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Ungarischer Rechtsextremist und Autor Csurka gestorben

04.02.2012 | 14:16 |   (DiePresse.com)

Nach großer Empörung wurde die Ernennung zum Intendanten des "Neuen Theaters" erst kürzlich zurückgenommen.

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Der ungarische Dichter und Politiker Istvan Csurka ist am Samstag im Alter von 77 Jahren gestorben, berichtete die amtliche Ungarische Nachrichtenagentur (MTI). Die Umstände seines Ablebens sind noch unbekannt. Csurka war Vorsitzender der außerparlamentarischen, rechtsextremen Wahrheits- und Lebenspartei (MIEP) und bekannt für seine rechtsextremen und antisemitischen Äußerungen. Nach politischen Misserfolgen, wie Niederlagen bei Parlamentswahlen, war Csurka von der politischen Bühne verschwunden.

Csurka kam jüngst wieder ins Gespräch, als Istvan Tarlos, der rechtskonservative Bürgermeister von Budapest, Csurka auf den Posten des Intendanten des "Uj Szinhaz" ("Neues Theater") setzte, was eine große Protestwelle im In-und Ausland zur Folge hatte. Csurka wollte mit dem neuen Theaterdirektor György Dörner, der oft für seine Neonazi-Ansichten kritisiert wurde, ein "nationales Theater" schaffen. Laut Medienberichten plante er die Umbenennung des "Neuen Theaters" in "Heimatfront-Theater". Csurkas Ernennung zum Intendanten wurde letztlich wegen dessen radikaler Äußerungen - in einer Art, die "nicht mit der europäischen politischen Kultur" zu vereinbaren sei, zurückgenommen, wie Tarlos erklärte.

Literaten vom Politiker "getrennt beurteilen"

Csurka gehörte von 1998 bis 2002 zu den Abgeordneten des ungarischen Parlaments; er lehnte den Beitritt Ungarns zur NATO und EU ab. Laut Janos Szentmartoni, Präsident des Ungarischen Schriftstellerverbandes, müsse die Nachwelt das literarische Schaffen Istvan Csurkas vom Politiker "getrennt beurteilen". Sein Lebenswerk als Schriftsteller sei "bedeutend", obwohl Csurka in den letzten Jahren wenig geschrieben habe, erinnerte Szentmartoni. Mit Csurka habe sich "eine große Persönlichkeit der ungarischen Literatur aus den Reihen der Lebenden entfernt".

Jobbik bezeichnete den Tod "eines der größten ungarischen Dramatiker als Riesenverlust für die ungarische Kultur".

 

(APA)

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7 Kommentare
Gast: Leon Walras
05.02.2012 11:50
2 3

Jaja ...

... die Welt ist wieder ein bisserl schöner, freundlicher und lebenswerter geworden ... vor allem für unsere Nachbarn.

Politicus1
04.02.2012 16:06
7 2

Die Umstände seines Ablebens sind noch unbekannt


persil 4.0
04.02.2012 15:09
23 19

Die Bezeichnung "Rechtsextremist"


hat sich zur Auszeichnung entwickelt!

Denn diese Auszeichnung bekommen nur mehr Menschen die für die Abschaffung von Korruption und Kommunismus kämpfen, eben für das Volk da sind!

Wer diese Auszeichnung nicht hat, muß schon mit Vorsicht betrachtet werden!


Antworten lsteve
04.02.2012 19:23
7 8

Sie scheinen keine Ahnung zu haben!

Csurka István, vom Stalinisten zum Rechtsextremisten, Hetzer und wohl bekanntesten Antisemiten Ungarns. Das gefällt Ihnen? oder wollen Sie ihm jetzt "bloß"einen Persil-Schein ausstellen??

Antworten Gast: hurka
04.02.2012 16:43
10 10

Re: Die Bezeichnung "Rechtsextremist"


War er nicht Ehrengast beim Ball der Edlen in der Hofburg?

Antworten Gast: ariel
04.02.2012 15:33
12 19

Re: Die Bezeichnung "Rechtsextremist"

eben. früher hieß das nazis..! rechtsextremist ist euphemistischer schönsprech für das gleiche menschliche geschmeiß mit schmiß.

Antworten Antworten Gast: Antikom
04.02.2012 19:41
7 6

Re: Re: Die Bezeichnung "Rechtsextremist"

Wissen Sie, dass Sie mit dieser Aussage den Tatbestand der Verhetzung und Verleumdung erfült haben? Nur mehr ein roter Staatsanwalt kann Sie retten