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Malediven: USA erkennen neuen Staatschef Waheed an

10.02.2012 | 08:00 |   (DiePresse.com)

Gegen zurückgetretenen Präsidenten Nasheed wurde ein Haftbefehl erlassen. Er beschuldigt seinen Nachfolger hinter dem Umsturz zu stehen.

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Die USA sehen die neue Regierung der Malediven als rechtmäßig an. Eine Sprecherin des US-Außenministeriums bezeichnete am Donnerstag den nach einer Polizei-Meuterei zurückgetretenen Staatschef Mohammed Nasheed als "früheren Präsidenten" des Archipels und sprach von seinem am Dienstag vereidigten Nachfolger Mohamed Waheed als "Präsident".

Der im Jahr 2008 mit deutlicher Mehrheit zum Präsident gewählte Nasheed war am Dienstag nach wochenlangen Protesten zurückgetreten. Später sprach Nasheed von einem Staatsstreich von Militär und Polizei. Er beschuldigte seinen bisherigen Stellvertreter und Nachfolger Waheed, hinter dem Umsturz zu stecken. Am Mittwoch kam es bei Demonstrationen für Nasheed in der Hauptstadt Male zu Zusammenstößen zwischen seinen Anhängern und Sicherheitskräften.

In mehreren Regionen des Inselstaats gab es schwere Unruhen, nach Angaben eines Polizisten wurden insgesamt 18 Polizeistationen attackiert, zahlreiche Gerichts- und Regierungsgebäude wurden geplündert und in Brand gesetzt. Am Donnerstag versuchten die Sicherheitskräfte, die Lage wieder unter ihre Kontrolle zu bekommen. Die Unruhen könnten für den vom Tourismus abhängigen Inselstaat einen schweren Schlag bedeuten.

Gegen Nasheed wurde zudem ein Haftbefehl ausgestellt. "Wir können ihn verhaften, sobald wir es für nötig halten", sagte ein Polizeisprecher. "Wir müssen vorsichtig sein und taktisch vorgehen, wenn es um die Frage des Wie und Wann einer Verhaftung geht."

(APA/Ag.)

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6 Kommentare
Gast: strelnikov
10.02.2012 16:04
0 0

Schurkenstaaten

so lange es die USA und Israel gibt, wird es auf der Welt keinen Frieden geben. Meine Hoffnungen ruhen auf Herrn Putin und China.

Gast: keterum kenseo
10.02.2012 15:38
0 0

So eine rasche Anerkennung

macht schon stutzig.....

Gast: Bonn
10.02.2012 11:54
0 0

Entscheidung

Die Entscheidung der USA war einfach zu früh. Hoffentlich ist das Ereignis nicht ein zweites Chile.

Antworten Gast: Abklaerer
10.02.2012 14:58
0 0

Re: Entscheidung

Man kann wohl schliessen, dass dieser Machwechsel von der CIA herbeigefuehrt wurde, aus was fuer Gruenden auch immer.

Gast: Giftspritzer
10.02.2012 10:06
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Moralische Überlgeneheit am A*sch!

"Das Regime in den USA begrüßt den Machtwechsel von einem demokratisch gewählten Präsidenten zu einem durch das Militär gestützen Machthaber."

So sollte es heissen!

gfys

Gast: Anton Mülller
10.02.2012 07:55
0 0

Hüter der Demokratie

Na, da betätigen sich die USA offensichtlich mal wieder als Hüter der Demokratie. Wie im Iran 1957....

Es ist ganz sicher ein Verbrechen gegen die Bevölkerung, was in Syrien passiert. Aber ich habe großen Zweifel, dass es den NATO Staaten um die Bevölkerung geht. Wenn es in der Region kein Öl gäbe, würde das keine europäische Regierung interessieren.