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Neuer Staatschef warnt vor Teilung Finnlands

06.02.2012 | 16:06 |   (DiePresse.com)

Der am Sonntag zum Präsidenten gewählte Sauli Niinistö ist wegen der in eigenen Regionen niedrigen Wahlbeteiligung besorgt.

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Der am Sonntag für die kommenden sechs Jahre zum Staatspräsidenten gewählte Sauli Niinistö hat die Zusammengehörigkeit Finnlands betont und hinsichtlich der regional sehr unterschiedlichen Höhe der Wahlbeteiligung vor einem Auseinanderfallen des Landes gewarnt. "Wir müssen dafür sorgen, dass Finnland sich nicht weiter teilt", sagte Niinistö am Montag bei einer Pressekonferenz in Helsinki. Am Wahlabend versprach Niinistö, die verschiedenen Meinungen in Finnland zu berücksichtigen. Dies sei eine Grundvoraussetzung, um Präsident des ganzen Volkes zu sein.

Die Wahlbeteiligung war mit unter 69 Prozent so niedrig wie bei keiner Präsidentenwahl zuvor. Beobachter erklärten dies damit, dass viele Wähler in der Stichwahl keinen passenden Kandidaten für sich gefunden hätten. Auch die Zahl der ungültigen Stimmen war höher als zuvor.

Niinistö hatte die Präsidentenstichwahl am Sonntag mit hohem Abstand vor seinem Gegenkandidaten Pekka Haavisto von den Grünen gewonnen. Niinistö erhielt 62,6 Prozent der Stimmen, Haavisto 37,4 Prozent.

Der ehemalige Parlamentspräsident und Ex-Finanzminister Niinistö war seit Jahren als künftiger Staatspräsident gehandelt worden und ging als ausgewiesener Favorit ins Rennen. Das Ergebnis entsprach den Umfragen der vergangenen Tage. Viele Beobachter hatten dennoch nicht damit gerechnet, dass der Unterschied so hoch ausfallen würde. Keiner von Niinistös Vorgängern hatte in der Stichwahl seinen Konkurrenten so deutlich abgehängt.

Die Außenpolitik ist einer der wenigen Politikbereiche, in denen der finnische Präsident noch über Mitsprache in der Landesführung verfügt. Seine außenpolitischen Ideen wollte Niinistö am Montag aber nicht skizzieren, da er sein Amt erst Anfang März antrete. Niinistö betonte lediglich die Bedeutung der Beziehungen Finnlands zu Russland, China und den USA.

Erstmals nach über fünfzig Jahren zieht in Finnland wieder ein Politiker der konservativen Nationalen Koalitionspartei in den Präsidentenpalast ein, in den vergangenen drei Jahrzehnten war das höchste Staatsamt fest in sozialdemokratischer Hand. Nachhaltige Veränderungen kündigte Niinisto am Montag jedoch nicht an. "Wandel ist kein Selbstzweck", erklärte der designierte Präsident. Ein Personenwechsel mache sich aber immer irgendwie bemerkbar.

(Ag.)

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3 Kommentare
Gast: Malnachdenken
07.02.2012 09:07
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Jetzt haben die so eine tolles Schulsystem

und wählen gar nicht oder konservativ.....

Antworten RARaich
07.02.2012 12:05
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Re: Jetzt haben die so eine tolles Schulsystem

"Mal nachdenken" ... ist Bildung und konservativ wählen ein Widerspruch?

Meine Antwort: Nein. Bildung ist neutral und unpolitisch, Ideologie ist es nicht. Wir brauchen ein Land, ein Europa, ja eine Welt, in der die Meinung anderer respektiert wird, gehört wird und dann entsprechend der Entscheidungsprozesse (in diesem Fall eine freie Wahl) entschieden wird.

Dafür steht Sauli Niinistö und dafür stehen 1,8 Mio Wähler (von 2,8 Mio, die wählen gingen). Wer Finnisch kann und die lokalen Nachrichten gelesen hat, der kennt den Slogan von zwei Gewinnern bei dieser Wahl. Der dritte Gewinner ist die Demokratie!

Antworten Antworten Gast: Malnachdenken
07.02.2012 12:48
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Re: Re: Jetzt haben die so eine tolles Schulsystem

Mein Post war auch sarkastisch/ ironisch gemeint.

Von BILDUNG habe ICH im Übrigen kein Wort geschrieben, sondern nur vom SCHULSYSTEM.
Für all jene, die meinen, das Gesamtschulsytem bringt sozialistische WählerInnen und aus diesem Grund dieses System auf Biegen und Brechen einführen wollen.

Leider kann ich nicht Finnisch, wie wahrscheinlich 99% der Österreicher, und habe daher auch keine lokalen Nachrichten gelesen.