26.05.2012 04:15 | Meine Presse Merkliste 0

Falklandkonflikt: Argentinien schaltet UNO ein

10.02.2012 | 18:37 |   (Die Presse)

Buenos Aires ruft Sicherheitsrat wegen Streit um britische Inselgruppe an. Außenminister Héctor Timerman wurde am Freitag bei der UNO in New York vorstellig.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

New york/Wg/Ag. Argentinien steigert angesichts des nahenden 30. Jahrestags seiner Besetzung der britischen Falklandinseln den Druck auf London: Außenminister Héctor Timerman wurde am Freitag bei der UNO in New York vorstellig, um gegen die „Militarisierung des Südatlantiks durch Großbritannien“ zu protestieren; zudem forderte er von London Verhandlungen über die Inseln.

Timerman traf unter anderen den Präsidenten des Sicherheitsrats, Kodjo Menan aus Togo, den Präsidenten der Generalversammlung sowie UN-Chef Ban Ki-moon. Dazu kamen Treffen mit den UN-Botschaftern Kolumbiens und Guatemalas, derzeit Lateinamerikas Vertreter im Sicherheitsrat, um das Vorgehen in der Falklandfrage abzusprechen; fast ganz Süd- und Mittelamerika unterstützt dabei Argentinien.

 

Royal Navy: Zerstörer unterwegs

Auslöser der diplomatischen Offensive ist die Entsendung des britischen Zerstörers „Dauntless“ vor die Falklands (Islas Malvinas) und die Stationierung von Prinz William als Pilot. Die Dauntless löst freilich eine ältere Fregatte ab; angeblich ist aber auch ein U-Boot unterwegs, um Argentiniens Marine zu beschatten. Die Briten haben die Inseln 1833 besetzt, als der Versuch der „Vereinigten Provinzen des Río de la Plata“ gescheitert ist, das fast unbewohnte Gebiet zu verwalten. Argentinien erhebt darauf Anspruch und führte von April bis Juni 1982 erfolglos Krieg mit Großbritannien.

Auf den Falklands leben etwa 3000 Menschen, keiner davon will eine Herrschaft Argentiniens.Dieses erachtet das Meer um die Inseln als eigenes Gebiet und lässt fremde Fischerboote von der Küstenwache bedrängen; Chile wird aufgefordert, die zivile Flugverbindung von Santiago auf die Inseln (die einzige vom Festland her) zu beenden. Dagegen demonstrierten im Inselhauptort Stanley am Donnerstag rund die Hälfte der etwa 250 dort lebenden Chilenen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.02.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

15 Kommentare
Gast: ToGra
21.02.2012 04:33
0 0

@Bester Mensch und andere

Hört doch auf mit dem Briten-Bashing, das ist ja mehr als lächerlich vor dem Hintergrund, dass es auf den Falklands eben keine Indigenen gab, dafür zu besagter Zeit und bis ca. 1880 umso mehr in Patagonien, die dann genozidmäßig von den heuchlerischen Damen und Herren der ‚Vereinigten Provinzen des Rio de la Plata‘ (auch Argentinien genannt) gemeuchelt wurden.
Argentinien hörte 1833 auf der Linie La Plata-Mendoza(!) auf - also wenige Kilometer südlich von Buenos Aires und ca. 1750km entfernt von den Falklands!
Die Botoxlady CFK sollte erst mal Geschichte lernen und ihre eigene Bevölkerung besser bilden und moralisch-ethisch schulen – vielleicht wird’s dann noch was mit diesem reichen Land der mehrheitlichen Egoisten (Stichwort ‚me ne frego‘), ohne Solidarität und gesellschaftlichen Gemeinsinn zur Weiterentwicklung einer Gesellschaft.
Hier ein paar Links/Verweise zur Weiterbildung bzgl. Falklands sowie landestypischer Mentalität und Idiosynkrasie (die ich aus 5-jähriger und noch andauernder Erfahrung leider bestätigen muss):
https://falklandstimeline.wordpress.com/
http://mapotecavirtual.blogspot.com/2008/10/mapa-histrico-de-argentina-1820-1825.html
https://es.wikipedia.org/wiki/Racismo_en_la_Argentina
Edward C. Banfield: The Moral Basis of a Backward Society (1958)
http://www.educacion.gob.es/exterior/centros/belem/es/actividades/cinenespanol/guiamartinhache.pdf

Gast: Free
12.02.2012 14:40
1 0

Wenn die Bevölkerung pro Briten ist haben sich alle Diskussionen erledigt.

Oder brauchen die Argentinier wieder eine auf den Deckel?

1 0

Re: Wenn die Bevölkerung pro Briten ist haben sich alle Diskussionen erledigt.

Ja. Ich bin sicher, der SAS freut sich schon.

Gast: UKW
11.02.2012 16:59
1 0

Die gehören aber nicht zu Argentinien ...


also zuerst informieren, dann posten

http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Falklandinseln

Gast: God Save "The Queen"
11.02.2012 11:25
4 1

FALKLAND-INSEL sind BRITISCH !

PUNKT .

Sonst fällt mir nur mehr die Militärdiktatur und ihre grausamen Massenmorde ( lebendig ins Meer geworfen, ua. ) ein, wenn ich an das Argentinien der 70er und 80er denke.


0 2

Re: FALKLAND-INSEL sind BRITISCH !

Die sind ein Relikt der britischen Raubzüge des 19. Jhdts.

Antworten Antworten Gast: G. D.
11.02.2012 17:19
0 2

Re: Re: FALKLAND-INSEL sind BRITISCH !

Genau. Das sind nach wie vor die größten Kolonialherren - und so fühlen die sich auch. Aber nichts hat Ewigkeitsanspruch. Von heute auf morgen kann alles ganz anders sein. Das werden auch die Briten eines Tages zu spüren bekommen.

Antworten Antworten Gast: GastA
11.02.2012 16:10
2 0

Re: Re: FALKLAND-INSEL sind BRITISCH !

Natürlich passen die argentinischen Raubzüge des 20. Jhdts viel eher in unsere Zeit.

Wie wäre es mit einer Volksabstimmung auf den Falklands/Malvinas?

Gast: Analyst
11.02.2012 09:00
1 5

Die britische Hoheit über die Malvinas ist ...

... ein Relikt des Kolonialismus, das schon längst friedlich beseitigt werden könnte - wie auch bei anderen Kolonien und sonstigen "Stützpunkten" anderer Staaten irgendwo. Es geht doch wieder einmal nur um Macht und Ressourcen, also um Gewinne ausbeuterischer Gesellschaftssysteme.

Antworten Gast: beschwerer
11.02.2012 12:05
4 1

Re: Die britische Hoheit über die Malvinas ist ...

Die Wiener Hoheit über Österreich ist ...
... ein Relikt des Imperialismus, das schon längst friedlich beseitigt werden könnte - wie auch bei anderen Kolonien und sonstigen "Stützpunkten" anderer Städte irgendwo. Es geht doch wieder einmal nur um Macht und Ressourcen, also um Gewinne ausbeuterischer Gesellschaftssysteme.

Fragen Sie mal die Falkländer, ob die sich als unterdrückte Kolonie fühlen (aber Sie waren sicher noch nicht dort). Nur darauf kommt es an! Nicht auf linkes Politologengeschwafel mit dem europäischen Dauerschuldkomplex gegenüber dem Rest der Welt.

Antworten Antworten Gast: Major M.
11.02.2012 17:21
0 2

Re: Re: Die britische Hoheit über die Malvinas ist ...

Genau. Nur darauf kommte es an: Fremdes Territorium widerrechtlich besetzen, mit eigenen Leuten "bestücken" und dann das Besitzrecht ausrufen. Das hälte aber nicht ewig und wird, da auf Unrecht gebaut, eines Tages zusammenbrechen. Die Anzeichen mehren sich.

Acaloth
10.02.2012 23:05
7 1

.......

Und ?

Grossbritannien hat alles Recht der Welt auf diese Inseln.
Die Argentinier sollen mit dem zufrieden sein was ihnen gehört....

Antworten Gast: Johan
11.02.2012 00:12
1 3

Mach die Augen zu...

dann siehst Du, was Dir gehört.

Berühmtes Sprichwort.

Wem diese Grasinsel wirklich gehört, ist schwer zu beantworten, wenn sie ursprünglich überhaupt unbewohnt war.

Michael
10.02.2012 20:23
1 3

Was wird die UNO, Handlanger des anglo-amerikanischen Sprachraums, wohl dazu sagen?

Da bin ich wirklich neugierig und würde darauf Wetten abschliessen.

1 0

Ungefähr dasselbe wie die Amis als diese auf ihre Monroe Doktrin angesprochen wurden.

Sie werden die Brits unterstützen, wie damals die Amis als sie ihnen Satellitenbilder über die Argentinier zur Verfügung stellten.