Der russische Regierungschef Wladimir Putin will die Oligarchen zur Kasse bitten, die bei den umstrittenen Privatisierungen der 90-er Jahre ein Vermögen gemacht haben. Es müsse über eine "einmalige Abgabe oder etwas anderes" nachgedacht werden, sagte Putin am Donnerstag auf einem Kongress von Industriellen und Unternehmern.
Mehrere Varianten seien möglich, sagte Putin. Zusammen mit der Gesellschaft und Experten müsse geprüft werden, wie das "Kapitel der gelinde gesagt unfairen Privatisierung" geschlossen werden könne.
Nach dem Ende der Sowjetunion hatten Unternehmer staatliche Vorzeigefirmen unter anderem im Bergbau- und Erdölsektor zu Spottpreisen erworben. Viele von ihnen, die Gruppe der sogenannten Oligarchen, wurden später Milliardäre.
In der Bevölkerung sind die Nutznießer der Privatisierungen unbeliebt. Putin will am 4. März zum Staatspräsidenten gewählt werden. Gegen ihn tritt unter anderem Russlands drittreichster Mann, der liberale Präsidentschaftskandidat Michail Prochorow, an.
(APA)
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