26.05.2012 03:48 | Meine Presse Merkliste 0

"Die USA haben genug": Romney siegt in Nevada

05.02.2012 | 09:15 |   (DiePresse.com)

Der Republikaner Mitt Romney gewann die US-Vorwahlen in Nevada mit 42,5 Prozent vor Newt Gingrich. Nach der Auszählung erklärte er in Richtung Präsident Barack Obama: "Die USA haben genug von Ihrer Hilfe".

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Mitt Romney, Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner, hat seine Rolle als Favorit im parteiinternen Vorwahlkampf weiter festigen können. Aus der Abstimmung im Staat Nevada ging Romney in der Nacht auf Sonntag ersten Ergebnissen zufolge mit 42,5 Prozent der Stimmen als klarer Sieger hervor. Sein ärgster Rivale Newt Gingrich, Ex-Präsident des Repräsentantenhauses, folgte nach Auszählung von knapp 43 Prozent der Stimmen mit 26,2 Prozent auf Platz zwei. Der texanische Abgeordnete Ron Paul landete in Nevada mit 18,4 Prozent auf Platz drei, der christlich-konservative Ex-Senator Rick Santorum kam auf 13 Prozent der Stimmen.

"Herr Präsident, Nevada hat genug von Ihrer Hilfe", erklärte Romney nach seinem Sieg mit Blick auf US-Präsident Barack Obama von den Demokraten, gegen den er im November antreten will. "Und Herr Präsident, die USA haben auch genug von Ihrer Hilfe", gab sich Romney siegessicher. "Die USA brauchen einen fähigen Präsidenten, der die Wirtschaft wieder in Gang bringt, weil er etwas von der Wirtschaft versteht", sagte der Multimillionär.

Romneys Sieg kam nicht überraschend - in Umfragen hatte der Ex-Gouverneur von Massachusetts klar vorne gelegen, was nicht zuletzt daran gelegen haben könnte, dass in dem Wüstenstaat viele Mormonen leben. Vor vier Jahren, als sich Romney bereits erfolglos um die Kandidatur bemüht hatte, hatten die Wähler in Nevada bereits mit großer Mehrheit für ihren Glaubensbruder gestimmt.

Gingrich gibt sich kämpferisch

Romneys Sieg ist bereits sein zweiter in Folge im umkämpften US-Vorwahlkampf, bei dem sich die Bewerber der Republikaner Staat für Staat zur Wahl stellen, um am Ende den Kandidaten zu bestimmen, der bei der Wahl im November gegen Obama antritt. Nach einem Überraschungssieg Gingrichs in South Carolina fuhr Romney am Dienstag in Florida einen deutlichen Sieg ein. Seit seinem Erfolg in South Carolina gelingt es Gingrich nur in Maßen, Romney gefährlich zu werden.

Nach der Wahl in Nevada zeigte sich Gingrich am Samstag aber kämpferisch. Er kündigte an, bis zum Ende des Vorwahlkampfes im August antreten zu wollen. "Wir werden den ganzen Weg bis Tampa weitermachen", versicherte Gingrich mit Blick auf den Parteitag der Republikaner in der Stadt in Florida im August und reagierte damit auf Gerüchte von Romneys Wahlkampfteam, er wolle sich aus dem Rennen zurückziehen.

--> Alle Vorwahl-Termine im Überblick

Neben Nevada begannen am Samstag auch die Vorwahlen in Maine, die sich allerdings über einen Zeitraum von einer Woche erstrecken. In beiden Staaten wird nach dem Caucus-Prinzip abgestimmt. Dabei finden örtliche Wahlversammlungen mit Diskussionen über die Präsidentschaftsbewerber statt, bei der die Teilnehmer am Ende ihre Stimme abgeben. In Nevada waren insgesamt 28 der fast 2300 Delegierten für den republikanischen Nominierungsparteitag Ende August zu holen, die proportional nach dem Wahlergebnis auf die Bewerber verteilt werden.

Mitt Romney: Millionär als ''Polit-Chamäleon''

Alle 13 Bilder der Galerie »

(Ag.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

13 Kommentare
Gast: mormoni
05.02.2012 20:09
1 0

ganz schon mutig und überheblich für einen, der

sich bei Bush bedanken soll, der die Finanzkrise Obama als Geschenk und Aufgabe überreicht hat.


Antworten Gast: Giftspritzer
06.02.2012 09:15
0 0

Re: ganz schon mutig und überheblich für einen, der

Ich dachte die FInanzkrise ist wegen der US-Immoblase entstanden. Und für die Immoblase war die Fed verantwortlich!

Antworten Bombur
06.02.2012 06:58
0 0

Re: ganz schon mutig und überheblich für einen, der

Naja die Bush era ist seit mehr als 2 Jahren vorbei, da könnte man eigentlich schon Ergebnisse erwarten vom Herrn Obama was die Regulierung der Finanzmärkte angeht.

Gast: LRTG
05.02.2012 16:55
2 1

Wenn sie Republikaner nicht mehr zu bieten haben ...

..als Romney, braucht Obama wenigstens nicht viel Zeit mit Wahlkämpfen vergeuden.

Gast: Be-obachter
05.02.2012 15:46
1 3

Was ist mit Mister "Yes, we can" ???

Alles nur Geschwätz? Offensichtlich!

starfish
05.02.2012 15:40
6 1

Dummschwätzer mit Zahnpastelächeln

a la Hollywood kommen in Amerika immer gut an
das erste was Republikaner in die Wege leiten ist ein Angriff auf Iran
diesmal würden sie allerdings mit China die Klinge kreuzen
Obama kann eine Wirtschaft nicht in drei Jahren in Schwung bringen ,die sein Amtskollege und schlechtester Präsident den USA jemals hatte in 8 Jahren ruiniert hat

Antworten karl gross
05.02.2012 20:44
0 0

Re: Dummschwätzer mit Zahnpastelächeln

es kann halt nicht jeder staat mit dem glück rechnen, von einem wirtschaftsexperten vom kaliber eines fayman regiert zu werden ;)

Gast: Oba wos
05.02.2012 14:54
7 5

Jeder Hype stellt sich früher oder später als peinlicher Irrtum heraus.

Die Obamania wird als Musterbeispiel in die Geschichte eingehen, wie linksgerichtete Medien die ihnen genehmen Politiker und Politiken hypen, nur damit die dann kläglich versagen.

Ich persönlich glaub den Medien gar nichts mehr. Besonders nicht dem ORF, von dessen Büros aus ja noch immer eine Art Obama- Hofberichterstattung veranstaltet wird.


jerry91
05.02.2012 14:29
5 0

die nächste Marionette

der Banken u. Militärmafia ist im Anmarsch, aber der Großteil der Amis kapiert nicht, dass sich genau nix zu Obama ändern wird...

0 0

Marionette hin oder her: Demokratie kann keine Inhalte garantieren, nur die CHANCE auf Wandel.


Mit Obama gehts "sicher" weiter wie gehabt. Ohne Obama aber "könnte" sich was ändern, was schon einmal deswegen gut wäre, weil sich in den USA verdammt viel ändern "müßte", damit die in 2-5 Jahren nicht genau dort landen, wo Griechenland heute schon ist.

parapente
05.02.2012 13:39
2 3

"Yes we can"

(oda do net?)

Gast: Grüner Kacktus?
05.02.2012 10:49
6 2

Ron Paul

als unabhängiger Kandidat und er gewinnt die Wahl

Antworten pck0
05.02.2012 23:17
0 0

Re: Ron Paul

Gewinnt die Wahl - für Obama weil dadurch das republikanische Lager noch aufgespaltener wird.