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Iran: Bis zu 15 Jahre Öl-Lieferstopp an die EU?

29.01.2012 | 17:42 |   (DiePresse.com)

Die EU hat ein Import-Verbot für iranisches Öl beschlossen. Im Streit um das iranische Atomprogramm erwägt Teheran nun selbst den Ölhahn zuzudrehen.

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Im Streit über das iranische Atomprogramm erwägt die Islamische Republik einem hochrangigen Parlamentarier zufolge der Europäischen Union langfristig den Ölhahn zuzudrehen. Fünf bis 15 Jahre könnten sämtliche Exporte in die EU unterbunden werden, sagte Mohammad Karim Abedi der Nachrichtenagentur FARS zufolge am Sonntag.
Die EU hat unlängst ein Import-Embargo für iranisches Öl ab dem 1. Juli beschlossen, um den Iran zum Einlenken im Atomstreit zu zwingen.

Das Teheraner Parlament verschob am Sonntag zunächst die Debatte über ein Notgesetz, das mit sofortiger Wirkung Öllieferungen in die EU stoppen würde. Noch sei kein solcher Entwurf vorgelegt worden, sagte ein Sprecher des Energie-Ausschusses im Parlament. Es gebe aber einen Vorschlag von Abgeordneten, der ernsthaft begutachtet werde. "Wir hoffen, dass wir unsere Diskussionen bis Freitag abschließen können", sagte der Sprecher.

Iran-Ölstopp würde Griechenland hart treffen

Mit dem Gesetz will das zweitgrößte OPEC-Ölexportland den Plan der EU vereiteln, den geplanten Importstopp erst nach sechs Monaten voll wirksam werden zu lassen. In der Übergangszeit sollen sich besonders vom iranischen Öl abhängige Länder - wie das von der Schuldenkrise ohnehin schwer angeschlagene Griechenland - der Lage anpassen können.

Das Gesetz sieht vor, alle Länder, die wegen des iranischen Atomprogramms einen Boykott iranischer Öllieferungen beschlossen haben, sofort von der Belieferung mit Öl und Erdölprodukten auszuschließen. Das träfe die Europäische Union. Alle Lieferungen würden sofort gestoppt, obwohl die Europäer noch bis Juli laufende Verträge abwickeln wollen und zudem Ausnahmen vorsehen.

Irans Regierung ignoriert oft das Parlament

Das iranische Parlament hat schon mehrmals drastische politische Entscheidungen getroffen, die dann aber von der Regierung ignoriert wurden. So bestand das Parlament 2011 vergeblich darauf, die Zusammenarbeit mit der Internationalen Energiebehörde zu revidieren.

(Ag.)

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41 Kommentare
 
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Gast: Hastalavista
30.01.2012 09:40
3 0

Verständlich

An der Stelle des Iran würde ich auch mit einem sofortigen Lieferstopp auf das ungerechtfertigte Embargo der EU reagieren. Warum soll der Iran noch bis Juli an die EU liefern? Nur weil es der EU gefällt bis dahin noch Öl aus dem Iran zu beziehen? Der Iran wäre blöd, wenn er so lange warten würde.

"Gast: qwe rtz" hat es sehr richtig geschrieben:

"Das Ölembargo ist dem Iran so lang wie breit..
..weil das iranische Öl dann halt nach China geht." Aber das haben die Polit-dilettanten in Europa natürlich erkannt - und werden deshalb sicher auch demnächst China (als Unterstützer des Iran-Regimes) mit irgendetwas boykottieren. Gottogottogottogott!


Öl

Die Ami kennen doch beim Öl eh keinen Spaß! :-)

Gast: efes pilsen basket
30.01.2012 08:21
0 0

ojee oyeee

lächerliches eu .. zum auslachen...zum essen haben sie nichts .. aber wollen welt politik machen

Auch Ahmedinejad

mit seinen Mullahs wird fallen,bald nach Assad und es wird gut so!

Antworten Gast: jdkdbdj
30.01.2012 08:35
1 0

Es heißt wohl eher

Auch die Mullahs mit ihrem Ahmadinejad...

Aber was das genau mit völkerrechtswidrigen Sanktionen gegen das Land und seine Bevölkerung sowie Irans Reaktion darauf zu tun hat ist mir nicht ganz klar.

Gast: Harlsbacher
30.01.2012 00:23
1 0

Griechenland, Italien und Spanien

wollten die Sanktionen umgehen und gleich wie Indien das Öl halt über eine türkische Bank abrechnen. Das war der Plan und die EU hätte offiziell israelische Außenpolitik gemacht.

Leider war dieser Beschluss der EU Sanktionen so außerordentlich dumm (der US Verteidigungsminister hat noch eine Woche davor betont, dass Iran NICHT an einer Atomwaffe arbeite und somit nicht den Sperrvertrag bricht), dass der Iran sofort gesagt hat: Ok dann beschließen wir einen Exportstop für ganz Europa.

Es kam wie es kommen musste, angesichts eines Exportstops in wenigen Tagen sind die Sanktionsbeschließenden EU Staatschefs zu Kreuze gekrochen und Iran hat die Parlamentssitzung vertagt.

Ein freundlicher Zug von denen angesichts der Weise wie der Westen mit ihnen umspringt und der Tatsache, dass China das frei gewordene Öl sofort schlucken würde.

Gast: qwe rtz
30.01.2012 00:17
0 0

Das Ölembargo ist dem Iran so lang wie breit..

..weil das iranische Öl dann halt nach China geht.

Dass Europa dem Iran ohne Not den Wirtschaftskrieg erklärt ist diplomatisch schädlich, in der Sache praktisch wirkungslos, und erschwert eine diplomatische Lösung.

Es würde mich ja nicht wundern, wenn Österreich jetzt mit gutem Beispiel voranginge und seine furchtbarste Wirtschaftswaffe gegen den Iran zieht: Das Mozartkugelembargo!

Hier noch ein kurzer Blick auf die geostrategische Lage um den Iran herum, falls noch unklar sein sollte warum der Iran kein Interesse hat dem Westen was auch immer offenzulegen, am wenigsten sein Atomprogramm:
http://needlenose.com/i/swopa/us-military-bases-surround-iran.jpg

Dem Iran ist natürlich längst klar geworden dass der Verzicht auf Atomwaffen einen militärischen Angriff gegen ihn nur noch wahrscheinlicher machen wird. Der Verzicht auf Massenvernichtungswaffen hat bekanntlich weder dem Irak, noch Libyen geholfen.

Gast: abachaba
29.01.2012 22:09
0 5

Wir brauchen eure Gnade nicht!

Steckt euch euer Öl sonstwohin! und bekommt Durchfall davon!

Re: Wir brauchen eure Gnade nicht!

geh zufuss!! ;-)

Gast: Gasti
29.01.2012 21:54
1 0

Und zum Dank schicken wir ihnen unseren Aussenminister!

Den GROeAAZ brauchen wir naemlich nicht mehr.

Den koennens dann in irgendeinem Harem als Eunuchen einsetzen.

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Der Kniefall vor den USA ist ziemlich bl.d.


Wer hat die erste A-Bombe in krieg. Absicht abgeworfen??? Und die machen sich jetzt besonders wichtig.

Es geht wieder einzig und alleine um das berühmte kleine Land in der Region, das uns immer wieder mit vergangenen fürchterlichen Ereignissen erpresst.

Wo ist die europ. Solidarität z.B. in Afrika, wo wegen der Ressourcengier der gr. Industriestaaten Bürgerkriege angezettelt werden, wo 10.000e verhungern,
wer befreit die Menschen in Nord Korea etc.etc.etc.

Ist das europ. Engagement so weit konfessionsabhängig, dass wir unsere Wirtschaft vorsätzlich deminlieren?


Re: Der Kniefall vor den USA ist ziemlich bl.d.

Wahnsinnsargumente, besonders das mit der Atombombe.

Re: Re: Der Kniefall vor den USA ist ziemlich bl.d.

finde auch, dass das ein gutes argument ist!

der zug der iraner ist schlau, muss man schon sagen!

Re: Re: Der Kniefall vor den USA ist ziemlich bl.d.

finde auch, dass das ein gutes argument ist!

der zug der iraner ist schlau, muss man schon sagen!

Re: Re: Re: Der Kniefall vor den USA ist ziemlich bl.d.

Jop sich einfach so mal vom internationalen Finanzsystem ausschließen zu lassen ist de facto grenz genial.

Gast: werbistdu
29.01.2012 19:57
3 5

Kein Öl aus dem Iran

hat auch einen Vorteil.
Europa wird sich dadurch vermehrt erneuerbarer Energie widmen.
Da tut uns der Bärtige sogar einen Gefallen.
Außerdem bezweifle ich, ob er in 15 Jahren noch was zu sagen hat.

Wenn der andere Artikel so schnell verschwindet, dann wirds nochmal geposted!

Bevor wieder ein falsches Zitat bemüht wird, hier die richtige Übersetzung.

"This regime that is occupying Qods must be eliminated from the pages of history."

http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=1747

Gast: Giftspritzer
29.01.2012 19:18
2 2

Gute Idee!

Auch wenn ich und alle EU-Bürger dann (wieder) mehr fürn Sprit zahlen müssen, finde ich es im Sinne des Friedens eine wunderbare Lösung!

Die Chinesen wird's auch freuen ^^

7 1

15 jahre Lieferstopp an die EU?

Und in Peking knallen die Sektkorken...

Re: 15 jahre Lieferstopp an die EU?

Wer in Europa braucht in 10 Jahren noch Öl, besonders persisches, das jetzt bereits gerade mal 7% ausmacht?
Kindische Reaktion das, die deutlich macht wie unfähig dieses grauenhafte Duo Khameini/A.nedschad in Wirklichkeit ist.

Gast: Wolfgang aus Gmunden
29.01.2012 19:09
7 1

Atomprogramm ist nachvollziehbar

Irak, Iran, Nordkorea, Afganistan und Lybien sollen die Achse des Bösen darstellen.
Was ist mit den Ländern geschehen?
Irak wurde von den Amis angegriffen
Afganistan wurde von den Amis angegriffen
Lybien wurde mit Hilfe der Amis destabilisiert
Nordkorea beugt mit Atomwaffen vor
Iran beugt mit Atomwaffen vor

Wer will das unter diesem Gesichtspunkt verurteilen?

Gast: tsaG
29.01.2012 19:02
2 1

Was ist schon die EU..

Wir stellen immerhin gerademal 20% ihrer Ölkunden dar, was zwar nicht unerheblich, aber für den Iran verkraftbar ist.

Die Großkunden China, Indien und Russland importieren nicht nur weiterhin Öl und ignorieren die Sanktionen, sie sind auch gerade dabei sich zu einigen, das Öl nicht mehr wie (gezwungenerweise) in Dollar, sondern in Gold abzuwickeln....

Wir sinken


Hosen voll

Also keine Sperrung der Straße von Hormuz.
Nur leere Drohungen. Eigentlich schade.

Antworten Gast: kriegsspieler123
29.01.2012 20:41
0 3

Re: Hosen voll

wenns ernst wird, ziehen sie halt plötzlich den schwanz wieder ein, peinlich peinlich, so schafft man sich kein ansehen in der welt

Gast: Demokratius
29.01.2012 18:26
7 1

sämtliche Exporte in die EU unterbunden

Da der Iran für Europa absolut keine Bedrohung darstellt, ist der Wirtschaftsboykott der "Wertegemeinschaft" gegen den Iran überhaupt nicht im Interesse der europäischen Bevölkerung sondern rein im Interesse fremder, außereuropäischer Staaten. Es zeigt wieder einmal, in wessen Dienst viele sogenannte "Volksvertreter" stehen. Sie sind jedenfalls nicht "Freunde" ihres eigenen Volkes, sondern gehören irgendwelchen anderen Freundeskreisen an.

 
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