26.05.2012 03:42 | Meine Presse Merkliste 0

USA drohen Ägypten mit Stopp der Militärhilfe

27.01.2012 | 09:28 |   (DiePresse.com)

Ägypten hat ein Ausreiseverbot für NGOs verhängt - betroffen sind auch Mitarbeiter aus den USA. Washington fordert die sofortige Aufhebung der Reisebeschränkungen.

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Ausreiseverbote aus Ägypten für Mitarbeiter von Nicht-Regierungsorganisationen der USA belasten die Beziehungen zwischen Washington und Kairo. Wie die "New York Times" online am Donnerstag berichtete, drohte die Regierung von US-Präsident Barack Obama Ägypten ausdrücklich damit, die jährliche Militärhilfe zurückzuhalten. Es geht um eine Finanzspritze von rund 1,3 Milliarden Dollar. Kairo erhält seit drei Jahrzehnten US-Militärhilfe.

Vom Ausreiseverbot betroffen ist auch der Sohn des US-Verkehrsministers Ray LaHood. Hintergrund der Ausreiseverbote sind Untersuchungen gegen mehrere Nicht-Regierungsorganisationen.

Wie die "New York Times" weiter unter Berufung auf drei informierte Personen schreibt, warnte Obama den Chef des ägyptischen Militärrats, Feldmarschall Mohammed Hussein Tantawi: Die diesjährige Militärhilfe hänge davon ab, dass Ägypten fühlbare Schritte in Richtung Demokratie mache. Obama habe sich speziell auf die strafrechtlichen Untersuchungen gegen mehrere Pro-Demokratie-Gruppe bezogen, die von ausländischen Geldgebern finanziert würden. Dazu gehört auch das International Republican Institute, dessen Ägyptenchef Sam LaHood ist. Tantawi scheine Obama aber nicht geglaubt zu haben, schreibt das Blatt.

USA fordern Aufhebung des Reiseverbots

Das US-Außenministerium forderte Ägypten am Donnerstag auf, die Reisebeschränkungen sofort aufzuheben, damit die Betroffenen so schnell wie möglich ausreisen können. Sie hoffe, dass das Problem in den kommenden Tagen gelöst werden könne. Ein Mitarbeiter einer der US-Organisationen im Visier der ägyptischen Behörden sagte laut "Washington Post" etwa 40 Ausländer stünden auf der Reiseverbotsliste.

Der Sprecher des ägyptischen Außenministeriums sagte laut "New York Times", die Reisebeschränkungen seien "ein rein juristischer Prozess", die auf Anforderung der Justiz verhängt worden seien.

Die vom Militär geführte ägyptische Regierung begann vor Monaten, die Finanzierung gemeinnütziger ägyptischer Organisationen durch ausländische Geldgeber zu untersuchen. Auch ausländische Organisationen gerieten ins Visier der Behörden. Es gab Haussuchungen und Beschlagnahmungen. Die Behörden begründeten das Vorgehen mit dem Verdacht auf illegale ausländische Finanzhilfen für ägyptische Organisationen. Der US-Kongress und das US-Außenministerium reagierten entrüstet.

(Ag. )

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33 Kommentare
 
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Gast: Han
27.01.2012 15:17
4 1

Islam

Gelinde ausgedrückt mögen diese neuen sich zur religiösen Diktaturen entwickelnde Länder dort hin gehen wo sie wollen und sich ihr Geld von den Salafisten Saudiarabiens und der Golfstaaten holen.
Die Einnahmen aus dem Tourismus und die Unterstützung westlicher Länder wird eben ausbleiben, diese Länder sind ohnehin nicht darauf angewiesen von den "Ungläubigen" Geld anzunehmen!

Gast: Karl Huber
27.01.2012 13:50
4 0

Interessant..

Also die USA liefern noch immer Waffen zu den Mullahs in Ägypten?
Das wird Israel aber ganz besonders freuen...

Gast: Hillary Kreischton
27.01.2012 12:54
7 1

Die Demokratisierung in Ägypten, Libyen und Syrien

nimmt langsam eine erkennbare Gestalt an.

3 4

Wenn in den USA ...

... eine arabische Organisation anti-USA organisieren würde, würden die USA wesentlich schärfer handeln.
Die sollen froh sein, dass die Ägypter so ein friedliches Völkchen sind (vor allem im Vergleich mit den USA).

Antworten Austrian
27.01.2012 13:53
1 0

Re: Wenn in den USA ...

"Friedliches Völkchen"?
Hm, kann mich nicht erinnern wann in den USA in den letzten Jahren Staatsbürger wegen der falschen Religion massakriert worden sind - Stichwort "Kopten".

Antworten Antworten Gast: Hans Beimler
27.01.2012 14:18
0 1

Re: Re: Wenn in den USA ...

Nicht in den USA, aber im Irak und Afghanistan mit Drohnen und Flugzeugen. Und manchmal werden sie nach Guantanamo gesteckt.

Antworten Antworten Antworten Austrian
27.01.2012 16:04
1 1

Re: Re: Re: Wenn in den USA ...

Ägypten hat in der Vergangenheit genauso einige Angriffskriege gegen Israel geführt mit dem Ziel, letzteres von der landkarte zu fegen. Verschonen Sie mich bitte mit Ihrem selektiven USA-Bashing.

Gast: jurek molnar
27.01.2012 12:25
0 0

Ausländer sind auch in Ägypten nicht immer Ausländer

Die Salafisten haben Millionen Dollar aus den Emiraten und Golfmonarchien erhalten, aber diese Finanzhilfen werden nicht weiter untersucht.

TomM0880
27.01.2012 11:31
3 0

Ist schon...

Frühling?

derfreund
27.01.2012 11:18
2 2

Obama wird bestimmt eine Stelle finden,

wo er seine Dollars stecken kann!

Antworten karl gross
27.01.2012 14:24
0 0

Re: Obama wird bestimmt eine Stelle finden,

da steckt sicher schon einiges ...

9 1

eine win-win situation.



der verteidigungsminister erspart sich die militärhilfe.
und die CIA erspart sich die gehälter für die ngo-mitarbeiter vor ort.


Antworten Gast: tempa
27.01.2012 13:10
3 0

Re: eine win-win situation.

Vor Jahren las ich die Memoiren eines israelischen Agenten, der auch in Äqypten Dienst tat. Der erwähnte solche Dinge wie Mitarbeiter von NGOs auch nicht als Agenten. Stattdessen werden weit subtilere Methoden geschildert, sich Informationszuträger zu verschaffen. Manche wurden angeworben, andere wussten nicht mal, das ihre Aussagen ausgewertet wurden.
Tja, der bekannt technikaffine CIA soll also über amerikanische NGO - ja was eigentlich?
Spionieren?
Also bitte, die USA könnte wohl jedes Telefongespräch überwachen, jedes email dort mitlesen.Sie könnte jedes Gespräch mithören. Sie verfügt wohl über die Informationen, die der Mossad dort mit seinem vermutlich dichten Agentennetz dort sammelt und hat wohl genügend eigene bezahlte ägyptische Informanten. Die brauchen keine NGO-Mitarbeiter, die dort so auffällig wie Braunbären in der Arktis sind.

Das ist wohl genau so logisch, wie der Verdacht, irgendwelche armselige Touristen,die sich mit ihren Kompaktkameras über die iranische Grenze verirrten, seinen amerikanische Spione. Gleichzeitig wird das Programm der Iraner in ihren geheimsten Anlagen sabotiert,wichtige iranische Wissenschaftler in der Haupstadt problemlos getötet und die Amerikaner haben die modernsten Überwachungssateliten und elektronischen Überwachungsanlagen .Aber ja, die Amerikaner schicken ein paar Rucksacktouristen los, damit die in der iranischen Einöde mit ihren 300 Dollar teuren Kameras Fotos machen.

Bitte um etwas mehr Realismus.

2 0

Re: Re: eine win-win situation.

Bitte um etwas mehr Realismus.

als ein wichtiger grund für das scheitern des irak-abenteuers wurde genannt, dass die amis voll auf ihre technischen (überwachungs)möglichkeiten vertraut und auf agenten vor ort und deren einschätzung der lage verzichteten.

wo niemand ist, dort ist man geneigt, auch amateure in ngo-uniform hinzuschicken.

Antworten Antworten Antworten Gast: tempa
27.01.2012 16:39
0 0

Re: Re: Re: eine win-win situation.

Also bitte, die Situation im Irak ist ein asymmetrischer Krieg. Dort sind islamistische Freiwilige aus verschiedenen Ländern, alte Kader, Kriminelle und inländische Gruppierungen, die auch untereinander verfeindet sind. Da prallen mit westlichen Soldaten und arabischen Einheimischen nicht überbrückbare Welten aufeinander, egal ob nun Agenten oder Amateure die Lage "einschätzen".In Afghanistan haben Amerikaner und Co zahlreiche Agenten vor Ort verloren, weil die die Lage falsch einschätzen. Ein deutscher Offizier erzählte mir einmal, wie misstrauisch seine Einheit gegenüber Einheimischen agiere, seit die erleben musste, wie blitzartig eine scheinbare friedliche Atmosphäre aus nichtigem Anlass in Aggression umschlug.

Was bitte sollen NGO-Mitarbeiter in Ägypten rausfinden?Was sollen die der CIA erzählen, was die nicht selber viel umfassender in Foren,Twitter,Zeitungen und Co. nachlesen kann?

Übrigens sind NGOs wohl kaum die Mitarbeiter, die man sich als Geheimdienst wünscht:

http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,806718,00.html

Wie ich so höre,sind die im Artikel beschrieben Zustände auch in vielen anderen Ländern durchaus üblich.

Gast: Giftspritzer
27.01.2012 10:31
3 2

Dummheit wird bestraft!

SSKM

Gast: Han
27.01.2012 10:28
12 2

Eine Islamisierung

der ägyptischen Gesellschaft war und ist zu erwarten.

Es tun einem die modernen jungen Leute leid die nunmehr von einer Pseudoherrschaft in die andere hineingeraten.

Jeder Dollar Unterstützung dient dazu die Herrschaft jener Gruppierungen zu unterstützen die einen Kalifatstaat haben wollen!

Antworten Gast: tempa
27.01.2012 13:25
1 0

Re: Eine Islamisierung

Viele der arabischen Jugendlichen wünschen sich allerdings eine islamische Rebublik mit islamischer Gesetzgebung:
http://www.zeit.de/2012/02/Dschihad-Demokratie

Hier können sie sich die demographischen Daten von Tunesien ansehen:
http://www.presseanzeiger.de/media/bilder/433549-1.php

Vergleichbar ist die Situation in Äqypten. Die Mehrzahl der Wähler von Muslimbrüder und Salafisten sind ja keine alten Männer, sondern müssen junge Leute sein.

TicTacToe
27.01.2012 10:27
2 0

na da bahnt

sich auch was an. kein wunder wenn die amis so schnell wie möglich den irak verlassen möchten....das gut tranierte personal wird bald woanders benötigt !

Gast: tamatara
27.01.2012 10:22
3 0

Wen wundert's?

Obama hat Mubarak wie eine heisse Kartoffel fallen gelassen. Was hat er denn gedacht....?
Dass Ägypten ein Hort der Demokratie würde?!
Jeder halbwegs interessierte Beobachter der nahöstlichen Szene hat berechtigt gefürchtet, dass nach dem brutalen (aber zumindest berechenbaren) Mubarak islamistische Hitzköpfe das Land regieren, die aber auch alles inbesondere den Friedensvertrag mit Israel in Zweifel ziehen.
Die USA waren leider immer schon recht naiv, was Aussenpolitik betrifft.

Gast: Histi
27.01.2012 09:58
7 0

!!!

Die radikale Islamisierung Nordafrikas ist im vollen Gange und wurde auch noch von den kurzsichtigen und offensichtlich schwachsinnigen europäischen Politikern unterstützt, obwohl aus arabischen (!) Kreisen genau vor dieser Entwicklung gewarnt wurde! Gute Nacht, Europa!

Gast: Hubertus
27.01.2012 09:43
3 3

Das wahre Gesicht

Jetzt, wo die Militärhilfe nicht mehr, wie unter Mubarak, zur Unterdrückung des eigenen Volkes verwendet wird, zeigen die USA ihr wahres Gesicht.

8 0

keine ausreise usw. ...

der preis für das gutmenschentum.

Antworten Gast: ido
27.01.2012 10:30
0 4

Re: keine ausreise usw. ...

also wärns besser gleich bei der Diktatur geblieben, oder wie ist dein posting zu verstehen?

Antworten Gast: Großstadtbewohnerin
27.01.2012 09:49
1 0

"Gutmenschentum" in Ägypten?


Antworten Antworten karl gross
27.01.2012 14:39
0 0

Re: "Gutmenschentum" in Ägypten?

absolut !

nur dass das gutmenschentum in ägypten eine weiter fortgeschrittene intensitätsstufe erreicht hat als in europa. vom prinzip her aber das gleiche:

moralische dogmen denen sich alles und jedes unterzuordnen hat, or else ...

wetten dass sie es nicht schaffen, ein posting mit dem wort 'kulturmarxisten' (begriff für das europäische politische gutmenschentum aus den schriften des attentäters von norwegen, anders breivik) erscheinen zu lassen ?

qed ;)

 
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