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Syrien: Kämpfe vor Krisentreffen der Arabischen Liga

11.02.2012 | 18:59 |   (DiePresse.com)

Bei Gefechten zwischen Regime-Truppen und der Opposition gibt es wieder Dutzende Tote. Die Arabische Liga berät am Sonntag ihr weiteres Vorgehen.

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Vor dem Treffen der Arabischen Liga sind in vielen Regionen Syriens neue Kämpfe zwischen Regime-Truppen und der Opposition ausgebrochen. Die Zentren des Protests standen am Samstag weiter unter Beschuss. Landesweit meldeten Aktivisten Dutzende Tote, die meisten aus der Stadt Homs.

In Damaskus wurde ein hochrangiger Militärvertreter des Regimes erschossen. Die Arabische Liga sucht weiter nach einer Lösung. Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle kündigte eine neue Sanktionsrunde der EU an.

Beraten über Beobachter und Resolution

Die Arabische Liga kommt am Sonntag zu neuen Beratungen über die Krise zusammen. Dabei wird es auch um ein Dokument gehen, das Saudi-Arabien nach dem Scheitern einer Resolution im Weltsicherheitsrat der UNO-Vollversammlung vorlegen will. Wie der US-Fernsehsender CNN am Freitagabend berichtete, wird in dem dreiseitigen Papier die Verletzung von Menschenrechten durch das syrische Regime scharf verurteilt.

Die Vollversammlung kann zwar offiziell Verurteilungen aussprechen, sie haben aber rein symbolischen Charakter. Dennoch lehnt die UN-Vetomacht Russland eine Diskussion über den saudischen Entwurf ab. Das bekräftigte Vize-Außenminister Gennadi Gatilow über den Kurznachrichtendienst Twitter.

Beraten müssen die Arabischen Staaten außerdem über die Zukunft ihrer Beobachtermission. Der im Dezember begonnene Einsatz hatte die Angriffe des Militärs auf die Zivilbevölkerung nicht beenden können. Nachgedacht wird nun über eine gemeinsame Mission mit den UNO. Die Vereinten Nationen schätzen, dass etwa 6000 Menschen in dem fast einjährigen Konflikt ums Leben gekommen sind.

Blutvergießen geht weiter

In Syrien ging das Blutvergießen weiter. Nahe der Hauptstadt Damaskus hätten sich Regierungstruppen Gefechte mit Deserteuren geliefert. Auch aus Al-Kusair an der syrisch-libanesischen Grenze wurden Kämpfe gemeldet. Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu geht nach Berichten türkischer Medien davon aus, dass inzwischen etwa 40.000 syrische Armeeangehörige fahnenflüchtig sind.

Auch die Protesthochburg Homs stand erneut unter massivem Beschuss. Von den landesweit mindestens 46 Toten kamen nach Angaben aus Oppositionskreisen die meisten aus Homs. In Damaskus wurde zudem ein hochrangiger Offizier erschossen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete, lauerten "Terroristen" dem Brigadegeneral Issa Al-Choli vor seinem Haus auf und töteten ihn. Al-Choli war Leiter des Hamisch-Krankenhauses.

Am Freitag waren bei einem Doppelanschlag in der nördlichen Stadt Aleppo 28 Menschen ums Leben gekommen. Während die staatlichen Medien "terroristische Gruppen" für die Anschläge in der bis dato von den Unruhen weitgehend verschonten Stadt verantwortlich machten, beschuldigte die Opposition das Regime um Präsident Bashar al-Assad, hinter der Tat zu stecken. Wegen der Medienblockade ist eine unabhängige Überprüfung der Meldungen aus Syrien kaum möglich.

EU will weiter Druck aufbauen

Deutschlands Außenminister Westerwelle betonte, man werde in der Syrien-Krise trotz der gescheiterten Sicherheitsrats-Resolution nicht aufgeben. "Wir bereiten gerade die nächste Sanktionsrunde der EU vor. Wir haben den Vorschlag gemacht, eine Kontaktgruppe der Freunde eines demokratischen Syriens einzurichten, um politischen Druck aufzubauen", sagte Westerwelle dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Deutschland unterstütze die Versuche, Syrien im Rahmen der Vereinten Nationen unter Druck zu setzen. "Ich schließe auch nicht aus, dass wir noch einmal in die Vereinten Nationen gehen, sei es in den Sicherheitsrat oder in die Vollversammlung. Wir unterstützen den Vorschlag einer gemeinsamen Beobachtermission der Arabischen Liga und der Vereinten Nationen sowie die Berufung eines UNO-Sondergesandten für Syrien."

(APA)

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18 Kommentare
Gast: b754
11.02.2012 19:56
2 7

wenn die uno mumm hätte

würde sie sanktionen gegen china und russland verhängen die stützen einen massenmörder und das im 21jhdt

Gast: Dramaturg
11.02.2012 18:22
6 1

Wie fabriziert man eine Revolution?

"Susanne Brandstätter hat fast drei Jahre lang an ihrem Dokumentarfilm "Schachmatt - Strategie einer Revolution" gearbeitet (2003), um die Hintergründe der rumänischen Revolution und des Sturzes von Diktator Ceausescu aufdecken zu können. Dabei ging es nicht nur um das Wohl des rumänischen Volkes."
Sehenswert http://www.youtube.com/watch?v=m7BEenUr6ZQ

Gast: schonwiedereingast (dauerzensuriert)
11.02.2012 16:23
8 1

Das Russland-China-Veto hat einen beispiellosen

global arrangierten Anti-Syrien-Kurs losgetreten:

- am 5. Feb stürmen ‚syrische Aktivisten’ die russische Botschaft in Libyen (was die dort zu suchen haben, bleibt ein Rätsel)
- UN-Vertreterin der USA Susan Rice geriert sich zunehmend als Furie und weist ständig auf die Grausamkeiten des Regimes hin
- amerikanische, europäische und GCC-Botschafter werden koordiniert im Eiltempo abgezogen
- am 8. Feb ruft Sarkozy Medvedev an und fordert den Rücktritt Assads
- am gleichen Tag berichten arabische GCC-Medien, Russlands UN-Botschafter hätte Qatar mit der Auslöschung bedroht, der dementiert, die Falschmeldungen würden dazu dienen einen Konflikt anzuheizen
- die Medienhetze erreicht einen neuen Höhepunkt
- Fr. Ashton darf da natürlich nicht zurückstehen


Lupus.67
11.02.2012 13:20
6 3

bestes beispiel

WIE diese "revolution" stattfindet, und von us-amerikanischen interessen manipuliert wird sind eh die fernsehberichte selber.

also ich möcht wissen, was in deutschland passiert, wenn irgendwelche bewaffneten horden einfach "zum spaß" und aus "revolutionsgründen" sich zusammenrotten und einen stützpunkt der polizei oder des militärs mit maschinenwaffen angreifen, handgranaten schmeißen..........und dann noch hoffen dass die ganze welt applaudiert und das gut heißt.

da stimmt einiges mit dem denken "der medien" nicht, und mit den leuten das gut heißen. aber vielleicht werden die nach ein paar "sparpaketen" auch noch munter, wenn solche verhältnisse auch in europa zum alltag gehören.

was hat österreich gerade für "antiterror"- und "maffiaparagraphen beschlossen? wenn mehr als drei zusammen über die regierung schimpfen sind sie schon potenteille terroristen, verlieren alle rechte und sind zum ausspionieren, verfolgen ohne richterlichen befehl usw. freigegeben........SO richtet sich es die "westliche" welt....und schimpft über die anderen die es genauso machen. ein richtiger spaß das ganze. reden wir in zwei jahren weiter, wenn die handgranaten auch auf unseren strassen detonieren und jeder polizist schon aus reinem selbstschutz vorher schießt und nachher fragt, um nicht auch von irgendwelchen idioten gefangen und gefoltert zu werden.

Antworten Gast: freier Bürger
11.02.2012 17:12
2 4

Re: bestes beispiel

Dieses Kommentar ist eines Bürgers der freien Welt "Unwürdig"

Antworten Antworten Lupus.67
12.02.2012 12:22
1 0

Re: Re: bestes beispiel

die "freie" welt besteht aus:
- maffiaparagraphen: wenn mehr als drei über die regierung schimpfen sind sie vogelfrei,
- internet-acta-abkommen: jeder provider, egal mobiltelefon, internet usw. ist verpflichtet ALLES zu speichern und auch ohne besonderen grund den behörden zu überlassen
- zangsüberweisungen jedes gehalts an banken ( da besteht noch die "freiheit" das institut zu wählen) zur besseren kontrolle der einkommensbezieher, die großen haben es sich eh gerichtet und lassen ihr schwarzgeld im koffer tragen.
- demokratich völlig unlegitimierten abkommen mit dem "großen bruder" usa, diesem sämtliche gespeicherten daten über JEDEN bürger europas auszuliefern und zu überlassen.
- einer medienlandschaft, die sich auf 3 große anbieter reduziert hat, nämlich kirche, raiffeisen und als einzigen "unabhängigen" den standard.

usw. usf.
MACHEN SIE SICH NICHT LÄCHERLICH mit ihrer "freien welt"

Antworten Antworten Gast: denkender Bürger
11.02.2012 18:06
0 1

Re: Re: bestes beispiel

Sie denken frei zu sein? Es ist ihr gutes Recht ist.
Nur zu viele Menschen sind in ihrer Einfalt gefangen oder schier zu manipuliert, dass sie gar nicht merken wie unfrei sie sind.

Freiheit ist Unfreiheit.
Krieg ist Frieden

Lesen schadet ihrer Dummheit und erhöht das Denkvermögen.

celsius
11.02.2012 12:23
8 4

Direktinfo

Schiessereien gab es schon vor einer Woche um den Flughafen in Damaskus. Eine mir bekannte Syrierin versichert, dass die Bevölkerung hinter Assad steht. Die "Aktivisten" infiltrieren aus dem Ausland. Gleiches Szenario wie in Libyen.

Antworten Gast: Oesterreicher1
11.02.2012 13:03
3 0

Re: Direktinfo

Ihre bekannte Syrierin ist wohl Alewitin. Meine Verwandten in Syrien sind definitiv gegen Assad.

Antworten Antworten celsius
11.02.2012 15:39
3 3

Nun gut, aber

welche Alternative sehen Sie ?
Wollen Sie Zustände wie in Libyen oder Irak ? Gehören Ihre Verwandten zu den Islambrüdern ?

Antworten Antworten Antworten Gast: schonwiedereingast (dauerzensuriert)
11.02.2012 16:30
3 1

Re: Nun gut, aber

es gibt eine kleine Minderheit in Syrien, die sich eben von der ständigen ALjazeera-Propaganda etc auch beeinflussen läßt, sowie es überall Unzufriedene, Opportunisten, Verräter usw usf gibt;
offizielle Umfragen (von Qatar gemacht!) sprechen eine deutliche Sprache für Assad


Antworten Antworten Antworten Gast: Bahira
11.02.2012 16:07
1 0

Wahr bessere bei Tariq Aziz und seinem Saddam?


Antworten enzo
11.02.2012 12:45
6 3

Re: Direktinfo

Der Kriegshetzer USA schickt seine Schergen aus die einzige Nation die seit 1945 andauernd irgendwo auf der Welt in Kriege verwickelt ist !!!!

Antworten Antworten Gast: Nahee
11.02.2012 15:34
1 0

Ist Aleppo kleine Eriwan?


Antworten Gast: Syrierin
11.02.2012 12:39
0 0

Frage an Radio Eriwan:

Antwort:

Antworten Antworten Gast: smartfart
11.02.2012 13:41
6 0

Re: Frage an Radio Eriwan:

Frage an Radio Eriwan: „Gibt es in der Europäischen Union eine Pressezensur?“

„Im Prinzip nein. Es ist uns aber leider nicht möglich, auf diese Frage näher einzugehen.“

http://fun.wikia.com/wiki/Radio-Eriwan-Witze

Antworten Antworten Antworten Gast: Der Funken Wahrheit
11.02.2012 18:05
2 0

Brilliant!

Danke :-)

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Leopold Saroyan
11.02.2012 19:20
0 0

Re: Brilliant!

Scharfe Sachen für Monsieur.