In der thailändischen Hauptstadt Bangkok sind am Dienstag mehrere Sprengsätze explodiert. Ein vermutlich aus dem Iran stammender Mann wurde schwer verletzt. Der Mann hatte selbst die Bombe geworfen, die ihm beide Beine abriss.
Insgesamt ereigneten sich drei Explosionen: Zunächst ging in einem Haus in einem Wohngebiet im Osten von Bangkok ein Sprengsatz hoch. Als die Polizei dort eintraf, sah sie drei aus dem Haus fliehende Männer. Einer von ihnen schleuderte einen Sprengsatz auf ein Taxi, das nicht anhalten wollte. Danach versuchte der Mann mit einer anderen Bombe die Polizisten zu treffen und löste eine dritte Explosion aus, bei der ihm selbst die Beine abgerissen wurden.
"Bei dem Verletzten wurde ein iranischer Personalausweis gefunden", sagte der Vizechef der Polizei von Bangkok, Pisit Pisuthisak. Die Polizei fand im Haus einen weiteren Sprengsatz und entschärfte ihn.
Nach den beiden anderen Verdächtigen wurde die Fahndung aufgenommen. Die Motive der Verdächtigen sind noch unklar.
"Kein Anlass zur Panik"
Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra rief die Bevölkerung auf, "nicht zu früh Schlussfolgerungen zu ziehen" und zunächst die Ermittlungsergebnisse abzuwarten. "Die Bevölkerung hat keinen Anlass zur Panik, weil der Verantwortliche festgenommen wurde."
Die USA hatten im Jänner vor möglichen Anschlägen auf Touristenviertel in Bangkok gewarnt. Ob der Vorfall vom Dienstag damit im Zusammenhang stand, ist offen.
Die thailändische Polizei beschuldigte im Jänner einen Libanesen, einen Bombenanschlag in Thailand geplant zu haben. Zuvor waren in einem Haus entsprechende Chemikalien gefunden worden. Die Behörden warfen dem Libanesen Verbindungen zu der von Syrien und dem Iran unterstützten Hisbollah vor. Am Montag wurde bei einem Attentat in Neu Delhi eine israelische Diplomatin schwer verletzt. Israel warf dem Iran vor, hinter der Tat zu stecken.
Zu den Explosionen in Bangkok sagte Israels Verteidigungsminister Ehud Barak: "Der Anschlagsversuch zeigt einmal mehr, dass der Iran und seine Verbündeten weiter auf die Mittel des Terrorismus zurückgreifen".
(Ag.)
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