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Sauli Niinistö: Favorit wird neuer finnischer Präsident

06.02.2012 | 06:26 |   (DiePresse.com)

Als erster Konservativer seit über fünfzig Jahren wird Sauli Niinistö in den finnsichen Präsidentenpalast einziehen. In der Stichwahl behauptete sich Niinistö klar gegen seinen Gegenkandidaten, den Grünen Pekka Haavisto.

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Der 63-jährige Sauli Niinistö wurde seit Jahren als künftiger finnischer Staatspräsident gehandelt. Doch mit seiner Kandidatur zögerte er lange und musste von Parteigenossen immer wieder bedrängt werden. Nun hat Niinistö die Stichwahl um die Präsidentschaft gegen seinen Rivalen Pekka Haavisto von den Grünen gewonnen. Das vorläufige Endergebnis der Stichwahl um das finnische Präsidentenamt  nach Auszählung von 100 Prozent der Stimmen sieht Niinistö mit 62,6 Prozent der Stimmen klar voran.

Seinen hohen Wahlsieg erklärte der 63-Jährige Niinistö unter anderem damit, dass er sich verhalten habe wie Finnen, mit Steifheit und Lockerheit. "Der Präsident muss der Präsident des ganzen Volkes sein", sagte er auf der Wahlparty seiner Partei. Haavistos Niederlage erklärten Wahlbeobachter unter anderem damit, dass es dem Grünen-Politiker nicht gelungen war, die nach dem ersten Wahlgang freigewordenen Stimmen der Sozialdemokraten für sich zu gewinnen. Haavisto, dem vor einem halben Jahr keine Chancen für den Einzug in die Stichwahl eingeräumt worden waren, zeigte sich dennoch nicht enttäuscht.

Seit 1987 im Parlament

Am 24. August 1948 im südwestfinnischen Salo geboren, begann Niinistö seine politische Karriere nach einem abgeschlossenen Jus-Studium Ende der 70er Jahre zunächst als Regionalpolitiker der konservativen Sammlungspartei (Kokoomus) in seiner Heimatstadt. 1987 wurde der mittlerweile als Anwalt selbstständige Niinistö ins finnische Parlament gewählt.

Aufstieg zum Parteichef

1994 stieg er zum Parteichef der Konservativen auf. Ein Jahr später wurde er im Kabinett des Sozialdemokraten Paavo Lipponen zunächst Justiz- und später Finanzminister. Diesen Posten behielt er fast acht Jahre lang - bis zur Abwahl der "Regenbogenkoalition" Lipponens im März 2003. Gleich darauf wurde er in Luxemburg einer der Vizechefs der Europäischen Investitionsbank (EIB). In der vergangen Legislaturperiode war er Parlamentspräsident.  

Zweiter Anlauf zum höchsten Staatsamt

2006 bewarb Niinistö sich erstmals um das höchste Staatsamt. In der Stichwahl verlor er nur knapp gegen die Sozialdemokratin Tarja Halonen. Seither führte er jede Umfrage zu möglichen Halonen-Nachfolgern an. Mit Niinistö übernimmt erstmals seit 30 Jahren kein Sozialdemokrat das Amt des Staatspräsidenten. 

Drama in Thailand

Niinistö ist seit 2009 mit der Pressechefin der Konservativen, Jenni Haukio, verheiratet. Seine erste Frau starb 1995 bei einem Autounfall. Aus dieser Ehe hat Niinistö zwei erwachsene Söhne. Im Dezember 2004 machte der jetzige Präsidentschaftskandidat Schlagzeilen, als er bei einem Urlaubsaufenthalt in Thailand vom Tsunami überrascht wurde, sich jedoch unter laut Boulevardpresse dramatischen Umständen mitsamt seinen Söhnen retten konnte.

(APA)

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