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Spanien: Berufsverbot für Starrichter Garzón

09.02.2012 | 14:17 |   (DiePresse.com)

Der prominente Ermittlungsrichter Garzón wurde unter anderem im Zusammenhang mit mutmaßlich illegalen Abhörpraktiken der Prozess gemacht.

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Gegen den prominenten spanischen Richter Baltasar Garzón ist ein elfjähriges Berufsverbot verhängt worden. Das Urteil gegen den Ermittlungsrichter wurde am Donnerstag in einem umstrittenen Verfahren vom Obersten Gericht in Madrid verhängt. Der 56-Jährige wurde verurteilt, weil er das Abhören von Gesprächen zwischen inhaftierten Verdächtigen und ihren Anwälten angeordnet hatte und damit bei Ermittlungen in einem Schmiergeldskandal um die konservative Volkspartei 2009 Verteidigerrechte verletzte.

In einem anderen Prozess wird dem seit 2010 suspendierten Ermittlungsrichter vorgeworfen, er habe trotz einer Amnestieregelung Ermittlungen zu Verbrechen während der Franco-Ära geführt und damit seine Machtbefugnisse überschritten.

Der Prozess wurde von zwei rechtsextremen Organisationen angestrengt, die auf die Gültigkeit des Amnestiegesetzes von 1977 pochen. Demnach könnten Verbrechen während des Spanischen Bürgerkriegs (1936-1939) und der Diktatur Francisco Francos (1939-1975) nicht juristisch aufgearbeitet werden.

Der Starjurist ist über die Landesgrenzen hinweg unter anderem deshalb bekannt, weil er in hochkarätigen Anti-Terror-Verfahren, aber auch wegen Verbrechen in lateinamerikanischen Diktaturen ermittelte. 1998 setzte er die Festnahme des chilenischen Ex-Diktators Augusto Pinochet in London durch. Derzeit arbeitet er als Berater für den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag.

(Ag.)

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2 Kommentare
Gast: herbst9
09.02.2012 16:17
1 0

Berufsverbot

Na endlich haben wir ihn erwischt, den Pülcher.

Wo kommen wir denn hin, wenn einer trotz einer Amnestieregelung Ermittlungen zu Verbrechen während der Franco-Ära führt.

Gast: hijosdeputa
09.02.2012 15:32
0 1

Großartige Werbung

Für die Korruption! Gratulation Spanien, da wird euch die europäische Korruptionselite jetzt nur so zufliegen. Vielleicht werdet ihr dann auch ein paar der (durch Korruption ermöglichten) leerstehenden Wohnungen an den Küsten frei. Golfspielen werden die Korrupten schon wollen.
Was für eine Werbung. Gratulation PP, Gratulations-E-Mails der konservativen Schwesterparteien Europas sind vermutlich schon eingetroffen.
Bravo! Weiter so, direkt in den Abgrund.