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Gegenwind für Romney: Santorum holt Dreifachsieg

08.02.2012 | 09:03 |   (DiePresse.com)

Außenseiter Rick Santorum macht das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner wieder spannend. Seine Kampfansage an die Mitstreiter: "Der Konservativismus lebt und ist guter Dinge".

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Bei den Vorwahlen der Republikaner in den USA hat ein Außenseiter gleich dreimal triumphiert: Der ehemalige Senator von Pennsylvania, Rick Santorum, siegte in den US-Staaten Minnesota und Colorado. Auch die Abstimmung in Missouri entschied der erzkonservative Katholik für sich. Bei allen drei Vorwahlen ist der Ausgang zwar nicht bindend für die Verteilung der Delegiertenstimmen. Mit seinen drei Siegen hat Santorum allerdings Newt Gingrich den Rang als aussichtsreichster Rivale des Favoriten Mitt Romney streitig gemacht.

"Der Konservativismus lebt und ist guter Dinge", rief Santorum seinen Anhängern am Dienstagabend zu. Und spielte damit gleich einen seiner Trümpfe gegen Romney aus. Denn erzkonservative Republikaner beäugen den Mormonen und Ex-Gouverneur von Massachusetts nach wie vor mit Argwohn. Der Grund: Romney vertrat früher moderate Ansichten zu Abtreibung und Homosexuellenrechten. Santorum dagegen präsentiert sich als christlich-konservativer Hardliner.

"Konservative Alternative zu Obama"

"Ich bin nicht die konservative Alternative zu Mitt Romney, ich bin die konservative Alternative zu Barack Obama", rief Santorum. Und griff den Präsidenten sogleich scharf an: "Er hat niemals auf die Stimmen des Volkes gehört. Er denkt, er ist schlauer als Ihr, besser als Ihr".

In Colorado erklärte der örtliche Parteivorsitzende Ryan Call Santorum zum Sieger der Vorwahlen. Laut CNN kam Santorum hier auf 40 Prozent der Stimmen. Romney erhielt 35 Prozent. Der bisher als schärfster Romney-Konkurrent gehandelte Newt Gingrich landete mit 13 Prozent abgeschlagen auf dem dritten Platz, knapp vor dem Kongressabgeordneten Ron Paul mit 12 Prozent.

Nach der Auszählung von 83 Prozent der Wahlbezirke in Minnesota erhielt Santorum 45 Prozent der Stimmen, der texanische Abgeordnete Ron Paul 27 Prozent, Romney 17 Prozent und Newt Gingrich, 11 Prozent. In Missouri konnte sich Santorum sogar mit 55 Prozent der Stimmen gegen Romney durchsetzen, auf den 25 Prozent entfielen. Sein Sieg in Minnesota brachte Santorum weitere 13 Delegierte für den Parteitag der Republikaner im August ein, auf dem der Präsidentschaftskandidat der Republikaner bestimmt wird.

Rick Santorum: Der Streiter für christliche Werte gibt auf

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Romney: Außenseiter des Systems

Derzeit verfügt Romney über 101 Delegierte, Gingrich über 32, Santorum über 30 und Paul über neun. Für die Nominierung als Präsidentschaftskandidat sind die Stimmen von 1144 Delegierten notwendig. Romney stellte sich bei seiner Rede in Denver als Außenseiter des Systems Washington dar. Als einziger habe er niemals im Politikbetrieb der Hauptstadt gearbeitet, sondern habe vor allem in der privaten Wirtschaft Erfahrung gesammelt. Romney griff US-Präsident Obama an und kritisierte die Bilanz seiner Wirtschaftspolitik.

--> Das Wahlsystem im Überblick

Mit seinem Aufbäumen könnte Santorum den Kampf um die Kandidatur gehörig durcheinanderwirbeln. Der Ex-Senator hatte bisher nur die erste Vorwahl Anfang Jänner in Iowa mit hauchdünnem Vorsprung gewonnen und danach stets eher schwach abgeschnitten. Romney dagegen hatte zuletzt seinen Favoritenstatus mit klaren Siegen in Nevada und Florida festigen können. Gingrich konnte nur South Carolina für sich entscheiden - nun war er weit abgeschlagen.

Lediglich der Kongressabgeordnete Ron Paul konnte noch keine Vorwahl gewinnen, mischt aber wegen seiner breiten Unterstützerbasis erfolgreich in dem Rennen mit. In Minnesota schaffte er es gar auf den zweiten Platz.

--> Alle Vorwahl-Termine

(Ag./Red.)

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19 Kommentare
Gast: George Busch
08.02.2012 17:33
7 0

Theater der eitlen Clowns

Eine Anzahl erzkonservativer, anti-intellektueller, aufgeblasener und ungebildeter Kandidaten präsentiert sich einem ahunungslosen Wahlvolk - ein an Lächerlichkeit kaum zu überbietendes Trauerspiel.

Antworten Anwalt
08.02.2012 20:16
2 0

Re: Theater der eitlen Clowns

Zum Glück sind sie ein wirklicher Intelektueller. Darum kennen und verwenden sie wahrscheinlich auch so viele Adjektive! :)

Gast: HB4242
08.02.2012 12:49
3 9

Vorwahlen in den USA ....

Ich glaube, die Vorwahlen in den USA sind für die meisten Europäer völlig uninteressant und belanglos. (Medientheater)

Am Ende wird der Präsident sowieso von der Finanzelite bestimmt.

Antworten Gast: Lecter
08.02.2012 19:56
1 0

Re: Vorwahlen in den USA ....

Gratuliere HB4242 - ein Spectakulum für Halbgebildete.

Antworten modestus
08.02.2012 17:34
3 2

Re: Vorwahlen in den USA ....

was Sie haben ist..keine ahnung, aber davon jede menge

Antworten Antworten Gast: HB4242
08.02.2012 17:57
1 2

Re: Re: Vorwahlen in den USA ....

ok, ich lasse Sie in Ihrem Glauben.

Good luck !!!

Antworten Antworten Antworten modestus
08.02.2012 18:46
1 2

Re: Re: Re: Vorwahlen in den USA ....

ist dies ein theologisches thema??
welcher glaube??
das establishment der GOP hat mit der finanzelite nicht zu schaffen.....die demokraten schon eher.

wer präsident wird entscheiden im gegensatz zu china, immer noch die wähler...dass grosser finanzieller einsatz die chancen verbessern ist unbestritten

20 0

"Obama denkt, er ist schlauer als Ihr, besser als Ihr."

Damit hat Santorum wahrscheinlich recht. Andererseits sollte sich Herr Santorum aber auch fragen, ob solche Eigenschaften nicht die Grundvorraussetzung für die Bewerbung zum Oberhaupt einer Supermacht sind.

hugo86
08.02.2012 09:23
15 4

warum,

beschweren sich die usa über muslimische fundamentalisten, wenn sie dann christliche fundamentalisten wählen??? selbst wenn es momentan nur auf primary-ebene ist.....

Antworten Gast: Max Mayer
08.02.2012 13:07
2 8

Re: warum,

Die Antwort ist recht einfach: Muslimische Fundamentalisten verwenden Sprenggürtel, christliche nicht!

Antworten Antworten Gast: Wahrheitssucher
08.02.2012 17:29
4 1

Re: Re: warum,

Na klar: die christlichen Fundamentalisten verwenden Bomben, damit können sie gleich mehr Menschen umbringen. Wieviele Länder werden derzeit von den USA gebombt?..Pakistan, Afghanistan, Yemen, Somalia, und stellvertretend durch die Israelis: Palestinenser. Mit US Waffen und finanziert von den USA.
Reisen sie mal durch Lateinamerika, und ihnen werden die Augen aufgehen, welchen enormen Schaden fundamentale Christen dort anrichten und angerichtet habe....

6 0

Re: Re: warum,

Die christlichen Fundis brachen keine Sprenggürtel...wozu auch wenn sie die Befehlsmacht über die stärkste Armee der Welt haben und in Länder einmarschieren um dann dort missionieren zu können. Ein kurzer Bericht von vielen: http://www.youtube.com/watch?v=upLZi1YYnTA
Der Kulturkampf geht von beiden Seiten aus. Leider!

Gast: alfman61
08.02.2012 07:55
4 4

vote fraud!

ja, die GOP versucht alles zu unternehmen, damit RP keinen Vorwahlsieg feiern kann.
da verschwinden schon mal ballots oder ganze precincts werden für ungültig erklärt, wenn das Ergebnis nicht genehm ist.
daher auch tagelange Auszählungen hinter verschlossenen Türen (IO,NV).

jerry91
08.02.2012 07:19
4 11

Mittlerweile

sollte jeder verstanden haben, dass die Wahlen manipuliert werden! RP 2012

Antworten Gast: Broder
08.02.2012 09:45
4 2

Re: Mittlerweile

manipuliert?

RP kandidiert in der falschen Partei. Dick Cheney hätte bei der Vorwahl der Demokraten auch keine Chance.

Antworten pck0
08.02.2012 08:42
3 1

Re: Mittlerweile

Nur weil der Kandidat Ihrer Wahl nicht gewinnt?

Antworten Antworten jerry91
08.02.2012 10:28
1 2

Re: Re: Mittlerweile

ist sogar in den Mainstreammedien nachlesbar, dass die Wahlen adjustiert werden zb. in Iowa - es wählen teilweise sogar Leute die verstorben sind!man erinnere sich auch an den Wahlkampf Bush/Gore!

Antworten Antworten Antworten Gast: cäsar
08.02.2012 12:14
1 0

Re: Re: Re: Mittlerweile

Quellen bitte

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: HB4242
08.02.2012 12:56
4 0

Re: Re: Re: Re: Mittlerweile

Da hätte ich z.B. eine Quelle:

WELT-ONLINE vom 23.01.2012 - 18:53

"953 Tote nahmen an den Vorwahlen in South Carolina teil" ! ! !