Wulff will 280.000 Euro für Büro und Mitarbeiter

04.03.2012 | 18:53 |   (DiePresse.com)

Zusätzlich zu seinem Ruhestandsbezug von 200.000 Euro im Jahr will der zurückgetretene deutsche Bundespräsident weitere Privilegien, für die der Steuerzahler aufkommen soll.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Mehr zum Thema:

Der deutsche Ex-Bundespräsident Christian Wulff besteht einem Magazinbericht zufolge ungeachtet der Debatte über seinen Ehrensold auch auf weiteren Privilegien für ehemalige Staatsoberhäupter. Wulff wünsche die gleiche Behandlung wie seine noch lebenden Vorgänger und beanspruche ein Büro und Mitarbeiter, berichtete "Der Spiegel" am Sonntag. Damit kämen neben den rund 200.000 Euro Ruhestandsbezügen jährlich 280.000 Euro weiterer Kosten auf die Steuerzahler zu, berichtete das Magazin. Das Bundespräsidialamt wolle die Mittel im kommenden Haushalt beantragen.

Mehr zum Thema:

Wulff war nach der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung Mitte Februar zurückgetreten. Die Staatsanwaltschaft hatte am Freitagabend sein Haus in Großburgwedel durchsucht und dabei unter anderem Unterlagen und Telefondaten beschlagnahmt. Dem "Spiegel" zufolge wollen die Ermittler vor allem die Kommunikation zwischen Wulff und dem Filmunternehmer Christian Groenewold unter die Lupe nehmen. Groenewold hatte für Wulff einen Kurzurlaub auf Sylt bezahlt und seinerseits vom Land Niedersachsen eine Bürgschaft erhalten. Wulff hatte erklärt, er habe Groenewold die Hotelrechnung in bar erstattet.

Vorgänger nimmt Ehrensold nicht an

Anders als Wulff nimmt der 2010 zurückgetretene Ex-Bundespräsident Horst Köhler seinen Ehrensold nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" nicht in Anspruch. Er wolle nach seinem freiwilligen Ausscheiden Doppelbezüge vermeiden, berichtet das Blatt. Wulff hat sich bisher nicht öffentlich erklärt.

Die Grünen kritisierten das Verhalten des ehemaligen Bundespräsidenten. "Ich rate Herrn Wulff einen Moment innezuhalten und zunächst alle Vorwürfe zu klären", erklärte die Grünen-Fraktionsvorsitzenden Renate Künast. Er beschädige das Ansehen der Politik insgesamt und auch nach seinem Rücktritt das des Bundespräsidenten.

Christian Wulff: Der Fall von Everybody's Darling

Alle 12 Bilder der Galerie »

(Ag.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Lesen Sie hier weiter zum Thema:

Mehr aus dem Web

140 Kommentare
 
12 3 4
Gast: Lowie
06.03.2012 20:58
0

Karakterlos

Das Verhalten ist typisch für Ihn, er hat bis heute nicht begriffen welches Amt er inne hatte und was Ehre und Gewissen bedeutet. Es ist eine Schande für Deutschland und beweist wie wenig Rückrat und Ehrgefühl unsere Regierung hat, wenn so ein Betrüger trotz eigenem Verschulden, mit Ehren verabschiedet wird.
Die einzigen die bestraft werden sind wie gewohnt die kleinen ehrlichen Leute, sie müssen für solche Betrüger bezahlen.




Gast: josmoo10
06.03.2012 10:30
0

oberstes vorbild

genau so mache ich es auch....
Er ist mein Vorbild.... Ich will die gleichen Konditionen haben auf der Bank beim Staat und und .....
In meinen Augen ist er entweder sehr dumm oder so raffiniert, denn wenn in den Zeitungen oder in den Medien seine Diskussion verfolgt müsste er doch erkennen wie das Volk von ihm denkt.

Gast: Wies Kang
06.03.2012 07:06
2

Was haben Ehrensold und "Familienzusammenführung" gemeinsam?

Sie zählen zu den unsinnigsten Gesetzen zum Schaden Deutschlands.

Nasser Fetzen

Mit einem nassen Fetzen aus dem Amt verjagen.

Generalscham ....

... wenn man die ganzen Kommentare hier und auch in den deutschen Medien verfolgt, dann könnte man auf den Gedanken kommen, daß man - die Deutschen (BRD) - sich irgendwelcher Schwächen zu schämen hätte, sei es des Amtes des BP der BRD oder der Tatsache, daß man bei Konstruktion des Grundgesetzes nicht alle "damals denkbaren" Situationen berücksichtigen konnte - und es ist fast beschämend, wie man sich "im Staube wälzt" und sogleich an den eigenen Volksvertretern ätzende Kritiken (ungeprüft, juristisch berwertet..) übt.

Nationalismus geht meistens über Grenzen hinaus, aber gegenüber dem Ausland sollte es sogar den öffentlichen Medien möglich sein, daß man vor der ( ungeprüften ) Vorverurteilung eines Politikers oder Mitglieds des "öffentlichen Lebens" interne Zurückkhaltung übt, bevor (bewiesene Fakten) der Allgemeinhaeit zum Urteil vorgelegt werden.

"Presse"- oder auch "Meinungsfreiheit" ja, aber nicht ungeprüft und schon gar nicht - von den Autoren her - beeinflußt. Was hier fehlt, dringendst fehlt, das ist NEUTRALE INFORMATION ohne private Meinung. Das allgemeine Volk - eben die Wähler - sind nicht ganz so doof, wie man es sich manch einer der irgendwelchen Journalisten vorstellt

Gast: Aischylos
05.03.2012 22:00
1

Die Deutschen können wenigstens sagen: wir haben ihn nicht gewählt. Denn der Trinkgeldnehmer Wulf wurde von Politikerkollegen gewählt.


Wir dagegen haben unsere Politiker selber gewählt. Und wir stoßen uns auch nicht daran, dass sie unser Steuergeld mit vollen Händen zum Fenster hinauswerfen. Werbeeinschaltungen für Zeitungen, Posten für die eigenen Leute an den Schaltstellen staatlicher Firmen und Medienanstalten zu schaffen, kostet viel Steuergeld. Und hat nur den Sinn, den Politikern, die dahinter stecken, noch mehr Einfluss zu sichern. Um sich noch besser der Ressourcen Österreichs bedienen zu können. Um noch länger an der Macht zu bleiben.

Was Herr Wulff bekommen wird, kann man ruhig "Schandgeld" nennen, nicht "Ehrensold"...


Gast: ich schaeme mich
05.03.2012 21:10
0

und das für unser Geld

Wulff hat geschafft alles zu entehren was es zu entehren gibt. Der große Zapfenstreich wird zum Witz, jetzt reicht dieses Zeremoniell höchstens noch für die nächsten Faschingsorden-Verleihungen.

Alles abschaffen, der Sinn und Zweck wurde mit Wulff der Lächerlichkeit preisgegeben. Ehre u. Moral kennt so ein Mensch nicht, ist sich auch keiner Schuld bewusst.

Die Ehrengarde sollte ihm nur die Stiefel zeigen!


Gast: sissy
05.03.2012 20:48
0

mit den deutschen arbeitnehmern und pensionisten(hartzIV, altersarmut) kann man scheinbar alles machen- die lassen sich die größten schandtaten gefallen - bis der kelomat wieder hochgeht. und eine elite stopft sich rein-was nur geht


Gast: Britta02
05.03.2012 19:34
1

Kommentar

Wozu braucht er noch ein Büro auf Steuerzahlerkosten? Um den Ex-Job seiner Frau leichter verwalten zu können?

Er ist nicht aus politischen Gründen zurückgetreten, sonder aufgrund persönlicher Verfehlungen - Zeit, ihn ordentlich abzuschiessen.

Gast: Jadggesellschaft
05.03.2012 18:39
0

Wenn der Wulff nicht

Wenn der Wulff nicht einigen Leuten etwas im Weg war, dann wären seine Verfehlungen überhaupt nie ein Problem gewesen und der Mantel des Schweigens würde noch darüber ruhen. Selbst die Medien dürften dann nichts schreiben. Ein Skandälchen findet man bei jeden Politiker. Vielliecht will er als Ösi-Politiker anheuern, den richtigen Mindset hätte er.

Antworten Gast: wwwwwwwwwwwwwwwwww
05.03.2012 20:49
0

Re: Wenn der Wulff nicht

Stimmt. so sehe ich das auch, wie auch in anderen Fällen wie zb Grasser, Elsner usw.

allerdings ändert das NICHTS aber auch GAR NICHTS daran dass diese Leute kriminell sind. und daher ihre strafe verdienen. freilich ebenso alle anderen, die sich schuldig gemacht haben.


Gast: vettern
05.03.2012 18:20
1

ein teures trauerspiel - wulff,berlusconi,papandreou,ackermann, j.fischer, schröder, gusenbauer, strauß-kahn,lagarde. usw. die banken und finanzkonzerne arbeiten höchst erfolgreich an der zerstörung des sozialen wohlstandes und friedens in europa;


Gast: africano
05.03.2012 17:28
1

Das DEutsche Volk ,ist Dumm,Dümmer am Dümmsten

Wie sagte schon Napoleon der I.
Es gibt kein gutmütigeres ,aber auch kein leicht gläubigeres Volk,als das Deutsche.
Zwiespalt brauchte ich unter ihnen zu säen.Ich brauchte nur meine Netze auszuspannen ,dann liefen sie wie scheues Wild hinein. Unter einander haben sie sich gewürgt und sie meinen,damit ihre Pflicht zu tun. Törichter ist kein anderes Volk auf der Erde. Keine Lüge kann grob genug ersonnen sein ,die Deutschen glauben sie. Um eine Parole ,die man ihnen gab ,verfolgen sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung ,als ihre wirklichen Feinde.

0

Re: Das DEutsche Volk ,ist Dumm,Dümmer am Dümmsten

Diese Äußerung zeigt kein großes historisches Verständnis. Deutschland als Staat gab es erst seit 1871. Das heilige römische Reich war ein Konglomerat von vielen großen, mittleren und kleinen souveränen Staaten, die teilweise und mit Änderungen untereinander liiert bzw. verkracht, sogar verfeindet waren. Die Idee eines deutschen Volkes als Basis einer staatlichen Entität hat sich erst im Zuge der napoleonischen Kriege entwickelt.
Letztlich zeigt doch das Schicksal Napoleons nicht unbedingt von Klugheit, angefangen mit dem russischen Abenteuer, bei dem mehrheitlich Soldaten "befreundeter" bzw. okkupierter Staaten die Opfer waren.

Antworten Gast: gastlos
05.03.2012 18:06
2

Nehmen Sie den Satz "Wulff will 280.000 für Büro und Mitarbeiter" und ersetzen Sie Wulff durch Häupl und Büro durch Krone und Mitarbeiter durch Heute.


Dann steht da

Häupl will 280.000 für Krone und Heute.

Und da beginnt der gelernte Wiener zu lachen. So billig kriegt man bei uns gar nichts.

Und wer ist da jetzt der Dumme?

Gast: daswars
05.03.2012 16:04
1

Wuensche

Also, wollen tun wir alle viel. Ich wuerde ihm einfach diese ueberhoehten Wuensche abschlagen und das wars.

In Krisenzeiten muss sich auch ein luxusgewoehnter Herr Wulff ein bisschen realistisch geben.

Also, wenn es ihm nicht gesetzlich zusteht, einfach abschlagen.

Gast: Juhuuuuuuuuuuuu
05.03.2012 15:50
3

Der Schärdinger

Nicht Wulff ist schuld, sondern die Wahnsinnigen die diese Gesetze gemacht haben.
Bei uns genauso, aber bei den vielen Posten die diese so hohen Herren in einem noch höheren Haus bekleiden kein Wunder.
Es sollten nur mehr Politiker ohne Zusatzposten ins Parlament einziehen dürfen, dann müssen sie auch anwesend sein, aber ohne SMS und Zeitung lesen, und Bussi Bussi und grins grins, sondern arbeiten und denken dabei!!!!!!

Re: Der Schärdinger

Auf jeden Fall war Wulff der JÜNGSTE deutsche Bundespräsident! Während seine Vorgänger zumeist mit 70+ das höchste Amt im Staat angetreten hatten (gilt übrigens auch für Nachfolger Gauck), bzw. zumindest erst in diesem Alter wieder ausgeschieden sind, war Wulff beim Einzug ins Schloß Bellevue gerade mal 46 und ist jetzt 48. Bei der heutigen gestiegenen Lebenserwartungen schafft er es bis ca. 80. Und das wiederum heißt: Mehr als 30 Jahre lang wird der demissionierte Bundespräsident einen "Ehrensold", das Büro, Mitarbeiter UND einen sicher nicht zu billigen "Dienstwagen" bekommen. Aber was werden dann er und besagte "Mitarbeiter" in diesen vom Staat zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten tun? Irgend eine Funktion wird Wulff dann schließlich ausüben und seine Memoiren werden auch nach ca. einem Jahr fertig geschrieben sein. Selbst bei einem tatsächlich IN EHREN entlassenen 1. Mann im Staat machen all diese "Nebengeräusche" wenig Sinn. Bei Wulff aber schon gar nicht...

Gast: Gevatter Isegrim
05.03.2012 15:04
0

Pro Wulff

auch wenn es die Zensur nicht erlaubt.

Wulff ist ein Fels in der Brandung. Nur die BobbycarMoralisten bewerfen ihn mit Dreck.

Er wurde gehetzt, gejagt und musste zurücktreten und jetzt werfen ihm dieselben Heuchler seine kurze Amtszeit vor.

Wulff hat mehr für Integration getan, als jeder BP vor ihm. Ja, sein Islamsatz. Aber für jüdische Projekte hat er immense Summen beschafft.

Er steht für Verständigung der Religionen.
Aber lächerliche Kurzurlaube und Telefonieren mit anderen Handys, wie bei Schülern, sind den scheinheiligen Moralisten wichtiger als kultureller Friede.
Wulff ist keine Krämerseele, er denkt in anderen Dimensionen. Sein Büro wird er besser nutzen, als seine langweiligen, unbedeutenden Vorgänger.

Antworten Gast: Plagiator
05.03.2012 17:27
0

Re: Pro Wulff

Schau, wenn man jemanden abschiessen will dann schafft man dass immer mit lächlerlichen Punkten. Bei einem normalen Angestellten wirft man einfach "privates" Telefonieren oder "e-mail" vor, weil er mal kurz zuhause angerufen hat. Bei einem Präsidenten sind es andere Dinge. Er stand einigen Leuten im Weg und wurde abgeschossen bzw. ist an seiner Unstürzbarkeit gescheitet, wer sonst nimmt solche Geschenke an?

Antworten Antworten Gast: Gevatter Isegrim
05.03.2012 18:01
0

Re: Re: Pro Wulff

Petitessen bei Wulff, das Opfer einer lächerlichen Kampagne.
Bei ihm wurden ungleiche Maßstäbe angesetzt. Die Poliiker lassen sich von unlauterer Stimmungsmache leiten.
Wenn ich an die Schamlosigkeit des "Christen" Rau denke, wird mir schlecht.
Wulff hat kleine Fehler gemacht, die anderen wirklich grosse.

Wulf hat noch nichts begriffen,


der Mann könnte ein österreichischer Politiker sein.

Es ist recht beruhigend, dass Mangel an Einsicht in eigenes Fehlverhalten auch anderswo zu finden ist.

Gast: Einigkeit und Recht...
05.03.2012 15:01
2

Neueste Meldung:

Das Besoldungsrecht wird rückwirkend geändert, sollte Herr Wulff nicht verzichten, so wie es auch sein anständiger Vorgänger Köhler getan hat, als er (aus ganz anderen Gründen jedoch) zurückgetreten ist.
Da ist sich die Mehrheit im Deutschen Bundestag parteiübergreifen einig.

Gast: Romulus
05.03.2012 14:28
5

Kennen wir schon

Anstrengungsloser Wohlstand und spätrömische Dekadenz.

Ehrensold = Schweigegeld?

Wer weiß, wen der feine Herr Wulff noch so alles ans Messer liefern könnte?
http://misanthrope.blogger.de/STORIES/2015465/

 
12 3 4
AnmeldenAnmelden