Ehrensold für Wulff?

17.02.2012 | 18:39 |   (Die Presse)

Ein deutsches Staatsoberhaupt in Ruhestand hat Anspruch auf einen sogenannten Ehrensold in Höhe seines Gehalts. Im Falle des demissionierten Präsidenten Christian Wulff wären das 199.000 Euro jährlich.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Mehr zum Thema:

Wien/La. Geht es nach dem Paragrafen 1 des „Gesetzes über die Ruhebezüge des Bundespräsidenten“, hat ein Staatsoberhaupt in Ruhestand Anspruch auf einen sogenannten Ehrensold in Höhe seines Gehalts. Im Falle von Christian Wulff wären das 199.000 Euro jährlich, und zwar auf Lebenszeit. Ob dem demissionierten Präsidenten die Ehre des Ehrensolds gebührt, ist jedoch umstritten. Denn alles hängt davon ab, ob Wulff aus politischen, gesundheitlichen oder persönlichen Gründen zurückgetreten ist. Im letztgenannten Fall fiele er um das Geld um, sagte der Verfassungsrechtler Hans Herbert von Arnim gegenüber NDR Info. Und genau das treffe auf Wulff zu.

Mehr zum Thema:

So klar ist der Sachverhalt jedoch nicht. Wulff begründete seinen Rücktritt nämlich damit, dass sein politischer Aktionsradius im Laufe der vergangenen Wochen „nachhaltig beeinträchtigt“ worden sei. Das schafft Spielraum für Interpretationen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.02.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Lesen Sie hier weiter zum Thema:

Mehr aus dem Web

6 Kommentare
Gast: Volker vonZabiensky
02.03.2012 15:44
0 0

Ehrensold für Wulff

Es ist unerhört, das nach einigen Monaten ein Präsident sein Ehrensold erhält. Dieser Mann hat noch 17Jahre zu arbeiten, da könnte er sich nach einer kleinen Abfindung noch etwas dazu verdienen. Der bürger wird aufgefordert zu sparen, weniger Lohn, alles wird teurer, Arbeitslosigkeit wird immer mehr. Dann Schelte mit Griechenland, wr soll dasalles bezahlen. Es fing mit der Einführung des Euro. Die Grossen habensich erstmal saniert auf Knochen der Bürger. Viele Bürger haben Angst so einiges auszuplaudern was sie denken. Armes Deutschland. Herr Steinbrück hat es geschildert was auf uns zu Kommt.

Breitseiten gegen Wulffs Ehrensold ....

werden mit viel Häme, Neid oder persönlicher Mißgunst abgefeuert ´- selbst von einem ehemaligen BP -- .

Und so manch´ einer sollte sich vorab erstmal selber fragen, ob denn bei ihm persönlich alles und immer zu 100% rechtens, ehrlich, antikorrupt und ohne Habgier zugegangen ist - hierzu gehört z.B. auch die Steuererklärung vor dem Fianzamt ( das bißchen St.-Hinterziehung, na das fällt doch nicht auf, nach dem Motto:"machen doch alle wenn es geht...!" )

Und wenn der Punkt abgeklärt ist, könnte man vielleicht solange die Klappe halten, bis die (alle) Sachverhalte um Wulff restlos geklärt sind.

Gast: HB4242
18.02.2012 18:59
0 0

Ehrensold für Wulff?

und das mit 52 ???

Wo bleibt da der Aufschrei unserer Pensionsexperten (Marin, Rürup, usw.)

Arbeiten bis 72 !!! - das ist die Devise - sogar die EU will das so.

(oder doch nicht für alle ?)

0 0

Der österreichische Bundespräsident erhält 328.188 Euro im Jahr


Das sind mehr als 60% mehr, als der deutsche.

Das bedeutet, dass jeder österreichische Werktätige also das 16-fache des deutschen für sein Staatsoberhaupt bezahlt.

Wenn man die Nettosteuerzahler rechnet, dann ist es sogar nahezu das 20-fache.

Hinzu kommen die Kosten für die Präsidentschaftskanzlei und andere wertvolle Arbeitnehmer im Troß des Staatsoberhauptes und alle seine Spesen.

Gast: Paschenko
17.02.2012 22:07
0 0

Wie das Wort EHREN-Sold schon deutlich macht ...

... geht es hier um die Ehre. Warum sollte ein ehrloser Nimmersatt in den Genuss eines "Ehrensolds" kommen?
Außerdem -- aber das sei nur nebenbei bemerkt, trägt nichts zur Sache bei und die Unschuldsvermutung gilt sowieso -- dürfte er bei seinen früheren Tätigkeiten ohnedies schon genug zusammengerafft und 'zusammengeschnorrt' haben, um den Rest seiner Tage _sehr_ angenehm verbringen zu können ...

Antworten Gast: JüJa
19.03.2012 13:28
0 0

Re: Wie das Wort EHREN-Sold schon deutlich macht ...

etwas verspätet las ich heute Ihren Kommentar.

Es ist nicht nötig, Ihnen den Kopf zu waschen, der Dreck darin sitzt offensichtlich schon fest. Tut mir insofern leid für Sie.
Falls Sie glauben, es wäre besonders toll, einen Ex-Bundespräsidenten (oder auch einen anderen Menschen) derartig und öffentlich zu beleidigen, tun Sie mir auch deswegen leid. Sicher: Millionen Fliegen können nicht irren: Sch... schmeckt gut!
Bitte nicht weiter so!

AnmeldenAnmelden