Obama: "Wir bluffen nicht bei Aktionen gegen Iran"

02.03.2012 | 19:43 |   (DiePresse.com)

Der US-Präsident schickt eine Warnung an den Iran. Um dessen Atomprogramm Einhalt zu gebieten, würde das Vorgehen der Amerikaner auch eine "militärische Komponente" beinhalten.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Mehr zum Thema:

US-Präsident Barak Obama hat versichert, dass die USA in Hinblick auf Aktionen gegen den Iran "nicht bluffen" würden. Der Iran wisse sehr gut, dass die Bemühungen der USA, seinen Fortschritten beim Atomprogramm Einhalt zu gebieten, auch eine "militärische Komponente" beinhalten würden, erklärte Obama gegenüber der US-Zeitschrift "The Atlantic" am Freitag.

Mehr zum Thema:

Allerdings werde man nicht herumgehen und allen erzählen, "was genau unsere Absichten sind", fügte der US-Präsident hinzu. Obama äußerte sich wegen des bevorstehenden Besuchs von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu in Washington. Netanyahu traf am Freitag in Kanada ein, wie die israelische Zeitung "Haaretz" berichtete.

Israel drängt die USA, dem Iran ausdrücklich mit der Möglichkeit eines US-Angriffs auf seine Atomanlagen zu drohen. Obama widersprach in dem Interview mit "The Atlantic" der Vermutung, bei der oft wiederholten Formel "alle Optionen sind auf dem Tisch" handle sich nur um eine vage Aussage. "Das israelische Volk versteht, und ich denke das amerikanische Volk versteht, und ich denke, die Iraner verstehen", betonte Obama.

Keine "Opferrolle" für Teheran

Es gebe eine politische Komponente, die auf die Isolation des Iran abziele. Es gebe eine wirtschaftliche Komponente, die beispiellose und lähmende Sanktionen beinhalte. Außerdem gebe es eine diplomatische Komponente und schließlich auch eine militärische Komponente, unterstrich Obama. Die israelische Regierung würde anerkennen, "dass ich als Präsident der USA nicht bluffe."

Von einem vorschnellen Angriff auf den Iran hält der US-Präsident aber nichts. Dies würde Teheran ermöglichen, sich international als "Opfer" darzustellen, so Obama. Zugleich machte der Präsident deutlich, dass ein nuklear bewaffneter Iran "inakzeptabel" sei.

"Nukleares Finish"

Israels Ministerpräsident Netanyahu pochte indes am Freitag erneut auf die "Wahrung der Freiheit" seines Landes. Zugleich sprach er sich gegen neue internationale Atomgespräche mit dem Iran aus. Teheran würde wie in der Vergangenheit versuchen, diese Gespräche auszunutzen und in die Länge zu ziehen, um mit seinem Atomprogramm fortzufahren zu können und um schließlich das "nukleare Finish" zu erreichen. Die internationale Gemeinschaft sollte nicht in diese Falle tappen.

(APA/Red.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Lesen Sie hier weiter zum Thema:

Mehr aus dem Web

34 Kommentare
 
12
Gast: Alleseinbluff
06.03.2012 22:16
0

unglaublich....

...das in einem Westeuropäischen Forum so viele Pro-Iraner zu finden sind, DAS riecht nach einer Verschwörung, meine Herren!
Der Iran reichert höher an als für die Stromerzeugung notwendig, verlegt Herstellungsanlagen unter die Erde... noch eindeutiger gehts doch garnicht! Ich sage: Intervenieren so lange die Konsequenzen noch nicht global sind.

Gast: Wetterhahn
05.03.2012 09:26
0

Wie hoch geht der Oelpreis dann?

Man koennte genausogut fragen:

"How high is the sky"?

Gast: alatheus
04.03.2012 10:57
1

Es stellt sich sowieso die Frage, ob es Obama in der Hand hat, über einen Krieg mit dem Iran zu entscheiden:

"Section. 8.

Clause 1: The Congress shall have Power [...]"

"Clause 11: To declare War, grant Letters of Marque and Reprisal, and make Rules concerning Captures on Land and Water;"

"Section. 2.

Clause 1: The President shall be Commander in Chief of the Army and Navy of the United States, and of the Militia of the several States, when called into the actual Service of the United States; he may require the Opinion, in writing, of the principal Officer in each of the executive Departments, upon any Subject relating to the Duties of their respective Offices, and he shall have Power to grant Reprieves and Pardons for Offences against the United States, except in Cases of Impeachment."

http://www.house.gov/house/Constitution/Constitution.html

Maulhelden ....

Maulhelden in USA, ISRAEL und ebenso im IRAN --- klare Verhältnisse, das wär´s was sich weltweit das Volk wünscht und endilch erwartetet.

Gewitterstimung --- überall, aber Entspannung mit Donner und Blitz - das wär´ was die Menschen erhoffen -----------

Obama

ist durch seine Vergangenheit so belastet, dass er ein willkommenes Werkzeug für die Strippenzieher hinter den Kulissen ist...

Gast: barack
03.03.2012 19:12
3

friedensapostel ?

hier wird einfach zensuriert,aber nach welchem Schema?
gibt es eigentlich Inspektionen der IAEA betr. Israel und nach welchen Kritereien wird der Atombesitz der ISR beurteilt..die Staatengemeinschaft hat dazu keinen Sanktus erteilt..

Gast: Mao ze Tod
03.03.2012 18:40
0

Dress rehearsal for Har-Mageddon


Should the mentioned General not have said the following, then it is
at for sure an un-spoken fact :

Chinese Major General Zhang Zhaozhong recently stated that if America or Israel attacked Iran, “China will not hesitate to protect Iran—even with a third world war.”

Gast: Jochen Rind
03.03.2012 16:43
0

"Change we can believe in"

Der einzige Wechesel/Change war, daß der jetzige US-Präsident einen dunkleren Teint hat.

Und wie sie alle reingefallen sind auf diesen Blender, ich hab mir schon lange gedacht, daß das ein "Falscher Fuffziger" ist.

Gast: Pensador
03.03.2012 12:55
0

AIPAC konnte Obama überzeugen

Hat ihn die AIPAC endlich überzeugen können?
Ein neuer Krieg muss her!

Gast: schonwiedereingast (dauerzensuriert)
02.03.2012 21:10
4

“An Israeli attack on Iran would create a disaster.” — Zbigniew Brzezinski


“The entire lake will become a killing field…the Gulf will run red with American blood.” — Military specialist Mark Gaffney

http://www.theoccidentalobserver.net/2012/02/armageddon-approaches/


Re: “An Israeli attack on Iran would create a disaster.” — Zbigniew Brzezinski

Wieder einmal bedienen Sie sich aus einer obskuren Quelle. In diesem Fall ist es der mehr oder weniger offen antisemitische und ausländerfeindliche „Occidental Observer for white identity, interests and culture“, dessen Inhalte auch für jeden Konservativen gleichermaßen lächerlich wie abstoßend sind.

Der Verfasser Ihres Artikels hat beispielsweise folgende Inhalte zu verantworten:

Durch eine gezielte Einwanderungspolitik einer kleinen jüdischen Minderheit soll angeblich die weiße Bevölkerung in den USA in eine Minderheit verwandelt werden und über diese (nichtweißen) Immigranten schreibt er folgende Zeilen:

“They are likely to be our new enemies. They have been shoehorned into America for one purpose only: to make life tough for us. They compete with us for vanishing jobs and diminishing resources, and inevitably they will obtain political power that they will use against us.”

http://www.theoccidentalobserver.net/2010/08/goodbye-america-part-2/

Weshalb die USA von einer jüdischen Minderheit viel stärker bedroht ist als es Deutschland während der Weimarer Republik bzw. vor Hitler war schildert er hier:

http://www.theoccidentalobserver.net/2010/04/goodbye-america-part-1/

Im Allgemeinen scheint sich der Autor auf eine angebliche jüdische Weltverschwörung zu konzentrieren (inkl. Der Protokolle der Weisen von Zion usw.).

Antworten Antworten Gast: Pensador
03.03.2012 12:59
0

Re: Re: “An Israeli attack on Iran would create a disaster.” — Zbigniew Brzezinski

Na sowas! Der ehemalige US-Aussenminister ist also ein verkappter Nazi?
Oder herrscht in den Staaten etwa mehr Meinungsfreiheit als bei uns?

Re: Re: Re: “An Israeli attack on Iran would create a disaster.” — Zbigniew Brzezinski

Schon wieder falsch. Weder Zbigniew Brzezinski noch der Autor dieses Artikels waren US-Außenminister oder wen meinen Sie damit?

Außerdem geht es mir nicht um dieses Zitat und die banale Tatsache, dass ein Angriff auf den Iran ein Vabanquespiel für den Westen wäre, sondern um die Quelle bzw. den Autor der wie Sie aus den von mir geposteten Links entnehmen können von einer jüdischen Weltverschwörung zur Unterjochung der weißen Rasse überzeugt ist.

Lesen Sie sich doch diesen Schwachsinn der beiden Artikel durch. Das hat mit Meinungsfreiheit nichts zu tun. So einen Blödsinn zu verbreiten ist eigentlich schon primär schwachsinnig und nur mehr sekundär antisemitsch und ausländerfeindlich.

Antworten Antworten Gast: Infosauger
03.03.2012 12:33
0

Re: Re: “An Israeli attack on Iran would create a disaster.” — Zbigniew Brzezinski

Danke für die Links! Sehr informativ und lesenswert! Bitte mehr solcher wichtiger Infos posten!

MfG

Antworten Antworten Gast: Gast321
03.03.2012 10:53
2

Re: Re: “An Israeli attack on Iran would create a disaster.” — Zbigniew Brzezinski

blablabla...
So gut wie alle Militärexperten und Geheimdienstler raten von einem Angriffskrieg gegen den Iran ab! Da können sie noch so oft die Antisemitismus-Keule schwingen, wenn Israel den Iran angreift ist es allein für alle Konsequenzen verantwortlich!

http://www.youtube.com/watch?v=hmga7FVYbks

Re: Re: Re: “An Israeli attack on Iran would create a disaster.” — Zbigniew Brzezinski

Lesen doch bitte primär was ich schreibe und nicht nur zwischen den Zeilen.

Natürlich wär ein Angriff auf den Iran ein unglaubliches Risiko für den Westen und ein potentielles Grab für Millionen Tote. Das sehe ich ebenfalls so.

Meine Kritik bezog sich auf die zitierte Quelle des occidental observer und dessen Interpretation des Geschehens als Ergebnis einer jüdischen Weltverschwörung. Lesen Sie doch bitte einmal den gesamten Artikel sowie die beiden von mir geposteten Artikel und sagen Sir mir dann einmal, dass das nicht obskurer Unsinn und antisemitisch ist.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Nachfrager
05.03.2012 15:23
0

Re: Re: Re: Re: “An Israeli attack on Iran would create a disaster.” — Zbigniew Brzezinski

Aaron bist du's??

Gast: HB4242
02.03.2012 19:28
10

Obama: "Wir bluffen nicht bei Aktionen gegen Iran"

Natürlich blufft Obama nicht!

Nachdem im Irak und Afghanistan nichts mehr zu holen ist, brauchen die Amis ein neues "Opfer".

Ok, zur Not könnte das auch Syrien sein.

Unglaublich, in welch "moralischen" Welt wir leben !

Also, was war noch mal der Grund?

Weil der Iran eventuell etwas haben möchte, was die USA schon längst in Massen haben?

Weil der Iran so eine Waffe in selbstmörderischer Manier gegen Israel einsetzen würde, während die USA von dieser Waffe nie gebrauch machen würden? *hüstel*

Re: Also, was war noch mal der Grund?

Will er nicht (sagt der Iran),
hat er nicht (sagen die Inspektoren und Geheimdienste).
Also was ist nochmal der Grund?

Jedenfalls ist es schön, das der Friedensapostel Obomber wieder die Anerkennung der Gotterwählten hat.

Vielleicht will er ja doch. An Irans Aufrichtigkeit darf doch stark gezweifelt werden.


Die Inspektoren der IAEA bestätigen nur, dass der Iran (noch) keine A-Waffen hat. Zur Beantwortung der Frage nach einer ausschließlich zivilen Nutzung des iranischen Nuklearprogramms trägt diese Tatsache jedoch nichts bei. Die Nichtexistenz von A-Waffen kann schließlich zwei Gründe haben: Entweder es gibt kein militärisches Atomprogramm oder es war nur noch nicht erfolgreich.

Dass der Iran allerdings A-Waffen nicht wolle und nicht im Geheimen entwickle, können die Inspektoren keineswegs bestätigen. Dies ist aber die entscheidende Frage. Tatsächlich beklagen sie die andauernde mangelnde Kooperation des Iran und hegen Zweifel an der ausschließlich zivilen Dimension des Nuklearprogramms.

Letzte Inspektion Februar dJ: Kein Zugang zur militärischen Anlage in Parchin.

http://www.iaea.org/newscenter/pressreleases/2012/prn201205.html

Der letzte und auch alle vorangegangenen Berichte beinhalten erhebliche Zweifel an einer ausschließlich zivilen Nutzung des iranischen Atomprogramms.

http://www.iaea.org/Publications/Documents/Board/2011/gov2011-65.pdf

Re: Vielleicht will er ja doch. An Irans Aufrichtigkeit darf doch stark gezweifelt werden.

Hallo Gast!

Die IAEA war doch schon in Parchin: "Iran has permitted the Agency to visit defence related sites at Kolahdouz, Lavisan and Parchin. The Agency did not observe any unusual activities in the buildings visited at Kolahdouz and Parchin, and the results of environmental sampling did not indicate the presence of nuclear material at those locations." (nicht Xinhuan, IAEA Bericht von 2006).

Was steht in ihrem ersten Link: "Iran
constructed a large explosives containment vessel... in 2000...The Agency has obtained commercial satellite images that are consistent with this information... the Agency was permitted by Iran to visit the site twice in 2005... From satellite
imagery available at that time...none of which, however, included the location now believed to contain the building which houses the explosives chamber... consequently, the Agency’s visits did not uncover anything of relevance."

Und haben dann noch die Chuzpe zu schreiben:"It remains for Iran to explain the rationale behind these activities."

Sie (die IAEA) vermuten also seit 2000, belegt mit Satellitenfotos, Atombombensimulationen in Parchin, finden aber 2005 bei zwei Besuchen nicht das betreffende Gebäude weil jetzt die Satellitenbilder plötzlich wieder unzureichend sind (oder der Iran nächtens das Gebäude einfach weggeschoben hat) und verlangen 2011 vom Iran, das er bekannt gibt, was in einer von der IAEA selbst so bezeichneten "defence related site" gearbeitet wird!

Unfassbar, oder?

Re: Re: Vielleicht will er ja doch. An Irans Aufrichtigkeit darf doch stark gezweifelt werden.

1. Sie zitieren aus einem 6 Jahre (!) alten Bericht bzw. einer Inspektion die 2006 in Parchin stattfand. In 6 Jahren kann sich aber sehr viel ändern.

2. Der Iran müsste bei einer uneingeschränkten Kooperation zu der er sich vertraglich selbst verpflichtet hat den Inspektoren der IAEA grundsätzlich jederzeit Zugang gewähren. Nur weil sie eine Inspektion 2006 zuließen bedeutet das nicht, dass die IAEA 2012 in Parchin keine Inspektion mehr durchführen sollten, müssten oder dürften. Das ist ja absurd. Fakt ist der Iran kooperiert nicht und verwehrt den Zutritt zu bestimmten Anlagen und hält Informationen zurück.

3. Ich wollte nur auf eine Diskrepanz hinweisen, weil Sie die Inspektoren als Anwälte für die Aufrichtigkeit des Iran angeführt haben, aber wie gesagt die IAEA haben Zweifel an der ausschlißelich zivilen Nutzung des Atomprogramms.

Re: Re: Re: Vielleicht will er ja doch. An Irans Aufrichtigkeit darf doch stark gezweifelt werden.

1. Ja, kann viel passieren. Ominöse Stahlzylinder kommen und gehen. Nur die Sanktionen bleiben.

2. Der Iran hat den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet. Dieser wird nach Punkt und Komma erfüllt. Die 2003 unterzeichneten Zusatzabkommen wurden 2006, nachdem die IAEA nichts gefunden hatte ;-) und die Sanktionen trotzdem verschärft wurden, aufgekündigt. Nach den Satzungen des Atomwaffensperrvertrags (nicht tangiert durch Zusatzabkommen) sind die Mitglieder verpflichtet einander die zivile Nutzung der Atomkraft zu erleichtern. Wer ist denn jetzt seit zig Jahren vertragsbrüchig?
Interessant in dem Zusammenhang, das ausgerechnet jene Staaten am lautesten wettern die entweder den Atomwaffensperrvertrag oder die beiden Zusatzabkommen nie unterzeichnet haben.

In aller Kürze: Der Atomwaffensperrvertrag untersagt eine militärische Nutzung der Kernkraft für nicht Atomwaffenbesitzer und sieht angekündigte Inspektionen in freiwillig gemeldeten Anlagen vor. Das erste Zusatzabkommen ermöglicht unangekündigte Inspektionen. Ein weiteres Zusatzabkommen (2010) ermöglicht auch Inspektionen in nicht gemeldeten Anlagen.
Nach mehreren Morden an Atomphysikern und nach Stuxnet muss nicht ernsthaft mit einer Unterzeichnung der Zusatzabkommen durch den Iran gerechnet werden... (der sich in der Beziehung ja in allerbester Gesellschaft befindet)

3. Wo haben sie das jetzt wieder herausgelesen? "Will er nicht (sagt der Iran), hat er nicht (sagen die Inspektoren und Geheimdienste)", war meine Aussage.

Der NPT bzw. das Safeguard-Abkommen wurde definitiv nicht erfüllt.


Durch den NPT ist der Iran seit den 70ern unmittelbar zur Einhaltung des Safeguard-Abkommens nach dem INF-CIRC 153 (corr.)-Standard verpflichtet. 2002 wurden durch die IAEA zahlreiche Verletzungen dieses Abkommens festgestellt (Nichtdeklaration von Urananreicherungsanlagen wie in Natanz oder Importen von Nuklearmaterial, etc.). Das freiwillige Zusatzabkommen nach INF-CIRC 540 spielte dabei keine Rolle, da es erst 2003 nach den Verstößen vom Iran als Charmeoffensive mit der IAEA abgeschlossen wurde.

Die Pflichtverletzungen können durch eine nachträgliche Wiedergutmachung (zB: Nachreichung fehlender Informationen, etc.) geheilt werden und im diesem Graubereich zwischen Verzögerungstaktik und anschließender Wiedergutmachung bewegt sich der Iran seit her OHNE allerdings die faktischen Pflichtverletzungen aus dem Jahre 2002 jemals vollständig ausgeräumt zu haben. Das fordert die IAEA und zu dem Zweck wäre auch die Inspektion in Parchin notwendig. Ohne Kooperation ist es natürlich faktisch unmöglich die Intentionen (zivil oder militärisch) eines Atomprogrammes zu bestimmen.

Nur ein Inspektionsrecht bei freiwillig gemeldeten Anlagen? Wohl kaum: Bereits INF-CIRC 153 aus den 70ern sieht ad-hoc und Routineinspektionen für offiziell gemeldetes nukleares Material aber auch darüber hinaus Sonderinspektionen vor. Außerdem müssen diese Anlagen gemeldet werden. Das war ja eine Pflichtverletzung des Iran, dass er zB: Natanz nicht gemeldet hat.

Re: Der NPT bzw. das Safeguard-Abkommen wurde definitiv nicht erfüllt.

Jaja, der "should" und der "shall" sind in der Friedensforschung nicht vorgesehen (wegen derartiger Übersetzungs-Unschärfen fühlt sich Israel ja auch an nichts verpflichtet, aber das ist eine andere Baustelle).

Wie sie im letzten Absatz schrieben: "für offiziell gemeldetes...".

Für interessierte: http://www.iaea.org/Publications/Documents/Infcircs/Others/infcirc153.pdf

Wir sehen, hier bleiben sich die Parteien nichts schuldig. Und wie ein Blick auf §1 und §2 NPT zeigt, sind es die größten Verbrecher die hier am lautesten schreien.
Ich bin nach wie vor nicht der Meinung, das Mordanschläge, Sabotage, Sanktionen und Vorbereitung zu Luftschlägen, die Situation entspannen werden.
Eine feinfühlige Wiederaufnahme der Diplomatie (ohne Propaganda und Revoluzzerunterstützung) wird vor allem in Anbetracht der letzten Wahlen, viel mehr bringen.

 
12
AnmeldenAnmelden