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Streit um Falklandinseln: Argentinien ruft UNO an

10.02.2012 | 09:35 |   (DiePresse.com)

Der argentinische Außenminister will sich beim UN-Sicherheitsrat über Großbritannien beschweren. Der Grund: Das Vereinte Königreich entsandte den Zerstörer "HMS Dauntless" in den Südatlantik.

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30 Jahre nach dem Falklandkrieg scheint sich der Konflikt um die südatlantische Inselgruppe erneut aufzuschaukeln. So kündigte Argentinien an, sich beim UN-Sicherheitsrat über seinen früheren Gegner Großbritannien beschweren zu wollen. Der Grund ist, wie die UN-Mission in New York am Donnerstagabend bestätigte, eine angebliche "Militarisierung des Südatlantiks". Auslöser des Streits ist die Entsendung des modernen britischen Lenkwaffenzerstörers "HMS Dauntless" in den Südatlantik.

Die britische Regierung versuchte am Donnerstag zu beruhigen, es handele sich lediglich um ein Routinemanöver.

Wegen der Beschwerde ist extra der argentinische Außenminister Hector Timerman nach New York gereist, der die Klage beim Präsidenten des Rates, in diesem Monat Togos UN-Botschafter Kodjo Menan, persönlich vorbringen wolle. Zuvor soll Timerman noch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon treffen.

Kleine Insel, großer Disput

Großbritannien besetzte im Jahr 1833 die Falklandinseln und vertrieb die dort ansässigen argentinischen Siedler. Argentinien startete 1982 eine Militäroffensive. Nach einem Krieg von zweieinhalb Monaten eroberten die Briten die Inselgruppe zurück. Bei den Kämpfen und der Versenkung mehrerer Schiffe waren fast 1000 Menschen getötet worden. Nach wie vor erhebt Argentinien Anspruch auf die Inselgruppe.

Daneben gibt es die Vermutung, dass im Einzugsgebiet der Inseln in der Tiefsee Erdöl liegt - an dem wohl beide Länder Interesse haben dürften. Bislang galt die Bergung des Rohstoffes als technisch unmöglich, neue Technologien scheinen dies aber nun möglich zu machen. Zuletzt hatte es daher einen Disput wegen britischen Ölbohrungen vor der Küste der Falklandinseln gegeben.

(Ag./Red.)

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22 Kommentare
Gast: wuwei
10.02.2012 16:48
0 0

finger weg von der scherbe einstiger pracht


Je länger man sich den Disput anschaut, umso mehr neigt man dazu die Falklands im status quo zu belassen. Denn die Briten würden nach altem Brauch irgendeine Demarkationslinie ziehen mit der Folge, daß sich Kolonisten mit den Schafen in die Wolle gerieten. Das würde die Tierschützer auf den Plan rufen, die wiederum als kriminelle Organisation vor den Kadi gezerrt würden, Rußland und China in Antagonismus zur (Stief-)Mutter der Demokratie bringen, die NATO fände einen neuen Wall an dem sie die Freiheit zu verteidigen hätte und die Thronfolge wäre akut gefährdet.
Laß ma's also wie es ist, nur eine Auflage: BP dürfe nicht den Meeresboden anbohren, zu frisch in Erinnerung was vor den Küsten der ehemaligen Thirteen Colonies geschehen.

Gast: Han
10.02.2012 15:20
1 1

Völkerrechtlich

nicht eindeutig, weil die Malvinas ursprünglich Argentinien gehört haben.

Es sollte ein Schiedsgericht darüber entscheiden was mit dieser Insel geschehen soll!

Gast: Pensador
10.02.2012 14:27
2 1

Die Falklands sind britisch und sonst nichts.

Die Argentinier haben schon einmal ihre halb erfrorenen Soldaten in den Krieg gehetzt und ihn jämmerlich verloren.
Man kann natürlich irgendwas haben wollen wie ein Kind, aber die Falklands waren und bleiben britisch.
Eigentlich müsste nach der Logik der Argentinier dann Kuba sicher zu den USA gehören, das liegt nur 200 km entfernt von Florida.

Antworten Gast: Alpenjodler
10.02.2012 17:50
0 0

Re: Die Falklands sind britisch und sonst nichts.

Die Falklands waren einst sicherlich nicht britisch - und zu behaupten, dass sie britisch bleiben, ist reine Mutmaßuing und steht (noch) in den Sternen.
Fazit: Ihr Kommentar ist überflüssig.

Gast: ROTFRONT
10.02.2012 14:27
1 1

dieses peronistische Argentinien hat ja nie seine Nachbarn in Ruhe gelassen!

Man muss nur den Beagle-Konflikt kennen, da hat Argentinien sogar gegen ein UN-Entscheid gehandelt und wollte Krieg gen Chile führen.

Um dieses Land sollten sich einmal die USA kümmern!

Gast: UKW
10.02.2012 14:11
2 0

Wem die grenzenlos d.mliche "Zusammenfassung"


der Geschichte hier komisch vorkommt:

http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Falklandinseln

Die Inseln waren nie besonders argentinisch ...
Das Gejaule von "Kolonialherren" ist gerade hier völlig fehl am Platz!

Antworten Gast: Kurzwelle
10.02.2012 18:01
0 0

Re: Wem die grenzenlos d.mliche "Zusammenfassung"

Die Falklandinseln waren einst spanische Kolonie. Spanien hat nie auf die Falklandinseln verzichtet. Argentinien war bis zu seiner Unabhängigkeit 1816 Teil ebenfalls des spanischen Kolonialreiches. Politisch korrekt wäre also die Zugehörigkeit der Falklandinseln zu Argentinien. So wird es wahrscheinlich eines Tages auch kommen.

Antworten Antworten Gast: beschwerer
10.02.2012 20:31
0 0

Re: Re: Wem die grenzenlos d.mliche "Zusammenfassung"

Man sollte erst die Bewohner des betreffenden Gebiets fragen, ob sie sich kolonialistisch unterjocht fühlen. Wenn die Nein sagen, ist's kein Kolonialismus. Punkt. Alles andere ist europäisches Links-Politologengeschwafel mit dem Dauerschuldkomplex gegenüber dem Rest der Welt.

Antworten Antworten Antworten Gast: Gegen Unrecht
11.02.2012 17:24
0 0

Re: Re: Re: Wem die grenzenlos d.mliche "Zusammenfassung"

Quatsch, was Sie da schreiben.

Gast: Guckst du
10.02.2012 12:33
0 4

Die Kolonialherren können es nicht lassen

Was hat Großbritannien überhaupt noch dort zu suchen, tausende Kilometer entfernt vom Mutterland? Das ist imperialistische Kolonialherrschaft pur.

Antworten Gast: beschwerer
10.02.2012 20:10
0 0

Re: Die Kolonialherren können es nicht lassen

Nur weil ein Gebiet weit entfernt vom Mutterland ist, bzw. dessen Kerngebiet, muss man nicht zwingend "Kolonialismus" plärren. Wladiwostok ist auch weit weg vom russischen Kernraum (und zynisch könnte man sagen: Vorarlberg und Tirol sind auch weit weg von Wien). Primär muss man die Bewohner solcher "Fern-Gebiete" fragen, ob DIE sich als Opfer von kolonialistischem Imperialismus fühlen, etwa auf den Falklands, Französisch-Guayana oder Curacao. Das tut dort dort aber keiner, dafür fühlen sich immer politisch korrekte europäische linke Sesselfurzer bemüßigt, für diese Leute sprechen zu müssen.

Antworten Antworten Gast: ländle
12.02.2012 16:42
0 0

Re: Re: Die Kolonialherren können es nicht lassen

Also, ich fühle mich als Vorarlberger nicht als Opfer von kolonialistischem Imperialismus. Die Wiener sind ok, Wien ist eine schöne Stadt. Was will man mehr. Wir sind "Österreicher" !

Antworten Antworten Gast: DHR
11.02.2012 17:27
0 0

Re: Re: Die Kolonialherren können es nicht lassen

Argentien ist Rechtsnachfolger Spaniens auf den Falklands. Das ist Fakt und sonst nichts. Die Briten haben dort nichts zu suchen.

Antworten Sprachrohr
10.02.2012 13:35
2 0

Re: Die Kolonialherren können es nicht lassen

Die Agentinier sollen nicht so tun als hätte sie die Insel bevor die Briten dort gelandet sind interessiert.

Das wär so als fordere die EU Kaliningrad von Russland.

Das ist einfach Histoisches schicksal.
Ich würde ja nichts sagen wenn die Briten dort die Agentinier vertrieben hätten und sich einfach ein Stück Land geraubt hätten. Aber dort war vorher einfach niemand.

Nein in dem Punkt stehe zumindest ich zu 100% hinter unserem Unions-Partner.

Antworten Antworten Gast: Guckst du
10.02.2012 17:55
0 0

Re: Re: Die Kolonialherren können es nicht lassen

Der Vergleich Kaliningrad Russland ist blödsinnig.

Ansonsten:

Die ersten Siedlungen wurden 1764 unter französischer Herrschaft von Louis Antoine de Bougainville gegründet. Der argentinische Name Islas Malvinas geht auf die französische Bezeichnung der Inselgruppe – „Îles Malouines“ – zurück, welcher sich auf die Seeleute und Fischer aus der bretonischen Hafenstadt Saint-Malo bezieht, die die ersten bekannten Siedler der Inselgruppe darstellten.

Die Kolonie wurde schon 1766 an Spanien übergeben. 1811 stellte Spanien den Unterhalt der Kolonie ein, verzichtete aber nicht auf die Souveränität über die Inseln. Seitdem sind die Falklands Gegenstand von Territorialstreitigkeiten, anfangs zwischen Großbritannien und Spanien, danach bis heute zwischen Großbritannien und Argentinien. 1820 wurde die Inselgruppe von Argentinien physisch in Besitz genommen.

Antworten Antworten Antworten Gast: b245
10.02.2012 18:07
0 0

Re: Re: Re: Die Kolonialherren können es nicht lassen

Also von Großbritannien widerrechtlich in Besitz genommen.

Antworten Antworten Gast: ArgentiendenUhreinwohnern
10.02.2012 14:20
0 2

Re: Re: Die Kolonialherren können es nicht lassen

90% der Argentinier haben Europäische Wurzeln. 45% haben mindesten einen italnieschen Ahnen.
Das Streiten sich also Zwei Besatzer um eine Insel die Ihnen nicht gehört... Europäer eben....

Gast: Hägar
10.02.2012 12:13
0 0

Ja-Ja die Briten

die leben noch im finsteren Mittelalter.

Gast: Liftup
10.02.2012 11:44
0 5

immer wieder von neuem

Betretene Kommentare im Blätterwalde wenn die Briten wieder einmal den grossen Weltenordner hervorkehren, wo immer sie politisch tätig wurden, es ging daneben. Nicht nur das, die Bevölkerung leidet noch Jahrzehnte danach unter ihrer Unfähigkeit. Wo bleibt die UNO und wer outet sie als Raubritter vereint mit ihrem Kumpan, dem grossen Weltpolizisten. Solange quasi das Faustrecht herrscht, ist es schwer China und Russland zu kritisieren. Die Masche mit der Verteidigung der Demokratie zieht auch immer weniger, seit die arbeitenden Menschen bemerkt haben, dass sie zu Sklaven der Misswirtschaft und des Bankensystems wurden. Österreich kann sich blitzschnell in der Situation Griechenlands wiederfinden, das ist auch Vergewaltigung der arbeitenden Bevölkerung und eben ein Wirtschaftskrieg. Natürlich ist in diesem Spiel vorgesehen, die Creme de la Creme zu verschonen, damit meine ich nicht durch redliche Arbeit und Erbe zu Wohlstand gekommenen.

Antworten Gast: Pensador
10.02.2012 14:36
1 0

Re: immer wieder von neuem

Ja, ja, die Welt ist sehr, sehr böse.
Das begann schon mit den alten Römern, als sie die Gallier unterwarfen.
Seitdem müssen die Leute dort so ein fürchterlich verwortackeltes Latein sprechen, das Französisch heisst.
Und auch bei uns und in Deutschland haben sich die festgesetzt.
Wie schön wärs gewesen, wenn uns die im germanischen Urwald in Ruh gelassen hätten. Blöd, dass es immer solche Weltmächte gibt. Wir sind glücklicherweise keine geworden wie die Briten und die bösen Amis. Drum sind war ja sooo gut und dürfen über die schimpfen.

Antworten Antworten Gast: Xaver 12
10.02.2012 18:05
0 0

Re: Re: immer wieder von neuem

Klugschwätzer. Langweiliger.

jerry91
10.02.2012 10:51
0 0

Argentinien ruft die UNO an...

wird wahrscheinlich wenig Wirkung haben, weil die USA und GB die UNO dominieren...