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Iran will syrischem Regime mit Milliardenaufträgen helfen

12.02.2012 | 15:20 |   (DiePresse.com)

Geheime Dokumente sollen belegen, wie Teheran das Regime von Bashar al-Assad unterstützt. Das Blutvergießen in Syrien geht unterdessen weiter.

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Der Iran greift dem bedrängten syrischen Regime nach Informationen der israelischen Zeitung "Haaretz" finanziell stark unter die Arme. Geheime Dokumente bewiesen, dass Teheran der syrischen Führung mit Handelsaufträgen im Wert von mehr als einer Milliarde Dollar helfen wolle, schrieb die Zeitung am Sonntag. Dies solle es Damaskus erlauben, internationale Sanktionen zu umgehen. Die Dokumente seien bei einem Angriff der internationalen Hackergruppe Anonymous auf den Mail-Server im Büro des syrischen Machthabers Bashar al-Assad gefunden worden.

In zwei Dokumenten, die vor zwei Monaten geschrieben worden seien, gehe es um den Besuch einer ranghohen iranischen Delegation in Syrien. In etwas verschleierter Sprache werde erwähnt, wie Syrien dabei geholfen werden solle, Sanktionen zu umgehen. Damaskus wolle "von der iranischen Erfahrung auf diesem Gebiet lernen".

Ein anderes Dokument wurde den Angaben zufolge am 8. Dezember unter anderem an Assad geschickt. Darin hieß es laut "Haaretz", die iranische Delegation habe erklärt, man habe eine Milliarde Dollar bereitgestellt, um Grundnahrungsmittel aus Syrien zu kaufen. Der Iran wolle auch Düngemittel und Rohmaterialien für die petrochemische Industrie an Syrien liefern.

Teheran gilt als engster Verbündeter des Assad-Regimes. Die USA, die Europäische Union, die Arabische Liga sowie die Türkei haben aus Protest gegen das Blutvergießen in Syrien Sanktionen verhängt.

Arabische Liga berät über Syrien

Die Arabische Liga hat am Sonntag einer Nachrichtenagentur zufolge einen früheren jordanischen Außenminister als Syrien-Sondergesandten vorgeschlagen. Gleichzeitig habe die Liga den Rücktritt des Chefs ihrer Beobachtergruppe in dem Land, Mohammed al-Dabi, angenommen, meldete die amtliche ägyptische Agentur weiter. Die Außenminister der Arabischen Liga wollten am Nachmittag über den Umgang mit dem Assad-Regime beraten. Nach Angaben aus Organisationskreisen geht es vor allem um einen Vorschlag, die derzeit unterbrochene Beobachtermission in Syrien gemeinsam mit den Vereinten Nationen fortzusetzen.

Die Gewalt in Syrien geht unterdessen unvermindert weiter. Am Sonntag haben Regierungstruppen erneut mehrere Oppositionshochburgen unter Beschuss genommen. Mindestens elf Menschen wurden nach Angaben von Aktivisten am Sonntagvormittag landesweit getötet, die meisten von ihnen in der Stadt Homs. Auch die Provinzen Daraa und Hama seien erneut angegriffen worden.

(Ag.)

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8 Kommentare
Gast: Lordlady Ashton
12.02.2012 18:22
2 2

Mei, arg

Grundnahrungsmittel wollen die handeln, ja derfen's denn des, wenn die EU das nicht erlaupt?

Ich schäme mich immer mehr dafür, was aus Europa geworden ist.

Antworten Kongolese
12.02.2012 19:37
1 1

Re: Mei, arg

Ist doch ganz einfach, man verbietet die Lieferung von Lebensmittel nach Syrien. Danach können EUSA und Medien empört berichten, dass in Syrien die Kinder verhungern.

Gast: OMVler
12.02.2012 17:33
2 2

Ich verstehe da was nicht!

Zwei Staaten vereinbaren einen Warenhandel im Wert von einer Milliarede Dollar. Was ist jetzt so schlimm daran? Die eine Seite bekommt Nahrungsmittel und die andere Seite bekommt Chemikalien um Benzin (oder was auch immer) herzustellen. Wenn unsere Politiker so einen Deal vereinbaren dann jubeln wir doch alle. Keine der beiden Seiten verstossen gegeb irgendein Gesetz oder Embargo.
Wenn die Merkel Panzer an die Saudis verkauft dann ist das OK. Wenn die Amis Waffen an Saddam verkaufen dann ist es OK aber wenn Syrien Lebenmittel an den Iran verkauft und der Iran braucht diese um sein Volk zu ernähren dann ist das ein Verbrechen?
Kann mir jemand erklären warum das so ist. Ich verstehe das wirklich nicht. Werden Menschen im Iran mit Lebensmitteln gefoltert oder ist es schlimm wenn der Iran "harmlose" Chemikalien verkauft? Wo ist das Problem?

WiKa
12.02.2012 16:39
2 5

Die kaputten Wertigkeiten …

… wenn der Iran, Russland, China und wer da nicht noch so alles ist, den Assad unterstützt, dann ist es natürlich „Böse“, weil die bestimmt eigene Interessen verfolgen … Schande über diese Brut.

Wenn der Westen hingeht und die Kriminellen in Syrien ausrüstet, dann werden natürlich nur humanitäre Ziele verfolgt, die man in diesem falle wohl auch mit Al Quaida teilt. Gut in diesem speziellen Fall kann man sich schon mal, wie in Libyen auch, mit den Terroristen einigen, solange die Zielsetzung stimmt. Also lasst uns dem syrischen Volk zurufen:

„ Syrien, wir kommen, Frieden, Freiheit, Cola, Dollar im Gepäck“

http://qpress.de/2012/01/30/syrien-wir-kommen-frieden-freiheit-cola-dollar-im-gepack/

Denn für diese Werte lohnt es sich zu verrecken und auch wenn dann noch viel mehr durch diese Einmischung sterben müssen, so ist es immerhin eine gerechte Sache, was man den oben erwähnten keineswegs zubilligen kann.

Ok, an anderer Stelle sagt man einfach „Doppelmoral“ … aber wir dürfen das denn wir sind die „Guten“ und wir wissen auch was dem syrischen Volk gut tut, wir können es täglich om Fernsehen erleben … diese schönen Inszenierungen für uns … </zyn>

Antworten Sprachrohr
12.02.2012 16:58
3 3

Re: Die kaputten Wertigkeiten …

Und worauf wollens hinaus?

Achso sorry steckt etwa die CIA wieder dahinter? oder doch nur die bösen Freimaurer?

Geht es uns so eigentlich echt so schlecht mit Frieden, Freiheit und Coca Cola?

Bevor ich mir unter Waffengewalt diktieren lasse was ich zu tun habe lebe ich 1000mal lieber im Westen und mit seinen Guten und Schlechten Seiten.

Antworten Antworten WiKa
12.02.2012 17:11
1 2

Re: Re: Die kaputten Wertigkeiten …

Da muss ich Ihnen ausnahmslos und direkt beipflichten; lebe auch lieber hier als in einer syrischen Ballerburg und habe dazu noch die Freiheit über die erwähnte Doppelmoral nachzudenken und hätte sogar (noch) die Freiheit den Dreck nicht kommen sehen zu wollen der uns irgendwann erwartet wenn man genau solchen Spielchen stets nur gedankenlos zuschaut … :)

Nun gut, dass Thema ist um einiges komplexer und lässt sich nicht in ein paar Sätzen abhandeln. Gewiss ist aber, dass jedwede Einmischung nur die Opferzahlen weiter in die Höhe treibt … auch das können wir uns gut vorm Fernseher ansehen, ist ja nicht das eigene Blut.

Antworten Gast: Hehehe
12.02.2012 16:56
0 0

Re: Die kaputten Wertigkeiten …

The web brigades. Wikipedia (en.)

Gast: Xerus
12.02.2012 16:37
1 2

Einfach mal informieren

Kriegslügen gegen Iran: http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=qymiRVRU0Ew