessen die Volatilität größer wird.

Das betrifft nicht nur die Kleinanleger, sondern auch sie. Wenn die Kurse ab und zu stärker rauf oder runter gehen dann schimpfen sie auf die Spekulanten, aber dass der Markt durch die FTS noch instabiler wird stört sie merkwürdigerweise nicht.

Bleiben sie lieber in ihrer Kaserne Herr Oberst, vielleicht kennen sie sich dort besser aus.

Re: Wenn sie (Klein)Anleger wären

ja, ich bleib in meiner kaserne.

und sie bleiben in ihrem wutzimmer.

die FTS kommt, und wenn ein paar hiasln jetzt rotieren oder nicht, ist völlig egal!

ps.: ich vermute, ihr seid sogar froh darüber. denn ohne FTS oder anderes hättet ihr keinen grund zum sudern. und was wäre euer leben ohne....?

Antworten Antworten Gast: trader1
11.01.2012 11:48
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Re: Re: Deutschland hat wenigstens die FPD.

gelns sie habe keine ahnung von märkten :-) ? .. so wie halt der faymann, die rudas, der niko und die kronenzeitung ..
wenn sie das wirklich einführen, wird es lustig .. vor allem wenn die nebeneffekte, die sie mangels fachkenntnis nicht mal kennen eintreten werden :-)