Verletzte Journalistin Bouvier doch noch in Syrien

28.02.2012 | 20:08 |   (DiePresse.com)

Edith Bouvier sei im Libanon in Sicherheit, hatte es geheißen. Ihr Arbeitgeber bestreitet dies nun. Sie wurde bei einem Raketenangriff in Homs verletzt.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Die bei einem Raketenangriff in der syrischen Stadt Homs verletzte französische Journalistin Edith Bouvier befindet sich anders als zwischenzeitlich gemeldet doch nicht im Libanon in Sicherheit. Die Leitung der französischen Zeitung "Le Figaro", für die Bouvier arbeitet, teilte am Dienstag mit, Bouvier sei noch immer in Syrien. Anderslautende Informationen seien falsch.

Zuvor hatte ein Vertreter der libanesischen Behörden gesagt, Bouvier sei wie auch der britische Fotograf Paul Conroy "gesund und wohlbehalten" im Libanon angekommen. Der französische Präsident Nicolas Sarkozy bestätigte dies zunächst, korrigierte sich am Abend aber und sagte, die Situation sei "komplex". Die Kommunikation mit der Stadt Homs sei sehr schwierig.

Bouvier war gemeinsam mit Conroy am Mittwoch vergangener Woche beim Beschuss eines als Pressezentrum der Rebellen genutzten Gebäudes in der syrischen Rebellenhochburg Homs verletzt worden. Bei dem Angriff wurden die US-Kriegsreporterin Marie Colvin und der französische Fotograf Rémi Ochlik getötet. Homs steht seit Wochen unter dem Beschuss der syrischen Armee.

Blutvergießen nimmt kein Ende

Trotz verschärfter Sanktionen und neuer Warnungen nimmt das Blutvergießen in Syrien kein Ende. Am Dienstag feuerten Regierungstruppen nach Angaben von Aktivisten mit Artilleriegeschütz auf Wohnviertel in den Städten Homs und Hama. Landesweit sollen die Soldaten mindestens 45 Menschen getötet haben. Der tunesische Präsident Mouncef Marzouki bot dem syrischen Machthaber Bashar al-Assad politisches Asyl an. Tunesien sei bereit, Assad und seine Familie aufzunehmen, um dadurch einen Beitrag zur Beendigung der Krise in Syrien zu leisten, sagte er in einem Interview der tunesischen Zeitung „La Presse“.

In den Golfstaaten Saudiarabien, Katar und Kuwait wird inzwischen laut über eine Bewaffnung der Opposition und der mit ihr verbündeten Deserteure nachgedacht. Ein kuwaitischer Kommentator sagte dem Nachrichtensender Al-Arabiya, angesichts der „Barbarei“ des Regimes bleibe kaum noch eine andere Option.

(Ag.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

10 Kommentare
Gast: An das Aussenministerium Wien
28.02.2012 21:17
2

Former British ambassador to Syria

Sachliches BBC Interview: "Westerners needed a reality check to understand the situation."

http://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-17179639

Antworten Gast: Karl Huber
29.02.2012 10:45
1

Re: Former British ambassador to Syria

Danke für den link.
Interessantes IV auch wenn der "Sir" erzweifelt nach Aussagen sucht um auch den BBC Hörern etwas zu geben das sie hören wollen.. ;)
Wenn er meinte: "Keine Freiheit, mußt achten was sagst etc." ist mir eingefallen. In der Türkei sitzen über 200 Journalisten und Reporter im Knast (mehr als in China) weils gsagt haben was denken.
Wo bitte isch der Unterschied?

Gast: GIftspritzer
28.02.2012 20:33
2

Kurze Zusammenfassung:

blablablablablablablabla Lüge Lüge Lüge blablablabla

Gast: Karl Huber
28.02.2012 17:25
1

Welche Menschenrechtorganisation?

Soweit ich weiß wird die internationale Journaillie von einer einzigen "Organisation" mit "News" beliefert und die sitzt in Paris. Die "Quelle" ist auch 100% zuverlässig weil alle Mitglieder des Vereins ehrliche Syrer sind. Halt die die gegen Assad sind...

Gast: Gast.Gast
28.02.2012 12:30
5

Quellen

Zur Erinnerung, die Menschen wurden schon mehrmals von den selben "Quellen" belogen. Afghanistan, Irak, Kosovo, Serbien, zum Teil auch über Libyen, denn es ist unbegründbar warum bei Saudi-Arabien andere Moralansichten gelten sollten.Warum also soll man den vereinten Medienmeinungen über Weltpolitik und Kriegsvorbereitungen überhaupt noch glauben.

Apa nein danke

Müsst ihr alle von der APA abschreiben?? Das die keine seriösen Nachrichten mehr verbreitet sollte doch schon hinlänglich bekannt sein oder??

Antworten Gast: hmm
29.02.2012 00:19
1

Re: Apa nein danke

Hat denn dieser Verein jemals seriöse Nachrichten verbeitet? So man von gelegentlichen Wetterberichten mal absieht ...

Gast: PolP0t
28.02.2012 07:29
7

Wieder ein Mainstream Märchen


Die vom Westen unterstützten subversiven Elemente sind der Kern allen Übels.

http://www.voltairenet.org/Fur-die-Befreiung-unserer-in-Baba

Re: Wieder ein Mainstream Märchen

So ist es. Syrien muss ins Chaos getrieben werden, damit die Nachbarn keine Schwierigkeit haben, im Bedarfsfall über das Land in Richtung Iran zu fliegen....

Gast: Wir spielen am liebsten Uno!
28.02.2012 01:48
3

Syrien: 68 Tote bei Massaker in Homs???.......

....jetzt werden fast jeden Tag 100 Menschen in Syrien gekillt....BITTE, wieviele Einwohner hat Syrien und WAS macht Assad wenn er dann GANZ ALLEINE mit seiner Frau fast 200 000km² zur Verfügung hat......einen Riesenpool und Partys???

AnmeldenAnmelden