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Taliban werfen UNO falsche Opfer-Zählung vor

05.02.2012 | 18:44 |   (DiePresse.com)

In Afghanistan sind 2011 nach UNO-Angaben mehr als 3000 Zivilisten getötet worden. Für etwa 77 Prozent der Tötungen seien Angriffe der Aufständischen verantwortlich, die sprechen wiederum von einer falschen Zählung.

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Die Taliban haben die von den Vereinten Nationen vorgelegten jüngsten Opferzahlen im Afghanistankonflikt zurückgewiesen. In einer im Internet veröffentlichten Botschaft warf ein Talibansprecher den UN am Sonntag vor, mit der Statistik ziviler Opfer in dem Land "Verbrechen der ausländischen Invasionstruppen" verschleiern zu wollen.

Die UNO-Unterstützungsmission in Afghanistan (UNAMA) hatte am Samstag gemeldet, der Afghanistan-Konflikt habe im vergangenen Jahr 3021 Zivilisten das Leben gekostet, so viele wie seit fünf Jahren nicht. Für etwa 77 Prozent der Tötungen seien Angriffe der Aufständischen verantwortlich. Immer mehr Frauen und Kinder zählten zu den Todesopfern, berichtete UNAMA.

Bomben oder Sprengsätze

Grund dafür sei die geänderte Taktik der radikalislamischen Taliban-Kämpfer: Sie verwendeten immer häufiger ferngezündete Bomben oder Sprengsätze, die wie Landminen funktionierten. Außerdem seien die Taliban für mehr Selbstmordanschläge und gezielte Tötungen von Gegnern verantwortlich.

Talibansprecher Sabiullah Mujahid nannte es "überraschend", dass die UN-Organisation nur 63 Opfer von nächtlichen Angriffen der NATO-Truppen gezählt hätten. Die Aufständischen hätten mindestens 374 Tote nach solchen Angriffen registriert.

(APA/dpa)

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