Bei der gewaltsamen Auflösung einer nicht genehmigten Demonstration in Senegal ist auch der bekannte Sänger und Oppositionelle Youssou N'Dour verletzt worden. Der 52-Jährige sei am Dienstagabend in Dakar am linken Bein verletzt worden, teilte ein Sprecher von N'Dours politischer Bewegung "Fekke ma ci bolle" ("Ich mische mich ein") mit. Er sei beim Arzt gewesen, wolle aber keine große Sache daraus machen.
N'Dour wollte bei der Präsidentenwahl am Sonntag gegen Amtsinhaber Abdoulaye Wade antreten; der Weltmusikstar wurde aber nicht zugelassen, weil er nicht genügend gültige Unterschriften gesammelt haben soll.
Seit Juli 2011 sind alle Demonstrationen im Geschäfts- und Regierungsviertel von Dakar verboten. Das Oppositionsbündnis M23 hatte dennoch am Wochenende erneut zu Demonstrationen aufgerufen, um gegen eine weitere Kandidatur Wades bei der Präsidentenwahl zu protestieren. Nach Ansicht der Opposition darf sich der 85-Jährige gemäß der Verfassung nicht um eine dritte Amtszeit bewerben. Wade selbst hält seine Kandidatur für rechtmäßig. Auch das Verfassungsgericht des Landes wies Ende Jänner Einsprüche gegen Wades Kandidatur als "unbegründet" zurück.
(Ag.)
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